Promotion Dr. phil.

Die Universität Bremen verleiht aufgrund der abgeschlossenen Promotion die Grade „Doktorin der Philosophie“ bzw. „Doktor der Philosophie“ (Dr. phil.) durch den Fachbereich 12. Für den zu verleihendem Doktorgrad wurde vom Fachbereichsrat 12 auf der Basis der Promotionsordnung Dr. phil. vom 24.01.2022 ein Promotionsausschuss eingesetzt. Dieser bearbeitet alle mit dem Promotionsverfahren zusammenhängenden Fragen.


Nachfolgend finden Sie zentrale Fragen und Antworten zum Promotionsverfahren. Sollte ihre Frage nicht dabei sein, dann kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle des Promotionsausschusses Dr. phil. vom 24.01.2022 im ZPA.

An wen genau stelle ich eigentlich meine Anträge?

Zentrales Prüfungsamt
Geschäftsstelle FB 12 + Lehramt
Promotionsausschuss Dr. phil. (FB 12)
Bibliothekstr. 1, 28359 Bremen

Wie kontaktiere ich den Promotionsausschuss?

In der Regel per Mail: zpa-fb12protect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de

Besucheradresse:

Zentrales Prüfungsamt
Geschäftsstelle FB 12 + Lehramt
Universitäts-Boulevard 5

Ist es ein Problem, wenn ich seit fünf Jahren als WiMi an der Universität Bremen arbeite und erst jetzt den Antrag auf Annahme als Doktorand:in stelle (§ 4 Abs. 6)?

Das ist kein Problem. Sie können jederzeit ihren Antrag auf Annahme als Doktorand:in stellen, insofern Sie nach § 4 Abs. 2 über eine Betreuungszusage verfügen und die weiteren Voraussetzungen erfüllen. Die Möglichkeit einen Antrag zu stellen ist unabhängig davon, ob Sie an der Universität Bremen beschäftigt oder auch nicht beschäftigt sind (sogenannte „externe Doktorand:innen“).

Was passiert, wenn ich als Doktorand:in angenommen werde und dann länger als fünf Jahre brauche, um meine Dissertation fertig zu stellen (§ 4 Abs. 6)?

Sie kontaktieren ihre Betreuerin / ihren Betreuer, bitten um eine Stellungnahme (diese ist für den Verlängerungsantrag erforderlich) und stellen dann einen formlosen Antrag mit Begründung (z.B. Pandemie) beim Promotionsausschuss. Wenn eine positive Stellungnahme der Betreuerin / des Betreuers vorliegt, wird in der Regel auch der Promotionsausschuss positiv entscheiden. Liegt keine positive Stellungnahme vor, wird sich der Promotionsausschuss Ihren Fall genau anschauen und sich mit Ihnen und ihrer Betreuerin / ihrem Betreuer in Kontakt setzen.

Was passiert eigentlich, wenn ich mich mit meiner Betreuerin / meinem Betreuer so heillos zerstritten habe, dass nichts mehr zu retten ist?

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. § 4 Abs. 5: „Die Doktorandin/der Doktorand kann auf Antrag das Betreuungsverhältnis wechseln. Änderungen des Betreuungsverhältnisses erfordern die Zustimmung des Promotionsausschusses. Findet die Doktorandin/der Doktorand keine neue Betreuerin/keinen neuen Betreuer, kann sie/er sich an den Promotionsausschuss wenden. Dieser bemüht sich, eine Betreuerin/einen Betreuer zu finden.“
  2. § 4 Abs. 6: „Das Doktorandenverhältnis kann von der Doktorandin/dem Doktoranden ohne Angabe von Gründen jederzeit beendet werden. Der Promotionsausschuss ist über die Beendigung schriftlich zu informieren.“

Entstehen mir Nachteile, wenn ich die Zulassung zur Promotion beantrage, obwohl ich vorher keinen Antrag auf Annahme als Doktorand:in gestellt habe?

Es entsteht Ihnen kein Nachteil. Das zweistufige Verfahren hat allerdings Vorteile, z.B. wenn der Abschluss im Ausland erworben wurde und deshalb eine formale Prüfung notwendig ist.

Laut § 5 muss ich beim Antrag auf Zulassung zur Promotion den Ergebnisbericht einer qualifizierten Plagiatssoftware vorlegen. Welche Software darf ich hierfür verwenden?

Sie dürfen folgende Produkte verwenden:

Weitere Software ist nutzbar, insofern die Wirksamkeit nachgewiesen ist. Weitere Informationen zu den oben genannten Software-Produkten finden Sie hier:

Foltýnek, T., Dlabolová, D., Anohina-Naumeca, A. Razı, S., Kravjar, J., Kamzola, L., Guerrero-Dib, J., Çelik, Ö., & Weber-Wulff, D. (2020). Testing of support tools for plagiarism detection. International Journal of Educational Technology in Higher Education, 17, 46. https://doi.org/10.1186/s41239-020-00192-4

Ist es problematisch, wenn ich erst seit kurzem als Doktorand:in angenommen bin und zeitnah den Antrag auf Zulassung zur Promotion stelle bzw. abgebe?

Das ist kein Problem. Es existieren keine Wartefristen. Entscheidend ist nur ihr Arbeitsstand.

Der Promotionsausschuss tagt nicht in den Semesterferien. Bedeutet das, dass mein Antrag nicht bearbeitet wird, wenn ich ihn in dieser Zeit einen Antrag stelle?

Ihr Antrag wird auch in der vorlesungsfreien Zeit bearbeitet. In der vorlesungsfreien Zeit überträgt der Ausschuss seine Entscheidungsbefugnisse gemäß § 2 Abs. 3 auf die Vorsitzende / den Vorsitzenden und die Stellvertretung des Promotionsausschusses. Sollte diese / dieser nicht entscheiden können, wird per Umlaufverfahren entschieden.

Was passiert eigentlich, wenn ein Mitglied des Ausschusses krank ist? Wird die Sitzung dann verschoben?

Für diesen Fall stehen einerseits Vertretungen bereit und andererseits können Entscheidungen des Promotionsausschusses auch im Umlaufverfahren (also per Mailabfrage) herbeigeführt werden. Durch diese Maßnahmen gewährleisten wir, immer entscheidungsfähig zu sein.

Darf ich bei einer kumulativen Dissertation auch mehr als die genannten vier Artikel einreichen (§ 6 Abs. 2)?

Das dürfen Sie natürlich! Die Ordnung definiert insbesondere Mindestanforderungen. Sind diese erfüllt, sind Sie freier in der Form: Sie können zusätzliche Artikel als alleinige Autor:in oder auch in Ko-Autorenschaft verfassen. Wie Sie mögen. Außerdem können die zusätzlichen Artikel mit oder ohne peer-review veröffentlicht werden.

Weiterhin gilt allerdings und unabhängig von der Gesamtzahl ihrer Artikel: „Mit höchstens einer Gutachterin/einem Gutachter darf höchstens eine Einzelarbeit in gemeinsamer Autorenschaft verfasst sein.“

Außerdem gilt weiterhin: „Die Doktorandin/der Doktorand ist als Hauptautorin/als Hauptautor an der Autorenschaft aller Einzelarbeiten beteiligt. Der Promotionsausschuss entscheidet auf begründeten Antrag über Ausnahmen von dieser Regel.“ Wenn Sie die Mindestanforderungen erfüllt haben, besteht jetzt auch die Möglichkeit, dass Sie einen Beitrag einreichen, den Sie nicht als Hauptautor:in verfasst haben, allerdings müssen Sie hierfür eine Genehmigung beim Promotionsausschuss beantragen.

Muss ich meinem „Antrag auf Annahme als Doktorad:in“ eine beglaubigte Kopie meines Hochschulabschlusses beilegen?

Im Verfahren „Antrag auf Annahme als Doktorad:in“ müssen Sie nachweisen, dass Sie die Voraussetzung „Hochschulabschluss“ erfüllen. Akzeptierte Nachweise sind:

  1. Amtlich beglaubigte Kopien des Zeugnisses und der Urkunde.
  2. Sie legen persönlich bei der ZPA Geschäftsstelle FB12 oder in der Service-Stelle des ZPA die Originale sowie Kopien vor, und die Service-Stelle prüft und bestätigt die Übereinstimmung der Kopien mit dem Original (Öffnungszeiten).
  3. Mitarbeitende der Universität Bremen haben zudem die Möglichkeit, sich die entsprechenden Kopien von einer Person bestätigten zu lassen, die berechtigt ist, das Dienstsiegel zu führen. Das Original muss in diesem Fall zur Prüfung und Bestätigung ebenfalls vorgelegt werden.

Was bedeutet der Hinweis „die Veröffentlichung sichergestellt ist“ in § 13 Abs. 3?

Die Promotionsurkunde kann nur ausgegeben werden, wenn (1) die Dissertation veröffentlich ist oder wenn (2) die Veröffentlichung sichergestellt ist. Wenn Sie beabsichtigen, Ihre Dissertation als gedrucktes Buch in einem Wissenschaftsverlag zu veröffentlichen, werden Sie in den meisten Fällen nach Abschluss der Prüfungen noch keine gedruckten Exemplare zur Abgabe an die Universitätsbibliothek haben. Wenn Sie auf die Promotionsurkunde nicht bis zur Veröffentlichung Ihrer Arbeit im Wissenschaftsverlag warten wollen, können Sie das universitätsinterne Veröffentlichungsverfahren für die Übergangszeit wählen.

Ist es korrekt, dass nach der neuen Promotionsordnung vom 24.01.2022 drei Personen die Dissertation begutachten und nach der Promotionsordnung vom 29.05.2012 nur zwei? Warum ist das so?

Ja, das ist korrekt. Unser Verfahren hat Gründe: (1) International üblich sind mindestens drei Gutachter:innen, nicht zwei. (2) Bei zwei Gutachter:innen kann es passieren, dass diese unterschiedlich bewerten. Das Ergebnis ist, dass in der Regel eine dritte Person hinzugezogen wird, wodurch sich das Verfahren notwendigerweise verlängert. In Verfahren mit drei Gutachter:innen existiert dieses Problem nicht.

Ist es korrekt, dass die Promotionsurkunde nach der Promotionsordnung Dr. phil. vom 24.01.2022 Einzelbewertungen ausweist für die schriftliche Leistung (Dissertation), die mündliche Leistung (Kolloquium) und eine Gesamtnote? Und ist es korrekt, dass die Promotionsordnung Dr. phil. vom 29.05.2012 nur eine Gesamtnote ausweist? Warum ist das so?

Ja, das ist beides korrekt. Warum in der Promotionsordnung Dr. phil. vom 29.05.2012 nur der Ausweis einer Gesamtnote vorgesehen ist, ist uns nicht bekannt. In Deutschland üblich ist die Aufschlüsselung, die in der Promotionsordnung vom 24.01.2022 vorgesehen ist.

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich 11 und plane deshalb bislang, entsprechend der Promotionsordnung Dr. phil. vom 29.05.2012 zu promovieren. Besteht die Möglichkeit, dass ich nach der neuen Ordnung vom 24.01.2022 promoviere?

Die Möglichkeit besteht, insofern Sie (1) in einem Arbeitsgebiet promovieren, das in Lehre und Forschung im Fachbereich 12 vertreten ist. Eine solche Option besteht zum Beispiel in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Außerdem muss (2) mindestens ein:e Gutachter:in in ihrem Verfahren Hochschullehrer:in im Fachbereich 12 sein (§ 8 Abs. 3).

Mit meinem „Antrag auf Annahme als Doktorand:in Dr. phil.“ soll ich zusätzlich zur schriftlichen Fassung eine digitale Fassung in einem PDF-Dokument auf einem USB-Stick einreichen. Kann ich alternativ die digitale Fassung per Mail an die Geschäftsstelle senden? Muss es wirklich ein PDF-Dokument sein oder können es auch mehrere PDF-Dokumente sein?

Die Abgabe des Antrags auf einem USB-Stick ist zwingend notwendig. Eine Übermittlung per Mail ist nicht möglich. Ja, es muss ein PDF-Dokument sein. Zudem: Nur vollständige Anträge werden angenommen und weiterbearbeitet.

Titel der Arbeit:

Körper- Schule- Lookismus – Rekonstruktion schulischer Differenzierungserfahrungen im Kontext von Normschönheit

Betreuung:

Prof. Dr. Nadine Rose

 

Titel der Arbeit:

Mehrsprachigkeit und sprachbezogene Praktiken in Sprachkursen für Geflüchtete in Serbien und Bulgarien

Betreuung:

Prof. Dr. Alisha M. B. Heinemann

Titel der Arbeit:

Pedagogy of Integrity: A decolonizing perspective on the training of university educators´ in German Academia

Betreuung:

Prof. Dr. Alisha M. B. Heinemann

Titel der Arbeit:

Legitimationspraktiken von Heteronormativität in partner*innenschaftlichen Elternbeziehungen

Betreuung:

Prof. Dr. Alisha M. B. Heinemann

Arbeitstitel:

(Selbst)ermächtigung durch Bildung und Kultur unter Bedingungen einer (post)kolonial-heternormativen Hegemonie. Artikulationsanalysen von Frauen, queers und trans of color Bildner*innen im Kontext kultureller Bildung in Bezug auf die Un/möglichkeit emanzipatorischer pädagogischer Praxis

Betreuung:

Prof. Dr. Nadine Rose

Arbeitstitel:

Social Emotional Development of Bilingual German-Turkish Speaking Children with and without Developmental Language Disorder

Betreuung:

Prof. Dr. Anja Starke

Arbeitstitel:

Resilienz bei Kindern und Jugendlichen im Nachwuchsleistungssport

Betreuung:

Prof. Dr. Florian Schmidt-Borcherding

Arbeitstitel:

Genderspezifische Subjektivierungseffekte von Jugendlichen im informellen digitalen Lern- und Bildungsraum YouTube

Betreuung:

Prof. Dr. Alisha Heinemann

Arbeitstitel:

Internationaler Berufsbildungstransfer: Gegenstand, Akteure und Transfertypen

Betreuung:

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Gessler

Arbeitstitel:

Lernfeldunterricht im Spannungsfeld didaktischer Leitlinien und schulorganisatorischer Gegebenheiten

Betreuung:

Prof. Dr. Falk Howe