Zum Hauptinhalt springen

Projekt: InkluSE*BHV

Projekt: Inklusive Schulentwicklung in der Stadtgemeinde Bremerhaven

Laufzeit: 2019-2023

Gefördert durch die Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. Natascha Korff

Prof. Dr. Robert Baar

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Bisera Mladenovska

Mira Telscher

Begleitung und Qualifizierung der Prozessbegleiter*innen:

Ira Schumann

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. Till-Sebastian Idel

 
Kooperationspartner*innen:

Michael Frost (Stadtrat)

Dr. Regine Komoss (Leitung Schulamt)

 


Aktuelles

Nach Projektbeginn im Herbst 2019 wurden alle beteiligten Schulen besucht und die Qualifizierung der Prozessbegleiter*innen startete. Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie Anfang 2020 geplante Forschungsvorhaben, Formate des Austauschs sowie die Prozessbegleitung an den Schulen der besonderen Situation anpasst werden mussten, sind inzwischen u. a. folgende Entwicklungen und Aktivitäten im Projekt zu nennen:

  • Die Prozessbegleiter*innen arbeiten alle 4-6 Wochen mit den Schulen. Die Qualifizierungs- und Austauschtermine lassen sich, je nach Lage, sowohl in Präsenz als auch digital gewinnbringend gestalten.
  • Im Rahmen erster Erhebungen in der Begleitforschung finden Interviews mit Lehrkräften sowie mit den Prozessbegleiter*innen statt. Mit Blick auf die Entwicklung zieldifferenten Unterrichts werden darüber hinaus derzeit Anliegen und Bedarfe an den Schulen erhoben, um passende Angebote zur Unterstützung zu entwickeln.
  • Mit der Abteilung Schulentwicklung und Forschung (SEFO, Magistrat Bremerhaven) befinden wir uns im Austausch zu gemeinsamen Entwicklungsvorhaben in Hinblick auf die Evaluation von (Schul-)entwicklungsprozessen
  • Zwischen den verschiedenen Beteiligten und auf Steuerungsebene besteht regelmäßiger Austausch, der das Projekt auch in digitalen Formaten bereichert.

Überblick

In Kooperation zwischen der Universität Bremen und dem Magistrat Bremerhaven stellt das Projekt ein zentrales Element wissenschaftlich fundierter Qualitätsentwicklung drei neu entstehender Schulverbünde in Bremerhaven (Lehe und Geestemünde) dar. Ziel ist die qualifizierte und an schulindividuelle Bedarfe angepasste Begleitung und Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen sowie deren Erforschung.

In enger Vernetzung der Arbeitsbereiche Inklusive Pädagogik mit Schwerpunkt Didaktik sowie Elementar- und Grundschulpädagogik eröffnen sich Möglichkeiten der mehrperspektivischen und transferorientierten Bearbeitung verschiedener zentraler Desiderate im Kontext inklusiver und diversitätssensibler Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Professionalisierung. Die praxisnahen Befunde sollen den beteiligten Schulen zugänglich gemacht werden und die Basis weiterer Entwicklungs- und Forschungsvorhaben bilden.


Projektstruktur

Unter Berücksichtigung der vielschichtigen Ausgangsbedingungen und Herausforderungen der Schulverbünde erfolgt die Begleitung und Forschung in drei Modulen:

  • Konkrete individuelle Unterstützung und Begleitung der sieben Schulen in ihrer inklusiven Schulentwicklung auf Einzelschul- und Verbundebene durch Prozessbegleiter*innen im Tandem (unter Einbezug und Qualifizierung von Mitarbeitenden der Abteilung Schulentwicklung und Fortbildung des Magistrats Bremerhaven)
  • Begleitung und fortlaufende Weiterqualifizierung der Prozessbegleiter*innen durch die Universität Bremen (Ira Schumann)
  • Beratung zu spezifischen Maßnahmen für die Kollegien nach Bedarf und Anliegen und unter Beteiligung externer Referent*innen (Universität Bremen, Abteilung SEFO u. a.) und deren Evaluation
  • Moderation, Impulse und Anregung von Vernetzung zwischen den Schulverbünden im Rahmen von Steuergruppen- und Beiratssitzungen

Vertiefende Forschungsvorhaben in den Themenfeldern Lehrer*innenhandeln und Professionalisierung sind eng mit zwei im Projekt entstehenden Qualifikationsarbeiten verbunden. Darüber hinaus stehen im Kontext inklusiver Schul- und Unterrichtsforschung zentrale, übergreifende Fragestellungen im Fokus, die praxisnah und transferorientiert bearbeitet werden.

Lehrer*innenhandeln und Professionalisierung im Kontext inklusiver Schulentwicklung

  • Fragen von Quer- und Seiteneinstieg in das Lehramt der inklusiven Grundschule (Baar und Mladenovska)
  • Herausforderungen und Ambivalenzen inklusiver Professionalisierung im Kontext Schulentwicklung (Korff und Telscher)

Schul- und Unterrichtsentwicklung

  • Schulentwicklungs(-beratungs)prozesse und ihre Bedingungen aus Perspektive der Prozessbegleitung, die in einer qualitativen Längsschnittuntersuchung über die Dauer des Projekts hinweg mittels jährlicher Interviews mit den Prozessbegleiter*innen dokumentiert werden.
  • Inklusiv orientierte Unterrichtsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Teilhabe von Schüler*innen im Förderschwerpunkt Wahrnehmung & Entwicklung: Evaluation schulspezifischer Maßnahmen; schulübergreifende Entwicklung und gemeinsame Planung zieldifferenten Unterrichts (in Planung)

Studierenden wird ein innovatives Praxisfeld eröffnet und Einblicke in Schulentwicklungsprozesse ermöglicht, während die Schulen von Impulsen aus studentischen Arbeiten profitieren und Unterstützung erhalten. Wir nutzen dabei bestehende Strukturen und Projekte als Vernetzungsgrundlage, um auch strukturelle, nachhaltige Vernetzungen zwischen der Universität Bremen und den Schulen in Bremerhaven voranzubringen.

  • Studien-Praxis-Projekte
  • Lehramtspraktika: Vermittlung Studierender an Kooperationsschulen
  • Forschungsvorhaben in der Masterabschlussphase

Beteiligte Schulen

Allmersschule

Oberschule Geestemünde

Neue Oberschule Lehe

Berufsbildende Schulen Geschwister Scholl

Gymnasiale Oberschule Sophie Scholl

Neue Grundschule Lehe

Oberschule am Ernst-Reuter-Platz