Projekt: InkluSE*BHV

Projekt: Inklusive Schulentwicklung in der Stadtgemeinde Bremerhaven

Laufzeit: 2019-2023

Gefördert durch die Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. Natascha Korff

Prof. Dr. Robert Baar

 
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Bisera Mladenovska

Mira Telscher

Ira Schumann (Begleitung der Prozesse und Prozessbegleiter*innen)

 

Projektbeirat:

Prof. Dr. Till-Sebastian Idel

Dr. Phillip Neumann

Miriam Remy

Prof. Dr. Saskia Schuppener

 

Kooperationspartner*innen:

Michael Frost (Stadtrat)

 

Aktuelles

  • Aktuell befinden wir uns in Vorbereitung einer Datenerhebung zur Perspektive der Steuergruppen mithilfe von Gruppendiskussionen.
  • In Planung ist außerdem die zweite Projektbeiratssitzung im Herbst dieses Jahres. Wir freuen uns auf Feedback und interessante Diskussionen zum Stand unseres Projekts.
  • In den Forschungsarbeiten zum Thema Quer- und Seiteneinsteiger*innen finden derzeit ethnographische Untersuchungen an den Schulen statt; parallel dazu wird das Datenmaterial aus den Interviews ausgewertet. Erste Ergebnisse aus den Interviews wurden im Juli 2022 auf dem 3. Grazer Grundschulkongress vorgestellt.
  • Im Februar 2022 haben wir erste Ergebnisse aus unserer Befragung der Prozessbegleiter*innen auf der 35. Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen vorgestellt. Eine Publikation mit Kolleg*innen aus dem Kontext des dortigen Symposiums ist für 2023 in Vorbereitung (vgl. Schuppener et al. in Vorb.).

Überblick

In Kooperation zwischen der Universität Bremen und dem Magistrat Bremerhaven stellt das Projekt ein zentrales Element wissenschaftlich fundierter Qualitätsentwicklung drei neu entstehender Schulverbünde in Bremerhaven (Lehe und Geestemünde) dar. Ziel ist die qualifizierte und an schulindividuelle Bedarfe angepasste Begleitung und Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen sowie deren Erforschung.

In enger Vernetzung der Arbeitsbereiche Inklusive Pädagogik mit Schwerpunkt Didaktik sowie Elementar- und Grundschulpädagogik eröffnen sich Möglichkeiten der mehrperspektivischen und transferorientierten Bearbeitung verschiedener zentraler Desiderate im Kontext inklusiver und diversitätssensibler Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Professionalisierung. Die praxisnahen Befunde sollen den beteiligten Schulen zugänglich gemacht werden und die Basis weiterer Entwicklungs- und Forschungsvorhaben bilden.


Projektstruktur

Unter Berücksichtigung der vielschichtigen Ausgangsbedingungen und Herausforderungen der Schulverbünde erfolgt die Begleitung und Forschung in drei Modulen:

  • Konkrete individuelle Unterstützung und Begleitung der sieben Schulen in ihrer inklusiven Schulentwicklung auf Einzelschul- und Verbundebene durch Prozessbegleiter*innen 
  • Begleitung durch die Universität Bremen (Ira Schumann)
  • Beratung zu spezifischen Maßnahmen für die Kollegien nach Bedarf und Anliegen und unter Beteiligung externer Referent*innen (Universität Bremen, Abteilung SEFO u. a.) und deren Evaluation
  • Moderation, Impulse und Anregung von Vernetzung zwischen den Schulverbünden im Rahmen von Steuergruppen- und Beiratssitzungen

Vertiefende Forschungsvorhaben in den Themenfeldern Lehrer*innenhandeln und Professionalisierung sind eng mit zwei im Projekt entstehenden Qualifikationsarbeiten verbunden. Darüber hinaus stehen im Kontext inklusiver Schul- und Unterrichtsforschung zentrale, übergreifende Fragestellungen im Fokus, die praxisnah und transferorientiert bearbeitet werden.

Lehrer*innenhandeln und Professionalisierung im Kontext inklusiver Schulentwicklung

  • Fragen von Quer- und Seiteneinstieg in das Lehramt der inklusiven Grundschule (Baar und Mladenovska)
  • Herausforderungen und Ambivalenzen inklusiver Professionalisierung im Kontext Schulentwicklung (Korff und Telscher)

Schul- und Unterrichtsentwicklung

  • Schulentwicklungs(-beratungs)prozesse und ihre Bedingungen aus Perspektive der Prozessbegleitung, die in einer qualitativen Längsschnittuntersuchung über die Dauer des Projekts hinweg mittels jährlicher Interviews mit den Prozessbegleiter*innen dokumentiert werden.
  • Inklusiv orientierte Unterrichtsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Teilhabe von Schüler*innen im Förderschwerpunkt Wahrnehmung & Entwicklung: Evaluation schulspezifischer Maßnahmen; schulübergreifende Entwicklung und gemeinsame Planung zieldifferenten Unterrichts (in Planung)

Studierenden wird ein innovatives Praxisfeld eröffnet und Einblicke in Schulentwicklungsprozesse ermöglicht, während die Schulen von Impulsen aus studentischen Arbeiten profitieren und Unterstützung erhalten. Wir nutzen dabei bestehende Strukturen und Projekte als Vernetzungsgrundlage, um auch strukturelle, nachhaltige Vernetzungen zwischen der Universität Bremen und den Schulen in Bremerhaven voranzubringen.

  • Studien-Praxis-Projekte
  • Lehramtspraktika: Vermittlung Studierender an Kooperationsschulen
  • Forschungsvorhaben in der Masterabschlussphase

Beteiligte Schulen

Allmersschule

Oberschule Geestemünde

Neue Oberschule Lehe

Berufsbildende Schulen Geschwister Scholl

Gymnasiale Oberschule Sophie Scholl

Neue Grundschule Lehe

Oberschule am Ernst-Reuter-Platz