Schulpraxis international

Unser Ziel ist die Etablierung nachhaltiger Strukturen für internationale Studien-Praxis-Aufenthalte im Lehramt an der Universität Bremen. Dafür werden tragfähige Kooperationsstrukturen für Auslandsaufenthalte sowie flexible Praxissemester-Formate mit universitärer Anbindung im Ausland aufgebaut.

Weiterführende Informationen zu Schulpraxis im Ausland über das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung finden Sie hier.

Stipendien fürs Praxissemester im Ausland 2027

Auch im kommenden Jahr fördert das Projekt Lehramt International aus Mitteln des DAAD Stipendiat*Innen für Studien‐Praxis‐Aufenthalte (Praxissemester) im Ausland. Zielgruppe sind Studierende im Grundschullehramt und Inklusiver Pädagogik Primar. Die Aufenthalte erfolgen zwischen Januar und Juli 2027 an folgenden Standorten:

Winnipeg / Kanada

  • 15 Wochen Auslandsaufenthalt ab Januar 2027
  • Monatliche Aufenthaltspauschale von 1.225€ und einmaliges Mobilitätsstipendium für An- und Abreise
  • Schulpraxis an den Kooperationsschulen Princess Margret Elementary School (bilingual Elementary D/E) oder Gordon Bell Primary (Inclusive Elementary)
  • Universtitäre Anbindung an der University of Toronto

Windhuk / Namibia

  • 15 Wochen Auslandsaufenthalt ab Januar 2027
  • Monatliche Aufenthaltspauschale von 1.175€ und einmaliges Mobilitätsstipendium für An- und Abreise
  • Schulpraxis an der Kooperationsschule St. Barnabass Primary
  • Universtitäre Anbindung an der University of Namibia

Stipendiat Informationsveranstaltung am 28.04.2026

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den ausgeschriebenen Stipendien für interessierte Studierende findet am 28.04. um 13:45 Uhr über Zoom statt. 

Zugangsdaten:
Meeting-ID: 661 0748 7997 
Kenncode: 552039

Erfahrungsberichte aus dem Praxissemester im Ausland 2026

Seit über sechs Wochen bin ich nun in Toronto und hatte erstaunlich schnell das Gefühl, angekommen zu sein. Dazu beigetragen haben vor allem die vielen kleinen, herzlichen Gesten: eine Dozentin, die sich freiwillig um unsere Uni-Accounts kümmerte, Kommiliton:innen, die uns direkt in der ersten Uniwoche in einem Hörsaal mit über 200 Studierenden zuwinkten, oder die vielen Lehrkräfte der Schule, deren Türen wortwörtlich immer offen stehen und ich immer vorbeischauen kann. Obwohl vieles neu und anders als in Deutschland ist – Schulfächer wie Keramik, Tischlereihandwerk, „Career Studies“ und „Parenting Classes“ – hilft mir die Offenheit der Menschen dabei, mich in neue Situationen zu wagen und Toronto zu erkunden.  

Friederike K. an der Central Technical School


Mein erster Eindruck von Toronto: eine unglaublich schöne und vielseitige Stadt. Ich genieße das Großstadtleben sehr, alles ist schnell erreichbar, und gefühlt hat immer alles offen. Die Menschen sind super freundlich, offen und sehr willkommenheißend. Sowohl an der Universität als auch an der Schule wurden wir herzlich aufgenommen. Schon jetzt ist es spannend, erste Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen Uni-Alltag zu entdecken und neue Impulse mitzunehmen. Das Wetter ist eine echte Umstellung: eisige Kälte, viel Schnee und sogar ein Schneesturm, der selbst hier als außergewöhnlich galt. Gleichzeitig scheint oft die Sonne. Ich wohne mit der anderen Austauschstudentin zusammen, wir verstehen uns super und erleben viel gemeinsam. Durch Smalltalk im Alltag und offene Mitstudierende konnte ich schnell erste Kontakte knüpfen. Für die kommenden Wochen erhoffe ich mir viele neue Erfahrungen, besonders in der Schule, und eine weiterhin ereignisreiche Zeit. 

Isabelle H. an der George Webster Elementary School

Ich bin nun seit mehr als 5 Wochen an der Central Tech School in Toronto und finde es immer noch spannend, meine Eindrücke mit dem deutschen Schulsystem zu vergleichen. Besonders fällt mir immer wieder auf, wie stark der Unterricht an den vielfältigen Lebensrealitäten der Schüler:innen anknüpft und wie viel Raum kritischen Denken gegeben wird. Diese Ausrichtung lässt sich auch in der generellen (Schul-) Struktur wiederfinden: Die Schüler:innen haben maximal vier Kurse pro Tag, die Schule beginnt um 9 Uhr und Zuspätkommen ist nicht schlimm. Mein Highlight in der Schule waren die Schulmeisterschaften in den verschiedenen Handwerken, bei denen Schüler:innen von unterschiedlicher Schulen gegeneinander angetreten sind - mit der Aussicht, sich für höhere Wettbewerbe zu qualifizieren.
In der Uni hat mich besonders ein Seminar zur Gestaltung eines Language Friendly Space in einer Asylunterkunft geprägt. Alle zwölf Teilnehmer:innen des Seminars sprachen eine andere Muttersprache und die gesamten Diskussionen in dem Seminar habe ich als sehr bereichernd wahrgenommen.

Friederike K. an der Central Technical School


Im Moment verbringe ich meinen Alltag an einer Grundschule in Toronto. Normalerweise bin ich dort jeden Tag von 9:00Uhr bis 15:15 Uhr, außer ich habe ein Online-Begleitseminar meiner Heimatuniversität in Bremen. Nach dem Unterricht helfe ich meiner Lehrerin oft noch bei der Vor- oder Nachbereitung, sodass ich meist gegen 17 Uhr zu Hause bin und danach noch etwas Freizeit habe. Der Schulalltag ist sehr eingespielt, da die Schüler*innen feste Routinen kennen. Sehr schön finde ich das Miteinander mit meiner Klasse, den anderen Kindern und dem Kollegium.
Den Uni-Teil meines Aufenthalts habe ich inzwischen abgeschlossen. Die Seminare waren sehr kommunikativ und mit drei Stunden deutlich länger als die gewöhnlichen Veranstaltungen, die ich aus Bremen kenne. Am Anfang war Englisch im Alltag noch etwas ungewohnt, aber mit der Zeit wurde es immer leichter und inzwischen fühle ich mich richtig angekommen. Besonders in Erinnerung bleibt mir, wie herzlich wir an der Universität aufgenommen wurden.

Isabelle H. an der George Webster Elementary School

Wieder in Deutschland anzukommen war für mich eine Mischung aus Freude und Umstellung. Ich habe mich sehr gefreut, meine Familie und Freund*innen wiederzusehen, gleichzeitig war es aber auch erstmal ungewohnt, wieder hier zu sein. Inzwischen bin ich an einer Schule in Bremen, um dort mein Praxissemester zu beenden. Gerade im direkten Vergleich fallen mir viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zum Schulalltag in Toronto auf.

Was ich jetzt schon vermisse, ist vor allem, Englisch zu sprechen und immer wieder neue Eindrücke zu sammeln. Besonders in Erinnerung bleiben mir die vielen kleinen Momente mit den Kindern. Für mein Studium nehme ich viele Ideen und Inspirationen aus dem kanadischen Schulsystem mit, vor allem das wertschätzende Miteinander. Außerdem habe ich ein noch größeres Verständnis für Kinder entwickelt, die sich in einem neuen Umfeld zurechtfinden müssen, einfach, weil ich selbst jetzt in dieser Rolle war.

Isabelle H.


 

Stipendien Praxissemester im Ausland 2026

Das Projekt Lehramt international: Reflecting Diversity and Inclusion fördert aus Mitteln des DAAD vier Stipendien für Studien‐Praxis‐Aufenthalte (Praxissemester) im Ausland 2026. Zielgruppe sind Studierende im Grundschullehramt und IP Studierende (Grundschule und Gy/OS). Die Aufenthalte erfolgen zwischen Januar und Juli 2026 an folgenden Standorten:

Toronto/Kanada

  • 10 Wochen (ab Januar 2026)
  • Monatlich 1.175€ Aufenthaltspauschale + einmaliges Mobilitätsstipendium
  • Schuloptionen: Central Technical School (Secondary School) / George Webster Primary
  • Studium: University of Toronto

Winnipeg/Kanada

  • 15 Wochen (ab Januar/Februar 2026)
  • Monatlich 1.175€ Aufenthaltspauschale + einmaliges Mobilitätsstipendium
  • Schuloptionen: Gordon Bell Primary (Inclusive Elementary) / Princess Margret Elementary School (bilingual D/E)
  • Studium: University of Manitoba

Windhuk/Namibia

  • 15 Wochen (ab Februar 2026)
  • Monatlich 1.1225€ Aufenthaltspauschale + einmaliges Mobilitätsstipendium
  • Schuloption: St. Barnabass Primary
  • Studium: University of Namibia

Stipendiat Informationsveranstaltung am 03.06.

Eine offene Informationsveranstaltung zu den ausgeschriebenen Stipendien für interessierte Studierende findet am 03.06. um 13:45 Uhr per Zoom statt. Zugänglich über die Meeting-ID: 680 1636 1884 mit dem Kenncode: 529172 

Stipendien Praxissemester im Ausland 2024

Lehramtsstudium International: Mainstreaming Diversity and Inclusion schreibt Stipendien für Praxissemester in Namibia und Kanada in 2024 aus. Die Stipendien richten sich Studierende im Grundschullehramt (einschließlich IP) und fördern Ihren Auslandsaufenthalt und bieten Praktika an ausgesuchten Kooperationsschulen mit spannenden Profilen.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

Bewerbungsfrist: 16.6.2023

Informationsveranstaltung:

Freitag, den 9.6.2023,
16:00-17:00 Uhr, via Zoom

https://uni-bremen.zoom.us/j/66095625004?pwd=UURDRU5tUWk1RHM5d0ZVTHRtSE51dz09

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Jenny Bredull (bredullprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de).

Wege ins Ausland

Erasmus+

  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule in Europa
  • Förderzeitraum von 2-12 Monaten für Lehramtsstudierende aller Schularten nach dem 1. abgeschlossenen Studienjahr
  • Finanzierungshilfe in Form von Mobilitätszuschuss und Erlass von Studiengebühren
  • Information, Kontakt und Beratung auf der Website 

International Office - Austausch weltweit

  • Studienaufenthalt an einer internationalen Partneruniversität
  • Zeitraum von einem Studiensemester oder -jahr für Studierende aller Schularten
  • Finanzierungshilfe in Form von Erlass von Studiengebühren, Beantragung von zusätzlicher finanzieller Förderung möglich
  • Information, Kontakt und Beratung auf der Website

 

Zentrum für Lehrerinnen-/Lehrerbildung - Schulpraktika International

  • Praxisaufenthalt an einer Partnerschule im Ausland
  • Zeitraum von 2-12 Monaten für Studierende im Praxissemester oder Orientierungspraktikum
  • Stipendien und Finanzierungsmöglichkeiten über dritte Träger
  • Information, Kontakt und Beratung auf der Website

LaINT - Studien-Praxisaufenthalt im Ausland

  • Auslandsaufenthalt mit Praxisanteil an Partnerschulen und Begleitveranstaltungen an Partnerhochschulen
  • Zeitraum 2-12 Monate für Bachelorstudierende in praxisorientierten Elementen oder Masterstudierende im Praxissemester
  • Stipendienvergabe über den DAAD während des Projektzeitraums bis 2029
  • Information und Beratung bei Gesche Heidemann, schulpraktika-international@uni-bremen.de (ZfLB) oder Jenny Bredull, laint@uni-bremen.de (LaINT)

Free Mover

  • Auslandsaufenthalt außerhalb von Kooperationsstandorten durch studentische Initiative
  • Dauer flexibel von Auslandssemester bis hin zu Regelstudium mit Abschlusserwerb
  • Förderung über Stipendien oder Institutionen möglich
  • Mehr Informationen auf der Website des ZfLB, weiterer Kontakt für Beratung auch auf der Website des International Office

Kontakt

Jenny Bredull

Fachbereich 12

Tel. +49 421 218-69127

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