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BIPS-Direktorin zur Präsidentin der International Biometric Society gewählt

Prof. Dr. Iris Pigeot, Direktorin des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, übernimmt die Präsidentschaft der International Biometric Society (IBS). Sie leitet damit zukünftig eine der weltweit wichtigsten Fachgesellschaften der biometrischen Forschung.

Es war eine Wahl mit „hervorragender Beteiligung“, wie die IBS verkündet. Die Siegerin war Iris Pigeot. In 2023 wird sie der IBS als President-Elect dienen. Am 1. Januar 2024 steigt sie dann automatisch für zwei Jahre in das Amt der Präsidentin auf, gefolgt von einer einjährigen Amtszeit als Outgoing President.

„Ich freue mich sehr über die Wahl und das damit in mich gelegte Vertrauen“, sagt Iris Pigeot. Sie ergänzt: „In meiner Amtszeit möchte ich unsere externe Kommunikation verbessern, um unsere Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglicher zu machen. Wir müssen unsere Stimme erheben, wenn es darum geht, die politische Entscheidungsfindung auf ein solides wissenschaftliches Fundament zu stellen. In diesem Zusammenhang sind nachnutzbare Forschungsdaten und ein fundiertes Forschungsdatenmanagement wichtige Voraussetzungen und ich werde mich verstärkt darum bemühen, unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Kulturwandel hin zur gemeinsamen Nutzung von Forschungsdaten zu fördern.“

Die IBS (auf Deutsch: Internationale Biometrische Gesellschaft) ist eine internationale, akademische Fachgesellschaft. Sie widmet sich der Entwicklung und Anwendung statistischer und mathematischer Theorien und Methoden in den Biowissenschaften. Die Gesellschaft wurde 1947 in Massachusetts, USA, gegründet.

Iris Pigeot ist seit März 2004 Direktorin des BIPS und leitet dort seit 2001 die Abteilung Biometrie und EDV. Ebenfalls seit 2001 ist sie Professorin für „Statistik mit dem Schwerpunkt Biometrie und Methoden der Epidemiologie“ an der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Nutzung von Sekundärdaten in der Arzneimittelsicherheitsforschung,  in der Primärprävention insbesondere von kindlicher Adipositas sowie im Bereich statistischer und datenschutzrechtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Nachnutzung von Forschungsdaten, verteilten Datenanalysen, der Verknüpfung von verschiedenen Datensätzen und dem Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen.

Sie ist in verschiedenen Gremien aktiv, z.B. Mitglied im Fachkollegium Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Associate Editor der Zeitschrift Statistics in Medicine. Iris Pigeot hat mehrere Preise für ihre Wissenschaft und Lehre erhalten, z.B. für herausragende Doktorandenbetreuung im Jahr 2019 (Universität Bremen). Darüber hinaus verlieh ihr die Universität Rzeszów, Polen, im Jahr 2020 die Große Medaille der Universität für ihre Verdienste um die wissenschaftliche und didaktische Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der medizinischen Fakultät.

BIPS Direktorin Iris Pigeot