Professionalisierung

Unter Professionalisierung verstehen wir den Erwerb relevanter erziehungs- und bildungswissenschaftlicher Kompetenzen sowie dessen Unterstützung. Im Kontext unserer Forschung schauen wir dabei auf Kompetenzen, zu denen wir eine eigene inhaltliche Expertise beisteuern können. Einerseits sind das die in den anderen beiden Forschungsschwerpunkten gewonnenen Erkenntnisse zu Umwelt- und individuellen Bedingungen erfolgreichen Lernens, die (auch) der optimalen Gestaltung von Lernumgebungen dienen. Dazu gehören andererseits Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik, Forschungsmethoden und Data literacy.

Gestaltung von Lernumgebungen

Lehrkräfte wie auch anderes pädagogisches Fachpersonal benötigen ein ausgeprägtes und gut vernetztes Wissen in verschiedenen Bereichen, um effektive Lernumgebungen und dafür erforderliche Lernaufgaben und -materialien zu entwickeln.

  • Wie können der Erwerb und die Vernetzung des Professionswissens angehender und unerfahrener Lehrkräfte gefördert werden?
  • Wie kann die Entwicklung von Kompetenzen zur Bewältigung künftiger Planungs- und Gestaltungsherausforderungen in Bildungskontexten unterstützt werden?

Pädagogisch-psychologische Diagnostik, Forschungsmethoden und Data literacy

Die Vermittlung diagnostischer und forschungsmethodischer Kompetenzen stellt in vielen Fächern eine Querschnittsdimension dar, die über den konkreten fachwissenschaftlichen Inhalt hinaus von Bedeutung ist. In den empirischen Sozialwissenschaften bestehen große Ähnlichkeiten auf der Prozessebene zwischen der wissenschaftlichen Bearbeitung von Forschungsfragen, dem Durchführen (formeller) pädagogisch-psychologischer Diagnostik und der Gewinnung, Nutzung und Interpretation von Daten (z.B. zum Bildungsmonitoring).

  • Wie kann die Lehre in diesen Bereichen, sowohl hochschuldidaktisch als auch in der beruflichen Weiterbildung, wirksam gestaltet werden?
  • Wie können die Ähnlichkeiten und Überschneidungen von Diagnostik, Forschung und Data Literacy sichtbar gemacht und für einen professionellen Transfer erschlossen werden?

News

17.11.22

Katrin Klieme hat ihre aktuelle Forschung auf der Tagung "Forschendes Lernen - Qualifizierung für Lehre und Unterricht" an der PH Luzern (Schweiz) vorgestellt und mit Kolleg:innen diskutiert. Dabei geht es um die Frage, welche Faktoren einer forschenden Lehr-Lern-Umgebung langfristig die Forschungsselbstwirksamkeit fördern und wie diese in der Hochschuldidaktik berücksichtig werden können.

17.10.22

Wir begrüßen Lara Stützer die als wissenschaftliche Mitarbeiterin unser Team in Forschung und Lehre verstärkt und auch die Realisierung eines Innovation Labs "Digitale Forschungs- und Datenkompetenzen im Lehramtsstudium (DigiFoDaL)" im Rahmen des SKILL-Projekts unterstützt. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

12.10.22

Thomas Lehmann aus unserer AG hat mit Patrick Blumschein (PH Freiburg) und Norbert M. Seel (Uni Freiburg) eine Studie im Journal of Computers in Education veröffentlicht. Darin wird ein Kausalmodell zur Akzeptanz und künftigen Nutzung von Technologien beim Lernen untersucht und für die pandemiebedingt rein digitale Hochschullehre spezifiziert. [direkt zum Artikel]