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Projekte

Die Header der #unibremen50-Serie

50 Jahre Universität Bremen

Welche Entwicklungen der Wissens- und Bildungsgesellschaft spiegelt die 50-jährige Geschichte der Universität Bremen wider? Was macht das Campusleben heute aus? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich Studierende der Public History am Institut für Geschichtswissenschaft in einem mehrsemestrigen Lehr- und Lernprojekt. Seit dem Sommersemester 2019 recherchieren sie im Universitätsarchiv sowie im Staatsarchiv Bremen und setzen sich mit der Geschichte der Bremer Universität in Objekten auseinander. Diese erzählen zusammengestellt deren „materiale“ Geschichte. Im Wintersemester 2020/21 hat eine weitere Studierendengruppe für die Objektgeschichten ihrer Kommiliton*innen eine Multi-Channel-Strategie entwickelt: Entstanden sind ein Kalender mit 12 Objektgeschichten und als Story-Auskopplung eine digitale Infostele. Den Kalender gibt es als Print- und Online-Ausgabe sowie als digitale Plakatausstellung.

Neben dem Kalender gibt es einen eigenen Twitter-Account zum Universitätsjubiläum, auf dem die Objektgeschichten komprimiert gepostet werden. Außerdem findet dort eine Zeitreise durch 50 Jahre Bremer Universitätsgeschichte statt. Sie wollten schon immer wissen, was dran ist am Mythos der „roten Kaderschmiede“? Was es mit dem „Geheimnis der grünen Zeichen“ auf sich hat? Oder was am 7. Februar vor 21 Jahren passierte? Dann folgen Sie @unibremen50

Universitätsgeschichte in Objekten

Nach Mitchell G. Ash erfolgen wissenschaftliche Wandlungen häufig in Zeiten politischer Umbrüche. Welche Entwicklungen der pluralistischen Wissens- und Bildungsgesellschaft spiegelt die bald 50-jährige Geschichte der Universität Bremen wider? Was macht die Universität Bremen heute aus? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich Studierende der Public History am Institut für Geschichtswissenschaft in einem mehrsemestrigen Lehr- und Lernprojekt. Seit dem Sommersemester 2019 haben sich die Studierenden durch Quellenrecherchen im Universitätsarchiv Bremen und im Staatsarchiv Bremen u.a. mit der Geschichte der Bremer Universität in Objekten auseinandergesetzt. Objekte sind Gegenstände, Dokumente oder Bilder, die für Meilensteine der Universitätsgeschichte stehen. Zusammengestellt erzählen sie die „materiale“ Geschichte der Bremer Universität. Im Wintersemester 2020/21 wird es nun darum gehen, für die bereits recherchierten Objektgeschichten eine Multi-Channel-Strategie aufzubauen, mit der dieselben Objekt-Themen in analogen wie digitalen Medien wiederverwendet werden können. Die Grundidee ist ein Kalender mit 12 Objektgeschichten. Anhand von Objekten wie dem Fallturm oder dem Obaichthys decoratus aus der Geowissenschaftlichen Sammlung erzählen die Studierenden spannende Geschichten von Menschen und Ereignissen, machen Strukturen und Prozesse anschaulich und Situationen lebendig.

Öffentlichkeiten im Wandel

Anknüpfend an Habermas‘ „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ spürten Bachelor-Studierende im Sommersemester 2020 dem Wandel von Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit nach. Neben der „repräsentativen Öffentlichkeit“ von Kirchen und Höfen entstanden im 17. und 18. Jahrhundert mit Salons, Kaffeehäusern oder Theatern Räume einer „bürgerlichen Öffentlichkeit“. Diese entwickelten sich in dem Maße zu tatsächlich öffentlichen Orten, wie sie weiteren gesellschaftlichen Schichten zugänglich wurden. Anhand zeitgenössischer Diskurse um Privatheit und Öffentlichkeit beschäftigten sich die Studierenden mit der Frage, wie sich mit „Publikum“ und „Publizität“ auch der Umgang mit Geschichte(n) wandelte. Als Prüfungsleistung drehten sie Erklärvideos für verschiedene Zielgruppen, wobei sie auf unterschiedlichste Art und Weise die zuvor im Plenum definierten Begriffe „Öffentlichkeit“ und „Publikum“ mit einer der Habermas’schen „Institutionen der Öffentlichkeiten“ verbanden. Auf Stud.IP können Sie sich einige der Erklärvideos anschauen.

Aktualisiert von: Anna Leinen