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Course Catalog

Study Program SoSe 2021

Philosophie, B.A.

Modul G3 Praktikum

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-G3-1BPraktikum und Berufsorientierung: Einführungsveranstaltung für Studierende im 2. Semester der Philosophie
Practical training and career planning - An introduction
2 SWS

Seminar (Teaching)

Additional dates:
Tue. 13.07.21 14:00 - 18:00

Philosophie: Eine brotlose Kunst!
Dieses (Vor-)Urteil gilt es zu widerlegen, indem wir Sie einladen, sich frühzeitig im Studium mit Ihrer beruflichen Zukunft zu beschäftigen.
Die Einführungsveranstaltung zum Thema "Praktikum und Berufsorientierung" soll Ihnen Impulse und Ideen für den Weg dahin geben.
Wir vermitteln Ihnen Basiswissen zum Thema "Praktikum", zeigen Ihnen Anlauf- und Beratungsstellen und weitere Qualifikationsmöglichkeiten auf. Wir laden Sie ein zu Reflektionen über Ihren "Traumberuf" und den Weg dahin. Sie lernen eine/n "Philosoph/in" aus dem realen Berufsleben kennen und Studierende, die bereits ihr Praktikum absolviert haben, berichten von ihren Erfahrungen.
Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung im Rahmen der General Studies, als Vorbereitung zur Praktikumsphase. Bitte bringen Sie Ihren Praktikums-Modulschein mit.

'Ältere' Semester, die die Veranstaltung noch nicht besucht haben, sind herzlich willkommen.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Wiltrud D. Hoffmann

Modul B2 Logik

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-B2-1BEinführung in die formale Logik
Introduction to formal logic

Lecture (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Die Vorlesung führt in die Klassische Logik (Aussagenlogik und Prädikatenlogik erster Stufe) und ihre hauptsächlichen Darstellungsformen (semantischer und axiomatischer Aufbau, System des natürlichen Schließens), die Metatheorie der Logik sowie Grundideen nichtklassischer Logiken ein. Neben der Vermittlung formaler Fähigkeiten werden auch philosophische Aspekte der Logik und ihrer Anwendungen eine Rolle spielen. Der Besuch der begleitenden Tutorien wird dringend empfohlen. Außerdem sind Übungsblätter zu bearbeiten.

Dr. Frank Kannetzky

Modul B3 Einführung in die Theoretische Philosophie

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-B3-002BDavid Hume: Untersuchung über den menschlichen Verstand
David Hume: An Enquiry concerning human understanding

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 16:00 - 18:00 (2 Credit hours)

David Hume gilt als ein Wegbereiter sowohl der kritischen Philosophie als auch des Empirismus, zugleich als radikaler Skeptiker und Irrationalist (Russell nennt ihn den „Zerstörer der Vernunft“), manche sehen in ihm einen frühen Pragmatisten.

Hume sieht in der Erfahrung das Sinnkriterium schlechthin und den Maßstab der Kritik überzogener Ansprüche der Vernunft, aber er sieht zugleich, dass Erfahrungswissen nicht aus der Erfahrung begründet werden kann. Seine „naturalistische“ Lösung des Problems ist umstritten, das Problem selbst nicht, vielmehr muss jede Erkenntnistheorie seit Hume dazu Stellung beziehen.

Anhand der „Untersuchung“ führt das Seminar exemplarisch in zentrale Fragen der theoretischen Philosophie ein:
Was sind sinnvolle Aussagen?
Was sind Arten und Quellen des Wissens?
Gibt es sicheres Wissen?
Was sind seine Kriterien?
Wie können philosophische Entwürfe beurteilt werden?
Können religiöse Überzeugungen gerechtfertigt werden?

Dr. Frank Kannetzky
09-30-B3-011BEinführung in die Metaphysik
Introduction to Metaphysics

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Metaphysik untersucht die allgemeinsten und grundlegendsten Fragen über die Realität, ihre Bestandteile und deren Zusammenhänge: Was sind die fundamentalsten Bausteine der Wirklichkeit? Wie verhalten sie sich zueinander? (Sind Ameisenbären und Planeten „realer“ als beispielweise Atome und Moleküle?) In welcher Beziehung stehen sie zu der Welt unserer unmittelbaren Erfahrung und unseres Alltags? Und insbesondere: Was lässt sich aus unseren besten (natur-) wissenschaftlichen Theorien über jene grundlegende Verfasstheit der Realität ableiten?
In diesem Seminar erarbeiten wir uns einen Überblick über folgende klassische Themen und Fragestellungen der Metaphysik:

- Persistenz & transtemporale Identität
- Notwendigkeit & Möglichkeit/Viele-Welten-Semantik
- Essentialismus
- Was ist Kausalität?
- Was sind Naturgesetze?
Bei Interesse können auf Anfrage alternative oder weitere Themen ins Kursprogramm aufgenommen werden (z.B. Willensfreiheit oder Philosophie der Zeit).

Metaphysics tackles the most general and basic questions about reality – its constituents and how they hang together: What are the most fundamental building blocks of reality? In which relation do they stand with each other? (For instance: are anteaters and planets, in some sense, more “real“ than atoms and molecules?) How do they relate to the world of our immediate, quotidian experience? And in particular: what insights do our best scientific theories afford about those fundamental structures of reality?
In this seminar, we shall undertake an introductory survey over the following classical topics in metaphysics:
- Persistence and transtemporal identity
- Necessity & possibility (especially many-worlds semantics)
- Essentialism
- Causality
- Laws of nature
Upon request, also other topics (such as free will or philosophy of time) can be included.

Literatur:

Vorbereitend:
- S. Mumford „Metaphysics. A Very Brief Introduction“, Oxford: Oxford University Press, 2018
- Ch. Rapp „Metaphysik: Eine Einführung“, München: C.H. Beck, 2016
Begleitend:
- E.J. Lowe „A Survey of Metaphysics“, Oxford: Oxford University Press, 2002
- A. Ney „Metaphysics: An Introduction“, London: Roudlege, 2014

Patrick Dürr
09-30-T1-021AEdmund Husserl: Cartesianische Meditationen
Edmund Husserl: Cartesian Meditations

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

In diesem Seminar lesen wir gemeinsam die „Cartesianischen Meditationen“. Dieses Spätwerk des Philosophen Edmund Husserl geht auf zwei Vorträge aus dem Jahre 1929 zurück und bietet eine breite und gut zugängliche Einführung in die Phänomenologie.
Wie der Titel des Buches andeutet, entwickelt Husserl seine Position in Anlehnung an Descartes (insbesondere das sog. Cogito-Argument). Dies führt ihn dann – anders als Descartes – auf Ermöglichungsgründe unserer Erfahrung in Form von intentionalen Grundstrukturen des transzendentalen Egos und insbesondere auch zum Begriff und zur Rolle von Intersubjektivität.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Modul B4 Einführung in die Praktische Philosophie

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-B4-008BAdam Smith: Theorie der ethischen Gefühle
Adam Smith: Theory of Moral Sentiments

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 16:00 - 18:00 (2 Credit hours)

In seinem moralphilosophischen Hauptwerk, „Theorie der ethischen Gefühle“ (Theory of Moral Sentiments), begründet Adam Smith die Ethik auf dem Gefühl der Sympathie, das Menschen füreinander hegen können. Smith ergänzt seine Begründung durch das Konzept des ‚unparteiischen Beobachters‘, das u. a. erklärt, wie wir zu moralischen Urteilen gelangen und gelangen sollen.
Im Seminar wird es zum einen darum gehen, wie Smith Sympathie und das Konzept des unparteiischen Beobachters in Beziehung setzt. Zum anderen soll die darüber hinaus reichende Frage betrachtet werden, ob oder wie sich die Theorie der ethischen Gefühle mit Smiths ökonomischem Hauptwerk, „Der Wohlstand der Nationen: Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen" (An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations), vereinbaren lässt. Hierfür werden Textauszüge aus „Der Wohlstand der Nationen“ bereitgestellt.
Das Seminar hat zum Ziel, Sie mit zentralen Begriffen der Ethik von Adam Smith bekannt zu machen. Zu ihnen gehören u. a. ‚Altruismus‘ und ‚Egoismus‘, ‚Sympathie‘ oder ‚Empathie‘, ‚moralisches Urteil‘ und ‚Unparteilichkeit‘. Darüber hinaus lernen Sie das Konzept der ‚unsichtbaren Hand‘ kennen, das Smith in seiner ökonomischen Theorie entwickelt. Sie erhalten damit Einblick in einen der großen Ethikentwürfe der europäischen Aufklärung und Ausblick auf eine Frage, die auch heute noch aktuell ist: Sind Ethik und Ökonomie miteinander vereinbar?

Das Seminar ist lektüreintensiv. Vor- und Nachbereitung der Seminartermine ist erforderlich, um den Stoff bewältigen zu können. Berücksichtigen Sie dies bitte bei Ihrer Entscheidung, sich für das Seminar einzutragen. Außerdem ist es empfehlenswert, die Textgrundlage für dieses Seminar zu erwerben.

Literatur:
Textgrundlage
Adam Smith (2010): Theorie der ethischen Gefühle. Auf der Grundlage der Übersetzung von Walther Eckstein neu herausgegeben von Horst D. Brandt. Felix Meiner Verlag: Hamburg

Felix Engel

Modul B5 Einführung in die Geschichte der Philosophie

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-01-B-II-TutoriumB5-Tutorium zur Einführung in die Geschichte der Philosophie - Ringvorlesung (c)
Tutorium mit Mahé Crüsemann

Tutorial (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 16:00 - 18:00
Catherine Herbin
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-01-B-II-TutoriumB5-Tutorium zur Einführung in die Geschichte der Philosophie - Ringvorlesung (a)
Tutorium mit Niklas Hartmann

Tutorial (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 16:00 - 18:00
Catherine Herbin
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-01-B-II-TutoriumB5-Tutorium zur Einführung in die Geschichte der Philosophie - Ringvorlesung (b)
Tutorium mit Maike Piesker

Tutorial (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Fri. 12:00 - 14:00
Catherine Herbin
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-B5-B-IIRingvorlesung: Einführung in die Geschichte der Philosophie II
Lecture series: Introduction to the History of Philosophy, Part II

Lecture (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Fri. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)

Die Ringvorlesung bietet einen Überblick über grundlegende Fragestellungen und Positionen aus der Geschichte der Philosophie sowie über Lebenswerke bedeutender Autoren vom deutschen Idealismus bis zur Gegenwart. (Thematisch ist die Vorlesung zurzeit auf westeuropäische Philosophie begrenzt.)
Zudem zeigt die Vorlesung beispielhaft das besondere Verhältnis der Philosophie zu ihrer eigenen Geschichte auf. Anders als etwa in den Natur- und Technikwissenschaften ist hier der methodische und inhaltliche Bezug zu historischen Positionen selbst ein systematischer Beitrag zur Philosophie. Auch dies wird in der Vorlesung (teils explizit, teils implizit) thematisiert.

Die Vorlesung und die zugehörigen Tutorien bilden das Modul B 5 (Einführung in die Geschichte der Philosophie), das durch eine mündliche Prüfung (20 Min.) zu Themen aus beiden Teilen der Ringvorlesung abgeschlossen wird. Die Prüfung findet am Ende des Sommersemesters und zu Beginn des Wintersemesters statt. Die Teilnahme an der Modulprüfung erfordert eine kontinuierliche und intensive Vor- und Nachbereitung der Sitzungen schon während der Vorlesungszeit. Diese wird durch die zum Modul gehörenden Tutorien unterstützt. Hier werden durch unbenotete Schreibübungen in verschiedenen Formaten nicht nur die Inhalte der Vorlesung repetiert, sondern auch Fertigkeiten in der Erstellung von Texten erlernt. Die Schreibübungen sind verpflichtend.

Die Ringvorlesung kann auch von TeilnehmerInnen anderer Fächer im Rahmen der General Studies oder aus Interesse belegt werden. (Dann entfällt die obligatorische Abgabe der Schreibübungen.)

Lernziele:

• Kenntnis grundlegender Fragestellungen, Positionen und Autoren aus der Geschichte der Philosophie von der vorsokratischen Antike bis zur Gegenwart
• Einbettung dieser Fragestellungen und Positionen in einen historischen Kontext und Nachvollzug, warum und wie sich Fragestellungen historisch gewandelt haben (Einordnungskompetenz)
• Reflektierte Stellungnahme zum systematischen Verhältnis der Philosophie zu ihrer eigenen Geschichte
• Erwerb von Schreibkompetenzen (Coaching zum Verfassen kurzer philosophischer Stellungnahmen)

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Dr. Svantje Guinebert
Catherine Herbin
Dr. Frank Kannetzky
Eike Kroner
Prof. Dr. Georg Mohr
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
Anne Christina Thaeder

Modul P1 Moral: Begründung und Argumentation

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-P1-010AErich Fromm: Haben oder Sein
Erich Fromm: To Have or to Be

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 12:00 - 14:00 (2 Credit hours)

„Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.“ Erich Fromm stellt dieses Zitat von Meister Eckhart programmatisch Haben oder Sein voran. In diesem späten Werk fasst er seine Gedanken über zwei Arten des Seins gut lesbar zusammen: Es ist die Haltung des Habens, die, sofern sie Oberhand gewinnt, in der Gesellschaft und im Einzelnen zum Elend führt. Wird ein Mensch dagegen von der Haltung des Seins bestimmt, kann er seine Fähigkeiten zwanglos entfalten und echte innere Aktivität entwickeln, die selten ohne gesellschaftliche Folgen bleibt.

In diesem Seminar werden wir gemeinsam den Ausführungen Fromms in Haben oder Sein folgen, sie aber ggf. durch andere Schriften ergänzen.

Literatur: Die Texte werden über Stud.IP bereitgestellt.

Anne Christina Thaeder
09-30-P1-012A / 09-30-T1-022AProbleme der Handlungstheorie

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)
Dr. Frank Kannetzky

Modul P2 Politik, Recht, Staat

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-P2-009APolitisches Entscheiden in der Krise
Political decision-making in a crisis

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 12:00 - 14:00 (2 Credit hours)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-P2-010A / 09-30-PS-008STheorien des Eigentums - Wem gehört eigentlich was?
Theories of property - Who actually owns what?

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)
Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-P2-011A / 09-30-T1-024A / 09-30-T2-011AEinführung in die Sozialontologie
Introduction to Social Ontology

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Fri. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Das Philosophische Institut der Universität Bremen. Der SV Werder. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Arbeiter*Innen mit systemrelevanten Berufen. Die Aborigines. Das London Symphony Orchestra, Destiny’s Child und das Miles Davis Quintett. Allem Anschein nach reden wir sowohl im Alltag als auch in wissenschaftlichen Zusammenhängen nicht nur über Individuen (also beispielsweise über Sokrates oder Miles Davis) und allgemeine Gegenstände (wie die Weisheit oder die Musik), sondern auch über soziale Gruppen. Aber gibt es Gruppen überhaupt?
Falls nicht: warum nehmen wir gedanklich und sprachlich immer wieder Bezug auf Dinge wie das Philosophische Institut oder den SV Werder Bremen?
Und wenn doch: um was für einen Typ von Gegenstand handelt es sich ihnen? Können Gruppen etwa als eigenständige Gegenstände aufgefasst werden, oder sollten sie besser auf Vereinigungen ihrer Mitglieder zurückgeführt werden? Wenn es Gruppen tatsächlich gibt, so ist weiterhin fraglich, welche Eigenschaften diesen zukommen. Insbesondere fragt sich, ob man Gruppen so etwas wie Überzeugungen, Handlungen und Verantwortlichkeit zuschreiben, und sie mithin loben und kritisieren kann. Unklar ist auch, ob und inwiefern soziale Gruppen einen Wandel durchlaufen, und ihre Mitglieder überdauern.

Ziel dieses Seminars (mit Einführungscharakter) ist es, diese und angrenzende Fragen der Sozialontologie zu thematisieren.

Literatur:
Ludger Jansen: Gruppen und Institutionen: Eine Ontologie des Sozialen. (Springer.2017)

Thorben Petersen, M.A.

Modul T1 Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-P1-012A / 09-30-T1-022AProbleme der Handlungstheorie

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)
Dr. Frank Kannetzky
09-30-P2-011A / 09-30-T1-024A / 09-30-T2-011AEinführung in die Sozialontologie
Introduction to Social Ontology

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Fri. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Das Philosophische Institut der Universität Bremen. Der SV Werder. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Arbeiter*Innen mit systemrelevanten Berufen. Die Aborigines. Das London Symphony Orchestra, Destiny’s Child und das Miles Davis Quintett. Allem Anschein nach reden wir sowohl im Alltag als auch in wissenschaftlichen Zusammenhängen nicht nur über Individuen (also beispielsweise über Sokrates oder Miles Davis) und allgemeine Gegenstände (wie die Weisheit oder die Musik), sondern auch über soziale Gruppen. Aber gibt es Gruppen überhaupt?
Falls nicht: warum nehmen wir gedanklich und sprachlich immer wieder Bezug auf Dinge wie das Philosophische Institut oder den SV Werder Bremen?
Und wenn doch: um was für einen Typ von Gegenstand handelt es sich ihnen? Können Gruppen etwa als eigenständige Gegenstände aufgefasst werden, oder sollten sie besser auf Vereinigungen ihrer Mitglieder zurückgeführt werden? Wenn es Gruppen tatsächlich gibt, so ist weiterhin fraglich, welche Eigenschaften diesen zukommen. Insbesondere fragt sich, ob man Gruppen so etwas wie Überzeugungen, Handlungen und Verantwortlichkeit zuschreiben, und sie mithin loben und kritisieren kann. Unklar ist auch, ob und inwiefern soziale Gruppen einen Wandel durchlaufen, und ihre Mitglieder überdauern.

Ziel dieses Seminars (mit Einführungscharakter) ist es, diese und angrenzende Fragen der Sozialontologie zu thematisieren.

Literatur:
Ludger Jansen: Gruppen und Institutionen: Eine Ontologie des Sozialen. (Springer.2017)

Thorben Petersen, M.A.
09-30-T1-021AEdmund Husserl: Cartesianische Meditationen
Edmund Husserl: Cartesian Meditations

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

In diesem Seminar lesen wir gemeinsam die „Cartesianischen Meditationen“. Dieses Spätwerk des Philosophen Edmund Husserl geht auf zwei Vorträge aus dem Jahre 1929 zurück und bietet eine breite und gut zugängliche Einführung in die Phänomenologie.
Wie der Titel des Buches andeutet, entwickelt Husserl seine Position in Anlehnung an Descartes (insbesondere das sog. Cogito-Argument). Dies führt ihn dann – anders als Descartes – auf Ermöglichungsgründe unserer Erfahrung in Form von intentionalen Grundstrukturen des transzendentalen Egos und insbesondere auch zum Begriff und zur Rolle von Intersubjektivität.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Modul T2 Wissenschaft, Methode, Natur

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-P2-011A / 09-30-T1-024A / 09-30-T2-011AEinführung in die Sozialontologie
Introduction to Social Ontology

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Fri. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Das Philosophische Institut der Universität Bremen. Der SV Werder. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Arbeiter*Innen mit systemrelevanten Berufen. Die Aborigines. Das London Symphony Orchestra, Destiny’s Child und das Miles Davis Quintett. Allem Anschein nach reden wir sowohl im Alltag als auch in wissenschaftlichen Zusammenhängen nicht nur über Individuen (also beispielsweise über Sokrates oder Miles Davis) und allgemeine Gegenstände (wie die Weisheit oder die Musik), sondern auch über soziale Gruppen. Aber gibt es Gruppen überhaupt?
Falls nicht: warum nehmen wir gedanklich und sprachlich immer wieder Bezug auf Dinge wie das Philosophische Institut oder den SV Werder Bremen?
Und wenn doch: um was für einen Typ von Gegenstand handelt es sich ihnen? Können Gruppen etwa als eigenständige Gegenstände aufgefasst werden, oder sollten sie besser auf Vereinigungen ihrer Mitglieder zurückgeführt werden? Wenn es Gruppen tatsächlich gibt, so ist weiterhin fraglich, welche Eigenschaften diesen zukommen. Insbesondere fragt sich, ob man Gruppen so etwas wie Überzeugungen, Handlungen und Verantwortlichkeit zuschreiben, und sie mithin loben und kritisieren kann. Unklar ist auch, ob und inwiefern soziale Gruppen einen Wandel durchlaufen, und ihre Mitglieder überdauern.

Ziel dieses Seminars (mit Einführungscharakter) ist es, diese und angrenzende Fragen der Sozialontologie zu thematisieren.

Literatur:
Ludger Jansen: Gruppen und Institutionen: Eine Ontologie des Sozialen. (Springer.2017)

Thorben Petersen, M.A.
09-30-T2-012A / 09-30-TS-011SWann ist etwas eine Wissenschaft? Bonaventura, Thomas von Aquin und Wilhelm von Ockham über die Wissenschaftlichkeit der Theologie
When does something become science? Bonaventure, Thomas Aquinas and William of Ockham on the scientific character of theology.

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Aussagen, deren Wahrheitsgarantie nur darin liegt, dass eine anonyme Instanz sie autoritativ behauptet, sind wohl kaum ›wissenschaftlich‹ zu nennen. Erst recht sollte man skeptisch werden, wenn diese Instanz auch noch meint, die vollkommene Wahrheit selbst zu sein, die diese von ihr selbst getätigten Behauptungen legitimiert. Mit solchen Aussagen scheint es allerdings die Disziplin der Theologie zu tun zu haben – in Gestalt einer sogenannten Offenbarung, die Glaubenssätze formuliert.
Theologischen Aussagen über Glaubensinhalte den Charakter der Wissenschaftlichkeit zusprechen zu können, ist also weder heutzutage selbstverständlich noch war es dies in den akademischen Diskussionen des Mittelalters.
Angesichts dieser Frage, ob die Theologie eine Wissenschaft sei, diskutieren zahlreiche mittelalterliche Texte das allgemeine wissenschaftstheoretische Problem, welche Bedingungen eine Lehre überhaupt erfüllen muss, um als Wissenschaft gelten zu können.
Von dieser grundlegenden Konzeption von Wissenschaftlichkeit hängt dann schließlich die Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Theologie ab.
Drei mittelalterliche Positionen zu dieser Frage wollen wir im Seminar etwas näher unter die Lupe nehmen: Während Thomas von Aquin († 1274) versucht, die Theologie im Rahmen der aristotelischen Wissenschaftstheorie in das System der Wissenschaften durch die Zuweisung von Kompetenzbereichen einzubetten, macht sein direkter Konkurrent Bonaventura († 1274) sie dagegen zu einer ›Über-Wissenschaft‹, auf die sich alle anderen Wissenschaften zurückführen lassen. Wilhelm von Ockham († ca. 1347) hingegen spricht ihr im Rahmen seiner nominalistischen Hintergrundtheorie den Charakter einer Wissenschaft ab.
Nach einer kurzen Einführung in den philosophiehistorischen und geistesgeschichtlichen Kontext des 13. und 14. Jahrhunderts sollen diese drei Positionen im Seminar diskutiert und dabei ihre wissenschaftstheoretischen sowie metaphysischen Prämissen analysiert und bewertet werden.

Ziel des Seminars ist es, durch die Vermittlung philosophiehistorischer Kenntnisse den allgemeinen Begriff der Wissenschaft und seine Abhängigkeit von metaphysischen ›Vorentscheidungen‹ präziser zu fassen.
Besondere Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre (wöchentlich etwa 10 Seiten) wird allerdings vorausgesetzt.

Die zu lesenden Texte werden als Dateien zur Verfügung gestellt.
Das Seminar findet (voraussichtlich) digital via Zoom statt, eventuell mit Selbststudiums-Anteilen.

René Engelmann
09-M52-01-01Philosophie der Zeit
Philosophy of Time

Lecture (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)

Zeit ist eine fundamentale Dimension, in der wir uns sowohl als biologisch-physikalische wie auch als geistige Wesen bewegen. Zeit durchzieht unser Dasein in verschiedenen Erscheinungsformen – unter anderem als physikalische Zeit, als wahrgenommene Zeit, als gesellschaftlich-intersubjektive Zeit und als historische Zeit. Dementsprechend war und ist das Thema Zeit immer wieder der Gegenstand von grundlegenden Diskussionen in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen – von Metaphysik über Wissenschaftsphilosophie und Philosophie des Geistes bis hin zu Philosophiegeschichtsschreibung und Ethik.
Im Kurs werden die wichtigsten zeitspezifischen Fragestellungen dieser verschiedenen philosophischen Teildisziplinen und deren Querverbindungen behandelt. In diesem Sinne bietet der Kurs auch einen allgemeinen Überblick über die Philosophie. Behandelt wird u.a.: die Existenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; die Möglichkeit von Zeitreisen; die Konstitution unseres Zeitbewusstseins und dessen mögliche neurophysiologische Gegenstücke; zeitliche Vorurteile in unserer Lebensführung ("lieber heut' als morgen"); Verantwortung gegenüber zukünftigen und vergangenen Generationen.


Literatur:

Der Kurs orientiert sich an folgender Monographie, deren Anschaffung empfohlen wird:

- Sieroka, N. 2018. Philosophie der Zeit – Grundlagen und Perspektiven (Reihe C.H.Beck Wissen). München: Beck-Verlag (ISBN 978-3-4067-2787-0) 128 S., 9.95€ (Taschenbuch), 7.99€ (Kindle/ebook).

Ergänzende Literatur wird zum Teil auf einer Lehrplattform zum Herunterladen bereitgestellt. Weitere Literaturhinweise folgen zu Beginn der Veranstaltung.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Modul K Klassikerlektüre

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-K-007BHannah Arendt: Vita activa

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 16:00 - 20:00 (4 Credit hours)
Dr. Frank Kannetzky

Modul PS Philosophie der Moral, der Politik und des Rechts (Spezialisierungsmodul Praktische Philosophie)

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-P2-010A / 09-30-PS-008STheorien des Eigentums - Wem gehört eigentlich was?
Theories of property - Who actually owns what?

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)
Prof. Dr. Georg Mohr
09-M52-02-06Menschenwürde - Grundlagen und Anwendung
Human dignity - basics and application

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Menschenwürde ist ein zentraler Begriff unseres moralischen Selbstverständnisses. Im alltäglichen und im philosophischen Diskurs werden der Menschenwürde verschiedene Rollen zugedacht, z.b. als Wert oder als Status oder als Forderung. Über ihre Begründung und die daraus ableitbaren Forderungen gibt es eine vielfältige und lebhafte Debatte. Wir wollen einige aktuelle philosophische Positionen in dieser Debatte kennenlernen und diskutieren. Dabei begegnen wir beispielsweise Überlegungen, ob und wie weit der Begriff der Menschenwürde tragen kann, welche Forderungen an andere und an einen selbst damit begründbar sind und ob er auch darüber hinaus zur Orientierung beiträgt oder nicht. In diesem Seminar lesen wir Beiträge aus dem von Eva Weber-Guskar und Mario Brandhorst herausgegebenen aktuellen Sammelband zur Menschenwürde, der verschiedene philosophische Positionen vorstellt und diskutiert. Die Bereitschaft zur Lektüre wird vorausgesetzt.

Literatur:
Eva Weber-Guskar, Mario Brandhorst (Hg.): Menschenwürde: Eine philosophische Debatte über Dimensionen ihrer Kontingenz. Berlin: Suhrkamp, 2017.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-M52-04-08Solidarität
Solidarity

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 12:00 - 14:00 (2 Credit hours)
Prof. Dr. Georg Mohr

Modul TS Philosophie der Naturwissenschaften (Spezialisierungsmodul Theoretische Philosophie)

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-T2-012A / 09-30-TS-011SWann ist etwas eine Wissenschaft? Bonaventura, Thomas von Aquin und Wilhelm von Ockham über die Wissenschaftlichkeit der Theologie
When does something become science? Bonaventure, Thomas Aquinas and William of Ockham on the scientific character of theology.

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 14:00 - 16:00 (2 Credit hours)

Aussagen, deren Wahrheitsgarantie nur darin liegt, dass eine anonyme Instanz sie autoritativ behauptet, sind wohl kaum ›wissenschaftlich‹ zu nennen. Erst recht sollte man skeptisch werden, wenn diese Instanz auch noch meint, die vollkommene Wahrheit selbst zu sein, die diese von ihr selbst getätigten Behauptungen legitimiert. Mit solchen Aussagen scheint es allerdings die Disziplin der Theologie zu tun zu haben – in Gestalt einer sogenannten Offenbarung, die Glaubenssätze formuliert.
Theologischen Aussagen über Glaubensinhalte den Charakter der Wissenschaftlichkeit zusprechen zu können, ist also weder heutzutage selbstverständlich noch war es dies in den akademischen Diskussionen des Mittelalters.
Angesichts dieser Frage, ob die Theologie eine Wissenschaft sei, diskutieren zahlreiche mittelalterliche Texte das allgemeine wissenschaftstheoretische Problem, welche Bedingungen eine Lehre überhaupt erfüllen muss, um als Wissenschaft gelten zu können.
Von dieser grundlegenden Konzeption von Wissenschaftlichkeit hängt dann schließlich die Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Theologie ab.
Drei mittelalterliche Positionen zu dieser Frage wollen wir im Seminar etwas näher unter die Lupe nehmen: Während Thomas von Aquin († 1274) versucht, die Theologie im Rahmen der aristotelischen Wissenschaftstheorie in das System der Wissenschaften durch die Zuweisung von Kompetenzbereichen einzubetten, macht sein direkter Konkurrent Bonaventura († 1274) sie dagegen zu einer ›Über-Wissenschaft‹, auf die sich alle anderen Wissenschaften zurückführen lassen. Wilhelm von Ockham († ca. 1347) hingegen spricht ihr im Rahmen seiner nominalistischen Hintergrundtheorie den Charakter einer Wissenschaft ab.
Nach einer kurzen Einführung in den philosophiehistorischen und geistesgeschichtlichen Kontext des 13. und 14. Jahrhunderts sollen diese drei Positionen im Seminar diskutiert und dabei ihre wissenschaftstheoretischen sowie metaphysischen Prämissen analysiert und bewertet werden.

Ziel des Seminars ist es, durch die Vermittlung philosophiehistorischer Kenntnisse den allgemeinen Begriff der Wissenschaft und seine Abhängigkeit von metaphysischen ›Vorentscheidungen‹ präziser zu fassen.
Besondere Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre (wöchentlich etwa 10 Seiten) wird allerdings vorausgesetzt.

Die zu lesenden Texte werden als Dateien zur Verfügung gestellt.
Das Seminar findet (voraussichtlich) digital via Zoom statt, eventuell mit Selbststudiums-Anteilen.

René Engelmann
09-M52-03-08Philosophie der Quantenmechanik
Philosophy of Quantum Mechanics

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 10:00 - 12:00 (2 Credit hours)

Im Formalismus der Quantenmechanik wird der Zustand eines Systems durch Vektoren ausgedrückt. Die zeitliche Entwicklung des Systems wird durch eine Bewegungsgleichung (Schrödingergleichung) für diese Vektoren beschrieben; diese hat die generische Eigenschaft, einen Vektor A zum Zeitpunkt t in einen Vektor A’ zum Zeitpunkt t’ zu entwickeln, sodass A’ die Summe aus Vektor A sowie aus einem anderen Vektor B darstellt. (Diese Summe heißt Superpositionszustand.) Das sogenannte Messproblem der Quantenmechanik besteht nun in dem Widerspruch, dass wir, zumindest in der makroskopischen Welt, niemals solche Überlagerungszustände von Systemen zu beobachten scheinen. Um im bekannten Bild von Schrödingers Katze zu sprechen: eine Katze, die wir zum Zeitpunkt t im Zustand A: `lebend’ sehen, sehen wir niemals zum Zeitpunkt t’ im überlagerten Zustand A: `lebend’ und B: `tot’. Ja, es ist nicht einmal unmittelbar klar, wie so ein überlagerter Zustand überhaupt zu verstehen ist. Einfach zu sagen, dass Quantenmechanik nicht fürs Makroskopische gilt ist keine Lösung: letztendlich müssen ihre Aussagen mit den eindeutigen Zuständen von makroskopischen Messapparaturen in Einklang gebracht werden und eine Verbindung zum Makroskopischen daher zwangsläufig hergestellt werden.

Die Lösungsvorschläge zum Messproblem werden als Interpretationen der Quantenmechanik bezeichnet; sie verfahren typischerweise durch Negation einer der drei eben geschilderten Grundannahmen — (1) Zustandsbeschreibung durch Vektoren, (2) zeitliche Entwicklungsbeschreibung durch die Schrödingergleichung, und (3) determinierte makroskopische Zustände — die ja auch nur zusammen genommen zum Widerspruch führen. Zu diesen Interpretationen zählt auch die aus der Populärkultur mittlerweile bekannte Viele-Welten-Interpretation, die etwa Punkt (3) negiert. Da die verschiedenen Interpretationen der Quantenmechanik fast alle empirisch äquivalent, oder zumindest für alle praktische Zwecke empirisch äquivalent sind, müssen die Interpretationen anhand ihrer ontologischen und theoretischen Charakteristika untersucht und letztlich bewertet werden.

Im Seminar soll insbesondere in das eben geschilderte Messproblem und die daraus resultierenden Interpretationen der Quantenmechanik eingeführt werden. Dabei werden die Querverbindungen der Philosophie der Quantenmechanik zu allgemeineren wissenschaftstheoretischen Fragen (Problem empirischer Unterbestimmtheit, Theorienwahl) und metaphysischen Fragen (Zufall, Determinismus, Emergenz, Ontologie einer physikalischen Theorie) im Vordergrund stehen.

Das Seminar richtet sich vor allem an Masterstudierende mit Interesse an Naturphilosophie, Metaphysik und Wissenschaftstheorie. Es sind keine besonderen Physik- oder Mathematikkenntnisse vorausgesetzt.

Dr. Niels Siegbert Linnemann
09-M52-03-09Die Kunst und die Künste: Themen zeitgenössischer Kunsttheorie
Art and Arts: Themes in Contemporary Theories of Art

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon. 18:00 - 20:00 (2 Credit hours)

Anlass und titelgebend für dieses Seminar ist die für Herbst 2021 geplante Veröffentlichung eines Kompendiums zur zeitgenössischen Kunstphilosophie: Die Kunst und die Künste: Ein Kompendium zur Kunsttheorie der Gegenwart. Die Herausgeber dieses Kompendiums sind überwiegend bekannte Philosophen für Ästhetik im deutschsprachigen Raum.

Das gibt Anlass zu einer Bestandsaufnahme, die dieses Seminar leisten soll. Dabei geht es darum, die Konstellation der ästhetischen und kunstphilosophischen Theorieentwicklung der letzten zwei Jahrzehnte im deutschsprachigen Raum in den Blick zu nehmen, zu rekonstruieren und, wo möglich, zu bewerten. Das ist ein ehrgeiziges Unterfangen. Es erscheint aber nötig, möchte man sich im gegenwärtigen Diskurs über Ästhetik und Kunstphilosophie orientieren.

Es gibt mindestens drei nennenswerte Einflüsse aus der Philosophiegeschichte. Erstens den deutschen Idealismus (insb. Kant und Hegel), zweitens die Kritische Theorie (insb. Adorno), drittens die Ästhetik und Kunstphilosophie des 20. Jahrhunderts aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum (z. B. Dewey und Beardsley, insb. aber auch zeitgenössische, wie Kivy oder Carroll).

Voraussetzung für dieses Seminar ist nicht, dass Sie sich mit allen einschlägigen Theorien auskennen. Empfohlen wird aber, dass Sie ein Verständnis für Grundlagenfragen der Ästhetik und Kunstphilosophie mitbringen. Auch eine Verortung der philosophiegeschichtlichen Einflüsse sollte für Sie nicht fremd sein.

Aus der folgenden (offenen) Liste der Literatur werden Auszüge bereitgestellt, die als Textgrundlage für das Seminar dienen:
Literatur:
1. Bertram, Georg W. (2005): Kunst: Eine philosophische Einführung. Stuttgart: Reclam Verlag
2. Bertram, Georg W. (2014): Kunst als menschliche Praxis: Eine Ästhetik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
3. Deines, Stefan; Liptow, Jasper; Seel, Martin (Hg.) (2013): Kunst und Erfahrung. Beiträge zu einer philosophischen Kontroverse. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
4. Deines, Stefan; Wenning Mario (Hg.) (2016): Contemporary Perspectives on Film and Philosophy [Sondernummer der Zeitschrift Contemporary Aesthetics].
5. Feige, Daniel M. (2012): Kunst als Selbstverständigung. Münster: Mentis Verlag
6. Feige, Daniel M. (2014): Philosophie des Jazz. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
7. Feige, Daniel M. (2015): Computerspiele: Eine Ästhetik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
8. Feige, Daniel M. (2018): Design: Eine philosophische Analyse. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
9. Menke, Christoph; Küpper, Joachim (Hg.) (2003): Dimensionen ästhetischer Erfahrung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp
10. Menke, Christoph (2005): Die Gegenwart der Tragödie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp
11. Menke, Christoph (2013): Die Kraft der Kunst, Frankfurt a. M.: Suhrkamp
12. Seel, Martin (1997): Die Kunst der Entzweiung: Zum Begriff der ästhetischen Rationalität. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
13. Seel, Martin (2003): Ästhetik des Erscheinens. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
14. Seel, Martin (2007): Die Macht des Erscheinens: Texte zur Ästhetik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag
15. Seel, Martin (2013): Die Künste des Kinos. Frankfurt a. M.: Fischer Verlag
16. Seel, Martin (2017): »Hollywood« ignorieren: Vom Kino. Frankfurt a. M.: Fischer Verlag
17. Wiesing, Lambert (2008): Die Sichtbarkeit des Bildes: Geschichte und Perspektiven der formalen Ästhetik, Frankfurt a. M. (u. a.): Campus Verlag

Felix Engel
09-M52-04-09Philosophie der Künstlichen Intelligenz
Philosophy of Artificial Intelligence

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue. 12:00 - 14:00 (2 Credit hours)

Durch das angebotene Seminar soll Philosophiestudierenden im Bachelor ein rascher Einstieg in die Philosophie der Künstlichen Intelligenz ermöglicht werden. Der Bereich der Künstlichen Intelligenz gilt als das entscheidende technologische Zukunftsfeld schlechthin. Auch Philosophen sind dazu aufgerufen, in dieser Entwicklung konstruktiv-kritisch mitzuwirken —- gerade, wenn es ums Wesen Künstlicher Intelligenz und künstlichen Bewusstseins, um die Transparenz und Verständnis von Algorithmen und intelligenter Systeme und ethische Fragen in der Übertragung von Aufgaben an eben diese geht.

Für die konkrete Durchführung ist vorgesehen, dass sich Phasen eines Selbststudiums im Tandem unter Zuhilfenahme von Open Educational Resources des KI-Campus (https://ki-campus.org/) mit Phasen virtueller Präsenz der gesamten Seminargruppe, u.a. mit Gästen aus Praxis und Wissenschaft, abwechseln.

Die virtuellen Präsenzveranstaltungen der gesamten Seminargruppe (Videokonferenzen via Zoom) dienen der Festigung und Vertiefung der jeweils zuvor selbstständig im Tandem erlernten Inhalte; insbesondere sollen gerade die Sitzungen mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis aber auch die Relevanz der Inhalte deutlich machen. Dank Industrie-, lokaler und internationaler Universitätskontakten ist es hierbei möglich, den Teilnehmenden direkte Gespräche mit Ethikern, Futuristen, Informatikern aus Theorie und Praxis, Wissenschaftsphilosophen und Unternehmern anzubieten.

Das Seminar wird in teilweiser Zusammenarbeit mit der FH Münster durchgeführt; die Teilnehmerzahl ist limitiert. Kein besonderes Vorwissen ist zur Teilnahme erforderlich.
Literatur:

Die benötigte Literatur wird auf der Stud.IP Seite der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Dr. Niels Siegbert Linnemann

Modul AM Abschlussmodul

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-AM-2CBachelorabschlussseminar
BA-Thesis - Writing class

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 12:00 - 14:00 (2 Credit hours)

Seminar zur Besprechung von Abschlussarbeiten und Studienausgangsphase. Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft, die eigene Arbeit vorzustellen und eigene und fremde Arbeiten zu diskutieren, sind zwingende Teilnahmevoraussetzungen.

Dr. Frank Kannetzky

Philosophisches Forschen

Course numberTitle of eventLecturer
09-30-01-PAPhilosophisches Atelier
Philosophical Atelier

Exercises (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu. 16:00 - 18:00 (2 Credit hours)

Ähnlich wie in einem Künstler-Atelier Statuen und Bilder geschaffen und bearbeitet werden, formen und überarbeiten wir in unserem philosophischen Atelier Argumente und Texte. Das Seminar ist eine Einladung zum philosophischen Denken an alle interessierten Studierenden, die philosophisches Arbeiten an aktuellen Fragen und zeitgenössischen Diskussionen einüben wollen und dabei auch einen Blick "hinter die Kulissen" werfen möchten, was die Publikation von Texten anbelangt.
Das Rahmenthema für das Sommersemester 2021 lautet "künstlerische Intelligenz". Wir wollen verschiedene Aspekte von künstlicher Intelligenz und Kreativität gemeinsam diskutieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse der Diskussion in kurzen Essays pointiert zum Ausdruck zu bringen. Die Veröffentlichung zumindest eines Teils dieser Texte in einer Zeitschrift ist geplant, und wir werden auch Einblicke in den dazugehörigen Produktionsprozess erhalten: von Vorüberlegungen und Gesprächen mit dem Herausgeber bis hin zu Lektorat und Drucklegung.
Das philosophische Atelier bietet die Möglichkeit, bei regelmäßiger aktiver Teilnahme 3 CP im Rahmen der General Studies zu erlangen und an der Ausarbeitung und Weiterentwicklung dieses besonderen Lehr- und Lernformats teilzuhaben.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Zusätzliche Veranstaltungen

Die folgende Veranstaltungen ist ausschließlich für Studierende der Philosophie von Interesse
Course numberTitle of eventLecturer
09-30-SprechstPhilosophie-Sprechstunde
Philosophy office hours

Seminar (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed. 12:00 - 13:00 (1 Credit hours) via Zoom und telefonisch oder evtl. Raum SFG, 4170

Additional dates:
Wed. 07.04.21 12:00 - 13:00
Wed. 08.09.21 12:00 - 13:00
Wed. 15.09.21 12:00 - 13:00
Wed. 22.09.21 12:00 - 13:00

Die Philosophie-Sprechstunde dient als Anlaufstelle, wenn es um Fragen zum Studienablauf des BA Philosophie oder des MA Angewandte Philosophie geht.
Alle schriftlichen Informationen über die formalen Abläufe des Philosophie-Studiums an der Universität Bremen sind hier zusammengetragen. Es gibt regelmäßig die Möglichkeit konkrete Fragen zum Studienverlauf zu stellen, sich beraten zu lassen (derzeit per Zoom oder telefonisch) oder sich im Forum auszutauschen. Einige Beispiele für Fragen: “Wie lang muss eine Hausarbeit in P1 sein?“, „Bis wann müssen Hausarbeiten abgegeben werden?“ oder „Was ist ein Modul?“, „Wie ist der Ablauf der Noteneintragung?“ und „Wo werden eigentliche die General Studies eingetragen“. Auch allgemeine Fragen zum Philosophiestudium dürfen hier gern gestellt werden.

Anne Christina Thaeder

Schreibberatung am Fachbereich 9

Schreiben ist zentraler Baustein der Forschung. Im Prozess des wissenschaftlichen Scheibens werden Ergebnisse in Forschungsstände eingebunden, Fragestellungen präzisiert und in theoretische Kontexte verwickelt. Texte in Form von Essays, Vorträgen, Hausarbeiten, BA- oder Masterarbeit zu produzieren, ist ein Akt in dem Erkenntnisse entworfen und strukturiert werden. Wissenschaftliches Schreiben ist kein unbewegliches Instrument, sondern sehr lebendig. Es muss gelernt und geübt; in jedem Themenfeld neu entwickelt werden. Der Weg ist oft mühevoll, braucht Zeit und Geduld. Sich selber Zeit zur Konzentration einzuräumen ist ein "Knackpunkt" im studentischen Alltag.
Der Umgang mit strukturellen Problemen und/oder mit „Ängsten vor dem leeren Blatt“ findet im Schreibcoaching begleitende Förderung. Der oft im „stillen Kämmerlein“ vollzogene Akt wird als Schlüsselkompetenz sichtbar und verhandelbar. Zur Motivation, Orientierung, Konkretisierung und Strukturierung gibt es diese spezifischen Angebote in Form studentischer Workshops und die Möglichkeit der Einzelberatung.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:
Britta Petersen/ ForstA-Beauftragte FB 9
e-mail: forstafb9@uni-bremen.de
Course numberTitle of eventLecturer
Schreibportal der Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Lernfeld (Teaching)

https://blogs.uni-bremen.de/schreibportalfb910/
unihb.eu/schreibportal

Mit dem Schreibportal möchten wir Sie auf Schreibberatungsangebote der Universität Bremen aufmerksam machen. Wir laden Sie ein, direkt über den Chat studentische Schreibcoaches zu kontaktieren.

Außerdem bieten wir Ihnen kurze Informationen und Hilfestellungen zu verschiedenen Phasen eines Schreibprojekts und haben aktuelle Workshops, bewährte Literatur und Online-Materialien zusammengestellt.

Das Portal führt Sie auch an Orte und Institutionen der Universität Bremen, an denen im Kollektiv geschrieben wird und an denen Sie Unterstützung finden. Auf geht’s:

SCHREIBEND WISSENSCHAFT LERNEN!

N. N.