Konzerte im Theatersaal der Universität Bremen

Die Mittagskonzerte im Sommersemester 2026

Die Universitätsmusik Bremen lädt im Sommersemester vom  7. April 2026 bis zum 7. Juli 2026 wieder mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm zum Besuch der kostenlosen Mittagskonzerte in den Theatersaal der Uni Bremen und zum Semesterabschlusskonzert in das Metropol Theater Bremen ein.

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Das erste Mittagskonzert findet direkt nach Ostern am Dienstag, den 7. April wie gewohnt um 12:30 Uhr im Theatersaal statt. Weitere Informationen werden an dieser Stelle aktualisiert.
Das aktuelle Semesterprogramm finden Sie auch hier zum Download (PDF, 1 MB).

Ausblick: Am Sonntag, 28. Juni 2026 findet um 19 Uhr im Metropol Theater Bremen das Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor der Universität statt. Ticket sind voraussichtlich ab Mitte Mai bei NordwestTicket und CTS Eventim erhältlich.

Die Unimusik Bremen wünscht Ihnen und Euch viel Freude mit unserem Konzertangebot im Sommersemester 2026!

Stand: 30.03.2026

 


Dienstag, 7. April 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Ballet Scenes

Aída Mara Álvarez Sanz/Klavier, Risa Tero/Tanz & Juan María Solare/Komposition

Programm

Das erste Mittagskonzert im Sommersemester wartet gleich mit einer Besonderheit auf, denn es tritt vermutlich zum ersten Mal in der Theatersaal-Geschichte eine Ballerina auf: Risa Tero aus Japan, derzeit Mitglied des Ensembles am Theater Flensburg, tanzt acht der zwölf Stücke aus dem Zyklus Ballet Scenes (Ballettbilder), komponiert von Juan María Solare.

Der Zyklus entstand auf Anregung der Pianistin Aída Mara Álvarez Sanz, die das Werk am Bösendorfer Flügel interpretiert. Sie begleitete am Theater Flensburg den Ballettunterricht und hat Juan María Solare die Denkweise sowie die Bedürfnisse klassischer Tänzerinnen und Tänzer nähergebracht. Die Stücke folgen den zentralen Phasen einer Unterrichtsstunde beim Ballett – vom Aufwärmen bis zum glänzenden Schlusswalzer.

Der Komponist versteht diesen Zyklus in zweifacher Hinsicht: als funktionale Musik für Unterricht und Proben, zugleich aber auch als Konzertsuite – ein verdichtetes Ballett, das sich im Inneren des Klaviers entfaltet. Ebenso denkbar ist eine Mischform: Konzert und Tanzperformance, beinahe wie eine offene Klasse.

Jedes Stück besitzt eine eigene klangliche und expressive Identität: vom lyrischen Winter’s Breath bis zum humorvollen Frappé bien frappé, von der Energie des Grand battement bis zur Verträumtheit der Caminata por la montaña mágica - Spaziergang auf dem Zauberberg. Die musikalische Sprache reicht vom beinahe Atonalen bis zu neoromantischen und neoklassizistischen Anklängen.

Die Szenen – die Stücke – bewegen sich auch durch unterschiedliche musikalische Sprachen: vom beinahe Atonalen in Frappé bien frappé bis zum unmittelbaren neoromantischen Ausdruck von Risvegliandosi da un sogno, mit Anklängen an den prokofjewschen Neoklassizismus in Plié mais pas rompu.

Einige Titel behalten das traditionelle Französische des Ballettvokabulars bei (Grand battement), während andere mit einem humorvollen Augenzwinkern auf die Literatur verweisen (Plié mais pas rompu, eine Anspielung auf La Fontaine) oder Wortspiele bilden (Tendu Tendre, Softango, Piruletas). Hinzu kommen zwei herrliche argentinische Redewendungen: das temperamentvolle Gran vals brishante (absichtlich falsch geschrieben, um die rioplatensische Aussprache nachzuahmen) und das unverblümte De frente march.

In seiner Gesamtheit erkundet der Zyklus jene Grenze, an der Musik den Körper begleitet und zugleich autonom bestehen kann.

Juan María Solare

Ballet Scenes - Ballettbilder

1) Risvegliandosi da un sogno (Warm-up)7) Frappé bien frappé (Frappé)
2) Plié mais pas rompu (Plié)8) Caminata por la montaña mágica (adagio, binär)
3) Tendu Tendre (Tendu)9) Grand battement
4) De frente march (Jeté)10) Winter’s Breath (Adagio, ternär)
5) Rond de jambe avec port de bras11 Piruletas (Pirouetten)
6) Softango (Fondu)12) Gran vals brishante (Grande valse brillante)
Aída Mara Álvarez Sanz
Aída Mara Álvarez Sanz

Aída Mara Álvarez Sanz

wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren und begann ihr Klavierstudium schon in jungen Jahren bei Lehrern aus der Schule von Vincenzo Scaramuzza, Martha Argerich und Bruno Gelber und wurde von Maestro Daniel Zuker unterrichtet.

Als Klavierprofessorin war sie an den Konservatorien von Valencia, Castellón und Alicante tätig. Darüber hinaus arbeitete sie als Professorin an den Tanzkonservatorien von Valencia und in Castellón. In der Spielzeit 2023 wurde sie für die Ballettkompanie des Stadttheaters Flensburg ausgewählt und begleitet seitdem außerdem als Pianistin den jährlich in Spanien stattfindenden Intensiv-Tanzkurs Valencia Endanza.

In Kürze wird Aída Mara Álvarez Sanz ihre Doktorarbeit zum Thema „Musik, Tanz und Malerei: Verbindungen“ abschließen, an der sie derzeit an der Polytechnischen Universität Valencia arbeitet. Außerdem plant sie eine Konzertreihe in Deutschland, bei der sie Tanzwerke in Bremen uraufführen wird.

Risa Tero
Risa Tero

Risa Tero

wurde in Shizuoka, Japan, geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Ballettunterricht in der Nähe von Tokio.

Von 2010 bis 2012 studierte sie an der Royal Ballet School of Antwerp und schloss ihr Studium als Jahrgangsbeste ab. Anschließend war sie bis 2013 als Hospitantin am Royal Ballet of Flanders tätig und übernahm auch Solopartien. Im Folgejahr studierte sie choreografische Theorie und zeitgenössischen Tanz an der École Supérieure de Danse de Cannes – Rosella Hightower.

2014 wechselte sie nach Deutschland und tanzte ein Jahr lang am Harztheater (Sachsen-Anhalt). Seit 2015 ist sie am Schleswig-Holsteinischen Landestheater als Solistin und Ensemble-Tänzerin engagiert.

Risa Tero choreografierte eigene Tanzstücke, brachte diese zur Aufführung und arbeitet auch mit Improvisation. In den Jahren 2019, 2022 und 2024 präsentierte sie ihre Tanzstücke an der Kleinen Bühne in Flensburg. Im Jahr 2025 realisierte sie ein selbstorganisiertes Konzert in Ginza, Tokio, gemeinsam mit einer Pianistin und einem Posaunisten.

Ihre künstlerische Arbeit verbindet klassisches Ballett, zeitgenössischen Tanz, experimentelle Ausdrucksformen und Improvisation.

Juan María Solare
Juan María Solare

Juan María Solare

(Buenos Aires, 1966) vereint in seiner Person diverse Spannungen: Neue Musik und Tango Argentino, Süden und Norden, Komposition und Interpretation.

Biographisches

Der in Argentinien geborene Komponist und Pianist Juan María Solare lebt seit 1993 in Deutschland. Nach seinem Konzertexamen in Argentinien (UNA - Universidad Nacional de las Artes) absolvierte er an der Musikhochschule Köln sein Kompositionsstudium (Fritsch, Kagel, Barlow, Humpert). In Stuttgart studierte er bei Helmut Lachenmann. Dazu, Kurse bei Karlheinz Stockhausen, Luciano Berio oder Jaap Blonk. 
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Heinrich-Strobel-Stiftung (Baden-Baden), die Künstlerhäuser Worpswede, die Waldemar-Koch-Stiftung, der Senat für Kultur Bremen und der Deutsche Musikrat haben an ihn Stipendien vergeben.

Oeuvre

Komponiert hat er über 888 Werke, die europaweit aufgeführt und vom Rundfunk gesendet werden (Berlin, München, Amsterdam, Graz, Genf, Madrid, London, Sevilla, Seinäjoki, Thesaloniki, Istanbul, Sydney, Tokyo, Buenos Aires, New York...). Repräsentative Gattungen: Solo- und Kammermusik, Elektroakustik, Tangomusik. Fünfzehn CDs von diversen InterpretInnen beinhalten mindestens ein Werk von Solare.
Kompositionsaufträge: Radio Nacional de España (Spanien), Centro para la Difusión de la Música Contemporánea (CDMC, Spanien), Kunststiftung NRW (Düsseldorf), Tanzverein Passages Sauvages (Genf), Landesmusikrat Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung (Bremen), Fundación Encuentros Internacionales de Música (Argentina).
Die Verlage Dohr (Köln), Ricordi (München), Edition Tre Fontane (Münster), Peermusic (Hamburg) und GCC (Buenos Aires) haben mehrere seiner Kompositionen veröffentlicht. Für den Musikverlag Ricordi München hat Solare vier Alben mit Klaviermusik herausgegeben und für den Peters Verlag (Leipzig) ein Album mit 20 Tangos für Gesang und Klavier.

Aktuelle pädagogische Aktivität

Solare unterrichtet an der Universität Bremen Tangomusik (Leitung des Orquesta no típica) und an der Hochschule für Künste Bremen Komposition und Arrangement für die Schulpraxis. An der Freien Musikschule Bremen-Nord erteilt er Klavierunterricht. Zusätzlich leitet er das Orchester der Bremer Orchestergemeinschaft.

Stil

Die stilistischen Elemente seines musikalischen Oeuvres schließen eine Tendenz zur Aphoristik, eine Prise unbestechlicher Melancholie, eine Dosis Ironie und Humor (verbunden mit dem surrealistisch Absurden) und ein Sich-Sehnen nach dem Erhabenen ein.
Sein Musikstil stammt aus dem Zusammenfluss vom post-Piazzolla Tango Nuevo und der zeitgenössischen, "post-tonalen" Musik. "Kunstmusik und Unterhaltungsmusik sind keine unversöhnlichen Extreme, sondern Pole in einem Kraftfeld", schrieb Solare über seine "musikalische Zweisprachigkeit".

Klavier

Als Pianist mit mehr als 555 Auftritten verfügt er über ein Repertoire mit zwei Schwerpunkten:  zeitgenössische klassische Musik (Cage, Schönberg) sowie argentinische Komponisten (inklusive Tango), ergänzt durch eigene Werke in beiden Bereichen.
Seine Aufnahmen sind in iTunes oder Spotify erhältlich (33 Alben, zahlreiche Singles). Seine Musik hat auf Spotify knapp 30 Millionen Streams erreicht.

http://www.juanmariasolare.com/


Dienstag, 14. April 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Jazz von und mit Pinnowation

Andre Kluth/Kontrabass, Frederik Palupski/Drums & Komposition und Moritz Pinnow/Klavier & Komposition

Aktuelle Inhalte zu dieser Veranstaltung folgen.

Vielen Dank für das Interesse an unserem Konzertangebot.


Dienstag, 21. April 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Kopfkino mit Musik

Julia Klein/Erzählung, Gabi Hartung/Gesang & Percussion und Marina Lysak/ Gitarre & Percussion, erwecken Geschichten zum Leben.

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Dienstag, 28. April 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Konkrete Abstraktionen

Juan María Solare/Klavier & Komposition und Jan-Hendrik von Stemm, Stimme/Rezitation (als Gast)

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Dienstag, 5. Mai 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Sleepwalker's Station

Singer/Songwriter, Indie World Folk-Projekt

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Dienstag, 12. Mai 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Klangfarben Kolumbiens – Tonkunst zwischen Tradition und Moderne

Juan Felipe Salazar Cerón/Klavier

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Dienstag, 19. Mai 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Carpe Noctem – Masken, Monster, Musical

Isabell Hallebach/Sopran, Alexander Nauditt/Tenor, mit Chor

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Dienstag, 26. Mai 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Von Ballade bis Groove VIII - Steel String

Falk Mörsner/Gitarre

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Dienstag, 2. Juni 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Werke von Franz Schubert

Sanaz Afzali/Klavier

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Dienstag, 9. Juni 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Tangoevolución - von Gardel bis Piazzolla

Peter Hatházy/Gesang & Juan María Solare/Klavier

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Dienstag, 16. Juni 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Iazzika Jazz Quintet

Sebastian Büstgens/Saxophon, Jaron Herbst/Posaune, Jakob Freist/Klavier, Julius Ossenbrunner/Bass & Edward Stark/Schlagzeug

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Dienstag, 23. Juni 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
In Tango veritas

Orquesta no típica/Leitung: Juan María Solare

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Sonntag, 28. Juni 2026, 19 Uhr, Metropol Theater Bremen
Oper pur – Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana

Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor der Universität Bremen
Leitung: UMD Mariano Chiacchiarini

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Dienstag, 30. Juni 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Im Zauber der Klänge: Klaviermusik von Klassik bis Filmmusik

Dagmar Krug/Klavier

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Dienstag, 7. Juli 2026, 12:30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
Trio Ata la Taba – Argentinische Folklore

Ana Garcia/Gesang, Aitana Kasulin/Klavier, Akkordeon & Pedro de Gyldenfeldt Errecart/Klavier, Quena, Gesang

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