| 09-53-3-MW-BA-05-4 | The London Symphonies of Joseph Haydn. ‘A nasty song! Yuck! A political song!’: Wolf Biermann – songwriter. Wolf Biermann (*1936) ist der bedeutendste deutsche Liedermacher des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit seinen Liedern hat Biermann radikale Kritik an der ehemaligen „DDR“ (…) Wolf Biermann (*1936) ist der bedeutendste deutsche Liedermacher des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit seinen Liedern hat Biermann radikale Kritik an der ehemaligen „DDR“ geübt und dafür die Macht eines Unrechtstaates zu spüren bekommen, der ihn im November 1976 „ausbürgerte“. Eine schwere Verwundung nicht nur der Person Biermanns, sondern auch für die Kulturgeschichte der „DDR“, deren Bürger Freiheit und Freizügigkeit durch die Berliner Mauer, Schießbefehl, Stasi, Stacheldraht und verminte Grenzen längst verloren hatten. Den Mittelpunkt des Seminars bildet die Analyse und Interpretation der künstlerisch-musikalischen Mittel, die Biermanns Lieder zu kleinen Kunstwerken machen.
Literatur zur Einführung: Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten. Die Autobiografie. Berlin, Edition 3, 2025. Pflichtlektüre, die der Seminarvorbereitung dient. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Ulrich Tadday |
| 09-53-3-MW-BA-07-1 | The Classical Music Business in Transition? Organisers, Politics, Critics and Audiences 150 years of the Bayreuth Festival – milestones in Wagner interpretation? Wenngleich die ersten Bayreuther Festspiele 1876 mit drei Aufführungen des Rings des Nibelungen weniger erfolgreich verliefen, als erhofft (zwischen der defizitären (…) Wenngleich die ersten Bayreuther Festspiele 1876 mit drei Aufführungen des Rings des Nibelungen weniger erfolgreich verliefen, als erhofft (zwischen der defizitären Aufführungsserie und der Parsifal-Uraufführung 1882 lagen 6 Jahre Zwangspause), so etablierten sie sich unter der Leitung der Abkömmlinge Richard Wagners insbesondere ab 1951 zu einem festen Bestandteil im deutschen und auch internationalen Musikleben. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt vermochte es die Wagner-Familie hochkarätige Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker sowie Dirigenten (seit 2021 auch Dirigentinnen) nach Oberfranken zu holen und ihnen eine Resonanz zu verschaffen, die ihre künstlerische Reputation erhöhte. Dabei wurden die Bayreuther Wagner-Aufführungen durchaus nicht nur positiv rezipiert, sondern waren nicht selten skandalumwittert. Das betrifft die musikalischen, vor allem aber die szenischen Interpretationen, insbesondere die innovativen Produktionen im Sinn des Regietheaters, das heute nach wie vor dominiert. Im Rahmen des Seminars sollen Meilensteine der Wagnerinterpretation optisch anhand von Bildmaterialien und Videoproduktionen sowie akustisch mittels teilweise historischer Tondokumente analysiert und diskutiert werden. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Schröter |
| 09-53-3-MW-BA-06-4 | Digitalization in music psychology. Seminar with excursion to the DGM conference in Munich. Music in social space. Seminar with excursion to the DGM Conference 2026 in Kassel. Blockseminar vor der DGM-Tagung. T. n.V. Exkursion zur DGM-Tagung in Kassel 11. bis 13. September 2026. Vorbereitungstermin: 22.4.2026 von 9:00 Uhr - 10:30 Uhr via (…) Blockseminar vor der DGM-Tagung. T. n.V. Exkursion zur DGM-Tagung in Kassel 11. bis 13. September 2026. Vorbereitungstermin: 22.4.2026 von 9:00 Uhr - 10:30 Uhr via Zoom-Meeting. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Veronika Busch |
| 09-53-3-MW-BA-06-3 | The Classical Music Business in Transition? Organisers, Politics, Critics and Audiences Music and emotion. Research findings from systematic musicology Im Fokus des Seminars soll die Frage stehen, ob Musik und Emotionen in einem unmittelbaren, direkten kausalen Zusammenhang zu denken sind, oder ob die durch Musik (…) Im Fokus des Seminars soll die Frage stehen, ob Musik und Emotionen in einem unmittelbaren, direkten kausalen Zusammenhang zu denken sind, oder ob die durch Musik ausgelösten Emotionen nicht vielmehr in einem erheblichen Maß historisch, kulturell und sozial vermittelt sind bzw. auf einem (intuitiv) erlernten musikalischen Vokabular basieren. Dazu werden u.a. Tonartencharakteristiken, emotionale Bedeutungskonnotationen von Akkorden und melodischen Wendungen diskutiert sowie empirische Forschungsbefunde besprochen, die die Wirkmechanismen thematisieren, die zwischen der Ausübung und dem Hören von Musik einerseits und emotionalen Reaktionen andererseits bestehen. Ein Schwerpunkt soll auf der Chill-Forschung liegen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Schröter |
| 09-53-3-MW-BA-06-2 | The Classical Music Business in Transition? Organisers, Politics, Critics and Audiences Musical talent and exceptional talent as reflected in empirical research Die musikalische Begabungsforschung hat in der jüngeren Vergangenheit insbesondere durch die am Paderborner „Institut für Begabungsforschung in der Musik“ (IGFM) (…) Die musikalische Begabungsforschung hat in der jüngeren Vergangenheit insbesondere durch die am Paderborner „Institut für Begabungsforschung in der Musik“ (IGFM) entstandenen Studien einen beachtlichen Aufschwung erlebt und sich dabei nicht nur – wie dies einst Hans-Günter Bastian tat – auf die Hochbegabungsforschung fokussiert. Was macht musikalische Begabung aus? Wie lässt sie sich feststellen und testen? Welche Voraussetzungen sind nötig, damit sie sich entfalten kann? Gibt es hirnphysiologische Korrelate oder besondere neuropsychologische Aspekte musikalischer Begabungen? Korrelieren sie mit spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen? Fragen wie diesen soll im Rahmen des Seminars – auch mit Blick auf die musikalische Hochbegabungs- und Lebenswegforschung von „Jugend musiziert“-Teilnehmenden – nachgegangen werden. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Schröter |
| 09-53-3-MW-BA-06-5 | Quantitative and Qualitative Methods of Empirical Music Research Music education in schools. Psychological research on music-related support programmes. Musikbezogene Förderprogramme sind heute ein fester Bestandteil kultureller Bildung in Deutschland. Projekte wie JeKits und WiMaDiMu verfolgen das Ziel, Kindern und (…) Musikbezogene Förderprogramme sind heute ein fester Bestandteil kultureller Bildung in Deutschland. Projekte wie JeKits und WiMaDiMu verfolgen das Ziel, Kindern und Jugendlichen über den regulären Schulunterricht hinaus gleichberechtigten Zugang zu musikbezogenen Praktiken zu eröffnen. Üblicherweise geschieht dies unter Kooperation mit außerschulischen Partnern wie Musikschulen, Vereinen oder Stiftungen. Die oftmals starke Subventionierung dieser Initiativen zeugt von der „selbstverständliche[n] Annahme, dass es gut für Heranwachsende sei, frühzeitig mit Kultur in Kontakt zu kommen“ (Lehmann-Wermser et al., 2019, S. 9). Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Effekte musikalischer Förderprojekte seit den 1990er Jahren zunehmend zum Gegenstand psychologischer und pädagogischer Forschung geworden sind.
Im Seminar setzen wir uns kritisch mit dieser Forschung auseinander. Den ersten Teil des Seminars bildet hierbei ein theoretischer Überblick über psychologische Ansätze in der musikalischen Bildungsforschung sowie eine Einführung in musikpsychologische Methoden im Forschungsfeld Schule. Daran anschließend wollen wir uns anhand ausgewählter schulischer Musikprojekte mit der Begleitforschung auseinandersetzen, wobei Fragen kognitiver, emotionaler und sozialer Transfereffekte ebenso thematisiert werden wie Aspekte der Schulentwicklung und der institutionellen Zusammenarbeit. Über die Befunde hinaus wollen wir dabei auch immer wieder Grenzen, Widersprüche und Perspektiven der bestehenden Forschung diskutieren.
Foto: Zukunftslabor Bremen, Caspar Sessler Zitat aus: Schwippert, K., Lehmann-Wermser, A., & Busch, V. (Hrsg.). (2019). Mit Musik durch die Schulzeit? Chancen des Schulprogramms JeKi - Jedem Kind ein Instrument (1. Auflage). Waxmann. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Lutz Kleine-Frauns |
| 09-53-3-MW-BA-06-1 | The Classical Music Business in Transition? Organisers, Politics, Critics and Audiences Music preferences in the context of changing sociological (and aesthetic) value systems Musikpräferenzen, musikalische Einstellungen oder – allgemeiner – musikalischer Geschmack sind in einem hohen Maß determiniert von Vorerfahrungen, die nicht selten im (…) Musikpräferenzen, musikalische Einstellungen oder – allgemeiner – musikalischer Geschmack sind in einem hohen Maß determiniert von Vorerfahrungen, die nicht selten im Zusammenhang mit ästhetischen Wertenormen (Schönheit / Fortschritt / Innovation) stehen und sozial vermittelt sind. Während die ältere Präferenzforschung vornehmlich verbale Musikpräferenzen ermittelte und auswertete (so z.B. noch Bourdieu), ist heute eher ein „klingender Fragebogen“ zur Datenerhebung üblich, der im Kontext wirklich gehörter Musik, nicht aber begrifflicher Konzepte steht. Im Rahmen des Seminars sollen vor dem Hintergrund sich wandelnder soziologischer und ästhetischer Wertegefüge Untersuchungen der Rundfunkanstalten, der Medienwirkungsforschung allgemein sowie der Individualforschung (Schulze / Peterson / Gebesmair / Neuhoff / Behne / Gembris) erläutert, diskutiert und kritisch hinterfragt werden. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Schröter |
| 09-53-5-MW-BA-05-6 | Music History Revision Course Voices of America: American female jazz singers – but not only Die Doppeldeutigkeit des Seminarhaupttitels zielt darauf ab, die kulturpolitische Bedeutung US-amerikanischer Jazzsängerinnen herauszustellen. Der Untertitel deutet (…) Die Doppeldeutigkeit des Seminarhaupttitels zielt darauf ab, die kulturpolitische Bedeutung US-amerikanischer Jazzsängerinnen herauszustellen. Der Untertitel deutet an, dass über den Jazz hinaus im Seminar auch andere Gattungen nicht nur populärer Musik einbezogen werden. Die Liste der Sängerinnen angefangen bei Marian Anderson, Betty Carter, Anita O’Day, Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Billie Holiday, Whitney Houston, Alberta Hunter, Etta James, Ertha Kitt, Carmen Mc Rae, Nina Simone, Bessy Smith, Sarah Vaughan, Dinah Washington, Ethel Waters bis hin zu Cassandra Wilson u.a. ist so lang wie vielversprechend. Jeder Name steht individuell für eine „große“ Stimme und ein political Statement of Art.
Literatur zur Einführung: Will Friedwald. Swinging Voices of America. Ein Kompendium großer Stimmen. New York, 1990 und 1992. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Ulrich Tadday |
| 09-53-3-MW-BA-05-1 | Virginal, Harpsichord and Keyboard Music of the 17th and 18th Centuries From ‘New Music’ to Postmodernism – Trends in 20th Century Music History Die Vorlesung gibt einen Überblick über wichtige Musikentwicklungen im 20. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bilden Komponisten und Werke, die sich als besonders (…) Die Vorlesung gibt einen Überblick über wichtige Musikentwicklungen im 20. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bilden Komponisten und Werke, die sich als besonders innovativ erwiesen und dennoch vielfach rezipiert wurden. Erweitert wird der zunächst Persönlichkeits- und werkorientierte Ansatz durch die Hinzuziehung ideengeschichtlicher, historischer, politischer und interpretations-geschichtlicher Aspekte, die ein vertieftes Verständnis ermöglichen sollen. Schwerpunkte liegen auf Leben und Werk von Gustav Mahler, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Alban Berg, Anton Webern, Igor Strawinsky, Kurt Weill, Dmitri Schostakowitsch, Carl Orff, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen und Arvo Pärt, respektive auf der Musik der Wiener Moderne, des Expressionismus, des Neoklassizismus, der Dodekaphonie, des Sozialistischen Realismus, der Seriellen und Elektro-akustischen Musik und der Postmoderne. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Schröter |
| 09-53-3-MW-BA-05-3 | Robert Schumanns Year of Songs From "Critica musica" to "Neue Zeitschrift für Musik": Music magazines past and present Die Geschichte der Musikzeitschriften wird als Medien-, Kommunikations- und Diskursgeschichte der Musik vom 18. bis ins 21. Jahrhunderts betrachtet. Der geschichtliche (…) Die Geschichte der Musikzeitschriften wird als Medien-, Kommunikations- und Diskursgeschichte der Musik vom 18. bis ins 21. Jahrhunderts betrachtet. Der geschichtliche Wandel der Musikzeitschriften erscheint einerseits sozialgeschichtlich, andererseits diskursgeschichtlich bedingt wie umgekehrt. Die sogenannte „Verbürgerlichung“ der Musik verändert alte Diskurse über Musik und neue Diskurse verändern die Kommunikation in ihren sozialen Kontexten.
Literatur zur Einführung: Ulrich Tadday: Die Anfänge des Musikfeuilletons: Der kommunikative Gebrauchswert musikalischer Bildung in Deutschland um 1800. Stuttgart-Weimar, 1993. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Ulrich Tadday |
| 09-53-3-MW-BA-05-5 | Between Weber and Wagner: Heinrich Marschner and German opera Heinrich Marschners Bedeutung für die Operngeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist nicht gering zu schätzen. Seine Opern Der Vampyr (1828), Der Templer (…) Heinrich Marschners Bedeutung für die Operngeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist nicht gering zu schätzen. Seine Opern Der Vampyr (1828), Der Templer und die Jüdin (1829) und Hans Heiling (1833) stehen noch heute auf den Spielplänen der Opernhäuser. Das Seminar nimmt einen Ausgang von Marschners Oper Lucretia (1827) und dem gleichnamigen Forschungsprojekt, das in der Zeit 31.05-03.06.2026 den Anlass für ein internationales und interdisziplinäres Symposium an der Universität Bremen gibt, und bietet anhand der ersten Edition von Marschners Oper Lucretia (Hg. v. Reisch/Tadday) Einblicke in die Werkstatt des Komponisten. Zugleich hinterfragt es den einseitigen Blick Richard Wagners auf Marschner und seine Zeitgenossen und sorgt für eine kritische Relativierung der Rezeptions- und Operngeschichtsschreibung über das 19. Jahrhundert hinaus.
Literatur zur Einführung: Dean Palmer: Heinrich August Marschner, 1795-1861. His Life and Stage Works. Michigan, 1980. (Studies in musicology; no. 24) You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Ulrich Tadday |