| 09-51-M4-05 | Die Idee und ihr Schatten. Platons Ideenlehre als Grundlage einer Ästhetik, einer Theorie der Kunstgeschichte. Der Text der Ideenlehre Platons formuliert Grundlagen der europäischen Auffassung der Wirklichkeit und der Funktion des Bildes. Die recht wenigen Seiten aus Platons (…) Der Text der Ideenlehre Platons formuliert Grundlagen der europäischen Auffassung der Wirklichkeit und der Funktion des Bildes. Die recht wenigen Seiten aus Platons Buch Politeia - Der Staat werden im Seminar gelesen und durch Passagen aus einem seiner Dialoge ergänzt, ihre Kenntnis wird also nicht vorausgesetzt. Das mit seiner Ideenlehre formulierte Beziehungsgeschehen von Bild und Wirklichkeit wird in Beispielen an seiner geschichtlichen Wandlung seither verfolgt und im Anblick von Werken der Kunstgeschichte überprüft. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Norbert Caspar |
| 09-51-M4-07 | Die US-Radiokunstsendereihe Close Radio (1976-1979) als Produktions- und Distributionskontext (feministischer) Performancekunst on air *Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem M7 Künstlerische Praxis II: Radio und Podcasts in Kunst und Schule von Dr. Achim Lengerer statt. Anmeldungen von (…) *Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem M7 Künstlerische Praxis II: Radio und Podcasts in Kunst und Schule von Dr. Achim Lengerer statt. Anmeldungen von Studierenden, die auch dort teilnehmen, werden vorrangig berücksichtigt.*
Ausgangspunkt des Seminars sind die Beiträge (feministischer) Performancekünstler*innen der Radiokunstsendereihe Close Radio –von und für Künstler*innen. Zwischen 1976 und 1979 entstanden in diesem Kontext über 100 Sendungen, die eine Art Bodenprobe der südkalifornischen Performance- und Konzeptkunstszene sowie ihrer (inter-)nationalen Netzwerke darstellen.
Im Seminar werden wir uns am Beispiel von Close Radio mit dem Rundfunk als Produktions- und Distributionskontext für Kunst aus institutionskritischer Perspektive vertraut machen. Zudem werden wir anhand ausgewählter Beiträge untersuchen, wie die Künstler*innen ihre visuelle bzw. performative Praxis in den auditiven Raum übertragen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Beiträgen feministischer Künstlerinnen wie etwa Eleanor Antin, Cherry Gaulke und Carolee Schneeman sowie darauf, wie sie den Rundfunk als Medium und Material für ihren künstlerisch-aktivistischen Ansatz nutzen.
Die Sitzungen finden 14-tägig statt. Zusätzlich wird es zwei Sichtungstermine im Zentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg geben. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.
Sowohl das auditive Material als auch die Begleittexte sind in englischer Sprache verfasst. Studienleistung: regelmäßige aktive Teilnahme, Vorbereitung der gemeinsamen Lektüre und Vorstellung eines künstlerischen Beitrags mit Handout. Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Franziska Rauh |
| 09-51-M4-01 | You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Winfried Pauleit Nils Gloistein |
| 09-51-M4-08 | Frühe Videokunst in Deutschland You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Andreas Kreul |
| 09-51-M4-04 | Körper: Diskurse, Politiken, Repräsentationen (Lektüreseminar) Der menschliche Körper nimmt in gesellschaftlichen Prozessen eine zentrale Stellung ein. Spätestens seit Michel Foucaults wegweisenden Beiträgen zur Rolle und Funktion (…) Der menschliche Körper nimmt in gesellschaftlichen Prozessen eine zentrale Stellung ein. Spätestens seit Michel Foucaults wegweisenden Beiträgen zur Rolle und Funktion biopolitischer Regierungsweisen in westlichen Gesellschaften im Zuge der Industrialisierung wurden Körper als zentrale Aushandlungsorte institutioneller und diskursiver Techniken der Macht begreifbar. Vergeschlechtlicht und rassifiziert, über Klassen- und Religionszugehörigkeit differenziert oder nach Alter und (Dis-)Ability kategorisiert, liefern politische Epistemologien von Körpern die Schnittstelle für kollektive Subjektivierungsweisen, Identifikationen und Zurichtungen im Gesellschaftlichen. Gleichzeitig ist das Verständnis ‚des Körpers‘ im universellen Singular untrennbar an historische und kulturelle Kontexte gebunden und permanent in Bewegung. In künstlerischen Produktionen werden diese komplexen Prozesse der Bezeichnung und Verkörperung sowohl sichtbar als auch vielfach parallel zu sozialen Emanzipationsbewegungen kritisch verhandelt. Das Seminar widmet sich der Lektüre ausgewählter Texte, um einerseits ein tiefergehendes Verständnis zentraler diskursiver Motive zu entwickeln, andererseits wirkmächtige Stimmen und Beiträge jüngerer Debatten entlang individueller Argumentationen nachvollziehen. Neben Ansätzen aus Diskursanalyse, Phänomenologie und Körpersoziologie werden Beiträge zu widerständigen und subversiven Körperkonzepten im Seminar diskutiert.
Die Veranstaltung ist als Lektüreseminar konzipiert und wird sich daher vorwiegend und intensiv mit Texten beschäftigen. Der Bezug zu künstlerischen Artikulationen wird in Transfersitzungen hergestellt. Zum Ende des Semesters ist ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch vorgesehen.
Teilnahmebedingungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme an Sitzungen und Diskussionen, selbstständige Lektüre zur Seminarvorbereitung. Für den Erwerb der Studienleistung ist die Beteiligung an einer Gruppenpräsentation verpflichtend, die Prüfungsleistung wird in einer Hausarbeit erbracht. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Susanne Huber |
| 09-51-M4-03 | Licht, Ton, Signal: Medienkunst seit 1960 (mit Exkursion zum EMAF) Spätestens seit dem 20. Jahrhundert sind zeitbasierte mediale Formate essenzieller Bestandteil künstlerischer Praxen: Vom frühen Experimentalfilm über feministische (…) Spätestens seit dem 20. Jahrhundert sind zeitbasierte mediale Formate essenzieller Bestandteil künstlerischer Praxen: Vom frühen Experimentalfilm über feministische Videokunst bis hin zu immersiven computergenerierten Bildwelten in postdigitalen Kulturen nutzen Künstler:innen technische Apparate der Bild- und Tonerzeugung und die damit verbundenen ästhetischen Register, um spezifische Erfahrungs- und Artikulationsformen zu erproben. Im engen Wechselspiel mit den Dispositiven moderner Massenmedien, aber auch Ansätzen aus der Kybernetik sowie partizipatorischen Imperativen erweitern medienbasierte künstlerischen Beiträge die Räume der Kunst ebenso wie sie kategoriale Grenzziehungen zu populären Bildkulturen regelmäßig brüchig werden lassen. Ihre Analyse muss daher nicht nur medienhistorische und -theoretische Kontexte berücksichtigen, sondern auch methodisch auf narrative Strategien, synästhetische Bezugsweisen und variable Skripte reagieren.
Im Seminar erarbeiten wir uns grundlegende Kenntnisse zu historischen, theoretischen und methodischen Kernfragen zeitbasierter Kunstformen am Beispiel ausgewählter künstlerischer Positionen ab den 1960er Jahren, die dann in gemeinsamen Exkursionen zum European Media Art Festival (EMAF) am 24. und/oder 25. April in Osnabrück sowie zum Haus für Medienkunst in Oldenburg in die wissenschaftliche Praxis überführt werden. Genauere Terminabsprachen erfolgen in der ersten Sitzung.
Teilnahmebedingungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme an Sitzungen und Exkursionen, selbstständige Lektüre zur Seminarvorbereitung. Für den Erwerb der Studienleistung ist die Beteiligung an einer Gruppenpräsentation verpflichtend, die Prüfungsleistung wird in einer Hausarbeit erbracht. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Susanne Huber |
| 09-51-M4-02 | Vor hundert Jahren wurde mit der Ausstellung Neue Sachlichkeit, die 1925 in der Mannheimer Kunsthalle stattfand, ein Stilbegriff geprägt. Im Seminar widmen wir uns (…) Vor hundert Jahren wurde mit der Ausstellung Neue Sachlichkeit, die 1925 in der Mannheimer Kunsthalle stattfand, ein Stilbegriff geprägt. Im Seminar widmen wir uns sowohl den Werken, die diesem Stil zugeschrieben werden, als auch der Begriffsbildung durch die gemeinsame Diskussion von Quellentexten. Anhand ausgewählter Werkanalysen soll so der kunsthistorische Kontext der 1920er und 1930er Jahre erschlossen werden. Über gattungsübergreifende Vergleiche nehmen wir nicht nur Motive und Themen der Zeit (u.a. Körper- und Klassenbilder, öffentlicher und privater Raum erschließen) in den Blick, sondern auch die mediale Spezifik von Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Architektur. Leistungsumfang: 3 CP: aktive Teilnahme (Lektüre, Werkanalysen, Referat o.ä.) 6 CP: aktive Teilnahme (Lektüre, Werkanalysen, Referat o.ä.), Seminararbeit You can find course dates and further information in Stud.IP. | Amelie Ochs |
| 09-51-M4-06 | Filme von Frauen im Spannungsfeld der Filmgeschichte Obwohl die gängige Erzählung des Kinos lange von männlichen Produzenten, Regisseuren und vermeintlichen „Genies“ dominiert wurde, zeigt bereits ein Blick auf die (…) Obwohl die gängige Erzählung des Kinos lange von männlichen Produzenten, Regisseuren und vermeintlichen „Genies“ dominiert wurde, zeigt bereits ein Blick auf die Anfänge des Mediums, dass Frauen entscheidend an seiner Entwicklung beteiligt waren. Schon 1896 realisiert Alice Guy-Blaché den ersten fiktionalen Film der Geschichte und in den 1910er-Jahren zählt Lois Weber zu den erfolgreichsten Regisseurinnen ihrer Zeit. Filmgeschichte war also nie ausschließlich männlich, sie wurde jedoch überwiegend männlich überliefert und kanonisiert. Das Seminar widmet sich dieser vielfach verdrängten Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Filmgeschichte wird dabei nicht als festgeschriebenes Narrativ verstanden, sondern als dynamischer Prozess der Sichtbarmachung, Neubewertung und Kontextualisierung. Jede filmische Entscheidung, jedes Bild, jede Stimme, jeder Schnitt, ist Ausdruck einer Positionierung; Kino erscheint so als Raum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Im Zentrum stehen Filme, an denen Frauen maßgeblich beteiligt waren – nicht nur in der Regie, sondern auch im Schnitt, in der Produktion und in der Schauspielerei. Die behandelten Werke lassen sich als vibrierende Zeitkapseln einer alternativen Kinogeschichte lesen. Ziel ist es, verschobene, vergessene oder marginalisierte Perspektiven sichtbar zu machen, etablierte Narrative zu hinterfragen und Kino als pluralen Erinnerungsraum neu zu denken. You can find course dates and further information in Stud.IP. | PD Dr. Rasmus Greiner |
| 09-352-MC1-02 | Räume der Moderne: Infrastrukturen des Wohnens und Arbeitens zwischen Worpswede und Paris. Paula Modersohn-Becker und die Künstlerinnen* um 1900 Ein zweisemestriges Projektseminar im WS 2025/26 und SoSe 2026. Das Seminar ist vorrangig im Master Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft/ C1-Modul angesiedelt. Vorrangig werden Studierende dieses Masters zugelassen!
Aus Anlass des (…) Das Seminar ist vorrangig im Master Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft/ C1-Modul angesiedelt. Vorrangig werden Studierende dieses Masters zugelassen!
Aus Anlass des 150. Geburtstag 2026 von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) widmen sich Ausstellungsprojekte und zahlreiche Aktivitäten dieser bedeutenden Künstlerin der Moderne in Worpswede, Bremen und Dresden. Bereits seit Juni 2025 läuft in den vier Worpsweder Museen das Ausstellungsprojekt „Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen. Der unteilbare Himmel“. In Verbindung mit diesem Ausstellungsprojekt befasst sich das Seminar mit dem Leben und Werk von Paula Modersohn-Becker sowie der spezifischen Situation von Künstlerinnen* um 1900. Gerichtet werden soll dabei der Blick besonders auf Wohn- und Arbeitsbedingungen zwischen dem ländlichen Worpswede (Künstler*innenkolonie) und dem großstädtischen Paris. Wir befassen uns u.a. mit der soziokulturellen Bedeutung von Künstler*innennetzwerken und Freund*innenschaften. Das Seminar findet in Bremen und Worpswede statt. Neben den Seminarterminen in Bremen wird es Arbeitsblöcke in Worpswede geben mit inhaltsbezogenen Ortserkundungen, Ausstellungsbesuchen, Gesprächen mit Kurator*innen und Übungen vor Originalen. Teil des Arbeitens in Worpswede wird auch die Beschäftigung mit dem Ausstellungs- und Vermittlungskonzept des Ausstellungsprojektes sein. Befragt werden soll, welche Bedeutung der Auseinandersetzung mit den Künstlerinnen* der historischen Avantgarden für die heutige Diskurs- und Wissensproduktion zukommt und auch wie sich zeitgenössische Künstlerinnen* darauf beziehen.
Davon ausgehend sollen Projektarbeiten entwickelt werden, die im Sommersemester ausgearbeitet und präsentiert werden. Die weitere Planung für das Sommersemester wird im Seminar gemeinsam entwickelt. Geplant sind aktuell im WS drei Arbeitsblöcke in Worpswede, sie finden ganztägig freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr statt. Termine werden zu Beginn des Seminars bekanntgegeben. Das Seminar findet in Kooperation mit den Worpsweder Museen statt. Mit dem Seminar wird auch der Schwerpunkt in der Lehre zur Künstlerinnen*forschung fortgesetzt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Kathrin Heinz |
| 09-51-M4-09 | Vom One-Reeler bis zum Tonfilm: Filmästhetik zwischen Innovation und Institutionalisierung You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Tatiana Astafeva |