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Course Catalog

Study Program SoSe 2022

Soziologie und Sozialforschung, M.A.

Pflichtbereich

Die Module des Pflichtbereichs sind von Studierenden zu absolvieren, die ab dem WS 2019/2020 immatrikuliert sind und nach der Masterprüfungsordnung 2019 studieren.

Projektentwicklung und -management (SuS-P)

Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-2-SuS-PProjektentwicklung und -management
[Projectdevelopment and Management]

Seminar (Teaching)
ECTS: 6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue 10:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 Teaching hours per week)

Das Modul gibt einen Überblick in die Forschungs- und Förderlandschaft im Bereich der Sozialforschung und vermittelt grundlegende Kenntnisse der Projektakquise. Das Modul bereitet Studierende im Besonderen darauf vor ein sozialwissenschaftliches Projekt zu entwickeln und zu planen. Im Einzelnen werden vermittelt: Kenntnisse zur Forschungs- und Förderlandschaft, Kenntnisse von Projektphasen und Projektlebenszyklen, Techniken zur Entwicklung einer Forschungsfrage und eines Forschungsdesigns 􏰣 Instrumente der Projektplanung, Abschätzung von Projektrisiken, Kenntnisse zur Erstellung von Projektanträgen. Begleitend zu allen theoretischen Teilthemen erarbeiten die Teilnehmenden anhand von Aufgaben zu einzelnen Teilschritten des Projektdesigns entsprechende Methoden und Werkzeuge.

Dr. Till Hilmar

Wahlpflichtbereich Methoden und Analysen

Die Module des Wahlpflichtbereichs "Methoden und Analysen" sind von Studierenden zu absolvieren, die ab dem WS 2019/2020 immatrikuliert sind und nach der Masterprüfungsordnung 2019 studieren. Es stehen zwei Ausrichtungen zur Wahl: "Quantitative Sozialforschung" oder "Qualitative Sozialforschung". In der gewählten Ausrichtung sind insgesamt zwei Module zu absolvieren: "Fortgeschrittene Methoden und Analysen" im WiSe und "Vertiefende Methoden und Analysen" im SoSe.

Quantitative Sozialforschung

Vertiefende Methoden und Analysen (SuS-4)

Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-2-SuS-4Quantitative Sozialforschung: Vertiefende Methoden und Analysen
[Quantitative Social Research - Advanced ..........]

Seminar (Teaching)
ECTS: 9

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon 10:00 - 14:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 Teaching hours per week)
Prof. Dr. Michael Windzio
Dr. Rainer Unger

Qualitative Sozialforschung

Vertiefende Methoden und Analysen (SuS-6)

Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-2-SuS-6Qualitative Sozialforschung: Vertiefende Methoden und Analysen
[Qualitative Social Research: Advanced Methods and Analyses]

Seminar (Teaching)
ECTS: 9

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue 14:00 - 18:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)

Die Veranstaltung ist Teil des zweisemestrigen Moduls "Qualitative Methoden". Die Veranstaltung im ersten Semester bot zunächst einen systematischen Überblick über die wichtigsten qualitativen Analyseverfahren. Der zweite Teil ist stärker praxisorientiert: Im Rahmen eines kleinen Lehrforschungsprojekts werden (idealerweise in Arbeitsgruppen) wesentliche qualitative Erhebungsverfahren (Dokumentensammlung, Beobachtungsverfahren, verschiedene Interviewverfahren) praktisch erprobt, eingeübt und reflektiert. Die Studierenden entwickeln verschiedene Erhebungsinstrumente (u.a. Interviewleitfäden, Beobachtungsbögen) und führen wesentliche Schritte der Datenerhebung (Feldzugang, Datensammlung, Feldtagebuch) und erste Schritte der Datenaufbereitung durch (Transkription, Interviewprotokolle etc.). Angesprochen werden ferner Fragen der Forschungsethik und des Datenschutzes. Voraussichtlich wird das Seminar in Teilen oder sogar überwiegend digital stattfinden. Im Lichte der Entwicklung der Pandemiesituation werden die damit verbundenen Terminfragen zu Beginn des Semesters besprochen.
Zur Auffrischung der Methodenkenntnisse und zur Einführung werden empfohlen:
Bohnsack, Ralf. Rekonstruktive Sozialforschung. Opladen, Farmington Hills: Barbara Budrich, 2010.
Przyborski, Aglaja, und Monika Wohlrab-Sahr. Qualitative Sozialforschung: ein Arbeitsbuch. München: Oldenbourg Verlag, 2014.

Nils-Christian Kumkar

Wahlpflichtbereich Projektschwerpunkt

Institutionalisierte Ungleichheiten

Angewandte Theorien (SuS-7)

Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-2-SuS-7Institutionalisierte Ungleichheiten: Angewandte Theorien

Seminar (Teaching)
ECTS: 9

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 14:00 - 16:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)
Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg

Soziale Beziehungen, Netzwerke und Integration

Angewandte Theorien (SuS-9)

Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-2-SuS-9Soziale Beziehungen, Netzwerke und Integration: Angewandte Theorien
[Social Network Research]

Seminar (Teaching)
ECTS: 9

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 10:00 - 12:00 UNICOM 3.0230 Seminarraum 3 (2 Teaching hours per week)
Prof. Dr. Michael Windzio

Modul Masterarbeit (SuS-M/SF 6)

Dieses Modul besteht aus dem Verfassen der Masterarbeit (27 CP) sowie einem verpflichtenden Begleitseminar (Kolloquium zur Masterarbeit / 3 CP).
Course numberTitle of eventLecturer
08-M48-SF-KBegleitseminar zur Masterarbeit

Kurs (Teaching)

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)

Das Begleitseminarzur Masterarbeit richtet sich an Studierende im Master-Studiengang Soziologie und Sozialforschung, die ihre Masterarbeit bearbeiten.

In Form eines Vortrags mit anschließender Diskussion wird der aktuelle Stand der Arbeit präsentiert und besprochen. Damit dient dieses Format auch der Einübung in die Techniken der Präsentation einer wissenschaftlichen Arbeit.
Im Begleitseminar gibt es durch die Dozentin und die Studierenden ein Feedback zum aktuellen Stand der Masterarbeit sowie zur Präsentation dieser Arbeit. Zudem besteht die Möglichkeit, Fragen und Probleme zu besprechen.

Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg

Wahlbereich - General Studies

Der Wahlbereich umfasst drei Bereiche: General Studies Angebot des Faches Soziologie, General Studies Angebot aus dem Fachbereich 8 Sozialwissenschaften, General Studies Angebot anderer Fächer. Die Angebote können fei gewählt werden.

General Studies Angebot des Faches Soziologie

Ergänzung und Vertiefung Soziologischer Theorie

Course numberTitle of eventLecturer
08-29-GS-11'Herbert Marcuses 'Der eindimensionale Mensch' - Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft - ein Lektürekurs
[One Dimensional Man]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 Teaching hours per week)

Im Seminar lesen und diskutieren wir den Klassiker von Herbert Marcuse von Deckel zu Deckel. Der Text dient als Einführung in die Kritische Theorie Herbert Marcuses.

Martin Seeliger

Ergänzung und Vertiefung Spezieller Soziologien

Course numberTitle of eventLecturer
08-29-GS-12Economies on life support: The global Covid-19 shock in a moral economy perspective (in English)
[Western and Global Modernity - Post-colonial Sociology?]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 12:00 - 14:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)

This seminar is organized around a guiding question: How do societies around the world respond to the economic ramifications of the coronavirus shock? To interrogate the various facets of this problem, we draw on the concept of “moral economy”, a line of theory and empirical analysis elaborated in diverse disciplines such as sociology, anthropology, economic history, and social history that is concerned with how ordinary people invoke moral norms and social commitments to reason about fairness and justice in welfare societies and, by doing so, make specific claims on the state. We explore how the pandemic lays bare the structural inequalities of capitalist societies around globe and how moral economic thinking can provide the conceptual tools to study patterns of popular meaning-making and strategies of action in this context. The seminar fosters students’ expertise and skills in research areas such as inequality and welfare states, economic sociology, the sociology of work, and social movement studies.

Dr. Till Hilmar
08-29-GS-13Soziologische Betrachtung der psychischen Gesundheit
[Sociology of Mental Health]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 SFG 0140 (2 Teaching hours per week)

Über psychische Gesundheit wird inzwischen viel gesprochen – sowohl in der Wissenschaft, wie auch in journalistischen Artikeln und in der Alltagskommunikation. In den letzten Jahrzehnten wurde auf deutlich steigende Zahlen bei Depressionen und Angststörungen sowie zunehmende Kosten für die Gesellschaft durch kurz- und langfristige Erwerbsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankung aufmerksam gemacht. Wenn wir aus einer gesellschaftlichen Perspektive auf die mentale Gesundheit blicken, wird erkennbar, dass diese Erkrankungen nicht gleichmäßig unter den Individuen sozialer Gruppen verteilt sind. Strukturen sozialer Ungleichheit zeigen sich in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens, so auch in der psychischen Gesundheit.

Im Gegensatz zu psychologischen und psychiatrischen Ansätzen, welche sich auf biologische Faktoren, Persönlichkeitsmerkmale und subjektive Empfindungen konzentrieren, fokussiert die Soziologie der psychischen Gesundheit die strukturellen Bedingungen des Zustandekommens und Erlebens psychischer Erkrankungen. Innerhalb dieses Seminars wird diese soziologische Perspektive herausgearbeitet und anhand aktueller Beispiele einzunehmen geübt. Zu jeder Sitzung bringen die Studierenden Zeitungsartikel, Social Media-Postings, Inhaltsbeschreibungen von Podcastfolgen oder kurze Videos zu dem jeweiligen Thema mit. Diese werden wir uns gemeinsam aus dem soziologischen Blickwinkel anschauen und kritisch hinterfragen.

Ablauf des Seminars:

Zu Beginn des Seminars beschäftigen wir uns mit einem Klassiker der Soziologie: Durkheim beschrieb im 19. Jahrhundert Suizide als Konsequenz der Art sozialer Verbindungen der Menschen unterschiedlicher Gesellschaften. Anschließend greifen wir einen weiteren französischen Soziologen auf, Alain Ehrenberg, der Charakteristika moderner Gesellschaften für steigende Depressionsraten verantwortlich macht und schauen uns Hartmut Rosas Erklärung durch die Beschleunigung der Gesellschaft an. Nach dieser Einführung bereiten wir in einzelnen Sitzungen auf, wie sich Ungleichheitsstrukturen in der mentalen Gesundheit erklären lassen. Die Lebenslaufperspektive verhilft dabei, die langjährigen Konsequenzen von Benachteiligung in der Kindheit als kumulative Effekte auf die Gesundheit zu betrachten. Sozialisations- und rollentheoretisch nähern wir uns den Geschlechterunterschieden in der Prävalenz verschiedener psychischer Erkrankungen. Je nach sozialem Geschlecht machen Menschen unterschiedliche Erfahrungen im Lebenslauf, sind mit anderen Rollenerwartungen konfrontiert und zeigen eine differente Veräußerung von Stress in unterschiedlicher Symptomatik.
Anschließend schauen wir uns aktuelle Probleme und deren Auswirkung auf mentale Gesundheit an. Hier geht es um die Folgen der Pandemie und des Klimawandels wie auch um die Social Media-Nutzung. Folgend greifen wir Ergebnisse der positiven Psychologie auf. Diese verweise Akteure in eine Verantwortung ihr individuelles Handeln an bestimmte gesunde Gewohnheiten anzupassen, um mental gesund zu bleiben oder zu werden. Wie eine soziologische Kritik hieran aussieht, bildet den inhaltlichen Abschluss dieses Seminars.



3 CP kleines Portfolio: Zu jeder Sitzung wird zu einem der Grundlagentexte ein Thesenpapier erstellt. Dieses besteht daraus, dass die Hauptaussagen des Textes wiedergegeben, drei eigene, kritische Thesen dazu aufgestellt und ein aktueller Bezug (Zeitungsartikel, Diskussion auf sozialen Medien, Podcast-Folge, Ted Talk etc.) zu dem Text herausgesucht wird

6 CP großes Portfolio: Zusätzlich zu den Thesenpapieren wird sitzungsübergreifend ein digitales Poster erstellt, welches am Ende des Seminars präsentiert wird (gerne auch in Gruppenarbeit)

Lisa Marie Wittig
08-29-GS-17Gender Inequality and Stratification (in English)
[Geschlechterungleichheit und soziale Ungleichheit]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 08:00 - 10:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 UNICOM 3.0230 Seminarraum 3 (2 Teaching hours per week)

This seminar will address the relationship between social class and gender-based forms of stratification in modern societies and in historical perspective. Overall, the question of interest is why the inequalities at the intersection of class and gender in paid and unpaid work persist across industrialized societies despite some impressive policy achievements over the past half century. The primary literature source will be the book “Gender-Class Equality in Political Economies”. In this book, Lynn Prince Cooke places gender inequality in a context that is historically shaped by the intersections of multiple inequalities and the particularities of six countries: Germany (East and West), Spain, Australia, the UK and the US. Gender-class inequalities persist in paid work hours, wages, and the division of housework. The study shows how values, choices, and behaviors of individual men and women in various national contexts are enabled and constrained by state policies that effectively structure relative group advantage and disadvantage from birth through old age.

Prof. Sonja Drobnic
08-29-GS-18Research on Family and Household (in English)
[Familie und Haushalt als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 Teaching hours per week)

This course will explore sociological concepts and topics within contemporary research on family and household. The intersections between the family and other social institutions will be one component of this course. The development of family forms and diversity of families will be another central topic. We will consider marriage and partner selection in historical context by exploring changes in peoples’ intentions to marry and start families. We will explore the development and the functions of couple relationships as well as the relationships between family members, and examine the meaning of couple and family relationships for broader societal developments and social inequalities. Further, we will acquire an overview of empirical research on families, discuss the role of family policies in contemporary societies, and venture some ideas on the future of families in the 21st century.

Prof. Sonja Drobnic
08-29-GS-19Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung im Wandel? Zur Dynamik und Kontinuität der „Work-Family-Balance"
[Gender-specific division of labour in transition? On the dynamics and continuity of the “work-family balance”]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)

Das Seminar baut auf den Inhalten der Einführungsveranstaltungen zur Arbeits- und Erwerbssoziologie auf und widmet sich den zentralen soziologischen Sichtweisen zur Thematik „Arbeit und Geschlecht“. Sowohl formelle als auch informelle Arbeitsformen werden aus der Genderperspektive diskutiert.
Nach einer ersten Debatte über wesentliche soziologische Klassiker*innen zur Arbeitsteilung in Familien wird die traditionelle Sichtweise der Arbeitssoziologie auf weibliche Arbeitskräfte thematisiert. Die Kritik, die aus feministischer Perspektive an der Arbeitssoziologie geübt wurde, den Arbeitsbegriff ausschließlich auf Erwerbsarbeit zu beziehen und Hausarbeiten als weitere Form von Arbeit zu vernachlässigen, wird im Seminar schrittweise durch den Einbezug von Beiträgen aus der Frauenforschung erarbeitet. Weiterführend werden ausgewählte klassische Theorien zur Arbeitsteilung und internationale Verflechtungen der Auslagerung von Sorgearbeit diskutiert, die im Rahmen von normativen Theorien zur (Un-)Gleichheits- und Gerechtigkeitsthematik kontextualisiert werden. Abschließend wird erörtert, inwieweit die Kategorie „Geschlecht“ trotz eines strukturellen Wandels der Erwerbsarbeit von Frauen nach wie vor sozial strukturierend wirkt, welche Änderungen sich seit dem Aufkommen der Frauenbewegung in Bezug auf formelle und informelle Arbeit von Frauen empirisch nachweisen lassen und welche Beharrungstendenzen nach wie vor vorzufinden sind. Die Erkenntnisse münden in einem Ausblick auf wissenschaftliche Herausforderungen einer gendersensiblen Arbeitsforschung.

Zur Einführung empfohlene Literatur:
Aulenbacher, Brigitte/Funder, Maria/Jacobsen, Heike/Völker, Susanne (Hrsg.) 2007: Arbeit und Geschlecht im Umbruch der modernen Gesellschaft. Wiesbaden: Springer.
Gottschall, Karin 2018: Arbeit, Beschäftigung und Arbeitsmarkt aus der Genderperspektive. In: Böhle, Fritz/Voß, G. Günter/Wachtler, Günther (Hrsg.): Handbuch Arbeitssoziologie. Band 2, 3. Auflage. Wiesbaden: Springer, 671-698.
Meier-Gräwe, Uta (Hrsg.) 2015: Die Arbeit des Alltags. Gesellschaftliche Organisation und Umverteilung. Wiesbaden: Springer.
Treas, Judith/Drobnič, Sonja (Hrsg.) 2010: Dividing the domestic. Stanford: Stanford University Press.

Dr. Ruth Abramowski
08-29-GS-20Soziologie des Gangsta-Rap
[Sociology of Gangsta-Rap]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Additional dates:
Fri 22.04.22 10:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fri 13.05.22 09:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fri 13.05.22 14:00 - 16:00 UNICOM 3.0210 Seminarraum 2
Fri 27.05.22 09:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fri 10.06.22 09:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Martin Seeliger
08-29-GS-21Families and Intergenerational Transmission (in English)
[Familien und Intergenerationale Transmission]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 12:00 - 14:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 Teaching hours per week)

The thematic focus of this seminar is on intergenerational transmission, understood as social inheritance of characteristics of parents on their children. Intergenerational transmission research on behavior, attitudes and values has a long tradition in the social sciences. There is rich literature which can be differentiated into (1) transmission of parents’ socioeconomic status to their children, (2) transmission of parents’ behaviors (such as partnership and family behaviors) and (3) intergenerational transmission of attitudes and value orientations (such as gender role attitudes and family values). In this course, we will address all three areas. Students will be introduced to current research and enabled to gain a deeper understanding of transmission processes. The language of instruction will be English, discussions and written contributions can be in English or German. Good working proficiency in English and familiarity with sociological concepts and methods is required.

Dr. Mandy Boehnke
08-29-GS-22Die Zukunft der Religion im internationalen Vergleich
[The Future of Religion – Comparative Perspectives]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 UNICOM 3.0210 Seminarraum 2 (2 Teaching hours per week)

Wird Religion in Zukunft noch eine Rolle spielen? Diese Frage wurde in der Soziologie lange verneint. Die sogenannte Säkularisierungsthese ging von einem Rückgang der Religion im Zuge von Modernisierungsprozessen aus: mehr Bildung und mehr Wohlstand würden demnach dafür sorgen, dass immer weniger Menschen an einen Gott glauben. Seit einigen Jahren sprechen viele allerdings von einer "Rückkehr der Religion", die sich insbesondere außerhalb Europas zeigt: Evangelikale und Pfingstgemeinden erfahren weltweit an Zuwachs und der "Islamische Staat" und Al-Qaida prägen das Bild eines politisierten und gewaltbereiten Islams in der Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welche Richtung sich die Religion in ihrem Verhältnis zu Individuum, Politik und Gesellschaft entwickeln wird. Das Seminar bietet zunächst eine Einführung in klassische und neuere Theorien der Religionssoziologie. Darauf aufbauend diskutieren wir drei Kernthesen: Säkularisierungsthese, Individualisierungsthese sowie Marktmodell der Religion. Im letzten Teil des Seminars untersuchen wir das Verhältnis von Religion und Gesellschaft im internationalen Vergleich

Insa Pruisken
08-29-GS-23Gesellschafts- und Zukunftsbilder prekärer Milieus
[Images of society and the future in precarious milieus]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 16:00 - 18:00 UNICOM 3.0210 Seminarraum 2 (2 Teaching hours per week)

Ausgehend von den Gesellschaftsdiagnosen zunehmender sozialer Ungleichheiten, der Ausweitung des Niedriglohnsektors, der Zunahme unsicherer Beschäftigungsverhältnisse und der Verfestigung prekärer Lebenslagen, geht dieses Seminar – in Anlehnung an die „Arbeiter*innenbewusstseinsforschung“ – der Frage nach den Gesellschaftsbildern prekärer Milieus nach. Der Fokus wird dabei auf Vorstellungen, Perzeptionen und Narrative der Zukunft gerichtet, ihre soziostrukturellen Bedingtheiten wie auch (politischen) Konsequenzen. Das Seminar ist als klassisches Literaturseminar angelegt, mit dem Unterschied, dass keine Hausarbeiten geschrieben werden, sondern Studien- wie Prüfungsleistung aus einer kleineren studentischen Forschungsaufgabe bestehen: je Studierende/r soll ein Interview in einem spezifischen (Berufs-)Milieu geführt und die Ergebnisse im Seminar präsentiert werden (am besten in Arbeitsgruppen, was aber nicht zwingend ist). Ein einheitlicher Leitfaden hierzu wird – parallel zur Literaturarbeit – gemeinsam in den ersten Sitzungen des Seminars entwickelt. Es geht dabei weniger um methodische Stringenz als um Explorationen und das Sammeln erster praktischer Erfahrungen im Feld. Damit eignet sich das Seminar sowohl für Studierende jüngerer Semester im BA, wie auch für thematisch interessierte Studierende älterer Semester im MA, für die die praktischen Einzel- oder Gruppenarbeiten eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Hausarbeits- und Klausuralltag darstellen können. Den BA-Studierenden empfehlen wir eine (nicht zwingende) Kombination mit der Veranstaltung „Soziologie der Armut“ bei Olaf Groh-Samberg.

Nepomuk Hurch

Ergänzung und Vertiefung empirischer Methoden

Course numberTitle of eventLecturer
08-29-4-FEM-1-aArbeitsmarktdaten mit SPSS interpretieren
[Interpreting labour data with SPSS]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 14:00 - 16:00 External location: Online (2 Teaching hours per week)

Additional dates:
Wed 27.04.22 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Wed 11.05.22 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)

Zeiten: Das Seminar ist als hybrides Blockseminar organisiert. Dazu wird angestrebt, zwei Termine im ZIP-Raum zu haben, um die Basiskenntnisse in SPSS einüben zu können.

Der Kurs zielt auf die Sensibilisierung der Teilnehmenden für die Interpretation von Daten rund um Erwerbsarbeit: Welche Datensätze stehen zur Verfügung? Worauf muss insbesondere im Zusammenhang mit der Auswertung von diesen Daten geachtet werden? Wie lassen sich verschiedene Informationsquellen sinnvoll verknüpfen? Wie gehe ich mit Grenzen um? Diese Fragen werden anhand praktischer Beispiele bearbeitet und vorgestellt. Die Bearbeitung einer entsprechend zu bestimmenden Fragestellung beinhaltet das Schreiben einer kleinen Syntax mit SPSS. Hierfür sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig, die Grundlagen zur Anwendung der Software werden im Rahmen des Seminars vermittelt und gemeinsam geübt. Gleichzeitig eignet sich das Seminar zum Auffrischen von SPSS-Vorkenntnissen.

Am Ende des Blockseminars sollen die Teilnehmenden sicher an die Analyse von Erwerbsarbeitsdaten herangehen können und erste Erfahrungen mit der Anwendung von SPSS gemacht haben. Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig.

Minimalanforderung: Lesen des Grundlagentextes, Bearbeitung von Aufgaben.

3 CP: Aufgaben zu SPSS-Basis-Kompetenzen bearbeiten + Datensatz suchen und beschreiben, was bei Interpretationen von Erwerbsarbeitsdaten aus diesem Datensatz zu beachten ist (Möglichkeiten und Grenzen DIESES Datensatzes)

6 CP: Aufgaben zu SPSS-Basis-Kompetenzen bearbeiten + Datensatz suchen und beschreiben, was bei Interpretationen von Erwerbsarbeitsdaten aus diesem Datensatz zu beachten ist (Möglichkeiten und Grenzen DIESES Datensatzes).
Außerdem studentisches Projekt in Gruppen: Einfache Fragestellung zur Erwerbsarbeit erdenken, Suchen eines geeigneten Datensatzes zur Beantwortung dieser Frage, Schreiben kurzer Syntax dazu. Zusätzlich soll das Projekt nachvollziehbar schriftlich ausgearbeitet werden (ca. 8 -10 Seiten).

Britta Busse
08-29-4-FEM-1-bTelefonische Befragungen
[Telephone Surveys]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 10:00 - 12:00 FVG W0060 (2 Teaching hours per week)

Zeiten: Das Seminar findet donnerstags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr im FVG, Raum W 0060 statt

Der Kurs vermittelt methodische Kenntnisse rund um telefonische Befragungen, vom Sampling über die Fragebogenkonstruktion bis hin zur Durchführung und Nachbearbeitung. Eine Sonderstellung wird hierbei dem Zweig der Mobilfunkbefragung eingeräumt. Am Ende des Seminars sollen die Teilnehmenden dafür sensibilisiert sein, Mode-spezifische Anforderungen an quantitative Befragungen (insbesondere telefonische) erkennen und entsprechende Lösungen entwickeln zu können.
Für eine erfolgreiche Teilnahme sind grundlegende Kenntnisse der quantitativen Methoden hilfreich.

Minimalanforderung: Lesen der Grundlagentexte, Bearbeitung von Aufgaben (Gruppenarbeit).

3 CP: Bearbeitung und Ergebnispräsentation einer Gruppenarbeit

6 CP: Bearbeitung und Ergebnispräsentation einer Gruppenarbeit + schriftliche Ausarbeitung zu einem Thema aus dem Bereich der telefonischen Befragungen (ca. 10 Seiten).

Britta Busse
08-29-4-FEM-1-dDatenanalyse mit R
[Data Analysis Using R]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 Teaching hours per week)

Das Seminar macht mit der Statistik- und Grafiksoftware R vertraut, die kostenfrei aus dem Internet geladen und genutzt werden kann.

R ist wegen seiner Vielfalt von Anwendungsfeldern, der Möglichkeit Ergebnisse ansprechend zu visualisieren und seiner großen User-Community (R macht Spaß – wenn man erst mal die Grundlagen kennt!) beliebt bei Anwendern, R-Kenntnisse sind zudem auch bei Arbeitgebern in Wissenschaft und Wirtschaft sehr gefragt.

Ziel des Seminars ist es, gängige sozialwissenschaftliche Datensätze (z.B. European Social Survey / ALLBUS) nutzen zu können und unter Begleitung erste Analysen zu eigenen Forschungsinteressen durchzuführen.

R-Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Statistik-Kentnisse auf dem Niveau von Statistik I sind von Vorteil.

Für das Arbeiten im Seminar ist ein Laptop mit Zugang zum Campus-WLAN notwendig.

Lena Dahlhaus, M.A.
08-29-4-FEM-1-hReplikationen empirischer Studien
[Replicating Empirical Studies]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 Teaching hours per week)

Als Folge des in wesentlichen Punkten gescheiterten Versuches zentrale Ergebnisse der Psychologie zu reproduzieren (Nosek et al. 2015) sowie der Publikation offenkundig unsinniger Resultate (Berm 2011) in dieser Disziplin, entstand eine generelle Debatte über Reproduzierbarkeit in den Sozialwissenschaften. Diese Debatte führte zu neuen Standards bezüglich der Transparenz von Daten und Analyseverfahren, die zunehmend öffentlich zugänglich gemacht werden, sowie der Pre-Registrierung von Studien. Insbesondere das Offenlegen und Teilen von Materialien ermöglicht es mit den in der BA-Grundausbildung erworbenen Kenntnissen eigenständig existierende Studien zu reproduzieren und (!) zu verbessern / zu ergänzen.

Der Kurs ist zweigeteilt. Im ersten Teil wird kurz die Problematik erläutert(„Warum stört es uns, wenn etwas nicht reproduzierbar ist?“ Wodurch kommt dies zustande?“) sowie deren Ausmaß in den Sozialwissenschaften („Betrifft das auch uns in der Soziologie?“ „Ja.“) diskutiert. Danach werden relevante Themen aus Statistik II (kurz) wiederholt sowie die Struktur empirischer Aufsätze kurz dargestellt. Im zweiten Teil werden in den Sitzungen eigene Replikationen durchgeführt und besprochen. Die zu replizierenden Texte können nach eigenem Interesse gewählt werden, es besteht die Möglichkeit gegebenenfalls unter Anleitung geeignete Studien zu finden/identifizieren.
Für sechs CP: Empirische Hausarbeit mit eigenständiger Replikation.
Für drei CP: Präsentation eigenständiger Replikation

Kursziele:
Vertiefung von in Statistik II erworbenen Kenntnissen
Verständnis der Bedeutung von Replikationen
Vertiefung / Erlangung von Kenntnissen über den wissenschaftlichen Publikationsprozess
Befähigung zum eigenständigen Verfassen empirischer (statistischer) Arbeiten

Literatur:
Berm, D. (2011): Feeling the future. Journ. of Pers. & Soc.Psy, Vol.100
Nosek, B. et. al.(2015): Estimating the reproducibility of psychological science. Science, Vol 349

Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-4-FEM-2-aGrundlagen Qualitativer Sozialforschung
[Basiscs of Qualitative Research]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
fortnightly (starts in week: 1) Tue 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 Teaching hours per week)

Die Veranstaltung bietet eine systematische und zugleich anwendungsbezogene Einführung in die qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Zu diesem Zweck führt die Veranstaltung zunächst in wissenschaftstheoretische Grundlagen, Forschungs-logik und allgemeine Prinzipien qualitativer Sozialforschung ein. Nach einem Überblick über die Stationen des qualitativen Forschungsprozesses wird dieser anhand verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren theoretisch und anhand praktischer Übungen nachvollzogen: Behandelt werden wichtige qualitative Erhebungsverfahren sowie ausgewählte Auswertungsverfahren (z.B. Grounded Theory, Qualitative Inhaltsanalyse). In den Übungen werden erste praktische Erfahrungen u.a. mit der Leitfadenkonstruktion und verschiedenen Interpretationsverfahren gesammelt und reflektiert. Angesprochen werden Fragen der Fallauswahl, des Feldzugangs und der Forschungsethik, der Verallgemeinerbarkeit und der Typenbildung.
Für diesen Kurs wird vorausgesetzt, die Vorlesung Methoden II erfolgreich abgeschlossen zu haben.


Möglicher CP-Erwerb:

• Regelmäßige Teilnahme und Lektüre der Basistexte
• 3 CP GS: Anfertigung von Lernprotokollen zu 4 Sitzungen
• 6 CP FEM-2: Wie für 3 CP plus schriftliche Ausarbeitung von ca. 6 Seiten


Literaturempfehlungen:

Keller, Reiner (2012): Das interpretative Paradigma. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. (Theorieorientierte Einführung, DGS-Lehrbuchpreis!)
Przyborski, Aglaja/Monika Wohlrab-Sahr (2013): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4., erweiterte Aufl. München: Oldenbourg. (Praxisorientierte Einführung, DGS-Lehrbuchpreis!)
Strübing, Jörg (2013): Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung für Studierende. München: Oldenbourg.

Theresa Manderscheid
08-29-4-FEM-2-bMen don´t care: Qualitative Auswertungsstrategien in der Geschlechtersoziologie
[Men do not Care: Qualitative Analysis in Gender Sociology]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Tue 14:00 - 16:00 UNICOM 3.0230 Seminarraum 3 (2 Teaching hours per week)

Das Forschungsseminar richtet sich an Studierende, die die Grundlagen der quantitativen und qualitativen Sozialforschung studiert und Interesse an einer Vertiefung qualitativer Auswertungsmethoden haben. Exemplarisch sollen das Codieren (angelehnt an die GTM) und die qualitative Inhaltsanalyse an Materialien zu einem gesellschaftspolitisch und soziologisch hochrelevanten Themenfeld angewendet werden: dem Verschwinden der Männer aus kümmernden Berufen.

Die Lehrveranstaltung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Abschnitt werden wir uns das theoretische und methodologische Handwerkszeug sowie einen Materialkorpus für Ihre kleinen Forschungsprojekte erarbeiten. Als Ausgangspunkt hierfür dienen theoretische Erklärungen und empirische Befunde zur Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt, die im Seminar vorgestellt und diskutiert werden. Der zweite Teil wird der Auswertung empirischer Daten gewidmet. Der erfolgreiche Abschluss sowohl der Vorlesung „Methoden 2“ als auch des Seminars „Grundlagen qualitativer Sozialforschung“ wird dringend empfohlen.

Lernziele:
· Grundlegendes Verständnis soziologischer Geschlechterforschung, besonders ihrer arbeitssoziologischen Variante
· Grundlegendes Verständnis der methodologischen Implikationen geschlechtersoziologischer Fragestellungen
· Vertiefte Fähigkeit, grundlegende Analysetechniken anzuwenden und zur Beantwortung konkreter Forschungsfragen heranzuziehen
· Vertiefte Fähigkeit, ein empirisches Forschungsprojekt zu konzipieren
· Vertiefte Fähigkeit, Ergebnisse eines empirischen Projekts fachlich adäquat schriftlich fixieren zu können

Dr. Sabine Ritter
08-29-4-FEM-2-cEthnomethodologie
Ethnomethodology]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
fortnightly (starts in week: 2) Tue 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 Teaching hours per week)

Die Veranstaltung bietet eine Einführung in die von Harold Garfinkel entwickelte Ethnomethodologie. Im Mittelpunkt dieser praktischen Forschungsrichtung der Soziologie steht die Frage, wie die gesellschaftliche Wirklichkeit und soziale Ordnungen hergestellt werden. Zentraler Forschungsgegenstand ist die fortwährende Herstellung sozialer Tatbestände durch Interaktionen und Handlungen im Alltag, Sinnzuschreibungen und Interpretationsleistungen.
Die Erarbeitung des Forschungsprozesses wird in Begleitung von praktischen Übungen stattfinden. Im Seminar werden hierzu auf der Basis von grundlegenden Texten Geschichte, Grundbegriffe und Annahmen der Ethnomethodologie erarbeitet und diskutiert. Ziel ist es, die Ethnomethodologie in der Forschungslandschaft zu verorten sowie einen Überblick über theoretische Referenzen und methodische Ansätze zu gewinnen.
Weiterhin sollen im Laufe des Semesters eigene kleine Forschungsaufträge durch die Studierenden durchgeführt werden, um das Verständnis des Untersuchungsansatzes zu vertiefen und die eigene praktische Anwendung reflektieren zu können. Das aktive Beobachten sozialer Phänomene in Alltagssituationen soll in Form von Beobachtungsprotokollen dokumentiert werden.

Hai Ha Nguyen
08-29-4-FEM-2-dDiskursanalyse - am Beispiel des Fremden, das von außen kommt: Invasivität von Menschen, Tieren und Pflanzen
[Discourse Analysis - concerning the Foreign from Outside: Invasiveness of People, Animals, and Plants]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 Teaching hours per week)

Additional dates:
Fri 08.07.22 10:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Das Fremde, das von außen kommt, wird deutlich häufiger normativ wahrgenommen, sei es als Bereicherung oder als Störung, als dass es wertneutral beschrieben wird. Diesem Phänomen werden wir uns in diesem Seminar widmen. Im Zentrum soll die Analyse der Verknüpfung des Diskurses zu sogenannten invasiven Pflanzen und Tieren mit dem Diskurs zu menschlichen Migrant*innen stehen.

Methodologische Grundlage wird die Wissenssoziologische Diskursanalyse (R. Keller) sein. Mit ihr als Werkzeugkasten wollen wir herausfinden, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es in der medialen Darstellung von Einwanderung von Menschen, Tieren und Pflanzen gibt.

Das Seminar ist als Forschungsseminar angelegt. In den ersten Sitzungen werden wir die WDA selbst kennenlernen, danach werden Sie in Arbeitsgruppen Materialkorpora (aus Printmedien) zusammenstellen und analysieren. Die ersten Ergebnisse Ihrer diskursanalytischen Untersuchungen präsentieren Sie bei einem Blockseminar Anfang Juli.

Termine: Mi, 20.4., 27.4., 4.5., 11.5., 18.5. und 20.7., jeweils 10-12 Uhr
Fr., 8.7., 10-16 Uhr / Sa., 9.7., 10-16 Uhr

Dr. Sabine Ritter
08-29-GS-31Forschungswerkstatt Mikrosoziologie
[Colloquium Qualitative Methods and Microsociology]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Additional dates:
Wed 25.05.22 09:00 - 17:00
Thu 16.06.22 09:00 - 17:00
Wed 20.07.22 09:00 - 17:00

Die Veranstaltung dient der Vorstellung und Diskussion aktueller Projekte und Abschlussarbeiten im Arbeitsgebiet Qualitative Methoden und Mikrosoziologie. Persönliche Anmeldung erforderlich.

Prof. Dr. Betina Hollstein
08-29-GS-32Multivariate Research Methods (in English)
[Multivariate Forschungsmethoden]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Thu 12:00 - 14:00 SFG 2060 (2 Teaching hours per week)

This course will provide an introduction to the logic of statistical control and multivariate statistical models, as they are commonly applied in the social science disciplines. It will emphasize the understanding of statistical concepts and the usage of statistics rather than mathematical formulas. The goals are to enhance the students’ awareness of various methods in design and analysis of various social science problems, introduce students to different methods and techniques for analyzing quantitative data, develop the skills necessary to critically evaluate published work in social sciences, develop students’ skills in modelling and carrying out their own research, learn how to interpret results of statistical analyses, and guide and prepare students for more advanced courses in statistical methods.

Prof. Sonja Drobnic

Praxisrelevanz und Berufsorientierung

Course numberTitle of eventLecturer
08-29-GS-40Sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen (Teil 2) – Soziologie trifft Psychologie: Aspekte der Zukunft von Arbeit für eine vertiefende Befassung
[English: Acting socially sustainably in organisations (part 2) – Sociology meets Psychology: Aspects of the future of work for in-depth consideration]

Seminar (Teaching)
ECTS: 3/6

Dates:
fortnightly (starts in week: 1) Tue 17:00 - 20:30 SFG 0140 (2 Teaching hours per week)

Forschung zur Nachhaltigkeit nimmt Makro-, Meso- oder Mikrophänomene in den Blick. Während Politik und Soziologie oft die Makro- und Mesoebene interessiert, setzt dieses praxisorientierte Trainingsseminar zum sozial nachhaltigen Handeln in Organisationen an der Schnittstelle von Soziologie und Psychologie v.a. an der Mikroebene an – bei der Arbeit und den in Organisationen handelnden Menschen.

In diesem Sommersemester stehen Themen im Zentrum, die ein vertieftes Verständnis von Aspekten befördern, die für die sich aktuell entfaltende Zukunft der Arbeitswelt als wichtig erkannt werden. Es wird erkundet, wie man diesbezüglich „sozial nachhaltig“ handeln könnte und sollte.
Inhalte werden von Studierenden nach eigenem Interesse aus einem Themenspektrum ausgewählt und so aufbereitet, dass sie im Seminar im Format von „Workshops“ eingeführt und interaktiv im Plenum reflektiert werden können. Dem Anwendungsfokus für General Studis folgend, liegt der Schwerpunkt hierbei auf einer erfahrungszentrierten Didaktik sowie der Reflexion für eigenes Handeln, auch für die studentischen Beiträge; basierend auf Erkenntnissen über Lernen in Gruppen gemäß der Themenzentrierten Interaktion (Cohn): Vorbereitendes Einlesen der Teilnehmenden, kurze Inputs und dann v.a. die Förderung von Aktivitäten Teilnehmender greifen am Thema ineinander. Vertiefend erfolgt eine studentische Felderkundung zum gewählten Thema mit qualitativen Interviewmethoden, woraus im Rahmen des Seminars – ergänzend zur theoretischen Bearbeitung – Ergebnisse vorgestellt werden.
Themenspektrum: Identität und Arbeit, agile Arbeitsformen, Vertrauenskultur und Psychologisches Empowerment, digitale Transformation und Gender, Homeoffice und Work-Life-Blending, Remote Leadership, Diversity Management, etc. (Auswahl gemäß Interesse der Teilnehmenden). Bereitschaft zur aktiven Teilnahme inkl. Reflexion und Interaktion in den Workshops wird vorausgesetzt. Übergreifend reflektiert werden auch überfachliche Anforderungen für die Zukunft der Arbeit in angestrebten Berufsfeldern.

Alle Teile dieser General Studies Reihe sind so konzipiert, dass sie sowohl einzeln studiert werden können als auch einander ergänzend. Konzipiert für Studierende ab dem 3. Semester, jedoch offen ab 1. Semester bei Interesse an Psychologie und Soziologie in der Arbeitswelt. Studierende anderer Fachrichtungen sowie Erasmus-Studierende sind willkommen. Als Trainingskurs begrenzt auf 20 Teilnehmende (darum Verbindlichkeit bitte).

2 SWS: 14-tägig, beginnend in der 1. Semesterwoche, 3,5-stündig (s.t.!), Dienstag von 17-20.30 Uhr in 7 Workshops. Bitte verbindliche Anmeldung via Stud.IP; alle Unterlagen dort.

Literatur
Cohn, R. (1975). Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion. Stuttgart.
Meyerhuber, S. (2012). Soziale Nachhaltigkeit im Spannungsfeld postmoderner Arbeit. In H. Molter, R. Schindler & A. v. Schlippe, Vom Gegenwind zum Aufwind. Göttingen.
Carvahlo, Maria da Garca (2020). Report on closing the digital gender gap: women’s participation in the digital economy (2019/2168(INI)). European Parliament A9-0232/2020.

Leistungsanforderung / CP
Erarbeitung eines interaktiven Workshops und dessen Dokumentation in studentischer Kleingruppe inkl. Felderkundung mit Bericht zum gewählten Thema. Ziel: 6/3 Credit Points.

Dr. Sylke Meyerhuber
08-29-GS-41Psychologische Einsichten für Kurzentschlossen
[ Psychological insights for attendees on short notice]

Seminar (Teaching)
ECTS: 2

Dates:
fortnightly (starts in week: 2) Tue 17:15 - 18:45 SFG 0140 (1 Teaching hours per week)

Worum würdest Du als Soziolog*in die interdisziplinär angelegte Sozial- und Arbeitspsychologie resp. ihre Forschungsergebnisse gern befragen? Bspw: „Stimmt es, dass Macht korrumpiert, ist das belegt?“ „Ist das nur Gelaber, oder sind Beteiligungsverfahren wirklich wichtig, um Dinge in Stadt-teilen oder auch in Organisationen Dinge umzusetzen?“ „Warum läuft es in manchen Gruppe sehr lebendig und belebend, während man sich in anderen Gruppen total überflüssig fühlt oder quasi ins Koma fällt?“ „Stimmt es, dass Stress Krebs auslösen kann?“ „Kann psychische Gewalt tatsächlich schädigend wirken, da eben nicht physisch angewandt?“ „Wie funktioniert menschliche Wahrneh-mung, bspw. bei Zeugenaussagen?“ „Verändert sich das Gehirn von Menschen durch den Ge-brauch digitaler Geräte?“ „Welche Beratungsansätze gibt es und worauf basieren sie fachlich?“ „Wie funktioniert ein Assessment-Center“, u.v.m. Diese oder andere spannende Fragen der Teil-nehmenden können mittels psychologischer Studienergebnisse reflektiert werden.
Leistungsnachweis: Es kann ein unbenoteter General Studis Schein für 2 CP erworben werden. Hierfür werden alternativ eine mündliche und schriftliche Option angeboten. Auch Teilnahme ohne Scheinerwerb bei Interesse und aktiver Teilnahme willkommen.

Referenzen
Meyerhuber, Sylke (2013). Wie ein Frosch in der Sahne. Identität im organisationalen Wandel am Beispiel eines unterneh-mensseitig angestoßenen Ausscheidens aus dem bisherigen Berufsleben (Fallstudie). Journal für Psychologie, Jg. 21-3, 1-62. https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/306
DOI: 10.13140/RG.2.2.33692.21127

Meyerhuber, Sylke (2020). 'Active Listening' as a Key Competence in Intercultural Communication Education. An academic classroom example with conceptual and theoretical embedding. In: Journal of Linguistic and Intercultural Educa-tion JoLie 2019(2), pp. 91-114; open access ISSN: 2065-6599.
Meyerhuber, Sylke (2020). Deconstructing impoliteness in professional discourse: The social psychology of workplace mob-bing. A cross-disciplinary contribution with conclusions for the intercultural workplace. In Lodz Papers in Pragmat-ics, Special Issue on (in)tolerance and (in)civility in public discourse from interdisciplinary perspectives. , Band 16 Heft 2, S. 235-264. DOI: https://doi.org/10.1515/lpp-2020-0011 Download bei DeGruyter: https://www.degruyter.com/journal/key/LPP/16/2/html

Meyerhuber, Sylke (Hrsg.)(2021). Sozial nachhaltiges Handeln in der Online-Kommunikation und -kooperation? Langzeitli-ches Homeoffice – Konfliktpotenziale und Lösungsansätze in digitalen Gruppen sowie für deren Leitung. For-schungsbericht. artec-paper Nr. 228. Bremen: artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit. ISSN: 1613-4907. https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/sites/artec/Publikationen/artec_Paper/228_paper.pdf

Dr. Sylke Meyerhuber

General Studies Angebot aus dem Fachbereich 8 / Sozialwissenschaften

Course numberTitle of eventLecturer
08-350-GS1International Colloquium: Scientific Writing for Master Students (in English)

Blockveranstaltung (Teaching)

Additional dates:
Fri 06.05.22 14:00 - 17:00 UNICOM 3.3380
Fri 24.06.22 14:00 - 17:00 UNICOM 3.3390
Fri 15.07.22 14:00 - 17:00 UNICOM 3.3380
Dr. Ruth Abramowski
08-zsp-GS-1003Welche beruflichen Perspektiven bieten sich für Geistes- und Sozialwissenschaftler:innen außerhalb der Wissenschaft und Forschung?
Which career prospects for social scientists open up beyond science and research?

Seminar (Teaching)
ECTS: 6

Dates:
weekly (starts in week: 3) Wed 16:00 - 18:00 GW2 B1580 (2 Teaching hours per week)

Die Frage, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen könnte, lässt sich für Studierende der Sozialwissenschaften nicht so einfach beantworten. Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und orientiert sich sehr stark an den individuellen Interessen und Fähigkeiten. Daher ist es ein persönlicher Lernprozess, eigene berufliche Vorstellungen zu entwickeln.

Das Seminar richtet sich im Sommersemester 2022 an Masterstudierenden sowie an Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer*innen zu ermutigen, die eigenen Stärken zu ermitteln und herauszufinden, welche Tätigkeitsfelder das persönliche Interesse wecken. Häufig bieten Neigungen, Überzeugungen und Werte eine hilfreiche Orientierung. Zudem soll der Kurs aufzeigen, wie die beruflichen Ziele erreicht werden können.

Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Denn Sozialwissenschaftler*innen werden von Unternehmen, Organisationen und Institutionen selten gezielt gesucht. Da sie häufig mit Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Gesundheitswissenschaftler*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Jurist(en)innen konkurrieren, wird geübt berufliche Netzwerke aufzubauen und den versteckten Arbeitsmarkt in den Blick zu nehmen.

Es werden Berufspraktiker*innen aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern eingeladen. Sie geben Einblicke in ihren beruflichen Alltag und berichten über ihren beruflichen Werdegang.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1004Praxisnacht des Fachbereichs Sozialwissenschaften (FB 8)
Einblicke und Berichte

Blockeinheit (Teaching)

Additional dates:
Thu 12.05.22 16:00 - 22:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Thu 12.05.22 18:00 - 22:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Thu 12.05.22 18:00 - 22:00 GW2 B2860 VIP (VIP-Raum)
Thu 12.05.22 18:00 - 22:00 GW2 B2880
Thu 12.05.22 18:00 - 22:00 GW2 B2900
Thu 12.05.22 18:00 - 22:00 GW2 B2890

Die "Praxisnacht des FB 8 - Berichte und Einblicke" findet am Donnertag, den 12. Mai 2022 zum vierten Mal statt - nach einer vierjährigen pandemiebedingen Pause. Die Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge sind herzlich dazu eingeladen.

Die Praxisnacht startet um 18 Uhr im GW2 Raum B3009. Ab 18:25 Uhr finden drei Forenblöcke mit jeweils vier verschiedenen Themenforen statt. Melden Sie sich an und laden Sie sich das Programm der Praxisnacht einfach unter dem Reiter "Dateien" herunter.

34 Ehemalige des FB 8 geben Einblicke in vielfältige Tätigkeitsfelder für Sozialwissenschaftler*innen und berichten über Wege in die berufliche Praxis. Manche haben gerade den Berufseinstieg geschafft, andere sind schon länger im Job. Einige haben ihren Traumjob gefunden, andere sind noch auf der Suche. Und „alte Hasen“ mit langjähriger Berufserfahrung sind ebenfalls dabei.

Ganz konkret berichten die geladenen Alumni beispielsweise über ihren beruflichen Alltag im Bereich Public Relations, Verlagswesen, Quartiersentwicklung, Change-Management und Personaldienstleistung. Sie haben ihren Traumjob in der öffentlichen Verwaltung, der Politik, bei Nichtregierungsorganisationen und Interessensverbänden gefunden. Engagieren sich in Vereinen, Verbänden und Planungsbüros für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Sind in sozialen Einrichtungen tätig und setzen sich für Bildung und Menschenrechte ein.

Michael Thiele
Dr. Alla Keuten
Dr. Ute Volkmann
Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
Dr. Jan Ulrich Büttner
Dr. Mandy Boehnke
Sebastian Fehrler
Caterina Bonora
08-zsp-GS-1008Freiwilliges zivilgesellschaftliches Engagement (Begleitseminar zum studentischen Ehrenamt)
Voluntary commitment in the realm of civil society (Tutorial to students´volunteering)

Seminar (Teaching)
ECTS: 3

Additional dates:
Fri 29.04.22 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Der Fachbereich Sozialwissenschaften (FB 08) fördert das studentische Ehrenamt, da das zivilgesellschaftlichen Engagement zunehmend an Bedeutung für das Gemeinwohl gewinnt. Die Motivation von Studierenden, sich beispielsweise sinnstiftend für andere Menschen einzusetzen, politisch Einfluß zu nehmen, gesellschaftliche Partzipationsprozesse mitzugestalten oder einen humanitären Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, soll somit gewürdigt werden.

Außerdem bietet das freiwilligen Engagement die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlangen, die nützlich für die berufliche Orientierung oder für den Berufseinstieg sein können.

Teilnehmen können Studierende, die sich bereits ehrenamtlich engagieren oder ein zivilgesellschaftliches Engagment planen. Das bereits ausgeübte Ehrenamt wird zu Beginn der Veranstaltung angemeldet. Die Genehmigung erfolgt, wenn das Engagement den Anforderungen entspricht. Ehrenämter, die in der Vergangenheit ausgeübt wurden, können nicht nachträglich anerkannt werden. Zudem ist das Engagement in politischen Parteien von der Anerkennung ausgenommen.

Studierende, die gerne eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben möchten, werden im Begleitseminar bei der Suche nach einer passenden Einrichtung, Organisation oder Initiative unterstützt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Freiwilligen Agentur Bremen statt.

Der Einsatz bei einer entsprechenden Einrichung wird mit drei CP gewürdigt, wenn 90 Stunden innerhalb eines Jahres geleistet und von der Einrichtung bescheinigt wurden. Anforderung ist zudem einen Reflexionsbericht zu verfassen.

Dieses Begleitseminar richtet sich ausschließlich an Studierende im FB 08. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Am 29.04.2022 werden die Leistungsanforderungen erläutern.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1009Freiwilliges Engagement im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" der Freiwilligen-Agentur Bremen
Balou and you - Volunteer work - Volunteer Bureau Bremen

Arbeitsvorhaben (Teaching)
ECTS: 6

Additional dates:
Mon 02.05.22 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Wer möchte sich gerne verantwortungsvoll für ein Kind im Grundschulalter engagieren? Im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" erhalten Studierende die Möglichkeit, als Paten, einmal in der Woche, ehrenamtlich, Zeit mit einem Schulkind zu verbringen. Diese Paten bzw. Balus bringen Bewegung und Abwechslung in den konkreten Alltag der Patenkinder bzw. Moglis. Balu und Mogli treffen sich zuverlässig über einen Zeitraum von einen Jahr.

Für Moglis ist es eine ganz besondere Gelegenheit eine etwas andere Welt kennenzulernen. Durch die Freundschaft mit ihrem Balu entsteht häufig ein Entwicklungsschub. Sie wirken in der Schule konzentrierte, offener und konfliktfähiger.

Das bundesweite Mentorenprogramm "Balu und Du" besteht seit 2002. Menschen an 70 Standorten in Deutschland engagieren sich dafür, dass es Kindern in besonderen Lebenslagen besser geht. Seit 2008 wird das Konzept des Mentorenprogramms von der Freiwilligen-Agentur Bremen umgesetzt.

Der Fachbereich Sozialwissenschaften fördert das ehrenamtliche Engagement von Studierenden, insbesondere im Rahmen des Mentorenprogramm. Daher besteht eine Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur Bremen.

Das Begleitseminar dient der Supervision sowie der Vor- und Nachbereitung der Patinnen und Paten für die anspruchvolle Rolle des Balus. Die geplanten Supervisionstermine finden in der Freiwilligen-Agentur Bremen, Dammweg 18-20, 28211 Bremen statt.

Der Veranstaltungsort für die Auftaktveranstaltung am 02.05.2022 ist die Universität Bremen oder die Freiwilligen-Agentur Bremen, Dammweg 18-20, 28211 Bremen. Die Auswahl- und Informationsgespräche können bereits vor der Auftaktveranstaltung mit Claudia Fantz vereinbart werden.

Claudia Fantz
08-zsp-GS-1010Engagiere dich! Freiwilliges Engagement für und mit Bremer Grundschulkindern bei den climb-Lernferien (der gemeinnützigen CLIMB GmbH)
Get involved! Voluntary commitment for and with primary school children at the climb-Lernferien (of the non-profit CLIMB GmbH)

Arbeitsvorhaben (Teaching)
ECTS: 3

Additional dates:
Fri 03.06.22 12:00 - 14:00 Altes Pumpwerk, Salzburger Straße 12, 28219 Bremen
Fri 01.07.22 12:00 - 14:00 Altes Pumpwerk, Salzburger Straße 12, 28219 Bremen

Bei den climb-Lernferien lernen armutsgefährdete Grundschulkinder und Studierende in den Schulferien zwei Wochen lang in den Räumen einer Grundschule von- und miteinander. Die Lernferien finden vom 18.07. bis 29.07.2022 (Sommerferien) und 17.10. bis 28.10.2022 (Herbstferien) an drei bis vier Grundschule in Bremen statt. Die Teilnehmer*innen entscheiden sich jeweils für eine Ferienzeit. Es wird empfohlen, insbesondere bei Interesse an den Lernferien im Herbst, frühzeitig mit Judith Thorwart Kontakt aufzunehmen - unter dieser E-Mail-Adresse: thorwart@climb-lernferien.de.

Die Teilnehmer*innen schlüpfen in die Rolle eines:r climb-Lehrer:in und arbeiten intensiv in einem 3er-Team zusammen. Zur Vorbereitung auf die Rolle der*s climb-Lehrer:in finden zwei Wochenend-Workshops statt - für die Sommerferien vom 08.07. bis 10.07.2022 sowie vom 15.07. bis 17.07.2022.

Das 1. Vorbereitungswochende der Lernferien im Herbst findet vom 07.10. bis 09.10.2022 statt und das 2. Vorbereitungstreffen am 15.10./ 16.10.2022. Im Anschluss an die Lernferien sind jeweils gemeinsame Abschlussreflexion geplant - am 05.08.2022 oder 19.08.2022 (Sommerferienabschluss) und am 28.10.2022 (Herbstferienabschluss).

climb bietet den climb-Lehrer*innen einen Raum, die eigenen Stärken zu entdecken und zu entwickeln. Außerdem wird der ganz persönliche Umgang mit Herausforderungen geübt und die Möglichkeit sich als Führungskraft auszuprobieren – und zwar, in dem du Kinder für das Lernen begeisterst.

Darum geht es: Im Team vor der Klasse stehen, Unterricht planen, Projekte durchführen, auf Ausflüge gehen und vieles mehr. Nach einer intensiven Vorbereitung ermöglichst du zweiwöchige, schlaue Ferien für Grundschüler und nimmst an unserem Weiterbildungsprogramm teil. Du wirst dabei professionell begleitet, bekommst Feedback und viel Raum zum ausprobieren und reflektieren.

Die Auftaktveranstaltungen für die Lernferien in den Sommerferien finden am 03.06. und 01.07. 2022 jeweils von 12:00 bis 14:00 Uhr statt. Dort erfährst du mehr über climb, lernst Details zur Teilnahme kennen und beschäftigst dich in einem Workshop mit deinen Stärken und der Frage “Was kann ich eigentlich richtig gut?”.

Judith Thorwart (Lehrbeauftragte)
08-zsp-GS-1011Vorstellung des Projektes "Be oK - Berufsorientierung und Lebensplanung ohne Klischees" der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichstellung der Frau

Blockveranstaltung (Teaching)
ECTS: 1-3

Additional dates:
Fri 20.05.22 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Hartnäckige Geschlechterklischees bestimmen nach wie vor unser gesellschaftliches Zusammenleben und beeinflussen dabei nicht unwesentlich auch die Berufs- und Studienwahl junger Menschen. „Be oK“ sensibilisiert Schüler:innen im Rahmen von Erlebnis-Projekttagen an Schulen (6. und 7. Klassen) mit verschiedenen Modulen für Geschlechterstereotype. Das Projekt zielt auf eine breite Interessen- und Stärkenfindung junger Menschen ab, die es ihnen ermöglicht, individuell und vorurteilsfrei einen Berufsweg zu wählen. Durchführende Stelle ist die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau, Büro Bremerhaven, Berufsorientierung und Mädchenarbeit.
Die Zentralstelle möchte Sie für die Moderation von zwei „Be oK“ Modulen gewinnen: „klischeefrei-Labor“ (M2) befasst sich mit Stereotypen in Sprache und im sozialen Miteinander, Positionswechsel, der Auseinandersetzung mit Vorurteilen und einer mögliche „Firewall“. Das Modul „wert.voll.gesund“ (M5) hat Lebenswerte, die eigene Gesundheit und die Kosten das Lebens im Fokus.
Sie arbeiten in engem Austausch in einem Team mit erfahrenen Pädagog:innen und erhalten das Handwerkszeug für die methodisch-didaktische Umsetzung dieser Lerneinheiten. Die Moderationsschulung findet im Team mit erfahrenen Pädagog:innen statt. Es sind max. 12 Projektwochen mit Schüler:innen der 6. und 7. Klassen geplant und werden zwischen März und Oktober 2022 durchgeführt. Eine aktive Teilnahme ab Juni 2022 wäre wünschenswert.
Falls Sie sich als Moderator:in an den "Be oK" Projektwochen an Schulen engagieren möchten, würdigt das Zentrum Studium und Praxis (Praxisbüro des FB 08) Ihr Engagement mit 1 bis 3 Kreditpunkten (CP). Voraussetzung ist, dass Sie sich mit einem Umfang von 30 bis 90 Stunden als Moderator:in einbringen – Moderationsfortbildung eingeschlossen. Zudem müssten Sie einen Reflexionsbericht verfassen. Bitte wenden Sie sich an Birgit Ennen bennen@uni-bremen.de um ihr Engagement anzumelden.

Ergänzende Informationen erhalten Sie hier: www.be-ok.de Anfragen bitte an beok@frauen.bremen.de.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1012Storytelling
Onlinejournalism - credibility and ethics of writing in times of fake news and press crisis

Blockveranstaltung (Teaching)
ECTS: 3

Additional dates:
Sat 11.06.22 - Sun 12.06.22 (Sun, Sat) 10:00 - 16:00 GW2 B2890
Sat 25.06.22 - Sun 26.06.22 (Sun, Sat) 10:00 - 16:00 GW2 B2890

Storytelling ist zu einem wichtigen Instrument der Kommunikation, der Präsentation und damit des Erfolgs geworden. Teambesprechungen, Projektplanung, Bewerbungsgespräch, Problemlösungen – die Bereiche, in denen Storytelling angewandt wird, sind so vielfältig wie die möglichen Inhalte einer Story. Der Aufbau einer guten Geschichte allerdings ist immer gleich. Wer diese Struktur beherrscht, begeistert und überzeugt seine Zuhörer. Wie erzähle ich eine Geschichte, wie erreiche ich meine Zielgruppe, wo setze ich Storytelling ein? Mit praktischen Übungen von der Selbstpräsentation über die Filmanalyse und das Texten bis zum eigenen Sprechen sowie fundiertem Hintergrundwissen liefert das Seminar Storytelling das perfekte Handwerkszeug für den Erfolg der eigenen Geschichte.

Helmut Stapel
08-zsp-GS-1014Public Relations für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft
Public relations for politics, cultural and social awareness, environment and economy

Seminar (Teaching)
ECTS: 3

Dates:
weekly (starts in week: 1) Mon 16:00 - 18:00 SFG 2060 (2 Teaching hours per week)

Welche Fähigkeiten muss ein PR-Redakteur*in haben? Wie sieht der Arbeitsalltag eines*r Pressesprechers*in in der Politik aus? Unterscheidet sich die Öffentlichkeitsarbeit eines Theaters von der eines Unternehmens? Diese und viele weitere Fragen rund um die Berufsfelder der Public Relations werden wir im Verlauf des Seminars gemeinsam stellen und beantworten.

Dieses Seminar richtet sich ausschliesslich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Teamarbeit und zur Einhaltung von Vereinbarungen. Am 25.04.2022 werden die Regeln fuer die Teilnahme und die Leistungsanforderungen vereinbart.

Am 02.05.2022 werden die Teams gebildet, die die Aufgabe erhalten jeweils ein inhaltliches Thema zu bearbeiten. Ergänzend dazu werden Interviews mit Experten aus der Praxis geführt. Die Arbeitsergebnisse der Teams werden dem Plenum anschaulich vermittelt. Fuer ihren Vortrag erhalten die Teams ein ausführliches Feedback. Für die zweite Haelfte der Veranstaltungszeit ist eine Exkursion in einem Betrieb oder einer Organisation vorgesehen.

Christoph Sodemann
08-zsp-GS-1015Projektmanagement - notwendiges Übel oder hilfreiches Instrument?
Project Management - a necessary evil or a helpful instrument?

Seminar (Teaching)
ECTS: 3

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:00 - 12:00 GW2 B2880 (2 Teaching hours per week)

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Zahlreiche Aufgaben in Organisationen der Wirtschaft, des Non-Profit-Bereichs und des öffentlichen Sektors werden heute zunehmend im Rahmen von Projekten erledigt. Zudem schließen sich immer mehr Freelancer unterschiedlicher Fachkompetenz zu flexiblen Projektteams zusammen, um größere Aufträge zu bearbeiten.

Aber was ist ein Projekt konkret? Wie geht man bei der Planung und Organisation von Projekten vor? Welche Faktoren beeinflussen den erfolgreichen Verlauf und Abschluss eines Projektes? Was kann ich persönlich für den Erfolg eines eigenen Projektes tun – in der Rolle als ProjektplanerIn, als ProjektleiterIn, als fachkompetentes Mitglied in einem Projektteam?

Während der Veranstaltung erlangen Sie fundiertes Wissen für die Planung, Organisation und Durchführung von Projekten. Sie lernen die grundsätzliche Vorgehensweise und verschiedenen Instrumente der Projektplanung und -steuerung kennen und wenden die erlernten Instrumente an praktischen Fallbeispielen an. Darüber hinaus werden Sie für das Umfeld von Projekten sensibilisiert.
Neben den harten Faktoren geht es in der Veranstaltung auch um die weichen, d.h. um die menschliche Seite in Projekten. Wie setzt man ein Projektteam optimal zusammen und gestaltet die Teamarbeit erfolgreich? Was macht eine gute Projektleitung aus? Wie kann man ein Team im Projektverlauf immer wieder motivieren und Konflikten vorbeugen? Und wenn Konflikte aufkommen, wie können sie wirkungsvoll gelöst werden?

Alle diese Fragestellungen werden in der Veranstaltung behandelt. Die Teilnehmer*innen erhalten das Rüstzeug für einen selbstsicheren Umgang mit Projekten und können so ihre eigene Rolle in künftigen Projekten im Studium und in der Arbeitswelt besser finden und ausfüllen.

Das Seminar richtet sich an Studierende, die das 3. Fachsemester abgeschlossen haben.

Diana Quade
08-zsp-GS-1016Live-Kommunikation: Events und Messe im Kontext fairer Handel, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Live communication: Events and trade fairs in the context of fair trade, sustainable development and economic cooperation. With the specificity of the worldwide "legacies" of Corona"
Achtung!!!!!!!!!!!!!! Die Veranstaltung entfällt.

Blockveranstaltung (Teaching)
ECTS: 3

Eine neue Eventlandschaft durch Pandemie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Events und damit auch Messen haben in den letzten Jahren etliche Bereicherungen, aber auch Veränderungen erfahren. Mit dem Einzug der sozialen Medien ist der gesamte Marketing-Sektor unwiderruflich verändert worden. Was „gestern“ noch als gesetzt galt, war am nächsten Tag hinfällig. Die Anzahl der Kommunikationskanäle überstiegen von jetzt auf gleich, alles bis dahin Vorstellbare. Die Digitalisierung setzte deutliche „Duftspuren“.

Live-Kommunikation, kann immer noch als recht „junges Tool“ im Kommunikationsmix gesehen werden und wurde aktuell durch die weltweite Pandemie hart auf die Probe gestellt. Hinzu kommt, dass das persönliche, soziale Gewissen der Konsumenten sich zunehmend für Nachhaltigkeit begann zu sensibilisieren und damit sich der Content ebenfalls immer stärker anfing anzupassen. Afrika, Asien, Südamerika wurden als Entwicklungsregionen bewusster wahrgenommen. Somit gab und gibt es auch neue, andere Narrative, die erzählt werden. Was für Hindernisse müssen die Unternehmen und Ausstellern beseitigen, damit sie auf die Messen, hier in Europa, insbesondere im Messeland Deutschland erfolgreich auftreten können? Was wird ihnen abverlangt und was können sie bereichernd mitnehmen?

Was ist eine spannende Story, was sind passende Messen, welche Events mit welchen Inhalten holen die Teilnehmer und Besucher angemessen ab und wirken wahrhaft? Die Corona-Krise hat die Branche noch einmal mehr herausgefordert. März 2020! Alle Messen und Events wurden abgesagt, Umsatz gleich NULL. Wie der Phönix aus der Asche erwachte innerhalb von Tagen die virtuelle Messe, das virtuelle Event aus dem Dornröschenschlaf. Was gestern noch als zu wenig emotional, zu wenig sinnlich in den Schubladen lag oder mit zu wenig „Haptik“ ausgestattet war, stieg selbstbewusst mit viel Verve aufs prominente Podest und war „wie durch ein Brennglas betrachtet“ allgegenwärtig. Aber kann die virtuelle Messe diese Erwartungen auch nachhaltig erfüllen? Wie sehen die neuen Formate aus, die neue „Normalität“ und welche Erfahrungen sind bereits aussagefähig? Analoge, online und hybride Formate stehen jetzt in der Planung zur Verfügung.

Dieses Seminar lädt ein, sich mit Hintergrundwissen für die Praxis auszustatten, sich mit Beispielen aus der Praxis und belastbarer Theorie die Grundlagen für das eigene Handeln abzuholen. Von Analyse, über Inszenierung und Konzeption bis Storytelling und Wirkungsprüfung wird an authentischen und erlebnisreichen Lösungsideen gearbeitet und das eigene Handeln, aus der Teamarbeit, reflektiert.

Frank Ernst Willy Fromme
08-zsp-GS-1017Public Transport Lab: Ein Fahrplan für die Bremer Verkehrswende? Wie ein Mobilitäts- oder Verkehrswendegesetz für Bremen aussehen könnte.
Achtung! Veranstaltung entfällt?

Seminar (Teaching)
ECTS: 3

Diese Veranstaltung entfällt! Das Public Transport Lab geht in eine neue Runde! Hierbei handelt es wieder um ein Seminar.
Im vergangenen Bremer Landtagswahlkampf war der Verkehr das beherrschende Thema. Das Bekenntnis der neu gewählten Bremer Landesregierung zur Verkehrswende und einer autofreien Innenstadt sorgte daraufhin für überregionale Aufmerksamkeit. Von der Aufbruchsstimmung dieser Zeit, ist zweieinhalb Jahre später wenig zu spüren. Projekte brauchen länger als erwartet oder werden durch Streitigkeiten der Koalitionspartner ausgebremst. Es wirkt so, als ob der Wahlkampf für die kommende Landtagswahl vorzeitig begonnen habe. Dabei gibt es auch Fortschritte zu vermelden. Alle Koalitionspartner haben sich zu einem fahrscheinfreien, angebotserweiterten Nahverkehr bekannt und es sind zumindest erste Bemühungen um eine globalere Perspektive auf das Thema zu erkennen: Grüne und Linke fordern ein Mobilitätsgesetz nach dem Berliner Vorbild. Im nunmehr 4. Public Transport Lab wollen wir uns anhand der Erfahrungen in Berlin und dem Input Bremer Akteure anschauen, welche Vorteile ein Mobilitätsgesetz für Bremen haben könnte und wie ein darin geregelter "Fahrplan für die Verkehrswende" aussehen könnte.

Wolfgang Geißler
08-zsp-GS-1024Wie geht gute Klimakommunikation?
How does good climate communication work?

Blockveranstaltung (Teaching)
ECTS: 1

Additional dates:
Sat 23.04.22 14:00 - 18:00 GW2 B2900
Sun 24.04.22 10:00 - 14:00 GW2 B2900

Kennt ihr das? Da will man andere überzeugen, das Klima zu retten und erntet nur Kopfschütteln oder Unverständnis. Oder teils vielleicht sogar berechtigte Kritik, die uns sprachlos macht.

Gute Klimakommunikation heißt auch Zuhören. Gute Klimakommunikation heißt, sich der Zielgruppe oder Person bewusst zu sein, die man ansprechen will und des Ziels: will man Falschinformationen klarstellen, Menschen berühren oder zum Handeln bewegen (und wenn ja, zu welchem Handeln)? Emotionen haben eine größere Bedeutung als Fakten. Gleichzeitig wollen wir faktenbasiert handeln. Wie kriegen wir es hin, dröge Fakten verständlich rüber zu bringen? Und wann brauchen wir überhaupt Fakten und wann nicht? Positive Visionen, Co-Benefits (also Vorteile vom klimafreundlichen Handeln jenseits von Klimaschutz wie z.B. Freude und Fitness beim Radfahren) und Handlungsoptionen motivieren meist mehr zum Handeln als (leider nicht unrealistische) Schreckens-Szenarien. Und dann ist da noch diese zwischenmenschliche Chemie, die eine verdammt große Rolle spielt ...

Nach einem kurzen Input zum Thema wollen wir anhand selbstgewählter Ziele und Zielgruppen praktische Beispiele guter Klimakommunikation entwickeln bzw. die eigene Praxis reflektieren und ggf. weiterentwickeln.

Dr. Christian Gutsche (Lehrbeauftragter)

General Studies Angebot anderer Fächer

Course numberTitle of eventLecturer
SZHB 0615English for Students of European Labour Studies and Social Politics (M.A.) (C1.1)
Eingangsniveau: B2.3

Kurs (Teaching)
ECTS: 6

Dates:
weekly (starts in week: 1) Wed 10:15 - 11:45 GW2 A3060 (2 Teaching hours per week)


Christof Dieterle