Zum Hauptinhalt springen

Arbeitshilfen für Studierende

Arbeitshilfen für Studierende der Mediävistik

Liste der bibliographischen Hilfsmittel des Arbeitsgebiets "Literatur des Mittelalters und des Humanismus"

I. Allgemein

  • Raabe, P.: Einführung in die Bücherkunde zur deutschen Literaturwissenschaft, Stuttgart 101984, (SM I)
  • Hansel, J.: Bücherkunde für Germanisten. Wie sammelt man das Schrifttum nach dem neuesten Forschungsstand? Berlin 1959 [aktualisierte Studienausgabe in 9. Aufl. bearb. von L. Tschakert, 1991]
  • Blinn, H.: Informationshandbuch Deutsche Literaturwissenschaft, Frankfurt a.M. 31994 (Fischer Tb. 12588)

Ausgangspunkt (Ermittlung des neueren Forschungsstands):

  • Germanistik. Internationales Referentenorgan mit bibliographischen Hinweisen I (1960 ff.)

Ferner:

  • Jahresbericht über die Erscheinungen auf dem Gebiete der germanischen Philologie 1-42 (1880-1923) [für 1879-1920]; N.F., 1-16/19 (1924-1954) [für 1921- 1939]
  • Jahresbericht für deutsche Sprache und Literatur I (1960) ff. [für 1940-1945]
  • Bibliographie der deutschen Literaturwissenschaft. Hg. von H. W. Eppelsheimer, Bd. 1 (1957) ff.: I. 1945-1953, bearb. von H. W. Eppelsheimer; II. 1954-1956, III. 1957-1958 u. IV. 1959-1960 bearb. von C. Köttelwesch
  • Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften I (1887) ff.
  • General Catalogue of Printed Books (British Museum, London)
  • National Union Catalog (Library of Congress, Washington)

II. Spezielle Nachschlagewerke der Mediävistik und Germanistik:

a) Wörterbücher:
  • Schützeichel, R.: Althochdeutsches Wörterbuch, Tübingen 51995
  • [Lexer, Hwb.:] Lexer, M. (Hg.): Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde., Leipzig 1872- 1878, Nachdr. Stuttgart 1979
  • [BMZ:] Benecke, G. F./ W. Müller / F. Zarncke (Hg.): Mittelhochdeutsches Wörterbuch, 3 Tle. in 4 Bdn., Leipzig 1854-1866, Nachdr. Stuttgart 1990 (dazu: Alphabetischer Index von E. Koller / W. Wegstein / N. R. Wolf)
  • K. Gärtner u.a.: Findebuch zum mittelhochdeutschen Wortschatz. Mit einem rückläufigen Index. Stuttgart 1992
  • Götze, A. (Hg.): Frühneuhochdeutsches Glossar, Berlin 71967 [Noch in den Anfängen steckt: Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von R. A. Anderson / U. Goebel / O. Reichmann, 1986 ff.]
  • [DWb.:] Deutsches Wörterbuch. Begr. von Jacob Grimm u. Wilhelm Grimm 16 (=32) Bde., Leipzig 1854- 1961, Nachdr. München: dtv 1984; Neubearb. 1965 ff.
  • Kluge, F.: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. Aufl. bearb. von E. Seebold, Berlin 1995
b) Fachenzyklopädien (v.a. zur Begriffsklärung):
  • [RL:] Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Begr. von P. Merker u. W. Stammler, 2. Aufl. neu bearb. von W. Kohlschmidt u. W. Mohr, ab Bd. 4 hg. von K. Kanzog u. A. Masser. 5 Bde. Berlin/New York 1958-1988; Neuaufl.u.d.T.: [RLW] Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Hg. von K. Weimar u. H. Fricke. Berlin 1997 ff.
  • [RE:] Pauly / Wissowa: Real- Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft, 84 Bde., Stuttgart 1894 ff.
  • Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, hg. von H. Cancik u. H. Schneider, Stuttgart 1994 ff.
  • Der kleine Pauly. Lexikon der Antike. Hg. von K. Ziegler / W. Sontheimer u. H. Gärtner, 5 Bde., Stuttgart 1964-1975
  • [LThK:] Lexikon für Theologie und Kirche. Begr. von M. Buchberger, 3. Aufl. hg. von W. Kasper. Freiburg i.B. 1993 ff.
  • [RGG:] Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 3. Aufl. hg. von K. Galling. Tübingen 1957-65
  • [TRE:] Theologische Realenzyklopädie. Berlin/New York 1976/77
  • [RAC:] Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Hg. von T. Klauser. Stuttgart 1950 ff.
  • [GGB:] Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hg. von O. Brunner / W. Conze u. R. Koselleck. Stuttgart 1972 ff.
  • [RDK:] Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte. Begr. von O. Schmitt, ab Bd. 6 hg. von Zentralinst. f. Kunstgesch. München. Stuttgart 1937 ff.
  • [MGG:] Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Hg. von F. Blume, 14 Bde. u. Suppl., Kassel 1949-68, 1973 ff.; Neubearb. in 20 Bden. Hg. von L. Finscher, Kassel/Stuttgart 1994 ff.
  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Begr. von J. Hoops, 2. Aufl. hg. von H. BECK, u.a. Berlin/New York 1973 ff.
  • Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Hg. von K. Ranke. Berlin/New York 1976 ff.
  • Metzler-Literatur-Lexikon. Begriffe und Definitionen. Hg. von G. Schweikle. Stuttgart 1990
  • Metzler-Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze - Personen - Grundbegriffe. Hg. von A. Nuenning. Stuttgart 1998
  • Literaturwissenschaftliches Lexikon: Grundbegriffe der Germanistik. Hg. von H. Brunner u. R. Moritz. Berlin 1997
  • [LexMA:] Lexikon des Mittelalters. Hg. von N. Angermann / R.-H. Bautier / R. Auty. München/Zürich 1977 ff.
  • Historisches Wörterbuch der Philosophie. Hg. von J. Ritter, Basel/Darmstadt 1971 ff.
  • [VL] Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. [...] 2., völlig neu bearb. Aufl. [...] hg. von Kurt Ruh u.a. (führend ab Bd. 9: Burghart Wachinger). Berlin/New York 1978 ff.
  • Das Mittelalter in Daten. Literatur, Kunst, Geschichte 750 – 1520. Hg. von Joachim Heinzle. Neuausgabe Stuttgart 2002.

Lektüreempfehlungen für die Germanistische Mediävistik

Die folgenden Empfehlungen sind keinesfalls als festgeschriebener Kanon zu verstehen, sondern für einen leichteren "Einstieg" gedacht und durch Literatur zu oder aus den Lehrveranstaltungen zu ergänzen.

1. Empfehlungen für den ersten Einstieg

  • Nibelungenlied (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. komm. von J. Heinzle, Bibliothek des Mittelalters)
  • Hartmann von Aue, Erec (Mhd./Nhd. Übers. u. komm. von V. Mertens, Reclam)
  • Wernher der Gartenaere, Helmbrecht (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. erl. von H. Brackert u.a., Fischer)
Minnesang und Sangspruchdichtung:

Ausgaben: Des Minnesangs Frühling (MF), bearb. von H. Moser u. H. Tervooren, ab 38. Aufl. (S. Hirzel); Christoph Cormeau: Walther von der Vogelweide. Leich. Lieder. Sangsprüche. 15. Aufl. besorgt von Th. Bein (de Gruyter); Walther von der Vogelweide. Werke. Mhd. / Nhd. 2 Bde. Hg., übers. u. komm. von G. Schweikle (Reclam); Minnesang. Mittelhochdeutsche Minnelieder. Mhd. / Nhd. Hg., übers. und komm. v. D. Klein (Reclam); Mittelhochdeutsche Sangspruchdichtung (Hg., übers. u. komm. v. Th. Nolte u. V. Schupp, Reclam).

  • Kürenberger, MF II, 1; 2,3, 10; 6,7; 4; 8; 9; 13
  • Dietmar von Eist, MF Töne I-V, XIII
  • Friedrich von Hausen, MF V, VI, VII, X
  • Albrecht von Johansdorf, MF XII
  • Heinrich von Morungen, MF V, XXII, XXX, XXXII, XXXIV
  • Hartmann von Aue, MF I, XV, XVII
  • Wolfram von Eschenbach, MF I, II
  • Walther von der Vogelweide, Cormeau 2 (Reichston), 9 (Erster Philippston), 16 (Lindenlied), 23 a, 32 (Preislied), 44, 49, 51 (Lied von der Traumliebe)

2. Empfehlungen für eine Vertiefung

  • Ahd. Hildebrandslied (In: Althochdeutsche Literatur. Ahd./Nhd. Hg. von H. D. Schlosser, Erich Schmidt)
  • Frühmhd. Dichtung, Auswahl (Mhd./Nhd. Ausgew., übers. u. komm. von G. Vollmann-Profe, Reclam)
  • Pfaffe Lambrecht, Alexanderroman. (Hg., übers. u. komm. E. Lienert, Reclam)
  • Pfaffe Konrad, Rolandslied (Mhd./Nhd. Übers. komm. u. hg. von D. Kartschoke, Reclam)
  • Herzog Ernst (B) (Mhd./Nhd. Hg. u. übers. von B. Sowinski, Reclam)
  • Heinrich von Veldeke, Eneasroman (Mhd./Nhd. Übers., komm. u. Nachw. von D. Kartschoke, Reclam)
  • Hartmann von Aue, Iwein (Text der 7. Ausg. von G.F.Benecke u.a. Übers. u. Anm. von Th. Cramer, De Gruyter; hg. u. übers. v. V. Mertens, Bibliothek des Mittelalters)
  • Wolfram von Eschenbach, Parzival (Mhd./Nhd. Text nach der 6. Aufl. von K. Lachmann, Übers. von P. Knecht, Einf. von B. Schirok, de Gruyter)
  • Wolfram von Eschenbach, Willehalm (Text der Ausg. von W. Schröder. Übers., Vorw. u. Register von D. Kartschoke, de Gruyter; J. Heinzle, Bibliothek des Mittelalters)
  • Gottfried von Straßburg, Tristan (Mhd./Nhd. Hg., Übers., Komm. u. Nachw. von R. Krohn, Reclam; hg. v. W. Haug u. M.G. Scholz, Bibliothek des Mittelalters)
  • Wirnt von Grafenberg, Wigalois (Mhd./Nhd. und Komm. von S. Seelbach und U. Seelbach, De Gruyter)
  • Kudrun (Mhd. / Nhd. Hg. u. übers. von U. Störmer-Caysa, Reclam)
  • Heinrich der Glichezaere, Reinhart Fuchs (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. erl. von K.- H. Göttert, Reclam)
Lieddichtung:

Hartmann von Aue (weitere Lieder), Heinrich von Morungen (weitere Lieder), Reinmar der Alte (Auswahl), Walther von der Vogelweide (weitere Lieder und Sprüche), Neid­hart (Auswahl), Tannhäuser (Auswahl aus den Leichs), Wilder Alexander, Oswald von Wolkenstein (Auswahl).

Kleinepik:
  • Hartmann von Aue, Armer Heinrich (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. komm. v. N. Busch u. J. Wolf, Reclam)
  • Mauricius von Crâun (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. komm. von D. Klein, Reclam)
  • Konrad von Würzburg, Herzmaere (Hg. von E. Schröder: Kleinere Dichtung Konrads von Würzburg Bd. 1. 10. Aufl., Dublin/Zürich 1970; Übers. Reclam)
  • Stricker, Erzählungen, Fabeln, Reden (Auswahl) (Mhd./Nhd. Hg., übers. u. komm. von O. Ehrismann, Reclam)
Epik:
  • Johannes von Tepl, Ackermann (Mhd./Nhd. Hg. u. übers. von C. Kiening, Reclam)
  • Heinrich Wittenwiler, Ring (Frühnhd./Nhd. Hg. u. übers. von H. Brunner, Reclam)
  • Thüring von Ringoltingen, Melusine (Hg. von H.-G. Roloff, Reclam; J.-D. Müller, Romane des 15. und 16. Jahrhunderts, Bibliothek der frühen Neuzeit)
  • Historia von D. Johann Fausten (Hg. von S. Füssel u. H.-J. Kreutzer, Reclam)
  • Fortunatus (Hg. von H.-G. Roloff, Reclam)
  • Ein Kurtzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel (Hg. von W. Lindow, Reclam)
  • Sebastian Brant, Narrenschiff (Hg. von J. Knape, Reclam)
  • Hans Sachs, Meistergesänge. Fastnachtspiele. Schwänke (Auswahl) (Hg. von H. Kugler, Reclam)

3. Sekundärliteratur zur Einführung (ergänzende Auswahl)

Vgl. die Literaturliste Hilfsmittel und Nachschlagewerke (Auswahl) für literaturwissenschaftliche Untersuchungen

Dort genannte Werke sind hier nicht nochmals aufgeführt. Vgl. aber zusätzlich die folgenden Untersuchungen zu

  • zu zentralen Gattungen mittelalterlicher Literatur
  • zu einzelnen Dichtern/anonymen Schlüsselwerken
  • wichtige Einzelstudien
a. Zentrale Gattungen mittelalterlicher Literatur
  • Lienert, Elisabeth: Mittelhochdeutsche Heldendichtung. Berlin 2015 (Erich Schmidt).
  • Lienert, Elisabeth: Deutsche Antikenromane des Mittelalters. Berlin 2001 (Erich Schmidt).
  • Mertens, Volker: Der deutsche Artusroman. Stuttgart 2007 (Reclam).
  • Hübner, Gert: Minnesang im 13. Jahrhundert. Tübingen 2008 (Narr).
  • Tervooren, Helmut: Sangspruchdichtung. 2. Aufl. Stuttgart 2001 (Metzler).
  • Ehrismann, Otfrid: Fabeln, Mären, Schwänke und Legenden im Mittelalter. Darmstadt 2011(WBG)
b. Einzelne Dichter / anonyme Schlüsselwerke
  • Cormeau, Christoph / Störmer, Wilhelm: Hartmann von Aue. Epoche – Werk – Wirkung. 3. Aufl. München 2007 (Beck).
  • Wolf, Jürgen: Einführung in das Werk Hartmanns von Aue. Darmstadt 2007 (WBG).
  • Heinzle, Joachim (Hg.): Wolfram von Eschenbach. Ein Handbuch. 2 Bde. Berlin|Boston 2014 (De Gruyter).
  • Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. 8. Aufl. Stuttgart/Weimar 2004 (Metzler).
  • Tomasek, Tomas: Gottfried von Straßburg. Stuttgart 2007 (Reclam).
  • Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan. 3. Aufl. Berlin 2013 (Erich Schmidt).
  • Heinzle Joachim: Die Nibelungen. Lied und Sage. 2. Aufl. Darmstadt 2012 (Wissenschaftliche Buchgesellschaft).
  • Schulze, Ursula: Das Nibelungenlied. 3. Aufl. Stuttgart 2013 (Reclam).
  • Brunner, Horst [u.a.]: Walther von der Vogelweide. Epoche – Werk – Wirkung. 2. Aufl. München 2009 (Beck).
  • Scholz, Manfred: Walther von der Vogelweide. Stuttgart 2005 (Metzler).
  • Schweikle, Günther: Neidhart. Stuttgart 1990 (Metzler).
c. Wichtige Einzelstudien
  • Bein, Thomas: Textkritik. Eine Einführung in Grundlagen germanistisch-mediävistischer Editionswissenschaft. Lehrbuch mit Übungsteil. 2. Aufl. Frankfurt a.M. 2011 (Peter Lang).
  • Bumke, Joachim: Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter. 12. Aufl. München 2008 (dtv).
  • Joachim Heinzle, Hg.: Modernes Mittelalter. Neue Bilder einer populären Epoche. Frankfurt a.M. 1994 (Insel).
  • Schneider, Karin: Handschriftenkunde und Paläograpahie für Germanisten. Eine Einführung. 3. Aufl. Tübingen 2014 (Niemeyer).
  • Wehrli, Max: Literatur im deutschen Mittelalter. Eine poetologische Einführung. Stuttgart 2006 (Reclam).

Hinweise zu Referaten und Präsentationen im Seminar

1. Grundsätzliches:

  • Ein Referat sollte normalerweise nicht länger als 15-20 Minuten dauern (bei mehreren Referaten in einer Sitzung evtl. nur 10-15 Minuten); längere Referate sind in Absprache mit dem Seminarleiter oder der Seminarleiterin möglich.
  • Klären Sie rechtzeitig mit dem Seminarleiter oder der Seminarleiterin ab, ob Sie das Thema richtig verstanden haben, lassen Sie sich Hinweise und Literaturtipps geben. Verwenden Sie nur Literatur, die Sie wirklich verstanden haben.
  • Nehmen Sie sich nur so viel vor, wie sie realistisch leisten können. Dies gilt für Quantität wie Qualität.
  • Planen Sie Computerpannen, Verzögerungen bei der Literaturbeschaffung, schlechte Tage und unvorhergesehene Zwischenfälle ein.
  • Bei Referaten über ähnliche Themen kann Gruppenarbeit sehr hilfreich sein. Sprechen Sie sich rechtzeitig ab, wie jeder an die gemeinsam benötigte Literatur herankommt.
  • Setzen Sie bei Ihren Zuhörern den Wissensstand voraus, den Sie vor der Beschäftigung mit dem Thema hatten!

2. Vorbereitung und Ausarbeitung:

  • Machen Sie sich zuerst ein Konzept, welche Gesichtspunkte für Ihr Thema relevant sind.
  • Vollständigkeit der Wiedergabe des Stoffes ist unmöglich, daher ist die Auswahl entscheidend, die Sie im Zweifelsfall mit dem Seminarleiter oder der Seminarleiterin absprechen sollten.
  • Gliedern Sie Ihren Vortrag in überschaubare Abschnitte.
  • Stellen Sie zunächst die Grundlagen vor, bevor Sie mit Schlussfolgerungen beginnen. Kennzeichnen Sie Ihre eigene Meinung.
  • Versuchen Sie, prägnante, leicht verständliche Formulierungen für Ihre Aussagen zu finden.
  • Erwähnen Sie wenige, aber aussagekräftige Details bzw. Beispiele.
  • Klären Sie alle unbekannten Ausdrücke und Personennamen mit Hilfe von Wörterbüchern  und Fachlexika ab. Wenn Sie im Referat schwierige Fachausdrücke verwenden, sollten Sie diese erklären.
  • Wenn Sie Folien, Film- oder Tonaufnahmen verwenden, sprechen Sie dies mit dem Seminarleiter/der Seminarleiterin ab und probieren Sie die Technik vor Beginn der Sitzung aus.
  • Überlegen Sie sich im Voraus mögliche Fragen der Teilnehmer und beantworten Sie sie für sich.

3. Handout:

  • Erstellen Sie ein knappes Handout (1-2 Seiten), das Sie in der Sprechstunde vor der Sitzung mit dem Seminarleiter/der Seminarleiterin besprechen. Wenn Sie zwei Blätter haben, sollten Sie diese am besten schon zu Hause zusammenheften.
  • Wenn Sie Textzitate aus ahd./mhd./frühnhd. Texten, Abbildungen oder Tabellen verwenden, drucken Sie diese auf dem Handout mit ab.
  • Überprüfen Sie, dass alle Eigennamen auf dem Handout richtig geschrieben sind und Sie wissen, um wen es sich handelt und welche Bedeutung diese Person besitzt.

4. Einüben der Präsentation:

  • Bereiten Sie sich durch einen guten, übersichtlichen Leitfaden vor, der die Gliederung Ihres Referates genau wiedergibt und an dem Sie sich beim Vortrag „festhalten“ können. Je unsicherer Sie sich fühlen, desto genauer sollte der Leitfaden sein (ausländische Studierende können notfalls auch ein vorformuliertes Referat ablesen).
  • Halten Sie ihr Referat vor dem Spiegel oder (besser) vor Freunden „Probe“, um zu sehen, wie lange es dauert. Bauen Sie Blöcke ein, die Sie bei Zeitdruck weglassen können.
  • Trainieren Sie speziell ahd./mhd./frühnhd. Textzitate, damit Sie nicht „stolpern“. Übersetzen Sie sie für sich, falls Nachfragen kommen.
  • Überprüfen Sie zu Hause, ob Ihre Materialien und Blätter in der richtigen Ordnung sind (Referatsseiten am besten durchnummerieren).

5. Durchführung des Referats:

  • Teilen Sie Ihr Handout vor Beginn des Referats aus, um Unruhe zu vermeiden.
  • Lassen Sie sich vom Seminarleiter/der Seminarleiterin einen "Startschuss" geben.
  • Sie bestimmen selbst, ob Sie Zwischenfragen zulassen oder nicht. Teilen Sie dies Ihren Seminarteilnehmern zu Beginn mit. Längere Diskussionen während Ihres Referats sollten Sie unterbinden.
  • Prägen Sie sich die einleitenden Worte gut ein (evtl. ablesen), um einen sicheren Start zu haben.
  • Stellen Sie eingangs den Zusammenhang Ihres Referates mit dem Seminarthema bzw. den anderen Referatsthemen explizit her und erklären Sie die Bedeutung Ihres Referates.
  • Versuchen Sie unbedingt, an der Gliederung Ihres Leitfadens festzuhalten.
  • Fassen Sie am Ende wichtige Leitfragen und Ihre These nochmals zusammen und stellen Sie ihr Thema kurz in einen breiteren Zusammenhang.
  • Versuchen Sie, die anderen Seminarteilnehmer zur Diskussion anzuregen, bereiten Sie evtl. von sich aus Einstiegsfragen vor (keine Ja/Nein-Fragen).

Die Kunst der Präsentation ist den wenigsten angeboren. Gegen Lampenfieber hilft nur üben: Nützen Sie alle Gelegenheiten zur Präsentation!

Wenn Sie ein noch umfassenderes Training für Referate (oder mündliche Prüfungen) wünschen, bietet die Uni Bremen auch fachübergreifende Workshops an, in denen Referatehalten, Prüfungsvorbereitung (schriftlich/mündlich), Hausarbeiten schreiben usw. gegen eine geringe Teilnahmegebühr geübt werden können.

Nähere Informationen: siehe Fachübergreifende Veranstaltungen im Weißen Vorlesungsverzeichnis! Ansprechpartner: Studierwerkstatt: Frau K. Dittmer oder Infostelle im VWG.

StyleSheet des Arbeitsgebiets "Literatur des Mittelalters und des Humanismus"

Hinweise zur Einrichtung von schriftlichen Hausarbeiten und zur Zitierweise

1. Zitate aus ahd., mhd. und frühnhd. Texten bitte kursiv setzen, längere Zitate, insbesondere aus Verstexten, in eigenen Absatz. Verse abgesetzt zitieren.

2. Werktitel der Primärliteratur bitte in Titelhäkchen (z.B. 'Tristan').

3. Absätze ohne Abstand und eingerückt, außer nach Überschrift und Zwischenüberschrift.

4. Anmerkungen: Das Anmerkungszeichen steht am Ende eines Satzes nach dem Punkt, sonst unmittelbar beim Wort, auf das sich die Anmerkung bezieht. Anmerkungen enden grundsätzlich mit Punkt.

5. Zitierweise

Bücher werden nach folgendem Muster zitiert:

Vorname Verfassername: Titel. Untertitel. Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe Bandzahl), S. xxx–xxx [bitte vermeiden Sie die Angabe ff].

Beispiel:
Horst Brunner: Die alten Meister. Studien zu Überlieferung und Rezeption der mittelhochdeutschen Sangspruchdichter im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit. München 1975 (MTU 54)

Editionen:

Soweit Vereinheitlichung möglich ist, wie oben, jedoch sollte der Primärautor vorne stehen, der Herausgeber mit "Hg. von" nach dem Titel.

Beispiel:
Walther von der Vogelweide. Werke. Gesamtausgabe. Bd. 1: Spruchlyrik. Hg., übersetzt und kommentiert von Günther Schweikle. Stuttgart 1994 (RUB 819).

Zeitschriftenaufsätze werden nach folgendem Muster zitiert:

Vorname Verfassername: Aufsatztitel. Zeitschriftentitel oder -kürzel Bandzahl (Jahrgang), S. xxx-xxx, hier xxx.

Beispiel:
Walter Haug: Die historische Dietrichsage. Zum Problem der Literarisierung geschichtlicher Fakten. ZfdA 100 (1971), S. 43-62, hier xx.

Aufsätze aus Sammelbänden werden nach folgendem Muster zitiert:

Vorname Verfassername: Aufsatztitel. In: Titel. Hg. von Vorname Verfassername Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe Bandzahl), S. xxx- xxx, hier xxx.

Beispiel:
Horst Brunner: Metrik - Strophenformen - Melodien. In: Walther von der Vogelweide. Epoche - Werk - Wirkung. Hg. von Horst Brunner u.a. München 1996 (Arbeitsbücher zur Literaturgeschichte), S. 43-73, hier xx.

Verfassernamen:

Bei zwei Verfassernamen usw. "/" zwischen die Namen. Bei drei und mehr Verfassern nur Name des ersten, dann "u.a."

Bei Verweis auf ein bereits genanntes Werk: AUTOR [Anm. x], S. xxx. Nicht "a.a.O.". Oder: von vornherein nur Kurztitel zitieren: Brunner, Die alten Meister, S. xx [bei vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis] (für Referate/Hausarbeiten/Abschlussarbeiten dringend empfohlen)

In Bibliographien wird i.d.R. der Nachname vorgestellt: BRUNNER, HORST

6. Benutzen Sie nur die fachüblichen Abkürzungen!

Beispiele:

DVjS = Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte

GRM = Germanisch-Romanische Monatsschrift

IASL = Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur

PBB = (Paul und Braunes) Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur

ZfdA = Zeitschrift für deutsches Altertum

ZfdPh = Zeitschrift für deutsche Philologie

MTU = Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters

GAG = Göppinger Arbeiten zur Germanistik

WdF = Wege der Forschung

SM = Sammlung Metzler

GG = Grundrisse der Germanistik

Verwendet werden können ferner in Anmerkungen o.ä. (nicht in der Bibliographie) die Abkürzungen für die Werke der "Liste der bibliographischen Hilfsmittel" und ggf. in Belegen (nicht im fortlaufenden Text) Abkürzungen für Sprachen und Sprachstufen (ahd., mhd., fnhd., lat., afrz.)