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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2021/2022

Soziologie und Sozialforschung, M.A.

Pflichtbereich

Die Module des Pflichtbereichs sind von Studierenden zu absolvieren, die ab dem WS 2019/2020 immatrikuliert sind und nach der Masterprüfungsordnung 2019 studieren.

Soziologische Theorien für Fortgeschrittene (SuS-1)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-1-SuS-1Soziologische Theorien für Fortgeschrittene

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (4 SWS)
Prof. Dr. Thorsten Peetz

Methodenvergleich und -kombination (SuS-2)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-1-SuS-2Methodenvergleich und -kombination
[Comparison and Combination of Research Methods]

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

Inhalte des Seminars sind Grundlagen von Wissenschaftstheorie und -geschichte und von quantitativer und qualitativer Forschungslogik. Klassische und aktuelle empirische Studien insbesondere aus der Ungleichheitsforschung werden diskutiert und Forschungsdesigns, Erhebungs- und Auswertungsstrategien in Hinblick auf Erträge, Stärken und Schwächen hin analysiert, reflektiert und bewertet. Besonderes Gewicht liegt auf dem Vergleich verschiedener (quantitativer und qualitativer) Methoden sowie auf den Möglichkeiten und Erträgen der Kombination unterschiedlicher Erhebungs- und Auswertungsverfahren (Daten- und Methodentriangulation, Methodenkombination und Mixed-Methods). Im Rahmen von Gruppenarbeiten übersetzen die Studierenden Forschungsfragen in Forschungsdesigns, bei denen quantitative und qualitative Erhebungs- und Auswertungsstrategien kombiniert werden.

Prof. Dr. Patrick Sachweh

Wahlpflichtbereich Methoden und Analysen

Die Module des Wahlpflichtbereichs "Methoden und Analysen" sind von Studierenden zu absolvieren, die ab dem WS 2019/2020 immatrikuliert sind und nach der Masterprüfungsordnung 2019 studieren. Es stehen zwei Ausrichtungen zur Wahl: "Quantitative Sozialforschung" oder "Qualitative Sozialforschung". In der gewählten Ausrichtung sind insgesamt zwei Module zu absolvieren: "Fortgeschrittene Methoden und Analysen" im WiSe und "Vertiefende Methoden und Analysen" im SoSe.

Quantitative Sozialforschung

Fortgeschrittene Methoden und Analysen (SuS-3)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-1-SuS-3a1Quantitative Methoden / online!
Der angegebene Raum steht den Studierenden zur Verfügung.

Seminar
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 14:00 Online (4 SWS)
Volker Ludwig

Qualitative Sozialforschung

Fortgeschrittene Methoden und Analysen (SuS-5)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-1-SuS-5b1Qualitative Methoden

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 20:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (4 SWS)
Prof. Dr. Betina Hollstein

Wahlpflichtbereich Projektschwerpunkt

Institutionalisierte Ungleichheiten

Forschungslabor (SuS-8)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-3-SuS-8Forschungslabor Institutionalisierte Ungleichheiten
[Research Lab "Institutionalised Inequalities"]

Seminar
ECTS: 15

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)
Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg

Soziale Beziehungen, Netzwerke und Integration

Forschungslabor (SuS-10)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-3-SuS-10Soziale Beziehungen, Netzwerke, Integration

Seminar
ECTS: 15

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)
Prof. Dr. Betina Hollstein
Prof. Dr. Michael Windzio

Wahlpflichtbereich Methodenwerkstatt

Quantitative Methodenwerkstatt (SuS-11)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-3-SuS-11Werkstatt Quantitative Methoden
[Workshop Quantitative Methods]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

Ergänzungsveranstaltung zum Forschungspraktikum

Prof. Dr. Michael Windzio

Qualitative Methodenwerkstatt (SuS-12)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-3-SuS-12Werkstatt Qualitative Methoden
[Workshop Qualitative Methods]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

Ergänzungsveranstaltung zum Forschungspraktikum

Theresa Manderscheid

Modul Masterarbeit

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M48-SF-KBegleitseminar zur Masterarbeit

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Das Begleitseminar zur Masterarbeit richtet sich an Studierende im Master-Studiengang Soziologie und Sozialforschung, die ihre Masterarbeit fertigstellen und einreichen werden bzw. mit der Vorbereitung der Arbeit begonnen haben.
In Form eines Vortrags mit anschließender Diskussion wird der aktuelle Stand der Arbeit präsentiert und besprochen. Damit dient dieses Format auch der Einübung in die Techniken der Präsentation einer wissenschaftlichen Arbeit.
Im Kolloquium gibt es durch die Dozentin und die Studierenden ein Feedback zum aktuellen Stand der Masterarbeit sowie zur Präsentation dieser Arbeit. Zudem besteht die Möglichkeit, Fragen und Probleme zu besprechen.

Prof. Dr. Simone Scherger

Wahlbereich - General Studies

Der Wahlbereich umfasst drei Bereiche: General Studies Angebot des Faches Soziologie, General Studies Angebot aus dem Fachbereich 8 Sozialwissenschaften, General Studies Angebot anderer Fächer. Die Angebote können fei gewählt werden.

General Studies Angebot des Faches Soziologie

Ergänzung und Vertiefung Spezieller Soziologien

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-GS-20Work-Life Balance and Wellbeing (in englischer Sprache)
[Work-Life-Balance und Wohlbefinden]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

This course provides an introduction to Quality of Life and Well-Being research, with the focus on Work-Life Balance (WLB). WLB has emerged as an important aspect of quality of life in European societies over the last decades. There are rising expectations among working people to be able to participate in employment and care and to have more time for leisure, friends, and family life. Yet, the pressure and intensity of work demands are increasing as well as the number of insecure and precarious jobs. In this course, we will review current trends in employment in Europe and theories that address employment relations, work-family interface and work-life balance.

Prof. Sonja Drobnic
08-29-GS-23Gender Inequality and Stratification (in englischer Sprache)
[Geschlechterungleichheit und soziale Ungleichheit]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)

This seminar will address the relationship between social class and gender-based forms of stratification in modern societies and in historical perspective. Overall, the question of interest is why the inequalities at the intersection of class and gender in paid and unpaid work persist across industrialized societies despite some impressive policy achievements over the past half century. The primary literature source will be the book “Gender-Class Equality in Political Economies”. In this book, Lynn Prince Cooke places gender inequality in a context that is historically shaped by the intersections of multiple inequalities and the particularities of six countries: Germany (East and West), Spain, Australia, the UK and the US. Gender-class inequalities persist in paid work hours, wages, and the division of housework. The study shows how values, choices, and behaviors of individual men and women in various national contexts are enabled and constrained by state policies that effectively structure relative group advantage and disadvantage from birth through old age.

Prof. Sonja Drobnic
08-29-GS-24Social Investment: Wandel von Familienpolitik im internationalen Vergleich
[Cross-National Comparison of Recent Family Policy Reforms]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

In vielen europäischen Wohlfahrtsstaaten standen die familienpolitischen Reformen der letzten Jahre im Zeichen der Social Investment Strategie. Das zeigte sich vor allem darin, dass der Ausbau frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote zunehmend politisch mit der Investition in das Humankapital von Kindern und der Förderung der Integration von Eltern, insbesondere von Müttern, in den Arbeitsmarkt legitimiert wurde. Beides hat zum Ziel, die Chancenungleichheit im Bildungserwerb sowie die Armut von Kindern abzubauen und somit soziale Ungleichheit längerfristig zu verringern. Allerdings ist die Social Investment Strategie in ihrer Umsetzung, beispielsweise im Hinblick auf die Konsequenzen für die Geschlechtergleichstellung und Kinderrechte, nicht unumstritten. Gerade in den Wohlfahrtsstaaten, in denen das frühkindliche Betreuungsangebot überwiegend von profitorientierten Anbietern über den Markt ausgebaut wurde, scheint sich eher eine Verschärfung der Chancenungleichheiten abzuzeichnen.
Im Seminar sollen Kenntnisse über die Social Investment Strategie und ihre Umsetzung in der Familienpolitik ausgewählter europäischer und asiatischer Wohlfahrtsstaaten vermittelt und kritisch diskutiert werden. Die Perspektive auf die verschiedenen Familienpolitiken wird dafür sowohl international als auch historisch vergleichend sein. So sollen am Beispiel des Wandels von Familienpolitiken ebenfalls Kenntnisse über Erklärungen des sozialpolitischen Wandels vertieft werden, wobei der Fokus auf der Rolle von politischen Ideen, Legitimationsmustern und Machtbeziehungen zwischen den beteiligten Akteuren für die Erklärung liegen wird.

Thurid Eggers
08-29-GS-25Soziale Sicherung im Alter: Internationaler Vergleich von Sozialen Risiken und Reformen in Renten- und Pflegepolitiken
[ Social Security in Old Age: Cross-National Comparison of Social Risks and Reforms in Pension and Long-Term Care Policies]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

In den letzten Jahrzehnten haben der demografische Wandel und die Alterung der Gesellschaft für immer mehr Wohlfahrtsstaaten eine zunehmende Herausforderung dargestellt, die zur Restrukturierung der Alterssicherungssysteme geführt hat. Während die Reformen der Pflegepolitik innerhalb der meisten Wohlfahrtsstaaten zu einem Ausbau der sozialen Rechte pflegebedürftiger Menschen und der Pflegeinfrastruktur geführt haben, zeichnete sich hinsichtlich der Rentenpolitik in mehreren Ländern eher ein Abbau der Rentenansprüche ab. Gemeinsam ist der Entwicklung in beiden Politikfeldern hingegen die Einführung bzw. Stärkung von Marktprinzipien sowie der Ausbau von Wohlfahrtsmärkten, wodurch die älteren Menschen in vielen Wohlfahrtsstaaten mehr Eigenverantwortung gegenüber ihrer sozialen Sicherung übernehmen mussten.
Das Seminar gibt einen Überblick über die internationalen Unterschiede in der Ausgestaltung der Pflege- und Rentenpolitiken in ausgewählten europäischen und asiatischen Wohlfahrtsstaaten. Die Vorgehensweise ist dabei sowohl international vergleichend als auch historisch vergleichend ausgerichtet, indem auch der Wandel in beiden Politikfeldern zur Alterssicherung betrachtet wird und mögliche Erklärungsansätze besprochen werden. Auf Basis der erworbenen Kenntnisse über die Reformprozesse in der Politik zur sozialen Sicherung im Alter soll dann diskutiert werden, inwiefern die Altersabsicherung verschiedener Länder Lücken aufweist, und welche Konsequenzen sich daraus für die sozialen Risiken bestimmter sozialer Gruppen, wie beispielsweise Frauen oder Geringverdienende, ergeben können.

Thurid Eggers
08-29-GS-26Zwischen Globalismus und Demokratie: Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus
[Between Globalism and Democracy]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Anhand des jüngst erschienenen Buches ‚Zwischen Globalismus und Demokratie‘ befasst sich das Seminar mit der aktuellen Debatte um den angemessenen Ort politischer Ordnungsbildung unter Bedingungen neoliberaler Globalisierung.

Martin Seeliger
08-29-GS-27Digital Platforms and Society (in englischer Sprache)
[Digitale Plattformen und Gesellschaft]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Digital platforms are mediating ever more areas of social life. Platforms organize how we make and stay in contact with friends or find intimate partners, they curate our cultural experiences and regulate the presentation of self, they organize work and cultivate consumption. Platforms, however, are not only mediators. They are also observers and valuators. While we live our lives on platforms, algorithms observe our behavior, calculate our preferences and make decisions that influence our life chances, from suggesting potential partners to exluding content or even users from these platforms. In this seminar, we will take a close look at the ways in which platforms transform contemporary society and interpret them drawing on sociological theory and theories of society. Readings and discussions in class will be in English; active participation is expected.

Preparatory readings:

Bucher, T. (2018). If…then: Algorithmic power and politics. New York: Oxford University Press.
Burrell, J., & Fourcade, M. (2021). The society of algorithms. Annual Review of Sociology, 47, 23.21-23.25.
van Dijck, J., Poell, T., & de Waal, M. (2018). The platform society. Public values in a connective world. Oxford: Oxford University Press.

Prof. Dr. Thorsten Peetz
08-29-GS-31ERASMUS+ - Kolloquium
[ERASMUS+ - Colloquium]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 (2 SWS)
Dr. Sonja Bastin
08-350-M1-3Digital transformation, labor markets and skill formation in different countries (in englischer Sprache)

Seminar
ECTS: 3-6

Einzeltermine:
Do 21.10.21 12:00 - 14:00 online via zoom
Do 11.11.21 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 09.12.21 12:00 - 18:00 online
Do 16.12.21 12:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 13.01.22 12:00 - 18:00 online
Do 20.01.22 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Digital technologies increasingly affect the content of individual jobs as well the structure of employment in European labor markets. While it is often argued that highly skilled workers benefit from increasing demand for their expertise as it cannot easily be replaced by IT solutions, there is growing concern regarding the future of medium-skilled jobs, often performed in established sectors that provide stable and decently paid jobs. At the same time, digital change can lead to a further flexibilization of work by way of an increasing role of online platforms, questioning the very notion of employment relationships and increasing competition for paid jobs. This seminar will disentangle the many aspects of digital change and their role in shaping jobs and skills requirements. It pays particular attention to the capacities of different welfare states and training systems to adapt so that transitions to jobs less at risk of automation can be achieved. This has major implications for vocational training, adult learning and labor market policies, often defined as the main branches of social investment.
Important notes:
The seminar takes place on 21 October, 11 November, 9 and 16 December, 13 and 20 January, with alternating online and offline sessions.
21 October (12-14h), 9 December (12-18h) and 13 January (12-18h) are online, 11 November (12-16h), 16 December (12-18h) and 20 January (12-16h) are in-person at Socium.
There will be short individual zoom talks before the first session (i.e. in mid-October).
Main requirements are active participation in the seminar, the introduction into the topic of one session, and a term paper.

Prof. Dr. Werner Eichhorst
08-350-M1-4Gender, Arbeit und Wohlfahrt

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)
Dr. Ruth Abramowski

Ergänzung und Vertiefung empirischer Methoden

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-5-FEM-1-aDie Schätzung von kausalen Effekten
[The estimation of causal effects]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)

Wir argumentieren in den Sozialwissenschaften häufig kausal. Genauso interpretieren wir unsere Resultate. Fester Bestandteil einer sozialwissenschaftlichen Grundausbildung ist jedoch üblicherweise die Aussage „Korrelation bedeutet nicht Kausalität“. Probleme sind hierbei etwa unbeobachtete Drittvariablen, Messfehler oder Selbstselektion der Befragten in bestimmte (Kontroll-)gruppen. Diese unschönen Dinge resultieren potentiell in verzerrten Parametern. Idealerweise belässt man es daher nicht bei obiger Aussage, sondern untersucht, wann und wie man Kausalbeziehungen dennoch nachweisen kann. Als eine Lösung haben sich hierzu seit Langem Längsschnittverfahren etabliert.

In jüngerer Zeit haben Soziologen begonnen, sich mit Verfahren zu beschäftigen, die in der (amerikanischen) Ökonometrie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts populär wurden und zum Ziel haben, Kausalität auch mit Querschnittsdaten etablieren zu können. Der Kurs versucht einige dieser Verfahren vorzustellen, insbesondere Matching Verfahren und Regressionen unter Verwendung instrumenteller Variablen. Diese sind unter Umständen in der Lage obige Probleme zu beheben.

Verwendet wird das Programm STATA. Im Kurs werden verschiedene empirische Arbeiten vorgestellt, reproduziert und ergänzt. Einige nützliche STATA-Prozeduren zur Erleichterung von empirischen Analysen werden ebenfalls vorgestellt.


Literatur:

Markus Gangl (2010) Causal inference in sociological research. Annual Review of Sociology 36: 21-47.
Legewie, Joscha (2012): “Die Schätzung von kausalen Effekten: Überlegungen zu Methoden der Kausalanalyse anhand von Kontexteffekten in der Schule.” Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64(1):123–153.

Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-5-FEM-1-bDatenanalyse mit R
[Data Analysis Using R]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)

Das Seminar macht mit der kostenfreien Statistik- und Grafiksoftware R vertraut.

R ist wegen seiner Vielfalt von Anwendungsfeldern, der Möglichkeit Ergebnisse ansprechend zu visualisieren und seiner großen und hilfsbereiten User-Community beliebt bei Anwender*innen. R-Kenntnisse sind aber in zunehmendem Maße auch bei Arbeitgeber*innen in Wissenschaft und Wirtschaft gefragt!

Ziel des Seminars ist es, unter Begleitung erste Analysen zu eigenen Forschungsinteressen durchzuführen und dafür den Umgang mit gängigen sozialwissenschaftlichen Datensätzen (z.B. European Social Survey / ALLBUS) einzuüben.

R-Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Statistik-Kentnisse auf dem Niveau von Statistik I sind von Vorteil. Für das Arbeiten im Seminar ist ein Laptop mit Zugang zum Campus-WLAN notwendig.

Basisliteratur:

Chang, W. (2018). R graphics cookbook: practical recipes for visualizing data. O'Reilly Media.

Wickham, H., & Grolemund, G. (2017). R for data science: import, tidy, transform, visualize, and model data. " O'Reilly Media, Inc.".

Lena Katharina Dahlhaus, M.A.
08-29-5-FEM-1-cMaschinelles Lernen und künstliche Intelligenz / online!!!!!!
[Machine learning and artificial intelligence]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 Online (2 SWS)

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz? Die Lehrveranstaltung zeigt auf, wie KI durch maschinelles Lernen ermöglicht wird. Im Zentrum stehen Deep Learning und überwachtes, unüberwachtes und Verstärkungslernen. Die Lehrveranstaltung diskutiert zudem aus soziologischer Sicht die Rolle von KI und maschinellen Lernens in der Gesellschaft. Außerdem werden statistische Lernverfahren behandelt, wie sie in der Datenwissenschaft Anwendung finden.
How does artificial intelligence work? The course shows how AI is made possible by machine learning. The focus is on deep learning and supervised, unsupervised and reinforcement learning. The course also discusses the role of AI and machine learning in society from a sociological point of view. In addition, statistical learning methods as used in data science are dealt with.
Lektüre / Reading
Rayid Ghani, Malte Schierholz (2017) Machine Learning. Chapter 6 in Big Data and Social Science/Eds.: Ian Foster, Rayid Ghani, Ron S. Jarmin, Frauke Kreuter, Julia Lane. Statistics in the Social and Behavioral Sciences Series. Boca Raton: CRC Press
Gareth James, Daniela Witten, Trevor Hastie, Robert Tibshirani (2013). An Introduction to Statistical Learning. With Applications in R. New York: Springer
John D. Kelleher (2019) Deep Learning. Cambridge: MIT Press
The Royal Society (2017). Machine learning: the power and promise of computers that learn by example.https://royalsociety.org/~/media/policy/projects/machine-learning/publications/machine-learning-report.pdf

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-5-FEM-1-dFehlerquellen wissenschaftlicher Umfragen
[Identifying Sources of Error in Scientific Surveys]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Im Kontext des Konzepts des Total Survey Errors gibt die Veranstaltung einen Überblick über mögliche Fehlerquellen und Fallstricke bei der Durchführung wissenschaftlicher Umfragen. Wieso nehmen Personen an Umfragen teil und warum nicht? Wie selektieren sich die beiden Gruppen voneinander? Wie schlägt sich dies in den gegebenen Antworten nieder? Inwiefern können Selektionseffekte kontrolliert und gewichtet werden?

Diese und viele weitere Fragen werden vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes bearbeitet und diskutiert.

Literatur (Auswahl):

Couper, Mick P./ Groves, Robert M. (1996): Household-level Determinants of Survey Nonresponse. New Directions for Evaluation, 1996(70), 63–79.

Engel, Uwe/ Schmidt, Björn Oliver (2015): Mixed-Mode Design, Incentivierung und Nonresponse Bias im Rahmen einer Einwohnermeldeamtsstichprobe. In: Schupp, Jürgen/Wolf, Christof (Hrsg.), Nonresponse Bias, Wiesbaden: Springer Verlag, 255–286

Engel, Uwe/ Schmidt, Björn Oliver (2019): Unit- und Item-Nonresponse. In: und Jörg Blasius, Nina Baur (Hrsg.),Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Wiesbaden: Springer Verlag, 385–404.

Faulbaum, Frank (2014): Total Survey Error. In: Baur, Nina/ Blasius, Jörg (Hrsg.),Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Wiesbaden: Springer Verlag,439–453.

Dr. Bjoern-Oliver Schmidt
08-29-5-FEM-1-eEinführung in SPSS
[Introduction to SPSS]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 20.10.21 15:00 - 17:00 Online
Mi 08.12.21 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 15.12.21 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 22.12.21 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 12.01.22 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 19.01.22 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 26.01.22 14:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)
Mi 02.02.22 14:00 - 16:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8)

Zeiten: Das Seminar ist als hybrides Blockseminar organisiert. Dazu wird angestrebt, drei Termine im ZIP-Raum zu haben, um die Basiskenntnisse in SPSS einüben zu können. Weitere Lerneinheiten finden online statt.
Der Kurs soll den Teilnehmenden erste Berührung mit SPSS vermitteln, einem statistischen Analyseprogramm, das z.B. in der Marktforschung eingesetzt wird. Dabei sollen die Teilnehmenden für den allgemeinen Umgang mit statistischen Daten und deren Zustandekommen sensibilisiert werden, den Aufbau einer entsprechenden Datenbank kennenlernen einfache deskriptive und induktive Analyseverfahren mit SPSS erlernen. Der Kurs setzt darauf, eine solide syntaxbasierte Basis aufzubauen, anstatt die Breite des Programms auszuloten.
Am Ende des Blockseminars sollen die Teilnehmenden sicher mit dem Aufbau einer Datenbank und grundlegenden Analyseinstrumenten in SPSS umgehen können. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Minimalanforderung: Bearbeitung von Aufgaben.

3 CP: Aufgaben zu SPSS-Basis-Kompetenzen bearbeiten

6 CP: Klausur im Zip-Raum.

Britta Busse
08-29-5-FEM-1-fOnline-Befragungen / online!!!!!
[Online Surveys]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 (2 SWS)

Der Kurs vermittelt methodische Kenntnisse rund um Online-Befragungen, vom Sampling über die Fragebogenkonstruktion bis hin zur Durchführung und Nachbearbeitung. Am Ende des Seminars sollen die Teilnehmenden dafür sensibilisiert sein, Mode-spezifische Anforderungen an quantitative Befragungen (insbesondere Online) erkennen und entsprechende Lösungen entwickeln zu können.
Für eine erfolgreiche Teilnahme sind grundlegende Kenntnisse der quantitativen Methoden hilfreich.

Minimalanforderung: Lesen der Grundlagentexte, Bearbeitung von Aufgaben (Gruppenarbeit).

3 CP: Bearbeitung und Ergebnispräsentation einer Gruppenarbeit

6 CP: Bearbeitung und Ergebnispräsentation einer Gruppenarbeit + schriftliche Ausarbeitung zu einem Thema aus dem Bereich der telefonischen Befragungen (Seitenzahl richtet sich nach Gruppengröße ca. 8 Seiten/Person).

Britta Busse
08-29-5-FEM-2-aGrundlagen qualitativer Sozialforschung
[Basics of Qualitative Methods]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 1010 (2 SWS)

Die Veranstaltung bietet eine systematische und zugleich anwendungsbezogene Einführung in die qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung.
Zu diesem Zweck führt die Veranstaltung zunächst in wissenschaftstheoretische Grundlagen, Forschungslogik und allgemeine Prinzipien qualitativer Sozialforschung ein. Nach einem Überblick über die Stationen des qualitativen Forschungsprozesses wird dieser anhand verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren theoretisch und anhand praktischer Übungen nachvollzogen: Behandelt werden wichtige qualitative Erhebungsverfahren (teilnehmende Beobachtung, Leitfadeninterview, narratives Interview) sowie ausgewählte Auswertungsverfahren (z.B. Grounded Theory, Qualitative Inhaltsanalyse).
In den Übungen werden erste praktische Erfahrungen u.a. mit der Leitfadenkonstruktion und verschiedenen Interpretations¬verfahren gesammelt und reflektiert. Angesprochen werden Fragen der Fallauswahl, des Feldzugangs und der Forschungsethik, der Verallgemeinerbarkeit und der Typenbildung

Dr. Sabine Ritter
Hai Ha Nguyen
08-29-5-FEM-2-bQualitative Methoden für Fortgeschrittene: Interviewauswertung mit Grounded Theory und dokumentarischer Methode
[Advanced Qualitative Methods: Interpreting Qualitative Interviews: Grounded Theory and Documentary Method]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 3 (2 SWS)

Die Veranstaltung behandelt die methodologischen Grundlagen und die praktischen Herausforderungen bei der Auswertung der vielleicht weitestverbreiteten Datenform der qualitativen Sozialforschung: qualitative Interviewdaten. Vermittelt werden dabei theoretisch-methodologische Kenntnisse und praktisch-methodische Fähigkeiten in verschiedenen Auswertungsmethoden, insbesondere der Grounded Theory und der dokumentarischen Methode.
Die Veranstaltung führt zunächst in die theoretisch-methodologische Diskussion zur Auswertung von Interviewdaten ein stellt insbesondere die Grounded Theory und die dokumentarische Methode als zwei unterschiedliche Lösungswege für die daraus erwachsenden Probleme vor. In praktischen Übungen in Arbeitsgruppen werden die verschiedenen Schritte der Auswertung gemeinsam erprobt und ihre Ergebnisse diskutiert, bevor die Studierenden schließlich eigenständig das Transkript eines qualitativen Interviews ausführlich auswerten.
Da in der Veranstaltung mit Interviewdaten aus der Forschung gearbeitet wird ist die Unterzeichnung einer Datenschutzvereinbarung Bedingung für die Teilnahme am Seminar. Sie richtet sich an Studierende, die bereits über Vorkenntnisse in qualitativen Methoden und besonders in der rekonstruktiven Sozialforschung, sowie zur Erhebung verschiedener Interviewtypen verfügen. Als Einführungs- oder Auffrischungsliteratur empfohlen werden:
Helfferich, Cornelia (2009): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. Wiesbaden: VS Verlag
Przyborski, Aglaja, und Monika Wohlrab-Sahr. Qualitative Sozialforschung: ein Arbeitsbuch. München: Oldenbourg Verlag, 2014.

Nils-Christian Kumkar
08-29-5-FEM-2-cQualitative Methoden für Fortgeschrittene: Einführung in die dokumentarische Bildinterpretation
[Advanced Qualitative Methods: Introduction to the Documentary Interpretation of Images ]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Die Veranstaltung behandelt die methodologischen Grundlagen und die praktischen Herausforderungen bei der dokumentarischen Bildinterpretation. Vermittelt werden dabei Kenntnisse zu den Besonderheiten visueller Daten als Gegenstand der rekonstruktiven Sozialforschung, die methodologische Herangehensweise der ikonischen Interpretation und insbesondere die Interpretations- und Auswertungstechnik der dokumentarischen Bildinterpretation.
Die Veranstaltung führt zunächst in die theoretisch-methodologische Diskussion zur Interpretation von Bildern als besonderer Herausforderung für die rekonstruktive Sozialforschung ein und stellt insbesondere die dokumentarische Bildinterpretation als einen spezifischen Weg vor, diese Herausforderung zu bewältigen. In praktischen Übungen werden die Einsatzmöglichkeiten, Stärken und Schwächen dieser Methode ausgelotet und in der gemeinsamen Diskussion aufgearbeitet, bevor die Studierenden anhand eines selbstgewählten Bilddokuments eine ausführliche Bildinterpretation selbstständig durchführen.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studierende, die bereits über Vorkenntnisse in qualitativen Methoden und besonders in der rekonstruktiven Sozialforschung verfügen.

Nils-Christian Kumkar
08-29-5-FEM-2-dQualitative Methoden für Fortgeschrittene: Ethnografie
[Ethnography]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)

Wie tauchen wir mit einer sogenannten Fremdheitshaltung in andere Lebenswelten ein – und wie verfassen wir aus unseren Beobachtungen eine „dichte Beschreibung“, welche die tieferliegende Sinn- und Bedeutungsmuster offenlegt?

In dieser Veranstaltung wird die Ethnografie als Erhebungsmethode kennengelernt und erprobt. Im Seminar werden hierzu auf der Basis grundlegender Texte die historischen Wurzeln, (interdisziplinäre) Anwendungsbereiche sowie grundlegende Prinzipien der Forschungsmethode kritisch erarbeitet und diskutiert.

Diese Erarbeitung wird in Begleitung von praktischen Übungen stattfinden. Im Mittelpunkt dieser Forschungsübungen, die von den Studierenden durchgeführt werden, stehen das „Eintauchen“ in das Feld mit der teilnehmenden Beobachtung und die Dokumentierung der Erlebnisse und Erfahrungen. Die Studierenden lernen, ein Beobachtungsprotokoll zu formulieren und ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Am Ende des Seminars verfügen die Studierenden über erste Erfahrungen im Durchführen einer kleinen ethnografischen Forschungsarbeit.

Hai Ha Nguyen
08-29-GS-30Forschungswerkstatt Mikrosoziologie
[Colloquium Qualitative Methods and Microsociology]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

Die Veranstaltung dient der Vorstellung und Diskussion aktueller Projekte und Abschlussarbeiten im Arbeitsgebiet Qualitative Methoden und Mikrosoziologie. Persönliche Anmeldung erforderlich im Sekretariat der Professur. (Frau Liane Neumann, UNICOM 9.3080, Tel. 0421/218-58638, liane.neumann@uni-bremen.de)

Prof. Dr. Betina Hollstein

Praxisrelevanz und Berufsorientierung

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-GS-41Sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen – Soziologie trifft Psychologie Teil 1: Postmoderne Problemlagen
[Acting Socially Sustainable In Organisations – Sociology meets Psychology Part 1: Postmodern Issues]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Di 16:00 - 20:30 SFG 1010 (2 SWS)

„Die Arbeitskraft ist an die Person der Menschen und deren Würde gebunden; der Arbeitsmarkt darf daher nicht als Markt wie jeder andere begriffen werden.“ (Senghaas-Knobloch 2011)

Arbeitende Menschen sind aus soziologischer Perspektive stets Rollenträger und -gestalter im Sozialgefüge ihrer Organisationen. Psychologisch verstanden sind dabei objektive Bedingungen und subjektives Erleben eng miteinander verkoppelt: Die Verhältnisse wirken sich auf Erleben und Handeln des Individuums aus. Menschen erschaffen strukturelle Bedingungen, die sich verselbständigt und emergent auf sie zurückwirken. Wie sind die postmodernen Arbeitsbedingungen in Organisationen beschaffen, wie kann der Einzelne darin sozial nachhaltig handeln, ohne sich selbst und andere zu verausgaben?
Nachhaltigkeit ist ein seit der Rio-Konferenz der UN für Umwelt und Entwicklung 1992 formuliertes, globales Ziel mit den drei Handlungsfeldern ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit (vgl. SDGs). Während Organisationen möglichst ökonomisch nachhaltig handeln (Wirtschaftlichkeit) und ökologische Fragen aufholen, gerät der Mensch zunehmend unter Druck: Seit 2005 explodieren laut Statistiken weltweit v.a. psychosomatische Langzeiterkrankungen. Sozial nachhaltiges Handeln bedeutet bspw., organisationale, interaktionale und personale Konzepte der aktiven Gestaltung eines gesunderhaltenden beruflichen Handelns zu kennen und umzusetzen.
Themen des Semesters: Was bedeutet Arbeit psychisch für den Menschen? Wie entstehen Arbeitssucht und Burnout? Wieso gibt es Mobbing? Wie funktioniert gesundes Work-Life-Blending, wie der Umgang mit digitalem Stress? Wie funktioniert das Betriebliche Gesundheitsmanagement? Wer hat welche Verantwortung bei der Arbeit? Fragen wie diese werden, auch mit Blick auf den bevorstehenden Berufseinstieg, im Trainingsseminar interaktiv mit theoretischen und praktischen Anteilen erarbeitet.
Neben den Inhalten ist das „Wie“ dieses Trainingsseminars zentral: erlernt werden Methoden der Prozesskonzeption, Gruppenmoderation, der Umgang mit Metaplantechniken und andere Fertigkeiten, die Studierende auf typische Praxisanforderungen konkret vorbereiten.

Ausdrücklich offen für alle Semester, konzipiert für Studierende Bachelor & Master Soziologie auf den Weg in die Praxis, geöffnet für Interessierte anderer Fachrichtungen.

2 SWS: 14-tägig ab 1. LV-Woche, 3 Zeitstunden (s.t.): Dienstag 16-19h. Als Trainingsseminar begrenzt auf 20 Teilnehmer*innen, daher bitte verbindliche Anmeldung zum Seminar via Stud.IP. Nach dem Startworkshop ist diese Lerngruppe geschlossen.
[Falls als Online-Seminar notwendig: Teilnahme nur mit eingeschalteter Kamera!]

Einführende Literatur
Badura, Bernhard; Ducki, Antje; Schröder, Helmut; Klose, Joachim & Macco, Katrin (Hrsg.) (2011). Fehlzeiten-Report 2011: Führung und Gesundheit. Berlin, Heidelberg: Springer.
Meyerhuber, S. (2012). Soziale Nachhaltigkeit im Spannungsfeld postmoderner Arbeit. In Molter, Schindler & von Schlippe, Vom Gegenwind zum Aufwind. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 86-155.

Art der Prüfungsleistung für 6 CP (ECTS).
Interaktive Stundenvorbereitung (Workshop) & schriftliche Ausarbeitung (Dokumentation) in kleiner Gruppe (6 CP).

Dr. Sylke Meyerhuber
08-29-GS-42Acting Socially Sustainable in Organisations – Sociology Meets Psychology Part 1: Postmodern Issues (in englischer Sprache)
Sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen – Soziologie trifft Psychologie Teil 1: Postmoderne Problemlagen]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 16:00 - 20:00 SFG 1010 (2 SWS)

“The workplace is the most important environment for most people’s health, whether it is a home, office, factory or forest.” (Kjellström 2007)

“Social” sustainability is one of three global goals noted in the Rio Convention 1992 by the UN World Commission of Environment and Development. Economic sustainability is a booster of change for the modern organisation; ecological sustainability remains a constant task, while social sustainability is less regarded in the everyday workplace. Statistics since 2005 show alarming figures concerning the well-being and health of working people world wide. Therefore, it is important to understand how organisational structures and the individual’s processing and coping are interlinked.
This training-seminar is bridging sociological and psychological knowledge, focussing on concepts that support an understanding of how organisations and their role actors can shape a workplace “socially sustainable”. We will explore the psychological effects of the quality of a social climate, in order to understand social vulnerability. We scrutinize effects of socially anti-sustainable workplaces marked by problems as work addiction, burnout and mobbing, and sustainability supporting approaches like occupational health management, work-life-blending, and how to deal with digital stress. Ethics and responsibilities become apparent.
English is used as a lingua franca; effects of this setting are part of the reflection within the training setting. Students are supported to express themselves, didactically and by the lecturer. The interactive training-setting combines theoretical and practical elements,. Students should be willing to participate actively and in a reflective manner.
Beside interchangeable contents, the “how” is essential for all parts of this training seminar: students learn process planning, group moderation, use of Metaplan techniques, and other demands typical in the organisational practice.

Open for 1st semester students and above, recommended for Sociology Bachelor students before their internship and thesis, as well as for Master students. Open to students of other faculties. As a training seminar limited to 20 participants.

2 SWS: Fortnightly, starting in the 2nd week of the term: Tuesdays 4-7 pm; 3 hours (s.t.!). Limited to 20 participants, therefore please register reliable via Stud.IP for your participation. After the start workshop, this training-group will be closed.
[In case the seminar must be held online: participation only with camera turned on!]

References
Hämäläinen, Riitta (2006). Workplace Health Promotion in Europe. Finnish Institute of Occupational Health.
Meyerhuber, Sylke (2014). Trust and Time in Reorganisations and the Role of Middle Managers. In Guido Becke, Mindful Change in Times of Permanent Reorganisation – Organizational, Institutional and Sustainability Perspectives. Heidelberg New York London: Springer, 147-166.
Pongratz, Hans & Voß, Günter (2001). From Employee to ‘Entreployee’ – Towards a ‘Self-Entrepreneurical’ work force? In: SOWI – Sozialwissenschaftliche Informationen, 2001, pp. 42-52.

Performance requirement for 6 CP (ECTS)
Preparation of an interactive workshop and exposition in small groups.

Dr. Sylke Meyerhuber

General Studies Angebot aus dem Fachbereich 8 / Sozialwissenschaften

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-zsp-GS-1003Welche beruflichen Perspektiven bieten sich für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen außerhalb der Wissenschaft und Forschung?
Which career prospects for social scientists open up beyond science and research?

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 2060 (2 SWS)

Die Teilnahme ist gesperrt, weil die Höchstteilnehmenden-Zahl wurde erreicht!
Die Frage, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen könnte, lässt sich für Studierende der Sozialwissenschaften nicht so einfach beantworten. Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und orientiert sich sehr stark an den individuellen Interessen und Fähigkeiten. Daher ist es ein persönlicher Lernprozess, eigene berufliche Vorstellungen zu entwickeln.

Das Seminar richtet sich im Wintersemester 2021/2022 an Masterstudierenden sowie an Bachelorstudierende ab dem 5. Fachsemester. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer*innen zu ermutigen, die eigenen Stärken zu ermitteln und herauszufinden, welche Tätigkeitsfelder das persönliche Interesse wecken. Häufig bieten Neigungen, Überzeugungen und Werte eine hilfreiche Orientierung. Zudem soll der Kurs aufzeigen, wie die beruflichen Ziele erreicht werden können.

Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Denn Sozialwissenschaftler*innen werden von Unternehmen, Organisationen und Institutionen selten gezielt gesucht. Da sie häufig mit Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Gesundheitswissenschaftler*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Jurist(en)innen konkurrieren, wird geübt berufliche Netzwerke aufzubauen und den versteckten Arbeitsmarkt in den Blick zu nehmen.

Es werden Berufspraktiker*innen aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern eingeladen. Sie geben Einblicke in ihren beruflichen Alltag und berichten über ihren beruflichen Werdegang.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1008Freiwilliges zivilgesellschaftliches Engagement (Begleitseminar zum studentischen Ehrenamt)
Voluntary commitment in the realm of civil society (Tutorial to students´volunteering)

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 29.10.21 12:00 - 14:00 GW2 B2900

Der Fachbereich Sozialwissenschaften (FB 08) fördert das studentische Ehrenamt, da das zivilgesellschaftlichen Engagement zunehmend an Bedeutung für das Gemeinwohl gewinnt. Die Motivation von Studierenden, sich beispielsweise sinnstiftend für andere Menschen einzusetzen, politisch Einfluß zu nehmen, gesellschaftliche Partzipationsprozesse mitzugestalten oder einen humanitären Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, soll somit gewürdigt werden.

Außerdem bietet das freiwilligen Engagement die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlangen, die nützlich für die berufliche Orientierung oder für den Berufseinstieg sein können.

Teilnehmen können Studierende, die sich bereits ehrenamtlich engagieren oder ein zivilgesellschaftliches Engagment planen. Das bereits ausgeübte Ehrenamt wird zu Beginn der Veranstaltung angemeldet. Die Genehmigung erfolgt, wenn das Engagement den Anforderungen entspricht. Ehrenämter, die in der Vergangenheit ausgeübt wurden, können nicht nachträglich anerkannt werden. Zudem ist das Engagement in politischen Parteien von der Anerkennung ausgenommen.

Studierende, die gerne eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben möchten, werden im Begleitseminar bei der Suche nach einer passenden Einrichtung, Organisation oder Initiative unterstützt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Freiwilligen Agentur Bremen statt.

Der Einsatz bei einer entsprechenden Einrichung wird mit drei CP gewürdigt, wenn 90 Stunden innerhalb eines Jahres geleistet und von der Einrichtung bescheinigt wurden. Anforderung ist zudem einen Reflexionsbericht zu verfassen.

Dieses Begleitseminar richtet sich ausschließlich an Studierende im FB 08. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Am 29.10.2021 werden die Leistungsanforderungen erläutern.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1009Freiwilliges Engagement im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" der Freiwilligen-Agentur Bremen
Balou and you - Volunteer work - Volunteer Bureau Bremen

Arbeitsvorhaben
ECTS: 6

Einzeltermine:
Mo 25.10.21 12:00 - 14:00 Freiwilligen-Agentur, Dammweg 18-20, 28211 Bremen

Wer möchte sich gerne verantwortungsvoll für ein Kind im Grundschulalter engagieren? Im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" erhalten Studierende die Möglichkeit, als Paten, einmal in der Woche, ehrenamtlich, Zeit mit einem Schulkind zu verbringen. Diese Paten bzw. Balus bringen Bewegung und Abwechslung in den konkreten Alltag der Patenkinder bzw. Moglis. Balu und Mogli treffen sich zuverlässig über einen Zeitraum von einen Jahr.

Für Moglis ist es eine ganz besondere Gelegenheit eine etwas andere Welt kennenzulernen. Durch die Freundschaft mit ihrem Balu entsteht häufig ein Entwicklungsschub. Sie wirken in der Schule konzentrierte, offener und konflikfähiger.

Das bundesweite Mentorenprogramm "Balu und Du" besteht seit 2002. Menschen an 70 Standorten in Deutschland engagieren sich dafür, dass es Kindern in besonderen Lebenslagen besser geht. Seit 2008 wird das Konzept des Mentorenprogramms von der Freiwilligen-Agentur Bremen umgesetzt.

Der Fachbereich Sozialwissenschaften fördert das ehrenamtliche Engagement von Studierenden, insbesondere im Rahmen des Mentorenprogramm. Daher besteht eine Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur Bremen.

Das Begleitseminar dient der Supervision sowie der Vor- und Nachbereitung der Patinnen und Paten für die anspruchvolle Rolle des Balus. Die geplanten Supervisionstermine finden in der Freiwilligen-Agentur Bremen, Dammweg 18-20, 28211 Bremen statt.

Der Veranstaltungsort für die Auftaktveranstaltung am 19.04.2021 ist die Universität Bremen oder die Freiwilligen-Agentur Bremen, Dammweg 18-20, 28211 Bremen. Die Auswahl- und Informationsgespräche können bereits vor der Auftaktveranstaltung mit Claudia Fantz vereinbart werden.

Claudia Fantz
08-zsp-GS-1010Engagiere dich! Freiwilliges Engagement für und mit Bremer Grundschulkindern bei den climb-Lernferien (der gemeinnützigen CLIMB GmbH)
Get involved! Voluntary commitment for and with primary school children at the climb-Lernferien (of the non-profit CLIMB GmbH)

Arbeitsvorhaben
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 04.02.22 12:00 - 14:00 Altes Pumpwerk, Salzburger Straße 12, 28219 Bremen
Fr 11.03.22 12:00 - 14:00 Altes Pumpwerk, Salzburger Straße 12, 28219 Bremen

Bei den climb-Lernferien lernen armutsgefährdete Grundschulkinder und Studierende in den Schulferien zwei Wochen lang in den Räumen einer Grundschule von- und miteinander. Die Lernferien finden vom 18.10. bis 29.10.2021 (Herbstferien) und 04.04. bis 15.04.2022 (Osterferien) an einer Grundschule in Bremen statt. Die Teilnehmer*innen entscheiden sich jeweils für eine Ferienzeit. Es wird empfohlen, insbesondere bei Interesse an den Lernferien im Herbst, frühzeitig mit Mirela Müller Kontakt aufzunehmen - unter dieser E-Mail-Adresse: muelle@climb-lernferien.de.

Die Teilnehmer*innen schlüpfen in die Rolle eines*r climb-Lehrer*in und arbeiten intensiv in einem 3er-Team zusammen. Zur Vorbereitung auf die Rolle der*s climb-Lehrers*in finden zwei Wochenend-Workshops statt - für die Herbstferien vom 08.10. bis 10.10.2021 sowie vom 16.10. bis 17.10.2021 und für die Osterferien vom 25.03. bis 27.03.2021 sowie vom 02.04. bis 03.04.2022. Im Anschluss an die Lernferien sind jeweils gemeinsame Abschlussreflexion geplant - am 30.10.2021 (Herbstferienabschluss) und am 16.04.2022 (Osterferienabschluss).

climb bietet den climb-Lehrer*innen einen Raum, die eigenen Stärken zu entdecken und zu entwickeln. Außerdem wird der ganz persönliche Umgang mit Herausforderungen geübt und die Möglichkeit sich als Führungskraft auszuprobieren – und zwar, in dem du Kinder für das Lernen begeisterst.

Darum geht es : Im Team vor der Klasse stehen, Unterricht planen, Projekte durchführen, auf Ausflüge gehen und vieles mehr. Nach einer intensiven Vorbereitung ermöglichst du zweiwöchige, schlaue Ferien für Grundschüler und nimmst an unserem Weiterbildungsprogramm teil. Du wirst dabei professionell begleitet, bekommst Feedback und viel Raum zum ausprobieren und reflektieren.

Die Auftaktveranstaltungen für die Lernferien in den Osterferien finden am 04.02. und 11.03. 2022 jeweils von 12:00 bis 14:00 Uhr statt. Dort erfährst du mehr über climb, lernst Details zur Teilnahme kennen und beschäftigst dich in einem Workshop mit deinen Stärken und der Frage “Was kann ich eigentlich richtig gut?”.

Mirela Müller
08-zsp-GS-1013Onlinejournalismus - Glaubwürdigkeit und Ethik des Schreibens in Zeiten von Fake-News und Lügenpresse
Onlinejournalism - credibility and ethics of writing in times of fake news and press crisis

Blockveranstaltung
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 05.11.21 10:00 - 16:00
Sa 06.11.21 10:00 - 16:00 GW2 B2890
Mi 10.11.21 10:00 - 14:00 Exkursion
Fr 12.11.21 10:00 - 16:00
Sa 13.11.21 10:00 - 16:00 GW2 B2890

Onlinejournalismus und Offlinejournalismus: Zwei getrennte Welten?

Wie muss ich schreiben und sprechen, welche Bilder brauche ich, um in beiden Bereichen meine Botschaft medien- und adressatengerecht umzusetzen? Und vor allem: Wo setze ich die inhaltlichen und ethischen Grenzen, um meiner Verantwortung als Journalist der Gesellschaft gegenüber gerecht zu werden -und nicht meinem Arbeitgeber bei Einschaltquoten und Klickzahlen?

Wenn der Journalist über sein Angebot die Nachfrage schafft - wie ist die Zukunft von Offline-Angeboten und von Online-Angeboten? Wie schaffe ich Textqualität auf Basis einer sauberen Recherche? Unterscheiden sich Texte und Bilder fürs Internet von anderen Produktionen? Wie schaffe ich es, einen maximalen Inhalt in minimal vorhandenem Raum zu präsentieren, ohne dass die Inhalte verloren gehen? Was ist eine Nachricht und was ist keine? Warum der Nachrichtendruck im Netz nur durch journalistische Kompetenz kompensiert werden kann.

Mit diesen und anderen Fragestellungen beschäftigt sich das Blockseminar "Onlinejournalismus". Auf redaktioneller Basis erstellen die Teilnehmer*innen grundlegende Textformate von der Meldung bis zur Reportage. Durch die Interaktion und Praxis lernen sie, wie Berichterstattung funktioniert und die Basis für Online-Journalismus ist. Dazu gehören auch grundlegende Kenntnisse für den Foto- und Videobereich mit eigener Fototour und Shooting.

Das Seminar vermittelt fundiertes Wissen und Praxis für die selbstsichere, glaubwürdige und stilsichere journalistische Arbeit – die Grundlage für Blogs, Social Media und Webtexte. Die Arbeitsweise von Content Management Systemen (CMS) spielt dabei ebenso eine Rolle wie Kernbereiche des Medien-und Urheberrechts.

Zudem ist eine Exkursion in der Onlineredaktion des Bremer Weserkuriers geplant.

Helmut Stapel
08-zsp-GS-1014Public Relations für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft
Public relations for politics, cultural and social awareness, environment and economy

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Welche Fähigkeiten muss ein PR-Redakteur*in haben? Wie sieht der Arbeitsalltag eines*r Pressesprechers*in in der Politik aus? Unterscheidet sich die Öffentlichkeitsarbeit eines Theaters von der eines Unternehmens? Diese und viele weitere Fragen rund um die Berufsfelder der Public Relations werden wir im Verlauf des Seminars gemeinsam stellen und beantworten.

Dieses Seminar richtet sich ausschliesslich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Teamarbeit und zur Einhaltung von Vereinbarungen. Am 18.10.2021 werden die Regeln fuer die Teilnahme und die Leistungsanforderungen vereinbart.

Am 25.10.2021 werden die Teams gebildet, die die Aufgabe erhalten jeweils ein inhaltliches Thema zu bearbeiten. Ergänzend dazu werden Interviews mit Experten aus der Praxis geführt. Die Arbeitsergebnisse der Teams werden dem Plenum anschaulich vermittelt. Fuer ihren Vortrag erhalten die Teams ein ausführliches Feedback. Für die zweite Haelfte der Veranstaltungszeit ist eine Exkursion in einem Betrieb oder einer Organisation vorgesehen.

Christoph Sodemann
08-zsp-GS-1016Live-Kommunikation: Events und Messe im Kontext fairer Handel, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mit der Besonderheit der weltweiten "Hinterlassenschaften von Corona"
Live communication: Events and trade fairs in the context of fair trade, sustainable development and economic cooperation. With the specificity of the worldwide "legacies" of Corona"

Blockveranstaltung
ECTS: 3

Einzeltermine:
Sa 20.11.21 - So 21.11.21 (So, Sa) 10:00 - 16:00 online
Sa 04.12.21 - So 05.12.21 (So, Sa) 10:00 - 16:00 GW2 B2890

Events und damit auch Messen haben in den letzten Jahren etliche Bereicherungen, aber auch Veränderungen erfahren. Mit dem Einzug der sozialen Medien ist der gesamte Marketing-Sektor unwiderruflich verändert worden. Was „gestern“ noch als gesetzt galt, war am nächsten Tag hinfällig. Die Anzahl der Kommunikationskanäle überstiegen von jetzt auf gleich, alles bis dahin Vorstellbare.

Events, als noch recht „junges Tool“ im Kommunikationsmix, wurde hart auf die Probe gestellt. Gleich galt und gilt für das wohl älteste Tool im Kommunikationsmix, die Messen. Hinzu kommt, dass das persönliche soziale Gewissen der Konsumenten sich zunehmend für Nachhaltigkeit begann zu sensibilisieren und damit sich der Content ebenfalls anpasste. Afrika, Asien, Südamerika wurden als Entwicklungsregionen bewusster wahrgenommen. Somit gab und gibt es auch neue, andere Narrative, die erzählt werden. Was für Hindernisse müssen die Unternehmen und Ausstellern beseitigen, damit sie auf die Messen, hier in Europa, insbesondere im Messeland Deutschland erfolgreich auftreten können? Was wird ihnen abverlangt und was können sie bereichernd mitnehmen?

Was ist eine spannende Story, was sind passende Messen, welche Events mit welchen Inhalten holen die Teilnehmer und Besucher angemessen ab und wirken wahrhaft? Die Corona-Krise hat die Branche noch einmal mehr herausgefordert. März 2020! Alle Messen und Events wurden abgesagt, Umsatz gleich NULL. Wie der Phönix aus der Asche erwachte innerhalb von Tagen die virtuelle Messe, das virtuelle Event aus dem Dornröschenschlaf. Was gestern noch als zu wenig emotional, zu wenig sinnlich in den Schubladen lag oder mit zu wenig „Haptik“ ausgestattet war stieg selbstbewusst mit viel Verve aufs prominente Podest und war „wie durch ein Brennglas betrachtet“ allgegenwärtig. Aber kann die virtuelle Messe diese Erwartungen auch nachhaltig erfüllen? Wie sehen die neuen Formate aus, die neue „Normalität“ und welche Erfahrungen sind bereits aussagefähig?

Dieses Seminar lädt ein, sich mit fundiertem Wissen für die Praxis auszustatten, sich mit Beispielen aus der Praxis und belastbarer Theorie die Grundlagen für das eigene Handeln abzuholen. Von Analyse, über Inszenierung und Konzeption bis Storytelling und Wirkungsprüfung wird an authentischen und erlebnisreichen Lösungsideen gearbeitet und das eigene Handeln, aus der Teamarbeit, reflektiert.

Frank Ernst Willy Fromme
08-zsp-GS-1017Public Transport Lab: Die Kultivierung der Verkehrswende

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 GW2 B2900 (2 SWS)

Das Public Transport Lab geht in eine neue Runde! Hierbei handelt es sich um eine Ringvorlesung zu Themen rund um Nahverkehr und die Verkehrswende. Im diesjährigen Wintersemester widmen wir uns der "Kultivierung der Verkehrswende". Denn für eine erfolgreiche Verkehrswende müssen nicht nur Infrastruktur und Wirtschaft transformiert werden, sondern darüber hinaus muss auch ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden. Denn das Auto ist im Denken und Erleben unseres Alltags tief verankert. Diese Verankerung stellt ein Hindernis bei der Transformation hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität und Schaffung lebendiger Städte dar.

Wie für eine Ringvorlesung üblich werden wir wöchentlich wechselnde Referierende haben, welche gemeinsam mit uns das Thema der "Kultivierung der Verkehrswende“ aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Die Veranstaltung ist interdisziplinär angelegt, d.h. die Beiträge stammen aus verschiedensten Disziplinen. Denkbar sind z.B. Beiträge aus Psychologie, Soziologie, Kunst, Kultur, Planung, Recht, Technik oder eine Kombination. Der wichtigste Teil ist für uns die gemeinsame Diskussion zwischen unseren Referierenden und Studierenden."

Dipl.-Psych. Mark Peter Wege
08-zsp-GS-2015Projektmanagement - notwendiges Übel oder hilfreiches Instrument?
Project Management - a necessary evil or a helpful instrument?

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B3770 (2 SWS)

ACHTUNG! Die Veranstaltung startet am 27.10.2021! Die Arbeitswelt ist im Wandel. Zahlreiche Aufgaben in Organisationen der Wirtschaft, des Non-Profit-Bereichs und des öffentlichen Sektors werden heute zunehmend im Rahmen von Projekten erledigt. Zudem schließen sich immer mehr Freelancer unterschiedlicher Fachkompetenz zu flexiblen Projektteams zusammen, um größere Aufträge zu bearbeiten.

Aber was ist ein Projekt konkret? Wie geht man bei der Planung und Organisation von Projekten vor? Welche Faktoren beeinflussen den erfolgreichen Verlauf und Abschluss eines Projektes? Was kann ich persönlich für den Erfolg eines eigenen Projektes tun – in der Rolle als ProjektplanerIn, als ProjektleiterIn, als fachkompetentes Mitglied in einem Projektteam?

Während der Veranstaltung erlangen Sie fundiertes Wissen für die Planung, Organisation und Durchführung von Projekten. Sie lernen die grundsätzliche Vorgehensweise und verschiedenen Instrumente der Projektplanung und -steuerung kennen und wenden die erlernten Instrumente an praktischen Fallbeispielen an. Darüber hinaus werden Sie für das Umfeld von Projekten sensibilisiert.
Neben den harten Faktoren geht es in der Veranstaltung auch um die weichen, d.h. um die menschliche Seite in Projekten. Wie setzt man ein Projektteam optimal zusammen und gestaltet die Teamarbeit erfolgreich? Was macht eine gute Projektleitung aus? Wie kann man ein Team im Projektverlauf immer wieder motivieren und Konflikten vorbeugen? Und wenn Konflikte aufkommen, wie können sie wirkungsvoll gelöst werden?

Alle diese Fragestellungen werden in der Veranstaltung behandelt. Die Teilnehmer*innen erhalten das Rüstzeug für einen selbstsicheren Umgang mit Projekten und können so ihre eigene Rolle in künftigen Projekten im Studium und in der Arbeitswelt besser finden und ausfüllen.

Das Seminar richtet sich an Studierende, die das 2. Fachsemester abgeschlossen haben.

Diana Quade