Digitale Konzepte

Digitale Konzepte

Die Digitalisierung des Lehrens und Lernens wird von den Lehrenden und Studierenden gemeinsam mit weiteren Akteur*innen in enger Zusammenarbeit gestaltet. Aus dem Strategieprozess wurden die folgenden mittelfristigen Ziele abgeleitet

  • Entwicklung und Einsatz zeitgemäßer und an den spezifischen Bedarfen der Fachbereiche/ Studiengänge/Lehreinheiten orientierter hybrider/Blended Lehr-/Lern- Prüfungsformate, um die Lehr-/Lernqualität für die Studierenden und Lehrenden an der Universität Bremen zu steigern
  • Entwicklung und Umsetzung von fachbereichsbezogenen Digitalisierungsstrategien, die Ziele und Maßnahmen der Studiengänge unter Einbeziehung der jeweiligen fachkulturellen Perspektive auf Digitalität in der Lehre beinhalten
  • Verankerung von „Digital Literacy“ in allen grundständigen Studiengängen, um die fachliche Informations- und Medienkompetenz der Studierenden aller Fachbereiche zu stärken.
  • Förderung der freien, dauerhaften Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources).

Projekte und Initiativen

Studierendenzentriert, kollaborativ, innovativ - Lehren und Lernen an der Universität Bremen

An der Universität Bremen gestalten viele Lehrende schon seit Jahren ihre Lehre mit digitaler Unterstützung. Die Bandbreite reicht vom vereinzelten Einsatz digitaler Tools über gut konzipierte Blended Learning-Szenarien bis hin zu komplett digital stattfindenden Veranstaltungen in den eGeneral Studies. Durch Corona erhielt die Digitalisierung der Lehre einen enormen Schub. Darauf wird nun im Projekt SKILL-UB (gefördert durch StiL) aufgebaut. Mehr 

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert die Weiterentwicklung und Erneuerung guter Hochschullehre. Sie unterstützt die Hochschulen, um sich mit veränderten Bedarfen, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten weiterzuentwickeln und sich auf eine Zukunft auszurichten, die wir heute noch nicht kennen.  Aktuelle Ausschreibungen finden Sie hier

Aktuell geförderten Projekte an der Universität Bremen 

KeNobi - Key-Feature-basierte Nachhaltigkeitsprüfungen in der Hochschulbildung –

Finanzierung: Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL)
Projektlaufzeit: 01.04.2023 – 31.03.2026
Ausschreibung: Freiraum 2023
Projektleitung: Dr. Denis Pijetlovic

Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit (VAN) stellt Studierenden deutschlandweit kostenlose (digitale) Selbstlernveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung. Dieses Angebot nutzen jedes Semester ca. 1000 Studierende und absolvieren eine eKlausur, deren ECTS-Punkte an den Heimathochschulen angerechnet werden. Um eine effiziente Abwicklung dieser hohen Anzahl an Prüfungen gewährleisten zu können, bestehen die eKlausuren ausschließlich aus „geschlossenen Fragetypen“. Diese Einseitigkeit zeigt den Mangel an Innovationen, den es bei elektronischen Prüfungsfragetypen gibt. Daher soll im Rahmen des Projekts KeNobi ein neues Prüfungsformat entwickelt werden, das auf dem
Key-Feature-Ansatz beruht. Studierende und Lehrkräfte arbeiten hierbei gemeinsam an der Erstellung von Entscheidungsszenarien im Kontext der Nachhaltigkeit, die anschließend für eine eKlausur-Prüfung der VAN genutzt werden. Die Verwendung von Key-Feature-Fragen ermöglichen verschiedene Entscheidungswege innerhalb einer Prüfung zu durchlaufen und dabei nicht nur Fakten-, sondern auch Handlungswissen zur Lösung von praxisnahen Fällen anzuwenden. Der KeNobi-Ansatz verknüpft damit Nachhaltigkeitswissen mit Entscheidungssituationen aus dem beruflichen Kontext und bindet dabei die Studierenden aktiv mit ein. Das KeNobi-Projekt ergänzt somit die nachhaltigkeitsbezogene
Kompetenzförderung an Hochschulen und trägt dazu bei, die Studierenden praxisnah auf Herausforderungen in ihren beruflichen Rollen vorzubereiten.

 

Fachdidaktik.inklusiv.digital - Phasen- und länderübergreifende OER-Modulbausteine für die Lehrer:innenbildung: Entwicklungsorientierte Angebote im Spannungsfeld von Individualisierung und Kooperation 

Im Rahmen des Projekts Fachdidaktik.inklusiv.digital werden in den kommenden 2 Jahren an der Universität Bremen modulare Inhalte als Open Educational Resources (OER) für Lehramtsstudierende, Referendar:innen und Lehrkräfte entwickelt, die gleichermaßen in Präsenz- oder Blended Learning Seminaren, aber auch zum Selbststudium eingesetzt werden können. Dazu werden Expert:innen aus der Schulpraxis und den Fachdidaktiken systematisch eingebunden, um die spezifischen Herausforderungen im Einsatz digitaler Medien im inklusiven Unterricht aus Fachperspektive zu beleuchten. Das Projekt wird umgesetzt in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg und dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung. Website: inklusiv.digital 

Kontakt: Prof. Frank J. Müller Fachbereich 12

Immersive Transformationsräume der Nachhaltigkeit - ImmerNa

Das Lehrprojekt „Immersive Transformationsräume der Nachhaltigkeit - ImmerNa“ hat zum Ziel, eine Online-Lehrveranstaltung (Selbststudium) mit Virtual Reality-Elementen für den Bereich Nachhaltigkeit bzw. nachhaltiges Handeln zu entwickeln. Hierfür beschäftigen sich Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltungen thematisch mit der Fragestellung, inwieweit immersive Erfahrungen in Virtual Reality förderlich für das systemische Denken (als wichtige Teilkompetenz für nachhaltiges Handeln) ist? Im Laufe von vier Semestern werden Übungen, Methoden und Formate erprobt, die in VR durchlaufen werden und eine förderliche Wirkung auf das systemisches Denken der Studierenden haben sollen, welches wiederum wichtig im Nachhaltigkeitskontext bzw. für nachhaltiges Handeln ist. Als Ergebnis steht im Wintersemester 2024/25 im eGeneral Studies Bereich eine VR-Online-Lehrveranstaltung auf der OnCourse-Lernplattform allen Studierenden der Universität Bremen zur Verfügung. Website des Projekts (befindet sich noch im Aufbau): www.va-bne.de

Kontakt: Dr. Denis Pijetlovic Fachbereich 7

„Lost in Translation?“

Schüler:innen wollen wissen, warum man überhaupt eine Fremdsprache lernen sollte (Lost in Translation?). Im Rahmen des Projekts „Lost in Translation?“ setzen sich Fachexpert:innen, Studierende und Lehrende mit diesen und weiteren grundlegenden Fragen auseinander, die Personen innerhalb und außerhalb der Fachcommunity an die noch verhältnismäßig junge Disziplin der Fremdsprachendidaktik stellen. Die Talkshow „Damit wir uns richtig verstehen“, die als Auftaktveranstaltung des Projekts fungierte, greift bereits einige dieser Fragen auf und versucht sich an ersten Antworten. Vertiefte Auseinandersetzungen erfolgen darauf aufbauend im Rahmen eines fremdsprachendidaktischen Moduls an der Universität Bremen, das die Entwicklung wissenschaftskommunikativer Videos zum Ziel hat. Die Ergebnisse der Studierenden – in Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftskommunikator – werden auf dem Wissenschafts-Kanal „Lost in Translation?“ auf YouTube zur Verfügung gestellt. Zum YouTube Kanal Lost in Translation

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Grünewald & Dr. Georgia Gödecke Fachbereich 10 
 

SPRint Schreiben, Publizieren, Reflektieren integriert in die Fachlehre durch Booksprints

Im Studium kommt die Ausbildung jener Kompetenzen zu kurz, die über das rein Fachliche hinausgehen, die Studierende aber dazu befähigen würden, professionell verantwortungsvoll zu handeln: die Fähigkeit zur Kooperation, Kommunikation und Selbststeuerung, die Informationskompetenz und die Problemlösekompetenz. Auch das Schreiben im Studium ist meist wenig realitätsnah: Studierende schreiben isoliert und nehmen die benotenden Lehrenden als einzige Adressaten wahr. Im Projekt SPRint erproben und evaluieren wir daher ein schreibdidaktisches Format, das die genannten Kompetenzen in verschiedenen Hochschulkontexten fördert: den sog. Booksprint.

Kontakt: Prof. S. Brommer Fachbereich 10

 

Miro, Mural, Padlet, Conceptboard…Kollaboratives studieren, lernen und arbeiten wird immer relevanter. Wenn Sie im kommenden Sommer- und/oder Wintersemester in Ihrer Veranstaltung kollaborativ mit Ihren Studierenden arbeiten, den Funktionsumfang der Software https://conceptboard.com/de/ kostenlos mit uns testen möchten, sowie am Austausch mit anderen Lehrenden interessiert sind, dann laden wir Sie zum Pilotprojekt OK ein, das vorbehaltlich der Zustimmung des CDO stattfindet.

Das Pilotprojekt mit Lehrenden und Mitarbeitenden wird in Abstimmung mit dem CDOTeam und weiteren Partner:innen umgesetzt und umfasst den kostenlosen, testweisen Einsatz der Software im Sommer- und/oder Wintersemester 2024/25 sowie den semesterbegleitenden Austausch über die Einsatzszenarien. Onlinetreffen sind zu Beginn und am Ende des Semesters geplant. 

Bei Interesse, wenn Sie Conceptboard in der Lehre testen möchten, schreiben Sie bitte eine kurze E-Mail an hddg@vw.uni-bremen.de

Die Lizenzen sind leider begrenzt.

Empfehlungen

Zum Abschluss der Peer-to-Peer-Strategieberatung haben die Peers gemeinsam mit dem Hochschulforum Digitalisierung einen Empfehlungsbericht für die Universität Bremen erarbeitet. Er fasst zentrale Beobachtungen zusammen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die weiteren strategischen und operativen Maßnahmen der Universität. Thematisiert werden auch die nach dem Hochschulbesuch durch die COVID-19-Pandemie entstandenen besonderen Rahmenbedingungen im digitalen Sommersemester 2020.

Eine der wichtigsten Empfehlungen der Peers konnte die Universität Bremen mit der Ernennung eines professoralen Chief Digital Officer im Nachgang des Hochschulbesuchs zeitnah umsetzen: 

  • Ein Ziel des Chief Digital Officer ist es, eine wirkungsvolle Governance zur Gestaltung der digitalen Transformation zu schaffen. Ein erster Arbeitsschwerpunkt ist das digital gestützte Lernen und Lehren.

Der Konrektor Lehre und Studium wiederum treibt die Erstellung eines Aktionsplans mit Maßnahmen zur Umsetzung der Peer-Empfehlungen voran. 

Expertenbesuch

Am 12. und 13. Februar 2020 diskutierten Hochschulmitglieder aus allen Statusgruppen die Ergebnisse des Selbstreflexionsberichts mit den Peers der Universitäten Konstanz, Paderborn und Lüneburg, des DAAD und den Vertreter*innen des Hochschulforum Digitalisierung.

In der Zukunftswerkstatt, die vom Hochschulforum Digitalisierung moderiert wurde, erarbeiteten mehr als als 80 hochmotivierte Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gemeinsam Ideen für die Handlungsfelder

  • Internationale Kooperation
  • Curriculumsentwicklung
  • Support, Infrastruktur und Anreizsysteme
  • Personalentwicklung | Digitale Kompetenzen

Es wurden Ideen, konkrete Wünsche und Anforderungen formuliert sowie mögliche Lösungen diskutiert.

Aus dem Studierendenworkshop, der von der studentischen Peer geleitet wurde, hat sich eine studentische Gruppe gebildet, die Studierende vernetzt, die an der Verbesserung des digitalen Lernens und Lehrens mitwirken möchten.

Selbstreflexion

Zum Auftakt der Peer-to-Peer-Strategieberatung entstand unter Leitung des Konrektors Lehre und Studium, Professor Dr. Thomas Hoffmeister, in Zusammenarbeit von Referat Lehre und Studium, Zentrum für Multimedia in der Lehre, Stabsstelle für Strategische Projekte und Exzellenz, International Office sowie ausgewählten uniinternen Expert*innen, der Selbstreflexionsbericht der Universität Bremen.
Die Ausgangssituation der Universität wurde in den Dimensionen Strategie, Struktur und Kultur analysiert und mit relevanten Stakeholdern diskutiert. Für die weitere gemeinsame Arbeit wurden hier folgende Handlungsfelder als prioritär identifiziert: 
Strategische Ziele für die Digitalisierung in Studium und Lehre  Kooperation im digitalen Zeitalter – international und national Curriculumsentwicklung – inklusive Qualitätsmanagement Support und Beratung – inklusive Infrastruktur und Anreizsysteme Personalentwicklung | Digitale Kompetenzen
Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Fächer aufgrund ihrer Kultur, aber auch aufgrund ihrer Größe und ihrer spezifischen Lehrformen divergierende Bedarfe an digitalen Lehrformaten haben.

 

Weitere Akteur*innen

Zentrum für Multimedia in der Lehre

CDO (Chief Digital Officer) und Team

Medienstelle 

Themenausschuss Lehrerbildung in der digitalen Welt. (ZfLB)

AnsprechpartnerInnen in den Fachbereichen - Liste im Aufbau