Citizen Science

Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft mit Citizen Science
Citizen Science bezeichnet die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an wissenschaftlicher Forschung. Gemeinsam mit Forschenden sammeln, analysieren oder interpretieren sie Daten und tragen so zur Gewinnung neuer Erkenntnisse bei. Citizen Science verbindet wissenschaftliche Expertise mit gesellschaftlichem Engagement.
Viele der großen Herausforderungen unserer Zeit – etwa im Bereich Umwelt, Gesundheit oder Digitalisierung – betreffen die gesamte Gesellschaft. Citizen Science eröffnet neue Perspektiven, erweitert die Datenbasis wissenschaftlicher Forschung und stärkt den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Forschung wird dadurch transparenter, relevanter und zugänglicher.
Für die Wissenschaft bedeutet Citizen Science wertvolle zusätzliche Daten, neue Fragestellungen und einen engeren Bezug zu gesellschaftlichen Bedürfnissen. Teilnehmende Bürgerinnen und Bürger gewinnen Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen, erweitern ihr Wissen und können aktiv zur Lösung realer Probleme beitragen. Der gegenseitige Austausch fördert Vertrauen, Verständnis und gemeinsame Verantwortung.
Als Universität verstehen wir uns als Teil der Gesellschaft. Citizen Science ist für uns ein zentraler Baustein einer offenen, verantwortungsvollen und dialogorientierten Wissenschaft. Durch die Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern stärken wir den Wissenstransfer, fördern Partizipation und leisten einen Beitrag zu einer nachhaltigen und informierten Gesellschaft.
Projekte

Was macht gesellschaftlichen Zusammenhalt aus?
Das Citizen-Science-Projekt GINGER richtet sich an alle, die sich für gesellschaftliche Fragestellungen und sozialwissenschaftliche Forschung interessieren. Ziel ist es, das Phänomen des gesellschaftlichen Zusammenhalts gemeinsam mit euch zu untersuchen. Ihr könnt individuell oder in Gruppen eigene Fragestellungen rund um das Phänomen „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ erforschen. Insgesamt ist es möglich, selbst Daten zu erheben (z. B. in Form von selbstgeführten Interviews und Storytelling), diese im Dialog mit Wissenschaftler*innen auszuwerten und zu interpretieren sowie für die wissenschaftsinterne wie -externe Öffentlichkeit aufzubereiten und zu kommunizieren. Auch die Beteiligung an einzelnen Forschungsschritten ist möglich.
(Laufzeit: 2021-2024)
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Wie gelingt gute Pflege?
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und der kvhs Ammerland gGmbH betreibt des SOCIUM Forschungszentrums Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen Forschung zu Gelingensbedingungen guter häuslicher und stationärer Pflege.
Das Projekt Be WIZZARD - Bürgerinnen und Bürger entwickeln wissenschaftliche Initiative zur Zukunftssicherung der Ammerländer Resilienz und Daseinsvorsorge - wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von bürgerwissenschaftlichen Vorhaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
(Laufzeit: 2021-2024)
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Biodiversität in der Stadt
Im Rahmen von Biodiverse Cities sollen naturbasierte Lösungen in 5 Pilotstädten – darunter Bremen – exemplarisch entwickelt werden. Durch innovative Methoden wie räumliches Experimentieren und soziales Design werden die lokalen Bevölkerungen in das Projekt eingebunden, mit dem Ziel einer weitgehenden Beteiligung bis hin zu einer Koproduktion einzelner Maßnahmen. Um Biodiversitätskriterien in die Stadtplanung, Stadtentwicklung und Investitionen zu integrieren, will das Projekt damit über übliche Praktiken hinausgehen. Das Teilprojekt in Bremen konzentriert sich auf den dicht besiedelten und kulturell vielfältigen Stadtteil Gröpelingen und wird in Zusammenarbeit mit der Forschungswerkstadt Gröpelingen des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaften (IfEK) durchgeführt.
(Laufzeit: 2022-2026)
mehrSteinesammeln für Fortgeschrittene
Die Geowissenschaftliche Sammlung des Fachbereichs Geowissenschaften der Universität Bremen bietet interessierten BürgerInnen durch Ausstellungen, Exkursionen, Vorträge und regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch einen Zugang zur Geologie, Paläontologie und Mineralogie. Desweiteren können BürgerInnen Fundberatungen oder Anleitungen für eigene wissenschaftliche Arbeit erhalten oder Material an die Sammlungen spenden. Das Mitwirken von einzelnen BürgerInnen an einer Vielzahl von Projekten stellt einen großen Gewinn für die Wissenschaft dar.
(Laufzeit: seit 1996)
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