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Winterakademie in Kasan: Internationale Bildungskooperationen wichtiger denn je

Nr. 353 / 20. Dezember 2016 SC

„Weltoffenheit ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen gemeinsamer internationaler Kooperationen“, so lautete eines der Leitziele der Winterakademie, die kürzlich an der Universität Kasan in Russland stattfand. Die Wissenschaftler Doris Sövegjarto-Wigbers, Oliver Hinkelbein und Fritz Frey von der Universität Bremen sowie der Schulleiter der Oberschule Findorff Uwe Lütjen nahmen auf Einladung des Goethe-Instituts Moskau als Fachreferenten und Workshop-Leiter an der Winterakademie mit dem Titel „Bildung mit Europa“ teil.

Die Veranstaltung richtete sich an Nachwuchsführungskräfte, die in staatlichen und nichtstaatlichen Bildungseinrichtungen arbeiten. Gemeinsam beschäftigten sie sich mit verschiedenen Aspekten der internationalen Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 34 Bildungseinrichtungen in Russland, der Ukraine, Georgien und Deutschland befassten sich in Kasan mit der Frage, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg funktionieren. Darüber hinaus wurde diskutiert, wie man trotz konfliktbehafteter politischer Rahmenbedingung erfolgreich neue Projekte in Forschung und Lehre initiieren kann.

Ein besonderer Schwerpunkt der Winterakademie war das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – Bildung also, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt und sie verantwortungsvolle Entscheidungen treffen lässt. Nach drei Tagen Austausch und Zusammenarbeit wurde als Schlusspunkt der Winterakademie eine „Kasaner Erklärung“ verabschiedet. In dieser sind die Handlungsempfehlungen für gelungene grenzüberschreitende Bildungskooperationen festgehalten, so dass auch andere von ihnen profitieren können. Wichtige Voraussetzungen für gemeinsame Bildungskooperationen sind – so heißt es in der „Kasaner Erklärung“ – interkulturelle Vorkenntnisse, interdisziplinäres Arbeiten und der Abbau von Stereotypen. Mit der Abschlusserklärung setzten alle Beteiligten bildungspolitische Impulse, die die Freiheit der Bildung, den Erhalt von Freiräumen in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit und den demokratischen Dialog als grundlegende Leitlinien für eine freie Bildung in Europa verfolgen.

Einigkeit bestand auch in der Einschätzung, dass vor allem in Zeiten internationaler Krisen und Konflikte die Kraft internationaler Bildungskooperationen als wichtiges Gut zur Entspannung und Friedenssicherung genutzt werden kann.


Weitere Informationen:

Universität Bremen
Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT)
Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers
Tel.: 0421 218-63376
E-Mail: soeveprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de   

Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK)
Dr. Oliver Hinkelbein
Tel.: 0421 218-67613
E-Mail: hinkelbeinprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Schulleiter Oberschule Findorff
Uwe Lütjen
Tel.: 36196911
E-Mail: uwe.luetjenprotect me ?!schulverwaltung.bremenprotect me ?!.de