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Was macht Social Media-Inhalte schädlich? Ein nutzerzentrierter vergleichender Ansatz

Verbundprojekt (2020 -2021)

Projekteitung: Prof. Dr. Yannis Theocharis

Forschungsverbund/Kooperation: Rebekah Tromble (George Washington University, USA), Cristian Vaccari (Loughborough University, Großbritannien)

Fördernde Institution: Principal Investigator Patricia Rossini (Universität Liverpool, Großbritannien)

Projektlaufzeit: 2020

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, wie die Wahrnehmung intoleranten Verhaltens von persönlichen, kulturellen oder politischen Merkmalen sowie von persönlichen Erfahrungen mit Online-Toxizität und möglichen Abhilfemaßnahmen beeinflusst wird. Das Projekt wendete eine vergleichende Perspektive an und untersuchte die potenziellen Auswirkungen der Exposition gegenüber intoleranter Sprache in vier Ländern, in denen Online-Intoleranz weit verbreitet ist – Brasilien, Deutschland, Großbritannien und USA. Die Forschung griff auf Umfrageexperimente zurück und konzentrierte sich darauf, wie verschiedene Nutzergruppen in verschiedenen Ländern reagieren, wenn sie von intoleranter politischer Rede in sozialen Medien angegriffen werden oder miterleben, wie andere von intoleranter politischer Rede in sozialen Medien angegriffen werden, und untersuchen, wie die Moderation von Plattforminhalten die daraus resultierenden Schäden durch intolerante Rede minimieren kann. Die allgemeinen Ziele des Projekts bestanden darin zu beurteilen, inwieweit verschiedene Personen verschiedene Arten des politischen Diskurses als intolerant interpretieren; zu enthüllen, wie sich Art, Ton, Quelle und Ziel des Diskurses auf die Schadenswahrnehmung der Menschen auswirken; die Faktoren/Moderatoren zu untersuchen, die erklären, warum verschiedene Personen verschiedene Arten des politischen Diskurses als intolerant interpretieren und inwieweit sie gegen diese Art von Inhalten vorgehen; und zu verstehen, welche Auswirkungen es auf politische Einstellungen hat, wenn man intoleranter Rede ausgesetzt ist oder davon betroffen ist (z.B. das Vertrauen in andere Nutzerinnen und Nutzer und auf Social-Media-Plattformen), Verhaltensweisen (wie die Teilnahme an Online-Diskussionen) und selektive Vermeidung (wie das Berichten, die Unfreundlichkeit, das Blockieren oder das Markieren eines Social-Media-Kontos).