Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2024

Geschichte, B.A./LA

Bachelor

HIS 2 Einführung in die Alte Geschichte

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Tassilo Schmitt
(VF, PF, KF, LA, ISSU) 9 CP
Zu belegen ist eines der beiden Proseminare und das Methodenseminar/Vorlesung.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-2.1Griechenland in der archaischen Zeit

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 SFG 1010 (2 SWS)

Zu dieser Veranstaltung muss eines der beiden Seminare: 08-28-HIS-2.2a oder 08-28-HIS-2.2b besucht werden.
Das Modul HIS 2 bietet einerseits eine Einführung in die spezifische Arbeit der Alten Geschichte und exemplifiziert das andererseits an einem konkreten und relevanten Thema. Im Sommersemester stehen die Gesetzgeber Drakon und Solon im Mittelpunkt. Neben allgemeinen ereignis-, kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen soll ihre Bedeutung im Rahmen der Vorgeschichte der Demokratie in Athen diskutiert werden.
Obligatorische Bestandteile des Moduls sind zwei Bausteine: (1) Die als Vorlesung mit Tutorium und Übungen konzipierte Veranstaltung am Donnerstag. (2) Eine der zugehörigen Seminarveranstaltungen am Montag.
Auch im Rahmen anderer Studiengänge ist es nicht sinnvoll, nur an einer der Veranstaltungen teilzunehmen.
Über die Prüfungsinhalte wird ausführlich auf der 1. Sitzung am 4. April informiert. Dort wird auch transparent darüber entschieden, wer in die Veranstaltung aufgenommen wird, wenn die Zahl der Anmeldungen die der in den Seminaren des Moduls HIS 2 auf jeweils 35 beschränkten Plätze übersteigt.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-HIS-2.2aDie Gesetzgeber Drakon und Solon

Proseminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Modul HIS 2 bietet einerseits eine Einführung in die spezifische Arbeit der Alten Geschichte und exemplifiziert das andererseits an einem konkreten und relevanten Thema. Im Sommersemester stehen die Gesetzgeber Drakon und Solon im Mittelpunkt. Neben allgemeinen ereignis-, kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen soll ihre Bedeutung im Rahmen der Vorgeschichte der Demokratie in Athen diskutiert werden.
Obligatorische Bestandteile des Moduls sind zwei Bausteine: (1) Die als Vorlesung mit Tutorium und Übungen konzipierte Veranstaltung am Donnerstag. (2) Eine der zugehörigen Seminarveranstaltungen am Montag.
Auch im Rahmen anderer Studiengänge ist es nicht sinnvoll, nur an einer der Veranstaltungen teilzunehmen.
Über die Prüfungsinhalte wird ausführlich auf der 1. Sitzung am 4. April informiert. Dort wird auch transparent darüber entschieden, wer in die Veranstaltung aufgenommen wird, wenn die Zahl der Anmeldungen die der in den Seminaren des Moduls HIS 2 auf jeweils 35 beschränkten Plätze übersteigt.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-HIS-2.2bDie Gesetzgeber Drakon und Solon

Proseminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Modul HIS 2 bietet einerseits eine Einführung in die spezifische Arbeit der Alten Geschichte und exemplifiziert das andererseits an einem konkreten und relevanten Thema. Im Sommersemester stehen die Gesetzgeber Drakon und Solon im Mittelpunkt. Neben allgemeinen ereignis-, kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen soll ihre Bedeutung im Rahmen der Vorgeschichte der Demokratie in Athen diskutiert werden.
Obligatorische Bestandteile des Moduls sind zwei Bausteine: (1) Die als Vorlesung mit Tutorium und Übungen konzipierte Veranstaltung am Donnerstag. (2) Eine der zugehörigen Seminarveranstaltungen am Montag.
Auch im Rahmen anderer Studiengänge ist es nicht sinnvoll, nur an einer der Veranstaltungen teilzunehmen.
Über die Prüfungsinhalte wird ausführlich auf der 1. Sitzung am 4. April informiert. Dort wird auch transparent darüber entschieden, wer in die Veranstaltung aufgenommen wird, wenn die Zahl der Anmeldungen die der in den Seminaren des Moduls HIS 2 auf jeweils 35 beschränkten Plätze übersteigt.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt

HIS 3 Einführung in die Mittelalterliche Geschichte

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Cordula Nolte
(VF, PF, KF, LA, ISSU) 9 CP
Zu belegen ist eines der beiden Proseminare.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-3.1Von fremden Ländern und Menschen
Of Foreign Lands and Peoples

Proseminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 14:00 SFG 1010 (4 SWS)

„Von fremden Ländern und Menschen“ beschreibt eine Grunderfahrung vieler Menschen des Mittelalters, die nicht etwa nur zu Hause saßen und ihre unmittelbare Umgebung nie verlassen haben. Tatsächlich war die räumliche Mobilität zu allen Zeiten hoch, aus den verschiedensten Grüßen machen Menschen, Männer und Frauen, sich auf kürzere und weitere Reisen, um Heilige zu besuchen, Waren zu verhandeln, an Kriegszügen teilzunehmen oder auch auszuwandern und sich in der Ferne ein neues Leben aufzubauen. Reisen konnte aber auch damals schon im Kopf stattfinden und das Interesse an einschlägigen Berichtet war groß. Vor allem im Spätmittelalter entstanden umfangreiche Texte, die über Reisen in ferne und völlig unvertraute Regionen berichten, die jenseits der von den aus der Antike bekannten Ländern lagen. Dabei war das Verständnis dessen was wahr ist und was nicht, anders als unser heutiges. Eine strikte Scheidung zwischen fiktiv und real bestand noch nicht und beide Zustände konnten fließend ineinander übergehen.
Das vierstündige Proseminar verbindet Fachwissenschaft & Propaedeutik, womit die Grundlagen für die Erforschung der mittelalterlichen Geschichte gelegt werden sollen. Im ersten Teil werden jeweils an Hand von Quellen mit der einschlägigen Forschungsliteratur einzelne Themen behandelt, im zweiten Teil mit den grundlegenden Techniken und Kompetenzen vertraut gemacht.

Dr. Jan Ulrich Büttner
08-28-HIS-3.2PS Curiose Geschichten
Curious Stories

Proseminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B2880 (4 SWS)
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B1700

„Curiose Geschichten“ bedeutet nicht etwa, nur seltsame, befremdliche oder komische Begebenheiten aus der mittelalterlichen Überlieferung zu betrachten, viel eher werden beispielhafte Texte untersucht, die mehr oder weniger typische Zustände der mittelalterlichen Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt (oder gelegentlich auch längerfristig) beleuchten und dadurch Einblicke in eine für uns vollständig fremde Welt gewähren. Was uns heute seltsam erscheinen mag und uns befremdet, kann für die Menschen vor 1000 und mehr Jahren ganz alltäglich gewesen sein. Die Taten der Heiligen gehören vermutlich dazu, v. a. jene, die sie nach ihrem Tod bewirkt haben. Aber auch das menschliche Miteinander in einer stark aufgeteilten Gesellschaft ungleicher Menschen, von denen der größte Teil auch noch unfrei war.
Das vierstündige Proseminar verbindet Fachwissenschaft & Propaedeutik, womit die Grundlagen für die Erforschung der mittelalterlichen Geschichte gelegt werden sollen. Im ersten Teil werden jeweils an Hand von Quellen mit der einschlägigen Forschungsliteratur einzelne Themen behandelt, im zweiten Teil mit den grundlegenden Techniken und Kompetenzen vertraut gemacht.

Dr. Jan Ulrich Büttner

HIS 4 Einführung in die Neuere und Neueste Geschichte

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Delia González de Reufels
(VF, PF, KF, LA, ISSU) 9 CP
Um das Modul mit 9 CPs abzulegen, ist ein vierstündiges Seminar zu besuchen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-4.1Hundeleben, Schwerkraft und taube Flöhe: Wissenschaftsgeschichte der Sowjetunion
Dogs‘ Lives, Gravity, and Deaf Fleas: Soviet History of Science

Seminar
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 12:00 OEG 3790 (4 SWS)

In der späten Sowjetunion erzählte man sich folgenden Witz:
„Was ist der Unterschied zwischen der Erde und Sputnik 2?“ – „Im Sputnik hat das Hundeleben bereits ein Ende, auf der Erde noch nicht ganz!“
Die Geschichte der Sowjetunion ist geprägt von einem Paradoxon, das hier humoristisch wiedergegeben wird: Während die sowjetische Nachkriegsgesellschaft mit Mangelwirtschaft und den Folgen der stalinistischen Massenrepression zu kämpfen hatte, wurden enorme Mittel in die Raketen- und Satellitentechnik investiert, um zum ersten Mal ein Lebewesen in die Erdumlaufbahn zu schicken. In diesem Seminar gehen wir der Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang von Wissenschaft im Staatssozialismus nach. Ausgehend von der Prämisse der „Science & Technology Studies“, dass die Erforschung von Natur und Gesellschaft und die Entwicklung ihrer politischen Umstände unweigerlich verknüpft und „koproduziert“ sind, werden wir anhand ausgewählter Beispiele die sowjetische Wissenschaftsgeschichte diskutieren. Von der Entstehung wissenschaftlicher Konzeptionen wie der „Biosphäre“, über die Organisation von Forschung und Entwicklung in der Planwirtschaft, bis zum Bau von Atombomben werden wir uns dabei einerseits mit der technischen Seite beschäftigen und andererseits die sozialen Konsequenzen von Wissenschaft und Technik beleuchten.
Literatur:
Jasanoff, Sheila, ed. States of Knowledge: The Co-Production of Science and the Social Order. Hoboken, 2013.
Graham, Loren R. Science in Russia and the Soviet Union: A short history. Cambridge, 1993.

Elias Angele
08-28-HIS-4.2Diktatur und Verfolgung erzählen. (Auto-)biografische Quellen zum Nationalsozialismus
Narrating dictatorship and persecution. (Auto-)biographical sources on National Socialism

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 16:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (4 SWS)

Einzeltermine:
Di 07.05.24 12:25 - 16:30 KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Di 14.05.24 12:25 - 15:30 Staatsarchiv Bremen

Der italienische Ausschwitz-Überlebende Primo Levi schrieb, dass die Berichte der Überlebenden „das reichhaltigste Material für eine Rekonstruktion der Wahrheit über die Konzentrationslager“ seien und dennoch „[j]enseits allen Mitleids und aller Empörung, die sie hervorrufen, […] kritisch gelesen werden“ müssten. Genau diese quellenkritische Perspektive steht im Mittelpunkt unseres Seminars, in dem wir den Fokus auf die Besonderheiten von Tagebüchern, (Auto-)Biografien und Oral History-Interviews als Quellen zum Nationalsozialismus legen. Wie lassen sich anhand dieser Selbstzeugnisse und Lebensgeschichten Diktatur und Verfolgung geschichtswissenschaftlich erzählen? Wir üben uns sowohl in Bezug auf Berichte Verfolgter, als auch jene von Angehörigen der „Volksgemeinschaft“ und Täter und Täterinnen in Quellenkritik und -interpretation. Da das eigene Quellenstudium im Vordergrund steht, gehören auch Exkursionen in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und das Bremer Staatsarchiv zum Seminarprogramm. Außerdem werden wir im Rahmen zweier Vorträge mit Personen ins Gespräch kommen, die in Archiven und an Gedenkstätten mit biografischen Quellen arbeiten.

Sophia Gröschel
Lisa Hellriegel
08-28-HIS-4.3Hexen und Hexerei in der Frühen Neuzeit. Dämonologie, Aberglauben, Hexenverfolgung und die „Entzauberung der Welt“
Witches and Witchcraft in the early modern period. Demonology, superstition, witch hunts and the “disenchantment of the world”

Proseminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 16:00 GW2 B1580 (4 SWS)

Die Frühe Neuzeit war einerseits eine Epoche, die viele Aspekte der Moderne vorbereitete, so die Kommunikations- oder Wissenschaftsrevolution. Es ist auch die historische Periode, in der die europäischen (und amerikanischen) Hexenverfolgungen mit Zehntausenden von Opfern ihren Höhepunkt erreichten. Die Hexenforschung an sich ist seit einigen Jahrzehnten ein besonders wichtiger Bereich der auf die Frühe Neuzeit fokussierten Geschichtswissenschaft. Weit über die Verfolgungen hinaus gilt der Glaube an Magie und Hexerei „als wesentlicher Bestandteil des europäischen Denkens und Lebens vor der Aufklärung“ (Wolfgang Behringer). In der Veranstaltung wird auf Basis einer inzwischen sehr breiten einschlägigen Literatur sowie einer Reihe an Bild- und Textquellen untersucht, wieso das Feindbild der Hexe entstand, welche Grundierung dies in der zeitgenössischen Dämonologie hatte und welche Funktionen die Hexenverfolgungen erfüllte. Auch die Gegner der Hexenverfolgung, die seit dem späten 15. Jahrhundert allerorten vermerkbar sind, werden eingehend gewürdigt, sowie deren Wandel von prinzipiell magiegläubigen Gegnern von Folter und problematischen Gerichtsverfahren hin zu Aufklärern, die den Glauben an Hexen grundsätzlich verwarfen und damit die Entzauberung der Welt vorbereiteten.

Einführende Literatur:
• Wolfgang Behringer (Hg.), Hexen und Hexenprozesse, München 1988.
• Wolfgang Behringer, Hexen, Glaube, Verfolgung, Vermarktung, München 1998.
• Brian Levack, Hexenjagd, Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa, München, 1995
• Johannes Dillinger, Hexen und Magie. Einführung in die historische Hexenforschung, Frankfurt/M. 2007.
• Lyndal Roper, Witch-craze. Terror and Fantasy in Baroque Germany, London 2004.

Magnus Ressel

HIS 5.2 Grundlagenmodul Moderne

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Cornelius Torp
(VF, PF, KF, LA) 9 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-5.2Die Geschichte der Guerrilla in Lateinamerika. Von der Frühen Neuzeit bis zu den 2000ern
The History of Guerrillas in Latin America. From Early Modern Times to the 2000s.

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)
Prof. Dr. Delia González de Reufels
08-28-HIS-5.2aDie Geschichte der Guerrilla in Lateinamerika. Von der Frühen Neuzeit bis zu den 2000ern - Übung 1
The History of Guerrillas in Latin America. From Early Modern Times to the 2000s. Übung 1

Übung

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1010 (2 SWS)
Prof. Dr. Delia González de Reufels
Mara Fritzsche
Dominik Gall
08-28-HIS-5.2bDie Geschichte der Guerrilla in Lateinamerika. Von der Frühen Neuzeit bis zu den 2000ern - Übung 2
The History of Guerrillas in Latin America. From Early Modern Times to the 2000s. Übung 2

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Mara Fritzsche
Prof. Dr. Delia González de Reufels
Dominik Gall
08-28-HIS-5.2cDie Geschichte der Guerrilla in Lateinamerika. Von der Frühen Neuzeit bis zu den 2000ern - Übung 3
The History of Guerrillas in Latin America. From Early Modern Times to the 2000s. Übung 1

Übung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 FVG M0160 (2 SWS)
Dominik Gall
Prof. Dr. Delia González de Reufels

HIS 6 Theorien und Methoden historischen Arbeitens

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Susanne Schattenberg
(VF, PF, KF) 9 CP
Zu belegen sind zwei der angebotenen Seminare.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-6.1Erschließung und Transkription handschriftlicher Nachlässe. Johann Georg Kohl (1808 – 1878)
Registration and transcription of handwritten estates. Johann Georg Kohl (1808 – 1878)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 10:00 - 14:00 Externer Ort: Handschriftenlesesaal in der SuUB Bremen (2 SWS)

Johann Georg Kohl (1808 - 1878) war ein bekannter Reiseschriftsteller, Essayist, Geograph und Stadtbibliothekar. Er wuchs in Bremen auf und studierte Jura in Göttingen. Es folgte eine Gelehrtenkarriere mit Stationen in Kurland, Dresden, Berlin, Paris, London und Oxford. Später reiste er nach St. Petersburg, Moskau in das südliche Russland. Von 1854 bis 1858 bereiste Kohl Nordamerika. Seine dortigen Studien und Landkarten machten ihn im deutschsprachigen Raum als Nordamerika-Experten bekannt, in den USA wurde er eine Berühmtheit. Seit 1863 war er der erste hauptamtliche Bibliothekar der Stadtbibliothek Bremen, Vorläuferinstitution der heutigen Staats- und Universitätsbibliothek.
In der SuUB Bremen befindet sich auch weite Teile seines umfangreichen Nachlasses, der im Seminar erschlossen werden soll. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Erschließung und partiellen Transkription der vorliegenden Briefe, Manuskripte und Reiseberichte. Die TeilnehmerInnen des Seminars lernen die vielfältigen Schritte einer Bearbeitung handschriftlicher Nachlässe in Informationsinfrastruktureinrichtungen wie Bibliotheken kennen. Die Erschließung des Nachlasses für die weitere Nutzung umfasst das Ermitteln der in Kurrent verfassten bibliographischen Metadaten wie Verfasser, Adressaten, Entstehungszeit und -ort; die Erstellung einer Inhaltsangabe der einzelnen Schriftstücke; auszugsweise die Transkription; die Kenntnis des bibliothekarischen Regelwerks RNAB einschl. Signaturenvergabe; Erfassen der Kurzbeschreibung der Einzelschriftstücke in der übergeordneten Nachlassdatenbank Kalliope mit der Software aDisClient unter Rückgriff auf die Gemeinsame Normdatei.
Vermittelt werden sollen grundlegende paläographische Kenntnisse ebenso wie Kenntnisse der Recherche in Nachlässen und Autographen, grundlegende bibliothekarische Erschließungskompetenzen sowie eine Einführung in bibliothekarische Regelwerke und Systeme. Wir arbeiten mit den originalen Handschriften Johann Georg Kohls.

Dr. Maria Hermes-Wladarsch
08-28-HIS-6.2Kriegsgefangene und Zwangsarbeit am Beispiel Wesermünde
Prisoners of war and forced labour in Wesermünde

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Do 11.04.24 10:00 - 13:00 GW2, Raum B2200
Do 25.04.24 10:00 - 13:00 GW2, Raum B2200
Do 16.05.24 10:00 - 13:00 GW2, Raum B2200
Do 30.05.24 10:00 - 13:00 Stadtarchiv Bremerhaven
Do 13.06.24 10:00 - 13:00 Stadtarchiv Bremerhaven
Dr. Julia Kahleyß
08-28-HIS-6.4Der Krieg in den Krankenakten? Archivrecherche zur Bremer Psychiatrie im Ersten Weltkrieg

Seminar
Jannik Sachweh

HIS 7.1 Vertiefungsmodul Geschichte und Medien

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Delia González de Reufels
(VF, PF, KF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.1.1Los Ochentas: Zur Geschichte Kolumbien in den 1980er Jahren
Los Ochentas. On Colombian History of the 1980s

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 SFG 2060 (4 SWS)
Prof. Dr. Delia González de Reufels
08-28-HIS-7.1.2aDas Mittelalter inszenieren: Mittelaltermärkte, Reenactment, Living History und andere Aufführungen - Senminar I
Performing the Middle Ages

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Formen populärer bzw. performativer Geschichtsvermittlung und Unterhaltung: Filme und Serien, Romane, Computerspiele, Ausstellungen, Mittelaltermärkte, Bauprojekte der experimentellen Archäologie usw. Wir diskutieren, was diese Medien, ihre Ästhetik und Strategien charakterisiert, welche Imaginationen der Vergangenheit und Gegenentwürfe zur modernen Gegenwart sie liefern und inwieweit sie auf „Authentizität“, „Fiktion“ und „Phantasie“ setzen.

Prof. Dr. Cordula Nolte
08-28-HIS-7.1.2bSelbstzeugnisse des Mittelalters - Seminar II
Autobiographical Writing in the Middle Ages

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)

Selbstzeugnisse in verschiedenen Formen – Briefe, Autobiographien, Tagebücher etc. – dienen als Textgrundlage, um zentrale Fragen nach den Beziehungen zwischen Individuen, Gruppen und Gesellschaften zu stellen. Vormoderne Lebensläufe und Karrieren, Bildungswege und alltägliche Existenzbewältigung kommen ebenso zur Sprache wie Geschlechterverhältnisse, Körpererleben und Frömmigkeitspraktiken.

Prof. Dr. Cordula Nolte

HIS 7.2 Vertiefungsmodul Osteuropa

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Susanne Schattenberg
(VF, PF, KF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2Auf den Spuren ukrainischer Geschichte in Deutschland
Tracing Ukrainian history in Germany

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.06.24 10:00 - 12:00 OEG 3790
Mo 07.10.24 - Fr 11.10.24 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 10:00 - 13:00 OEG 3790
Mo 28.10.24 - So 03.11.24 (So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa) 10:00 - 18:00 OEG 3790

Dieses Blockseminar findet zum zweiten Mal in Kooperation mit der Jurij-Fedkowytsch-Nationaluniversität Tscherniwzi, Ukraine statt.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs hielten sich etwa drei Millionen Ukrainer*innen in Deutschland auf, von denen etwa 250 000 auch nach Abschluss der sowjetischen Repatriierungspolitik dauerhaft in der BRD blieben. Einer von ihnen war der Kulturschaffende Ihor Kostetzkyj, der im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurde. Der umfangreiche Nachlass des Schriftstellers, Übersetzers und Herausgebers befindet sich im Archiv der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen. Die Dokumente in deutscher und ukrainischer Sprache, Fotos und Audioaufnahmen bieten dabei einen tiefen Einblick in das kulturelle Schaffen der ukrainischen Emigration in der BRD. Während der Fokus im letzten Jahr auf den kulturellen Aktivitäten ukrainischer Displaced Persons in der Nachkriegszeit lag, steht in diesem Jahr die Phase ab 1952 im Vordergrund. Die ukrainischen und deutschen Studierenden werden sich im Archiv gemeinsam auf die Suche nach einem Stück ukrainischer Geschichte in Deutschland begeben, indem sie mit dem Bestand von Ihor Kostetzkyj arbeiten.
Die Projektwoche findet vom 28.10.24 - 03.11.24 statt. Während wir uns vormittags der Archivarbeit widmen, stehen nachmittags verschiedene Exkursionen und die Teilnahme an Veranstaltungen des globale°- Festivals für grenzüberschreitende Literatur auf dem Programm. Die inhaltliche Vorbereitung der Projektwoche findet vom 07.10. - 11.10.2024 von jeweils 10.00-13.00 Uhr statt. Am 21.06.2024 treffen wir uns von 10:00 – 12.00 Uhr zu einer verbindlichen Einführungsveranstaltung.

Muriel Nägler

HIS 7.3 Vertiefungsmodul Westeuropa

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Rebekka v. Mallinckrodt
(VF, PF, KF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.3Kampf um die Wirklichkeit: Wissenschaft und Aktivismus im 19. und 20. Jahrhundert
Struggling for the Real: Science and Militancy in the 19th and 20th Century

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 16:00 FVG M0160 (4 SWS)

Ausgehend von aktuellen Debatten um die Freiheit der Wissenschaft und deren Bedrohung und Indienstnahme durch Formen des sozialen, anti/rassistischen oder ökologischen Aktivismus wollen wir uns im Seminar dem konflikthaften Verhältnis von Engagement und Wissenschaft in historischer Perspektive nähern. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die Geschichte sozialer Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, die wir sowohl sozial- als auch wissens- und wissenschaftshistorisch erschließen wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Konflikte um Wissen und Wissenschaft, die sich als grundlegend für die Entstehung, Konsolidierung und Wirksamkeit sozialer Bewegungen erwiesen haben. Der im Titel des Seminars angesprochene „Kampf um Wirklichkeit“ meint dabei den Kampf um Wissen und Wissenschaft, mit dem sich soziale Bewegungen ihren je spezifischen Zugang zur Wirklichkeit erkämpften oder zu erkämpfen hofften und ihren jeweiligen Vorstellungen Autorität zu verschaffen suchten. Auf diese Weise wurde Wissenschaft seit dem 19. Jahrhundert in vielen Fällen zu einer umkämpften Ressource, mit der weiterreichende rechtliche, politische und soziale Reformprozesse in Gang gesetzt werden konnten.
Diesem Ringen um Wissenschaft und Wirklichkeit, seinen Chancen und Herausforderungen, aber auch seinen Risiken und Abgründen wollen wir an verschiedenen Beispielen nachgehen. Ausgehend von der frühen Armutsforschung und den Arbeiter- und Frauenbewegungen des Vormärz, der Settlement-Bewegung oder den schwarzen Befreiungsbewegungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts schlagen wir einen Bogen über die Lebensreform- und Jugendbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die Arbeit der Gewerkschaften und die sowjetischen Arbeiteruniversitäten bis hin zur Ökologie- und Frauengesundheitsbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Anhand der einzelnen Fälle wollen wir fragen, wie die Produktion von Wissen und die Aneignung von Wissenschaft zu Ressourcen für die Bewegungen wurden und welche Konsolidierungs- und Institutionalisierungsprozesse sie nach sich zogen? Welches Wissenschaftsverständnis wurde von den verschiedenen Akteuren mobilisiert? Sprachen sie von der einen, universalen Wissenschaft oder brachten sie alternative Vorstellungen von wissenschaftlicher Praxis zum Ausdruck? Wie wirkte sich diese Aneignung von Wissen und Wissenschaft auf das Handeln der sozialen Bewegungen aus, und welche Praxisformen verbanden sich damit? Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie der Zugang zu und die Aneignung von Wissenschaft durch soziale Bewegungen wiederum auf etablierte wissenschaftliche Institutionen zurückwirkte und Veränderungsprozesse in Gang setzen konnte?
Im Seminar wollen wir uns dem Thema sowohl von seiner theoretischen und historischen Seite als auch von seiner praktischen Relevanz und Problematik her nähern. Vor allem zu Beginn, aber auch im Laufe des Semesters werden wir immer wieder an unseren Beschreibungsbegriffen arbeiten und grundlegende methodische und konzeptionelle Fragen diskutieren. Im Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit stehen die historische Fallbeispiele, die wir jeweils anhand konkreter Quellen bearbeiten werden. Nicht zuletzt wollen wir in der Begegnung und Diskussion mit Wissenschaftler*innen, die selbst Erfahrungen mit den Chancen und Herausforderungen aktivistischer Praxis gemacht haben, diese Fragen für die Gegenwart historischer Praxis diskutieren.
Ziel des Seminars und Voraussetzung für den Erwerb des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer eigenständigen Hausarbeit. Die Recherche und Erarbeitung des Themas der Hausarbeit findet parallel zu den Sitzungen des Semesters statt. In der letzten Sitzung des Semesters werden die Hausarbeitsprojekte im Seminar vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Auswahlbibliographie
- Badino, Massimiliano; Omodeo, Pietro Daniel (Hg.) (2021): Cultural Hegemony in a Scientific World. Gramscian Concepts for the History of Science. Leiden, Boston: Brill (Historical materialism book series, 1570-1522, volume 221).
- Eiden-Offe, Patrick (2015): „Oppositionelle Statistik“. Von den unterschiedlichen politischen Gebrauchsweisen statistischen Wissens im Vormärz. In: Gunhild Berg, Borbála Zsuzsanna Török und Marcus Twellmann (Hg.): Berechnen/Beschreiben. Praktiken statistischen (Nicht-) Wissens 1750-1850. Berlin: Duncker & Humblot, S. 171-192.
- Espahangizi, Kijan; Wulz, Monika (2020): The Political and the Epistemic in the Twentieth Century. In: KNOW. A Journal on the Formation of Knowledge 4 (2), S. 161-174.
- Güttler, Nils (2022): Gegenexpert*innen: Umwelt, Aktivismus und die regionalen Epistemologien des Widerstandes. In: NTM 30 (4), S. 541-567.
- Jamison, Andrew (2006): Social Movements and Science: Cultural Appropriations of Cognitive Praxis. In: Science as Culture 15 (1), S. 45–59.
- Nikolow, Sybilla; Schirrmacher, Arne (Hg.) (2007): Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressourcen füreinander. Studien zur Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, New York, N.Y.: Campus Verlag.
- Proctor, Robert N.; Schiebinger, Londa L. (2008): Agnotology. The Making and Unmaking of Ignorance. Stanford Calif.: Stanford University Press.

Martin Hans Herrnstadt
Veronika Settele

HIS 7.5 Vertiefungsmodul Vormoderne

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Cordula Nolte
(VF, PF, KF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.5Backstein in Stadt und Land – Wanderung durch Mecklenburg-Vorpommern
Medieval brick architecture in Mecklenburg-Vorpommern

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 FVG M0160 (4 SWS)

Nach einführenden Seminarsitzungen verlassen wir den Campus, um zunächst in „Bremen und umzu“, dann in Wismar und Bad Doberan (Exkursion 4.-7. Juni) sakrale und profane Bauten im Stil der sogenannten Backsteingotik zu besuchen. In der Auseinandersetzung mit diesen architektonischen Zeugnissen folgen wir den Spuren von (Hanse)Kaufleuten, städtischen Bürger*innen, Mönchen und frommen Pilgern – streckenweise ganz wörtlich, denn ein Teil des Weges zwischen Wismar und Bad Doberan wird zu Fuß zurückgelegt.

Prof. Dr. Cordula Nolte
Dr. Jan Ulrich Büttner

HIS 7.6 Vertiefungsmodul Moderne

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Cornelius Torp
(VF,PF,KF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.6The British Empire in the Second World War (in englischer Sprache)

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 18:00 FVG M2010 (4 SWS)

The seminar focusses on the role of British dominions, colonies and client-states in the course of the Second World War. Beginning in September 1939, the world of the British Empire joined the world-wide conflict. Due to this empire, Great Britain was the only super-power of the interwar period. World War Two would change that forever. The war influenced the Empire’s societies on all continents – from Newfoundland in Northern America up to Tonga in Oceania. With a focus on countries like Canada, Australia and Egypt, in the seminar the students will analyze diplomatic and military files, newspaper articles and personal papers from British (colonial) subjects all over the globe. The seminar’s focus lies on diplomatic and economic history and a modern military history, which concentrates on the impact, which wars have on societies.

David Noack

HIS 8.1 Vertiefungsmodul Geschichte und Medien

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Delia González de Reufels
(KF, LA) 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.1.1Los Ochentas: Zur Geschichte Kolumbien in den 1980er Jahren
Los Ochentas. On Colombian History of the 1980s

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 SFG 2060 (4 SWS)
Prof. Dr. Delia González de Reufels
08-28-HIS-7.1.2aDas Mittelalter inszenieren: Mittelaltermärkte, Reenactment, Living History und andere Aufführungen - Senminar I
Performing the Middle Ages

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Formen populärer bzw. performativer Geschichtsvermittlung und Unterhaltung: Filme und Serien, Romane, Computerspiele, Ausstellungen, Mittelaltermärkte, Bauprojekte der experimentellen Archäologie usw. Wir diskutieren, was diese Medien, ihre Ästhetik und Strategien charakterisiert, welche Imaginationen der Vergangenheit und Gegenentwürfe zur modernen Gegenwart sie liefern und inwieweit sie auf „Authentizität“, „Fiktion“ und „Phantasie“ setzen.

Prof. Dr. Cordula Nolte
08-28-HIS-7.1.2bSelbstzeugnisse des Mittelalters - Seminar II
Autobiographical Writing in the Middle Ages

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)

Selbstzeugnisse in verschiedenen Formen – Briefe, Autobiographien, Tagebücher etc. – dienen als Textgrundlage, um zentrale Fragen nach den Beziehungen zwischen Individuen, Gruppen und Gesellschaften zu stellen. Vormoderne Lebensläufe und Karrieren, Bildungswege und alltägliche Existenzbewältigung kommen ebenso zur Sprache wie Geschlechterverhältnisse, Körpererleben und Frömmigkeitspraktiken.

Prof. Dr. Cordula Nolte

HIS 8.2 Vertiefungsmodul Osteuropa

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Susanne Schattenberg
(KF, LA) 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2Auf den Spuren ukrainischer Geschichte in Deutschland
Tracing Ukrainian history in Germany

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.06.24 10:00 - 12:00 OEG 3790
Mo 07.10.24 - Fr 11.10.24 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 10:00 - 13:00 OEG 3790
Mo 28.10.24 - So 03.11.24 (So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa) 10:00 - 18:00 OEG 3790

Dieses Blockseminar findet zum zweiten Mal in Kooperation mit der Jurij-Fedkowytsch-Nationaluniversität Tscherniwzi, Ukraine statt.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs hielten sich etwa drei Millionen Ukrainer*innen in Deutschland auf, von denen etwa 250 000 auch nach Abschluss der sowjetischen Repatriierungspolitik dauerhaft in der BRD blieben. Einer von ihnen war der Kulturschaffende Ihor Kostetzkyj, der im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurde. Der umfangreiche Nachlass des Schriftstellers, Übersetzers und Herausgebers befindet sich im Archiv der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen. Die Dokumente in deutscher und ukrainischer Sprache, Fotos und Audioaufnahmen bieten dabei einen tiefen Einblick in das kulturelle Schaffen der ukrainischen Emigration in der BRD. Während der Fokus im letzten Jahr auf den kulturellen Aktivitäten ukrainischer Displaced Persons in der Nachkriegszeit lag, steht in diesem Jahr die Phase ab 1952 im Vordergrund. Die ukrainischen und deutschen Studierenden werden sich im Archiv gemeinsam auf die Suche nach einem Stück ukrainischer Geschichte in Deutschland begeben, indem sie mit dem Bestand von Ihor Kostetzkyj arbeiten.
Die Projektwoche findet vom 28.10.24 - 03.11.24 statt. Während wir uns vormittags der Archivarbeit widmen, stehen nachmittags verschiedene Exkursionen und die Teilnahme an Veranstaltungen des globale°- Festivals für grenzüberschreitende Literatur auf dem Programm. Die inhaltliche Vorbereitung der Projektwoche findet vom 07.10. - 11.10.2024 von jeweils 10.00-13.00 Uhr statt. Am 21.06.2024 treffen wir uns von 10:00 – 12.00 Uhr zu einer verbindlichen Einführungsveranstaltung.

Muriel Nägler

HIS 8.3 Vertiefungsmodul Westeuropa

(KF, LA) 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.3Kampf um die Wirklichkeit: Wissenschaft und Aktivismus im 19. und 20. Jahrhundert
Struggling for the Real: Science and Militancy in the 19th and 20th Century

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 16:00 FVG M0160 (4 SWS)

Ausgehend von aktuellen Debatten um die Freiheit der Wissenschaft und deren Bedrohung und Indienstnahme durch Formen des sozialen, anti/rassistischen oder ökologischen Aktivismus wollen wir uns im Seminar dem konflikthaften Verhältnis von Engagement und Wissenschaft in historischer Perspektive nähern. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die Geschichte sozialer Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, die wir sowohl sozial- als auch wissens- und wissenschaftshistorisch erschließen wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Konflikte um Wissen und Wissenschaft, die sich als grundlegend für die Entstehung, Konsolidierung und Wirksamkeit sozialer Bewegungen erwiesen haben. Der im Titel des Seminars angesprochene „Kampf um Wirklichkeit“ meint dabei den Kampf um Wissen und Wissenschaft, mit dem sich soziale Bewegungen ihren je spezifischen Zugang zur Wirklichkeit erkämpften oder zu erkämpfen hofften und ihren jeweiligen Vorstellungen Autorität zu verschaffen suchten. Auf diese Weise wurde Wissenschaft seit dem 19. Jahrhundert in vielen Fällen zu einer umkämpften Ressource, mit der weiterreichende rechtliche, politische und soziale Reformprozesse in Gang gesetzt werden konnten.
Diesem Ringen um Wissenschaft und Wirklichkeit, seinen Chancen und Herausforderungen, aber auch seinen Risiken und Abgründen wollen wir an verschiedenen Beispielen nachgehen. Ausgehend von der frühen Armutsforschung und den Arbeiter- und Frauenbewegungen des Vormärz, der Settlement-Bewegung oder den schwarzen Befreiungsbewegungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts schlagen wir einen Bogen über die Lebensreform- und Jugendbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die Arbeit der Gewerkschaften und die sowjetischen Arbeiteruniversitäten bis hin zur Ökologie- und Frauengesundheitsbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Anhand der einzelnen Fälle wollen wir fragen, wie die Produktion von Wissen und die Aneignung von Wissenschaft zu Ressourcen für die Bewegungen wurden und welche Konsolidierungs- und Institutionalisierungsprozesse sie nach sich zogen? Welches Wissenschaftsverständnis wurde von den verschiedenen Akteuren mobilisiert? Sprachen sie von der einen, universalen Wissenschaft oder brachten sie alternative Vorstellungen von wissenschaftlicher Praxis zum Ausdruck? Wie wirkte sich diese Aneignung von Wissen und Wissenschaft auf das Handeln der sozialen Bewegungen aus, und welche Praxisformen verbanden sich damit? Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie der Zugang zu und die Aneignung von Wissenschaft durch soziale Bewegungen wiederum auf etablierte wissenschaftliche Institutionen zurückwirkte und Veränderungsprozesse in Gang setzen konnte?
Im Seminar wollen wir uns dem Thema sowohl von seiner theoretischen und historischen Seite als auch von seiner praktischen Relevanz und Problematik her nähern. Vor allem zu Beginn, aber auch im Laufe des Semesters werden wir immer wieder an unseren Beschreibungsbegriffen arbeiten und grundlegende methodische und konzeptionelle Fragen diskutieren. Im Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit stehen die historische Fallbeispiele, die wir jeweils anhand konkreter Quellen bearbeiten werden. Nicht zuletzt wollen wir in der Begegnung und Diskussion mit Wissenschaftler*innen, die selbst Erfahrungen mit den Chancen und Herausforderungen aktivistischer Praxis gemacht haben, diese Fragen für die Gegenwart historischer Praxis diskutieren.
Ziel des Seminars und Voraussetzung für den Erwerb des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer eigenständigen Hausarbeit. Die Recherche und Erarbeitung des Themas der Hausarbeit findet parallel zu den Sitzungen des Semesters statt. In der letzten Sitzung des Semesters werden die Hausarbeitsprojekte im Seminar vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Auswahlbibliographie
- Badino, Massimiliano; Omodeo, Pietro Daniel (Hg.) (2021): Cultural Hegemony in a Scientific World. Gramscian Concepts for the History of Science. Leiden, Boston: Brill (Historical materialism book series, 1570-1522, volume 221).
- Eiden-Offe, Patrick (2015): „Oppositionelle Statistik“. Von den unterschiedlichen politischen Gebrauchsweisen statistischen Wissens im Vormärz. In: Gunhild Berg, Borbála Zsuzsanna Török und Marcus Twellmann (Hg.): Berechnen/Beschreiben. Praktiken statistischen (Nicht-) Wissens 1750-1850. Berlin: Duncker & Humblot, S. 171-192.
- Espahangizi, Kijan; Wulz, Monika (2020): The Political and the Epistemic in the Twentieth Century. In: KNOW. A Journal on the Formation of Knowledge 4 (2), S. 161-174.
- Güttler, Nils (2022): Gegenexpert*innen: Umwelt, Aktivismus und die regionalen Epistemologien des Widerstandes. In: NTM 30 (4), S. 541-567.
- Jamison, Andrew (2006): Social Movements and Science: Cultural Appropriations of Cognitive Praxis. In: Science as Culture 15 (1), S. 45–59.
- Nikolow, Sybilla; Schirrmacher, Arne (Hg.) (2007): Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressourcen füreinander. Studien zur Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, New York, N.Y.: Campus Verlag.
- Proctor, Robert N.; Schiebinger, Londa L. (2008): Agnotology. The Making and Unmaking of Ignorance. Stanford Calif.: Stanford University Press.

Martin Hans Herrnstadt
Veronika Settele

HIS 8.5 Vertiefungsmodul Vormoderne

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Cordula Nolte
(KF, LA, ISSU/BiPEP) 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.5Backstein in Stadt und Land – Wanderung durch Mecklenburg-Vorpommern
Medieval brick architecture in Mecklenburg-Vorpommern

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 FVG M0160 (4 SWS)

Nach einführenden Seminarsitzungen verlassen wir den Campus, um zunächst in „Bremen und umzu“, dann in Wismar und Bad Doberan (Exkursion 4.-7. Juni) sakrale und profane Bauten im Stil der sogenannten Backsteingotik zu besuchen. In der Auseinandersetzung mit diesen architektonischen Zeugnissen folgen wir den Spuren von (Hanse)Kaufleuten, städtischen Bürger*innen, Mönchen und frommen Pilgern – streckenweise ganz wörtlich, denn ein Teil des Weges zwischen Wismar und Bad Doberan wird zu Fuß zurückgelegt.

Prof. Dr. Cordula Nolte
Dr. Jan Ulrich Büttner

HIS 8.6 Vertiefungsmodul Moderne

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Cornelius Torp
(KF, LA, ISSU/BiPEP) 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.6The British Empire in the Second World War (in englischer Sprache)

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 18:00 FVG M2010 (4 SWS)

The seminar focusses on the role of British dominions, colonies and client-states in the course of the Second World War. Beginning in September 1939, the world of the British Empire joined the world-wide conflict. Due to this empire, Great Britain was the only super-power of the interwar period. World War Two would change that forever. The war influenced the Empire’s societies on all continents – from Newfoundland in Northern America up to Tonga in Oceania. With a focus on countries like Canada, Australia and Egypt, in the seminar the students will analyze diplomatic and military files, newspaper articles and personal papers from British (colonial) subjects all over the globe. The seminar’s focus lies on diplomatic and economic history and a modern military history, which concentrates on the impact, which wars have on societies.

David Noack

HIS 10.1 Projektbezogene Forschung und Vermittlung – Geschichte in der Praxis I

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Cordula Nolte
(VF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-10.1.1aMaritime Kolonialgeschichte im Kaiserreich
Maritime Colonial History in the Imperial Age

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 FVG M0160 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 28.06.24 12:00 - 14:00 üblicher Sitzungsraum
Prof. Dr. Ruth Schilling, M.A.
08-28-HIS-10.1.1bBremen und der Pazifik im Kolonialen Zeitalter
Bremen and the Pacific in the Colonial Period
Blocktermine, die im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven stattfinden

Seminar

Einzeltermine:
Mi 17.04.24 13:00 - 17:00 Hafenmuseum Bremen
Do 02.05.24 14:00 - 16:00 Zoom
Mi 08.05.24 10:00 - 17:00 Überseemuseum Bremen
Mi 05.06.24 10:00 - 17:00 Hafenmuseum Bremen
Mi 03.07.24 10:00 - 17:00 Haus der Wissenschaften Bremen; 15:30-17:00 kolonialhistorischer Stadtspaziergang mit Öffentlichkeit
Prof. Dr. Ruth Schilling, M.A.
08-28-HIS-10.1.2History Marketing

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 14:00 SFG 1010 (4 SWS)

Einzeltermine:
Mo 15.07.24 - Di 16.07.24 (Mo, Di) 10:00 - 18:00 GW2 B2880

History Marketing ist ein verhältnismäßig junges Phänomen auf dem weiten Feld der Geschichtskultur. Es bündelt traditionelle Kompetenzen und Arbeitsfelder von Historiker*innen und verbindet sie mit anderen Fähigkeiten und Tätigkeiten aus den Bereichen Kommunikation, Organisation und Präsentation. History Marketing möchte Geschichte nicht nur, aber auch für Marketingzwecke nutzen. Dafür braucht es eine Strategie, denn über Geschichte(n) werden zugleich gesellschaftliche Diskurse verhandelt. Das gilt insbesondere für Institutionen und Organisationen, die in der Öffentlichkeit beobachtet werden. Anhand verschiedener Beispiele beschäftigen wir uns im Seminar mit Fragen strategischer Geschichtskommunikation: Welche Geschichte(n) werden mit welchen Botschaften für welche Zielgruppen zu welchen Anlässen in welcher Form vermittelt? Den Studierenden werden Kompetenzen zur kritisch-diskursiven Auseinandersetzung mit der Wirkungsweise von Geschichtsbildern im Hinblick auf Inszenierung und Instrumentalisierung vermittelt sowie Fertigkeiten zur Präsentation historischer Inhalte in der Öffentlichkeit.

Literatur/Links:
Thomas Cauvin, Public History. A Textbook of Practice, New York, London 2022, https://doi.org/10.4324/9781003045335
Christine Gundermann, Schlüsselbegriffe der Public History, Göttingen 2021, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838557281
Felix Hinz/Andreas Körber (Hrsg.), Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte. Geschichte in der Gesellschaft: Medien, Praxen, Funktionen, Göttingen 2020, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838554648
Martin Lücke/Irmgard Zündorf, Einführung in die Public History, Göttingen 2018, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838549095

Dr. Thekla Keuck
08-28-HIS-10.1.3#PHBSummerSchool2024
#PHBSummeSchool2024: (Digital) Letters and Transcription - the Correspondence between Doris Focke and Caroline Rudolphi
(Digitale) Quellenerschließung und Transkription - der Briefwechsel zwischen Doris Focke und Caroline Rudolphi

Blockveranstaltung
ECTS: 3, 6, 12

Einzeltermine:
Fr 26.04.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Mo 10.06.24 - Do 13.06.24 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 18:00 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Fr 14.06.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal

Vom 10. bis 14. Juni 2024 findet die zweite Summer School der Public History Bremen statt: Im Mittelpunkt steht der Nachlass von Doris Focke, geb. Olbers (1786–1818) in der Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) Bremen. Ihr Briefwechsel mit der Erzieherin und Dichterin Caroline Rudolphi (1753–1811) gibt Einblicke in Handlungsspielräume von Frauen um 1800 sowie in bremische Kultur- und Geistesgeschichte. Im Rahmen der Summer School werden die nach DFG-Richtlinien digitalisierten 63 Briefe digital transkribiert. Dafür wurde ein Transkriptionsmodul in die Digitalisierungssoftware Visual Library der SuUB Bremen integriert, sodass die Studierenden direkt über eine Webansicht auf die Digitalisate zugreifen und dort die Briefe bearbeiten können. Die Transkriptionseinheiten sind eingebettet in ein thematisches Rahmenprogramm, um den Studierenden bremische Geschichte umfassend dialogisch erlebbar zu machen. Neben Methodiken der digitalen Quellenerschließung, multimedialen Darstellungsmöglichkeiten und der Vermittlung partizipativer und kollaborativer Ansätze erhalten die Studierenden Einblicke in Aspekte praktischen Arbeitens und erleben unmittelbar die Schnittstellen von anwendungsorientierter Praxis und wissenschaftlicher Ausbildung.

Literatur/Links:
Antenhofer, Christina/Kühberger, Christoph/Strohmeyer, Arno (Hrsg.): Digital Humanities in den Geschichtswissenschaften, Wien 2024, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838561165
[o.A.] Binder: Rudolphi, Karoline, in: Allgemeine Deutsche Biographie 29 (1889), S. 579-580 [Online-Version], https://www.deutsche-biographie.de/pnd116671742.html#adbcontent
Focke, Doris: Nachlass, Digitale Sammlungen der SuUB Bremen, https://brema.suub.uni-bremen.de/suubna/nav/classification/2670049
Hermes-Wladarsch, Maria: Aufklärung, Erziehung und Weiblichkeit: der digitalisierte Briefwechsel zwischen der Erzieherin Caroline Rudolphi und ihrer Schülerin Doris Focke, in: bildungsgeschichte.de, Berlin 2022, DOI: https://doi.org/10.25523/32552.15
Toppe, Sabine: Focke, Henriette (1786–1818), in: Bremer Frauenmuseum e.V., https://bremer-frauenmuseum.de/2017/03/21/focke-henriette-marie-dorothea-geb-olbers/

Dr. Thekla Keuck

HIS 10.2 Projektbezogene Forschung und Vermittlung – Geschichte in der Praxis II

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Cordula Nolte
(VF) 12 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-10.1.2History Marketing

Seminar
ECTS: 12

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 14:00 SFG 1010 (4 SWS)

Einzeltermine:
Mo 15.07.24 - Di 16.07.24 (Mo, Di) 10:00 - 18:00 GW2 B2880

History Marketing ist ein verhältnismäßig junges Phänomen auf dem weiten Feld der Geschichtskultur. Es bündelt traditionelle Kompetenzen und Arbeitsfelder von Historiker*innen und verbindet sie mit anderen Fähigkeiten und Tätigkeiten aus den Bereichen Kommunikation, Organisation und Präsentation. History Marketing möchte Geschichte nicht nur, aber auch für Marketingzwecke nutzen. Dafür braucht es eine Strategie, denn über Geschichte(n) werden zugleich gesellschaftliche Diskurse verhandelt. Das gilt insbesondere für Institutionen und Organisationen, die in der Öffentlichkeit beobachtet werden. Anhand verschiedener Beispiele beschäftigen wir uns im Seminar mit Fragen strategischer Geschichtskommunikation: Welche Geschichte(n) werden mit welchen Botschaften für welche Zielgruppen zu welchen Anlässen in welcher Form vermittelt? Den Studierenden werden Kompetenzen zur kritisch-diskursiven Auseinandersetzung mit der Wirkungsweise von Geschichtsbildern im Hinblick auf Inszenierung und Instrumentalisierung vermittelt sowie Fertigkeiten zur Präsentation historischer Inhalte in der Öffentlichkeit.

Literatur/Links:
Thomas Cauvin, Public History. A Textbook of Practice, New York, London 2022, https://doi.org/10.4324/9781003045335
Christine Gundermann, Schlüsselbegriffe der Public History, Göttingen 2021, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838557281
Felix Hinz/Andreas Körber (Hrsg.), Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte. Geschichte in der Gesellschaft: Medien, Praxen, Funktionen, Göttingen 2020, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838554648
Martin Lücke/Irmgard Zündorf, Einführung in die Public History, Göttingen 2018, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838549095

Dr. Thekla Keuck
08-28-HIS-10.1.3#PHBSummerSchool2024
#PHBSummeSchool2024: (Digital) Letters and Transcription - the Correspondence between Doris Focke and Caroline Rudolphi
(Digitale) Quellenerschließung und Transkription - der Briefwechsel zwischen Doris Focke und Caroline Rudolphi

Blockveranstaltung
ECTS: 3, 6, 12

Einzeltermine:
Fr 26.04.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Mo 10.06.24 - Do 13.06.24 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 18:00 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Fr 14.06.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal

Vom 10. bis 14. Juni 2024 findet die zweite Summer School der Public History Bremen statt: Im Mittelpunkt steht der Nachlass von Doris Focke, geb. Olbers (1786–1818) in der Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) Bremen. Ihr Briefwechsel mit der Erzieherin und Dichterin Caroline Rudolphi (1753–1811) gibt Einblicke in Handlungsspielräume von Frauen um 1800 sowie in bremische Kultur- und Geistesgeschichte. Im Rahmen der Summer School werden die nach DFG-Richtlinien digitalisierten 63 Briefe digital transkribiert. Dafür wurde ein Transkriptionsmodul in die Digitalisierungssoftware Visual Library der SuUB Bremen integriert, sodass die Studierenden direkt über eine Webansicht auf die Digitalisate zugreifen und dort die Briefe bearbeiten können. Die Transkriptionseinheiten sind eingebettet in ein thematisches Rahmenprogramm, um den Studierenden bremische Geschichte umfassend dialogisch erlebbar zu machen. Neben Methodiken der digitalen Quellenerschließung, multimedialen Darstellungsmöglichkeiten und der Vermittlung partizipativer und kollaborativer Ansätze erhalten die Studierenden Einblicke in Aspekte praktischen Arbeitens und erleben unmittelbar die Schnittstellen von anwendungsorientierter Praxis und wissenschaftlicher Ausbildung.

Literatur/Links:
Antenhofer, Christina/Kühberger, Christoph/Strohmeyer, Arno (Hrsg.): Digital Humanities in den Geschichtswissenschaften, Wien 2024, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838561165
[o.A.] Binder: Rudolphi, Karoline, in: Allgemeine Deutsche Biographie 29 (1889), S. 579-580 [Online-Version], https://www.deutsche-biographie.de/pnd116671742.html#adbcontent
Focke, Doris: Nachlass, Digitale Sammlungen der SuUB Bremen, https://brema.suub.uni-bremen.de/suubna/nav/classification/2670049
Hermes-Wladarsch, Maria: Aufklärung, Erziehung und Weiblichkeit: der digitalisierte Briefwechsel zwischen der Erzieherin Caroline Rudolphi und ihrer Schülerin Doris Focke, in: bildungsgeschichte.de, Berlin 2022, DOI: https://doi.org/10.25523/32552.15
Toppe, Sabine: Focke, Henriette (1786–1818), in: Bremer Frauenmuseum e.V., https://bremer-frauenmuseum.de/2017/03/21/focke-henriette-marie-dorothea-geb-olbers/

Dr. Thekla Keuck

HIS FD 1.2a Geschichtsdidaktik

Modulverantwortliche: Dr. Sabine Horn
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-FD1-2aEinführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 25.05.24 10:00 - 16:00 MZH 1470
Elisabeth Waltke
08-28-FD1-2bEinführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 08.06.24 10:00 - 16:00 SFG 1020
Elisabeth Waltke

HIS FD 1.2b Geschichtsdidaktik

Modulverantwortliche: Dr. Sabine Horn
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-FD1-2aEinführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 25.05.24 10:00 - 16:00 MZH 1470
Elisabeth Waltke
08-28-FD1-2bEinführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 08.06.24 10:00 - 16:00 SFG 1020
Elisabeth Waltke

WAHLPFLICHTBEREICH II (GENERAL STUDIES)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-GS-1Kolloquium zur Osteuropäischen Geschichte
Colloquium on East European History

Colloquium
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 18:00 - 20:00 IW3 0330 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.04.24 16:00 - 19:00 OEG 3790
Do 25.04.24 20:00 - 22:00 Haus der Wissenschaft
Mo 13.05.24 18:00 - 20:00 Theater Bremen, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen
Mo 17.06.24 18:00 - 20:00 Europapunkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen

Das Kolloquium dient Lehrenden, Forschenden und Studierenden zum Austausch über aktuelle Forschungsvorhaben, neue Ansätze und Ergebnisse in der Osteuropäischen Geschichte. Etablierte Wissenschaftler*innen, aber auch Doktorand*innen stellen in einem 45minütigen Vortrag ihre aktuelle Arbeit vor, die dann in weiteren 45 Minuten diskutiert wird. Alle Studierenden und Lehrenden sind herzlich eingeladen!

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
08-28-GS-2Kolloquium zu Abschlussarbeiten
Research Paper Seminar

Colloquium
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 19.04.24 09:00 - 18:00
Fr 28.06.24 09:00 - 18:00
Sa 29.06.24 10:00 - 16:00 GW2 B2880

Im Kolloquium wird Bachelor- und Masterstudierenden, die sich in der Konzeptions- oder Schreibphase ihrer Abschlussarbeit befinden, die Möglichkeit gegeben, ihr Thema und ihre Ergebnisse Mitstudierenden und Betreuenden vorzustellen. Ziel der Veranstaltung ist es, konstruktive Vorschläge und kritische Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten. Auch Promotionsprojekte und andere Forschungsvorhaben werden im Kolloquium vorgestellt und diskutiert.

Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-GS-3Forschungskolloquium
Research Seminar

Colloquium
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 GW2 B2880 (2 SWS)
Magnus Ressel
Prof. Dr. Delia González de Reufels
Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-GS-4Geschichte der Stadt Rom. Von der Gründung bis in die Gegenwart
History of the City of Rome. From Its Origins to the Present

Seminar
ECTS: 6
Sabine Horn
Prof. Dr. Tassilo Schmitt
Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-GS-5Neuspanien im 17. Jahrhundert. Afromexikanische Bevölkerungsgruppe
New Spain 17th Century. Afomexican Population
Die Veranstaltung findet online statt

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 15:00 FVG O0150 (Seminarraum) (4 SWS)

Erkenntnisleitendes Interesse ist die Fragestellung wie eine neue Gesellschaft, deren Mehrheitsbevölkerung zwar indigen, deren - wachsende - Minderheiten jedoch aus Europa und Afrika stammten und aus denkbar unterschiedlichen Beweggründen (wirtschaftlich, sozial, religiös), Motiven und Zwängen ins Land kamen, entsteht. Inhaltlicher Schwerpunkt bildet hierbei die afromexikanische Bevölkerungsgruppe.,
Dieser Fragestellung soll anhand von Bild- und Textquellen, Vorlesungen, Fragen und Thesen gemeinsam nachgegangen werden.

Literaturhinweise: Bechtloff, Dagmar: . Burke, Peter: Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen,
Berlin 2019. Burke, Peter: Was ist Kulturgeschichte, Frankfurt 2005; Bernecker, Walther L.,Raymond Th. Buve, John R. Fischer, Horst Pietschmann (Hrsg.): Handbuch der Geschichte Lateinamerikas. Bd.
1, Stuttgart, 1994.

PD Dr. Dagmar Bechtloff
08-28-GS-6Introduction into Greek and Latin Epigraphy (in englischer Sprache)
Einführung in die griechische und lateinische Inschriftenkunde

Seminar

Einzeltermine:
Mo 04.03.24 - Fr 08.03.24 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 14:00 - 16:00 SFG 1030
Di 09.04.24 08:00 - 10:00
Di 16.04.24 08:00 - 10:00
Di 23.04.24 08:00 - 10:00
Di 30.04.24 08:00 - 10:00
Di 14.05.24 08:00 - 10:00
Di 21.05.24 08:00 - 10:00
Di 28.05.24 08:00 - 10:00
Di 04.06.24 08:00 - 10:00
Mo 10.06.24 - Fr 14.06.24 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 08:00 - 16:00 Präsenz in Tbilisi

Zwei weitere Termine (ZOOM in Bremen) werden noch bekannt gegeben.

Wahrscheinlich wird es sich realisieren lassen, dass von den Bremer Studierenden zwei im Juni an der Präsenzveranstaltung in Tbilisi und an einem in derselben Woche geplanten wissenschaftlichen Kongress zum Thema "Two Iberias. Two Gates of Europe" teilnehmen können, den die Ivane-Javakhishvili-Universität in Kooperation mit der Universidad Complutense de Madrid und der Caucasus University ausrichtet. (https://www.tsu.ge/en/news/International-Conference-Two-Iberias-Two-Gates-of-Europe). Die Entscheidung darüber, wer dabei sein kann, wird nach Engagement und Leistung bei den ersten Veranstaltungsterminen getroffen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Studierende aus Bremen begrenzt; regelmäßige Anwesenheit (in Präsenz bei den Bremer Terminen / per ZOOM o.ä. bei den Terminen in Tbilisi) wird erwartet.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-GS-7Wahrzeichen - Warenzeichen
Landmarks - Trademarks

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 (2 SWS) Die Lehrveranstaltung findet in den Räumen der Landesarchäologie Bremen, An der Weide 50a statt. Der Tag des offenen Denkmals ist am 8. September 2024, die Teilnahme daran ist verpflichtend.

Der Tag des offenen Denkmals steht dieses Jahr unter dem Thema „Wahrzeichen“. Eine besondere Form der Wahrzeichen sind die frühneuzeitlichen Bleiplomben, die als Warenzeichen oftmals die Herkunft oder etwas zum Produkt angaben. Deshalb wird in dieser Übung zum Handel Bremens in der Frühen Neuzeit mit diesen Objekten aus der archäologischen Arbeit der Landesarchäologie eine Ausstellung mit Postern zum Tag des offenen Denkmals erarbeitet. Das Focke-Museum hat rund 200 Bleiplomben, die wir in der Landesarchäologie auswerten können.

Prof. Dr. Uta Halle
08-28-GS-8Ethnische Säuberungen im Europa des 20. Jahrhunderts
Ethnic Cleansing in 20th Century Europe

Blockveranstaltung
ECTS: 3

Einzeltermine:
Sa 13.04.24 09:00 - 18:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sa 29.06.24 - So 30.06.24 (So, Sa) 09:00 - 18:00 MZH 1460

Ethnische Säuberungen gehören zu den Signaturen des 20. Jahrhunderts als dem „Age of Extremes“ (Eric J. Hobsbawm). Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gehören sie auch wieder zu unserer Gegenwart.

In diesem Seminar werden wir ethnische Säuberungen im Europa des 20. Jahrhunderts in vergleichender Perspektive analysieren. Als Fallbeispiele werden wir den Konflikt zwischen Griechen und Türken in Kleinasien, die Judenverfolgung im Nationalsozialismus,. Deportationen in der vormaligen Sowjetunion, die Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa sowie die Kriege im ehemaligen Jugoslawien behandeln. Die vergleichende Perspektive soll helfen, Motivationen und Folgen ethnisch (und religiös) motivierter Gewalt zu verstehen sowie die Grenzen zwischen ethnischer Säuberung und Völkermord auszuloten.

Literatur zur Einführung:
Brandes, Detlef/Sundhaussen, Holm/Troebst, Stefan (Hgg.): Lexikon der Vertreibungen. Deportation, Zwangsaussiedlung und ethnische Säuberung im Europa des 20. Jahrhunderts. Wien/Köln/Weimar 2010.
Mann, Michael: Die dunkle Seite der Demokratie. Eine Theorie der ethnischen Säuberung. Hamburg 2007.
Naimark, Norman M.: Flammender Hass. Ethnische Säuberung im 20. Jahrhundert. München 2004.
Schwartz, Michael: Ethnische „Säuberungen“ in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert. München 2013.
Ther, Philipp: Die dunkle Seite der Nationalstaaten. „Ethnische Säuberungen“ im modernen Europa. Göttingen 2011.


Für den Erwerb eines unbenoteten General Studies-Scheines (3 CP) ist die aktive Beteiligung am Seminar und die Übernahme eines Referats bzw. Mitwirkung an einer Referatsgruppe erforderlich. Die Anmeldung erfolgt über StudIP, bitte melden Sie sich bis zum 5. April 2024 an.

Jaromir Dittmann-Balcar
08-28-HIS-10.1.3#PHBSummerSchool2024
#PHBSummeSchool2024: (Digital) Letters and Transcription - the Correspondence between Doris Focke and Caroline Rudolphi
(Digitale) Quellenerschließung und Transkription - der Briefwechsel zwischen Doris Focke und Caroline Rudolphi

Blockveranstaltung
ECTS: 3, 6, 12

Einzeltermine:
Fr 26.04.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Mo 10.06.24 - Do 13.06.24 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 18:00 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal
Fr 14.06.24 09:30 - 12:30 SuUB Bremen: Handschriftenlesesaal

Vom 10. bis 14. Juni 2024 findet die zweite Summer School der Public History Bremen statt: Im Mittelpunkt steht der Nachlass von Doris Focke, geb. Olbers (1786–1818) in der Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) Bremen. Ihr Briefwechsel mit der Erzieherin und Dichterin Caroline Rudolphi (1753–1811) gibt Einblicke in Handlungsspielräume von Frauen um 1800 sowie in bremische Kultur- und Geistesgeschichte. Im Rahmen der Summer School werden die nach DFG-Richtlinien digitalisierten 63 Briefe digital transkribiert. Dafür wurde ein Transkriptionsmodul in die Digitalisierungssoftware Visual Library der SuUB Bremen integriert, sodass die Studierenden direkt über eine Webansicht auf die Digitalisate zugreifen und dort die Briefe bearbeiten können. Die Transkriptionseinheiten sind eingebettet in ein thematisches Rahmenprogramm, um den Studierenden bremische Geschichte umfassend dialogisch erlebbar zu machen. Neben Methodiken der digitalen Quellenerschließung, multimedialen Darstellungsmöglichkeiten und der Vermittlung partizipativer und kollaborativer Ansätze erhalten die Studierenden Einblicke in Aspekte praktischen Arbeitens und erleben unmittelbar die Schnittstellen von anwendungsorientierter Praxis und wissenschaftlicher Ausbildung.

Literatur/Links:
Antenhofer, Christina/Kühberger, Christoph/Strohmeyer, Arno (Hrsg.): Digital Humanities in den Geschichtswissenschaften, Wien 2024, https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838561165
[o.A.] Binder: Rudolphi, Karoline, in: Allgemeine Deutsche Biographie 29 (1889), S. 579-580 [Online-Version], https://www.deutsche-biographie.de/pnd116671742.html#adbcontent
Focke, Doris: Nachlass, Digitale Sammlungen der SuUB Bremen, https://brema.suub.uni-bremen.de/suubna/nav/classification/2670049
Hermes-Wladarsch, Maria: Aufklärung, Erziehung und Weiblichkeit: der digitalisierte Briefwechsel zwischen der Erzieherin Caroline Rudolphi und ihrer Schülerin Doris Focke, in: bildungsgeschichte.de, Berlin 2022, DOI: https://doi.org/10.25523/32552.15
Toppe, Sabine: Focke, Henriette (1786–1818), in: Bremer Frauenmuseum e.V., https://bremer-frauenmuseum.de/2017/03/21/focke-henriette-marie-dorothea-geb-olbers/

Dr. Thekla Keuck
08-zsp-GS-1017Public Transport Lab: Klima, Verkehr und Gesundheit - Gewinnpotenziale einer Verkehrswende (Entfällt!)
Public transport lab: Climate, traffic and health - Profit potential of a transport transition

Seminar
ECTS: 3

Das Pariser Klimaabkommen jährt sich bald zum zehnten Mal, die Ziele sollten klar sein, doch der Weg dorthin scheint immer noch weit. Besonders im Verkehrsbereich lässt die Aufbruchstimmung auf sich warten. Die Fahrzeugflotten werden langsam elektrifiziert, doch Schienenausbau, Einschränkungen im Flugverkehr und Verbesserungen für alltägliche und aktive Mobilitätsformen sind kaum erkennbar. Zunehmend geraten Klima- und Verkehrspolitik ins Zentrum eines Kulturkampfes.

In unserem Seminar möchten wir Wege untersuchen und vermitteln, wie diese scheinbare Sackgasse überwunden werden kann. Dafür beschäftigen wir uns mit den Chancen, die sich aus einem Denken von Verkehrswende als Querschnittsthema ergeben. Besonders mit dem Gesundheitsbereich gibt es viele Anknüpfungspunkte, die bisher kaum betont werden. Dabei ergeben sich hier durch eine gute Klima- und Verkehrspolitik viele Gewinnpotenziale. Nicht nur können durch angepasste Rahmenbedingungen und Infrastrukturen Verkehrsunfälle verhindert werden, auch die psychischen Belastungen durch Lärm und Stress sind nicht zu unterschätzen und treffen überproportional Menschen mit geringerem sozial-ökonomischen Status. Aktuell sind öffentliche Räume primär automobilie Mobilitätsräume. Nur mit einer Verkehrswende können öffentliche Räume wieder stärker zu Verweilorten werden, die sich positiv auf das Gemeinschaftsgefühl auswirken und Vereinsamung vorbeugen


Wir werden sowohl externe Referent:innen einladen, als auch mit Texten und interaktiven Formaten arbeiten, um uns dem Thema zu nähern.

Mark Peter Wege
10-GS-9-05Workshop Drehbuchschreiben

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Mo 22.07.24 - Fr 26.07.24 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 09:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Der Workshop bietet eine Einführung in die Grundlagen professionellen Drehbuchschreibens. Es werden anhand eines Beispielfilms Methoden und Anforderungen besprochen und zu den Teilgebieten Übungen erstellt, damit eigene Arbeiten auch selbst kontrolliert und eingeschätzt werden können. Neben dem theoretischen Teil werden praktische Übungen gemacht. Eigene Arbeiten können eingebracht werden.
Fragen zu Berufsmöglichkeiten, eigene Ideen und ein Überblick über Weiterbildung und Berufseinstieg werden besprochen.

Der Workshop findet vorbehaltlich der Freigabe des Lehrauftrags statt als Blockveranstaltung im Juli 2024, Termine werden zeitnah bekannt gegeben.

N. N.

Zusatzangebote

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-31-MAEP-M4-2The Politics of Democratic Backsliding in Europe (in englischer Sprache)

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B1580

Einzeltermine:
Fr 14.06.24 12:00 - 14:00 GW2 B1170

After two decades of democratization, some states in Europe have seen a decline in the democratic quality of their political systems. This seminar deals with these processes of democratic backsliding. The research papers to be read will empirically map processes of democratic backsliding and account for these with theories emphasizing different explanatory factors. In addition to research focusing on domestic factors, we will also discuss research that investigates the EU (in-)ability to stop processes of democratic backsliding in EU member states. After having actively attended the seminar, you will be familiar with empirical trends and specific cases of democratic backsliding and with theories that political scientists use to explain these. With the knowledge acquired in the seminar, you should be able to conduct your own research on the topic, for example in your term paper.

Prof. Dr. Arndt Wonka
08-M27-2-HPEHistorical Political Ecology (in englischer Sprache)

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)
Sara Doolittle Llanos
Maria Garteizgogeascoa
08-zsp-GS-1004Praxisnacht des Fachbereichs Sozialwissenschaften (FB 8)
Einblicke und Berichte

Blockeinheit

Einzeltermine:
Do 25.04.24 16:00 - 22:00 GW2 B2860 VIP (VIP-Raum)
Do 25.04.24 18:00 - 22:00
Do 25.04.24 18:00 - 22:00 GW2 B2880
Do 25.04.24 18:00 - 22:00 GW2 B2890
Do 25.04.24 18:00 - 22:00 GW2 B2900
Do 25.04.24 18:00 - 22:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.

Die "Praxisnacht des FB 8 - Berichte und Einblicke" findet am Donnertag, den 25. April 2024 zum vierten Mal statt - nach einer vierjährigen pandemiebedingen Pause. Die Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge sind herzlich dazu eingeladen.

Die Praxisnacht startet um 18 Uhr im GW2 Raum B3009. Ab 18:25 Uhr finden drei Forenblöcke mit jeweils vier verschiedenen Themenforen statt. Melden Sie sich an und laden Sie sich das Programm der Praxisnacht einfach unter dem Reiter "Dateien" herunter.

34 Ehemalige des FB 8 geben Einblicke in vielfältige Tätigkeitsfelder für Sozialwissenschaftler*innen und berichten über Wege in die berufliche Praxis. Manche haben gerade den Berufseinstieg geschafft, andere sind schon länger im Job. Einige haben ihren Traumjob gefunden, andere sind noch auf der Suche. Und „alte Hasen“ mit langjähriger Berufserfahrung sind ebenfalls dabei.

Ganz konkret berichten die geladenen Alumni beispielsweise über ihren beruflichen Alltag im Bereich Public Relations, Verlagswesen, Quartiersentwicklung, Change-Management und Personaldienstleistung. Sie haben ihren Traumjob in der öffentlichen Verwaltung, der Politik, bei Nichtregierungsorganisationen und Interessensverbänden gefunden. Engagieren sich in Vereinen, Verbänden und Planungsbüros für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Sind in sozialen Einrichtungen tätig und setzen sich für Bildung und Menschenrechte ein.

Michael Thiele
Dr. Ute Volkmann
Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
Dr. Jan Ulrich Büttner
Sebastian Fehrler
Caterina Bonora
Dr. Imke Sturm-Martin
Dr. Anne Schröter
Betina da Rocha
Dr. Thekla Keuck

WAHLPFLICHTBEREICH II (GENERAL STUDIES)

Anerkannt sind alle Veranstaltungen, die im Pool GENERAL STUDIES aufgefuehrt sind.

Schlüsselkompetenzen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-zsp-GS-1024Wie geht gute Klimakommunikation?
How does good climate communication work?

Blockveranstaltung
ECTS: 1

Einzeltermine:
Sa 13.04.24 - So 14.04.24 (So, Sa) 12:00 - 18:00 GW2 B2880

Kennt ihr das? Da will man andere überzeugen, das Klima zu retten und erntet nur Kopfschütteln oder Unverständnis. Oder teils vielleicht sogar berechtigte Kritik, die uns sprachlos macht.

Gute Klimakommunikation heißt auch Zuhören. Gute Klimakommunikation heißt, sich der Zielgruppe oder Person bewusst zu sein, die man ansprechen will und des Ziels: will man Falschinformationen klarstellen, Menschen berühren oder zum Handeln bewegen (und wenn ja, zu welchem Handeln)? Emotionen haben eine größere Bedeutung als Fakten. Gleichzeitig wollen wir faktenbasiert handeln. Wie kriegen wir es hin, dröge Fakten verständlich rüber zu bringen? Und wann brauchen wir überhaupt Fakten und wann nicht? Positive Visionen, Co-Benefits (also Vorteile vom klimafreundlichen Handeln jenseits von Klimaschutz wie z.B. Freude und Fitness beim Radfahren) und Handlungsoptionen motivieren meist mehr zum Handeln als (leider nicht unrealistische) Schreckens-Szenarien. Und dann ist da noch diese zwischenmenschliche Chemie, die eine verdammt große Rolle spielt ...

Nach einem kurzen Input zum Thema wollen wir anhand selbstgewählter Ziele und Zielgruppen praktische Beispiele guter Klimakommunikation entwickeln bzw. die eigene Praxis reflektieren und ggf. weiterentwickeln.

Dr. Christian Gutsche

Studium Generale

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-zsp-GS-1022Wirkungsorientierte Planung und Umsetzung von Projekten in der internationalen Zusammenarbeit

Blockveranstaltung
ECTS: 3

Einzeltermine:
Sa 01.06.24 - So 02.06.24 (So, Sa) 12:00 - 18:00 GW2 B2880
Sa 15.06.24 - So 16.06.24 (So, Sa) 12:00 - 18:00 MZH 1090

Internationales Projektmanagement ist eine Schlüsselqualifikation für das Arbeiten in internationalen Kontexten sowie in und mit internationalen Organisationen. Politische, wirtschaftliche sowie wissenschaftliche grenzüberschreitende Kooperationen werden projektbezogen geplant, finanziert, umgesetzt sowie evaluiert. Diesen Projektzyklus gilt es gemeinsam mit Partnern und Zielgruppen wirkungsorientiert zu gestalten und dabei den Vorgaben der Geber gerecht zu werden.

Das Seminar vermittelt Grundlagen und praktische Kenntnisse einer wirkungsorientierten Planung und Umsetzung von internationalen Projekten vermitteln. Hierzu gehört zunächst die Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen für die Durchführung von Kooperationsprojekten. Das Seminar behandelt entsprechend das internationale Geberumfeld sowie die dazugehörigen Finanzierungsinstrumente, ebenso die aktuellen Herausforderungen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, den funktionalen, arbeitsteiligen Aufbau internationaler NGOs sowie verschiedene Projektansätze und Entwicklungen zur Bearbeitung internationaler Herausforderungen (Single-, Multi-Country und Konsortial-Projekte, Nexus-sowie Programmansätze, Lokalisierungsbestrebungen).

Die verschiedenen Phasen des Project Cycle Managements werden rekapituliert, um anschließend wesentliche Elemente (und Kompetenzen) wirkungsorientierter Projektplanung anhand praktischer Beispiele und Aufgaben einzuüben. Die Theory of Change wird zunächst als theoretischer Rahmen für Modelle zur Entwicklung von Interventionslogiken in internationalen Kontexten vorgestellt. Praktische Übungen zur Entwicklung von Wirkungsketten, Logical Frameworks sowie der Budgetierung von Projekten und der Erstellung von Monitoring-Systemen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Das Seminar richtet sich an Studierende mit Interesse an internationaler Zusammenarbeit. Grundlagenwissen im Projektmanagement ist hilfreich, jedoch keine Voraussetzung zur Teilnahme. Der Fokus des Seminars liegt auf der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die vermittelten Methoden und Kompetenzen sind jedoch auch auf internationale Projekte im Rahmen des Wissenschaftsmanagements anwendbar. Hierzu wird durchgehend Bezug genommen.

Rene Dennis Gradwohl
08-zsp-GS-1025"Mein Beitrag zur Ernährungswende" - nachhaltiger Konsum im Alltag
„My contribution to the food revolution“ - sustainable consumption in everyday life

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Ziel ist es ein Handbuch zur nachhaltigen Ernährung von Studierenden für Studierende zu erarbeiten. Es wird geklärt, was „Nachhaltigkeit“ und „ökologisch“ bedeutet, worauf es bei der nachhaltigen Ernährung ankommt und wie die wichtigsten Leitlinien konkret und günstig umgesetzt werden können. Es finden Exkursionen zu ökologischen Betrieben in der Region statt und die Teilnehmenden lernen Projekte und Initiativen der „Ernährungswende“ in Bremen kennen.

Jessica Marei Nixon

Zusatzangebote

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-GS-8Open Science: An Introduction for the Social and Behavioral Sciences

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Mi 08.05.24 16:00 - 18:00 https://uni-bremen.zoom-x.de/j/63123254286?pwd=N1FDMXRIMGZLUXlRZHlSYkh2TnRJUT09
Fr 31.05.24 - Sa 01.06.24 (Fr, Sa) 10:00 - 16:00 GW1 B0100
Fr 28.06.24 - Sa 29.06.24 (Fr, Sa) 10:00 - 16:00 GW1 B0100

For over a decade, the social and behavioral sciences faced a crisis. This stems from an awareness that research and findings are not as reliable as we hope. This lack of reliability stems from institutional benchmarking, for-profit publishing companies, a culture of workaholism, a lack of transparency, stark inequalities within science and a growing mistrust of science by the public. This course introduces students to the crisis of science as it affects the social and behavioral sciences: economics, sociology, political science, geography, psychology and various interdisciplinary related fields. It covers both problems and solutions to improve science. Some core topics are p-hacking, ethics, HARKing, reproducible workflows, sharing data and public science. The students engage in readings, presentations and exercises. Their final grade will be based on an ‘action project’, where they develop a small project, or project idea, that will have an impact on science. This could be anything, and might include for example a blog post, editing Wikipedia, hosting a public knowledge event, pushing for open science at the university. No special prior methods or theoretical knowledge is necessary. The course will be primarily in English, although German Hausaufgabe und Readings are acceptable.

Relevant disciplines

Political Science, Media & Communication, Psychology, Social Psychology, Economics, Sociology, Geography, Philosophy & any interdisciplinary Social and Behavioral Sciences

Preparatory reading

Christensen, Garret, Jeremy Freese, and Edward Miguel. 2019. "What is Ethical Research?" Chapter Two inTransparent and Reproducible Social Science Research. Los Angeles, Calif.: University of California Press. pp. 11-27.

Dr. Nathan Breznau
08-31-4-M8b-4Diversitaet der russischen Regionen: Geschichte und Gegenwart

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 19.04.24 10:00 - 14:00 GW2 B1820
Sa 20.04.24 10:00 - 14:00 GW2 B2890
Fr 10.05.24 10:00 - 14:00 GW1 B0080
Sa 11.05.24 10:00 - 14:00 GW2 B2890
Fr 31.05.24 10:00 - 14:00 GW1 B0080
Sa 01.06.24 10:00 - 14:00 GW2 B2890
Fr 28.06.24 10:00 - 14:00 GW1 B0080

Beispiel der Gliederung eines Referats/ Praesentation:
Tatarstan gestern und heute
Khanat Kazan und Eroberung von dem Ivan der Schrecklichen
Rolle der Regionen im Zarenreich
Sowjetische Entwicklung. Korenisierungspolitik. Sprache und Kultur
Kampf mit dem Zentrum nach der Perestroika-Zeit
Loyalität nach der föderativen Reform von Putin

Oder
Novgorod: von der Hansestadt zu einer tiefen Provinz
Novgorod als Zentrum des slavischen Nordens, Hansa- Stadt und Republik Nowgorod
Zerschlagung der Republik von dem Iwan dem Schrecklichen
Novgorod als tiefe Provinz im Zarenreich und in der Sowjetunion. Besatzung von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg
Novgorod in der Putin - Zeit

Literatur
Susanne Schattenberg

Geschichte der Sowjetunion: Von der Oktoberrevolution bis zum Untergang

Beck C. H., München 2022
Susanne Schattenberg
zus. mit U. Huhn, M. Lehmann, A. Oberländer, H. Pleines, M. Putz

Sowjetunion II: 1953-1991

Informationen zur politischen Bildung (Heft 323), bpb, Bonn 2014

Susanne Schattenberg
zus. mit U. Huhn, M. Lehmann, A. Oberländer, H. Pleines, M. Putz

Sowjetunion I: 1917-1953

Informationen zur politischen Bildung (Heft 322), bpb, Bonn 2014

Julia Kusznir

Der politische Einfluss von Wirtschaftseliten in russischen Regionen. Eine Analyse am Beispiel der Erdöl- und Erdgasindustrie, 1992-2005.

ibidem-Verlag, Stuttgart 2008
Galina Luchterhandt (Michaleva), Sergej Ryshenkow, Alexej Kusmin (Hg.):

Politik und Kultur in der russischen Provinz: Nowgorod - Woronesh - Saratow - Jekaterinburg.

Edition Temmen Bremen 1999
Galina Luchterhandt (Michaleva)

Parteien in der russischen Provinz. Politische Entwicklung in den Gebieten des Ural und der Wolgaregion.

Edition Temmen, Bremen 1998
Forschungsstelle Osteuropa (Hg.):

Russland - Fragmente einer postsowjetischen Kultur.

Edition Temmen, Bremen 1996
Minaeva, Eleonora / Rumiantseva, Aleksandra / Zavadskaya, Margarita: From local elections to appointments: How has municipal reform changed vote delivery in Russian municipalities?, in: Electoral Studies, 85 (2023) 102657, open access online, https://doi.org/10.1016/j.electstud.2023.102657.
Schattenberg, Susanne: „Zeitenwende“ in der Osteuropageschichte: Das Ende des Zentrums – die Stunde der Republiken, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 4, 2021
Zeller, Manfred (zusammen mit Moritz Florin): Soviet Transnationalism: Urban Milieus, Deterritoriatlization and People’s Friendship in the Late Soviet Union, Советский Транснационализм: городская среда, детерриториализация и дружба народов, in: Ab Imperio 3 (2019), 131-146.
Michaleva G/, Riabov F. (Ed.) Russian Challenges: between freedom and energy. Bern: Peter Lang, 2011.
Михалева Г.М. Политика и культура в российской провинции (в соавторстве). М. - СПб, "Летний сад", 2001
Электронное издание «Российские регионы: взгляд в будущее»
Scheinvergabe: Regelmäßige Teilnahme; Arbeit in Gruppen möglich, mündliches Referat, Präsentation / schriftliches Thesenpapier (5 Seiten).

Prof. Dr. Galina Michaleva
08-zsp-GS-1016Events und Messen gestalten bedeutet aktuell "viel Neuland betreten" auch im Kontext fairer Handel, nachhaltiger Entwicklung und internationaler Zusammenarbeit (Entfällt!)
Organizing events and trade fairs* currently means "breaking a lot of new ground" also in the context of fair trade, sustainable development and international cooperation.

Blockveranstaltung
ECTS: 3

Im Zusammenhang mit Events und Messe spielt die Live-Kommunikation eine wesentliche Rolle. Live-Kommunikation ist der Oberbegriff für alle Kommunikationsaktivitäten, wo sich Menschen „Face to Face“ zielorientiert in einem inszenierten Rahmen begegnen. Die Arbeit in der Live-Kommunikation hat sich durch die weltweite Pandemie jedoch grundlegend verändert.

Befeuert wird diese Entwicklung durch die Digitalisierung, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und die Einführung des agilen Managements. In diesem Seminar wird behandelt, wie die Live-Kommunikation als Bestandteil des Kommunikationsmix (Kommunikationsinstrumente des Marketings) eingesetzt wird, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.

Neue Herausforderungen sind z.B. die Auswirkungen der Klimakrise, neue Event-Formate (real live, virtuell, hybrid), das agile Arbeiten aber auch das Fehlen von Fachkräfte. Hinzu kommt die zunehmende Sensibilität für regionale Besonderheiten „cross culture“. Afrika, Asien, Südamerika wurden und werden als bedeutsame Märkte wahrgenommen und verstärkt als Partner:innen auf Augenhöhe betrachtet. Somit gibt es neue, andere Narrative, die erzählt werden.

Im Seminar wird u. a. gefragt, welche Hindernisse Unternehmen und Aussteller:innen anderer Kontinente überwinden müssen, um auf Messen in Europa, insbesondere im Messeland Deutschland erfolgreich auftreten zu können? Was wird ihnen abverlangt und was nehmen sie bereichernd an ihre Standorte mit? Welche Storys müssten erzählt werden? Mit welchen Events, mit welchen Inhalten könnten Aussteller:innen und Besucher:innen angemessen, wahrhaftig und wertschätzend angesprochen werden?

Dieses Seminar lädt Sie (insbesondere mit wenig oder keinem Fachwissen) ein, sich mit Hintergrundwissen für die Praxis auszustatten, sich mit Beispielen aus der Praxis zu versorgen und belastbare Theorie als Grundlage für das eigene Handeln mitzunehmen. In Workshops temporäre Fachtiefe zu diskutieren und zu reflektieren. Von Analyse, über Inszenierung (Regiearbeit) und Konzeption bis Storytelling und Wirkungsprüfung wird an authentischen und erlebnisreichen Lösungsideen gemeinsam gearbeitet. „Alles ist möglich, denn es gibt keine (physischen) Grenzen mehr. Wir wollen in diesem Seminar mutig neue Event-Welten umarmen.“

Frank Ernst Willy Fromme