Stiftungsprofessuren
Stiftungsprofessuren sind ein bedeutendes Instrument zur Förderung von Forschung und Lehre an der Universität Bremen. Sie werden seit 1989 durch externe Partner – etwa Unternehmen, Stiftungen oder Organisationen – finanziert und ermöglichen es, innovative Themenfelder gezielt auszubauen oder neue wissenschaftliche Schwerpunkte zu setzen. Dies schafft wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Universität Bremen und stärkt zugleich den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Prof. Dr. Ralf Bachmayer, Marine Umwelttechnologie / Tiefsee Ingenieurwissenschaften

- Stifter: Werner Siemens-Stiftung
- Fachbereich 05 / Geowissenschaft
- Zeitraum: seit 07/2017 bis 12/2028
Professor Ralf Bachmayer hat zum 1. Juli 2017 die neu eingerichtete Werner-Siemens-Stiftungsprofessur am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen angetreten. Schwerpunkt der Professur im Fachbereich Geowissenschaften sind Marine Umwelttechnologien sowie Tiefsee-Ingenieurwissenschaften. Die Professur ist die Basis für ein Innovationszentrum, das Technologien zum Beobachten und Untersuchen der Tiefsee-Umwelt entwickeln soll. Bachmayer hat ein Studium der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe absolviert. Seine Diplomarbeit hat er am Woods Hole Oceanographic Institution (USA) verfasst und an der Johns Hopkins University (USA) promoviert. Weitere Stationen waren die Princeton University (USA), das National Research Council Canada und zuletzt die Memorial University of Newfoundland. Als Associate Professor war er hier Gründer und Direktor des Autonomous Ocean Systems Laboratory. Zuletzt hat er an einem System zum autonomen Vermessen von Eisbergen mit koordinierten Robotern sowohl über als auch unter Wasser gearbeitet. Bachmayer setzt an der Universität Bremen seine Forschung mit unbemannten marinen Systemen und deren Vernetzung vor allem mit Blick auf die Tiefsee fort.
Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, Wirtschaftsinformatik / Digital Public

- Stifter: Bremer Finanzressort und dem IT-Dienstleister Dataport
- Fachbereich 03 / Mathematik & Informatik
- Zeitraum: seit 10/2022
Die Universität Bremen hat am Fachbereich 03 (Mathematik und Informatik) die Stiftungsprofessur "Digitale Transformation öffentlicher Dienstleistungen" eingeführt, welche vom Bremer Finanzressort und dem IT-Dienstleister Dataport finanziert wird. Der Wirtschaftsinformatiker Professor Björn Niehaves leitet ab Oktober 2022 die Professur sowie die dazugehörige Arbeitsgruppe "Digital Public" und ist zugleich Zweitmitglied im Fachbereich 07 (Wirtschaftswissenschaften). Ziel der Arbeitsgruppe ist es, digitale Technologien im öffentlichen Sektor zu erforschen und innovative Lehrangebote sowie Promotionsprogramme mit Praxisbezug zu entwickeln. Darüber hinaus soll die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung unter Einbeziehung von Technologien wie KI, Augmented Reality und Virtual Reality weiterentwickelt werden. Neben der Vorlesung „Artificial Intelligence & Computational Management Information Systems“ (MIS-2) bietet die Arbeitsgruppe in der Lehre (Projekt-)Seminare, Kolloquien, Vorträge und Abschlussarbeiten im Bereich Digital Public an. Dies umfasst Themen wie Smarte Städte und Regionen, die digitale Veränderung von öffentlichen Behörden und deren Dienstleistungen sowie digitale Innovationen für die Gesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung und Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Staat/Verwaltung und Start-ups, bekannt unter dem Begriff GovTech (Government Technology). Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis sowie die interdisziplinäre Vernetzung sind für die Arbeit der Stiftungsprofessur von zentraler Bedeutung.
Prof. Dr. Jan-Hendrik Hehemann, Kohlenstoffspeicherung & Glycobiochemie
• Heisenberg-Stiftungsprofessur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
• Fachbereich 02 / BiologieChemie
• Zeitraum: 03/2021 - 03/2026
• https://www.marum.de/Entdecken/Professor-Hehemann.html
• https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-undmarketing/ pressemitteilungen/detailansicht/algen-zucker-als-ballaststoff-fuer-einegesunde- verdauung-im-ozean
Prof. Dr. Jan-Hendrik Hehemann erforscht die Rolle von Algen-Polysacchariden für marine Kohlenstoffspeicherung. Seine bisherige Arbeitsgruppe „Marine Glykobiologie“ war als Brückengruppe am MARUM und gleichzeitig am Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie Bremen, angesiedelt. Aufbauend auf ihrer Forschung wird nun am Fachbereich 2 (Biologie/Chemie) der Universität Bremen, MARUM und dem Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie, das neue Brückendepartment für Kohlenstoffspeicherung & Glykobiochemie gegründet. Seine Arbeit ist mit einer Heisenberg-Professur von der Deutschen Forschungsge-meinschaft (DFG) gefördert.
Nach seinem Studium der Biochemie in Hamburg hat Jan-Hendrik Hehemann an der Université Pierre et Marie Curie in Paris und der Station Biologique de Roscoff (Frankreich) promoviert. Anschließend hat er erst als Postdoktorand an der University of Victoria, British Columbia (Kanada) und anschließend am Massachusetts Institute of Technology (USA) gearbeitet
bevor er 2015 an die Universität Bremen/MARUM und an das Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie kam.
Mit der Heisenberg-Professur fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler, die durch ihre exzellente Forschung sowie außerordentliche
Leistungen herausstechen und ermöglicht ihnen, ihre Forschungsschwerpunkte weiter
zu verfolgen und eigene Arbeitsgruppen aufzubauen. Seine Forschung wurde 2022 von dem
European Research Council als zukunftsweisend beurteilt und mit einem ERC Consolidator
Award ausgezeichnet.
Prof. Dr. Sebastian Fehrler, Ökonomie der Sozialpolitik

- Stifter: Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
- Fachbereich 08 / Politikwissenschaften
- Zeitraum: 2020-2025
Sebastian Fehrler hat im September 2020 die Stiftungsprofessur für die Ökonomie der Sozialpolitik am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen angetreten. Die Professur wird in den ersten fünf Jahren durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales getragene Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) finanziert. Das Forschungsprogramm der Professur widmet sich der Mikrofundierung von Sozialpolitik unter Einbeziehung soziologischer, politikwissenschaftlicher, psychologischer und ökonomischer Perspektiven. Hierzu werden eine Reihe von Feld-, Survey- und Laborexperimenten durchgeführt. Die Feldarbeit dient in erster Linie der Evaluation konkreter sozialpolitischer Maßnahmen, während die Labor- und Surveyexperimente vor allem der Grundlagenforschung zu verschiedenen Prozessen am Arbeitsmarkt, zu politischen Einstellungen, zu Wahrnehmungen von Ungleichheit sowie zur Vermittlung von Sozialpolitik dienen.
Nach seinem Studium in Oldenburg, Berlin und Nottingham promovierte Sebastian Fehrler 2010 an der Universität Zürich bei Katharina Michaelowa. Nach einer Postdoc-Phase in Zürich und einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der New York University wurde er 2014 auf die Juniorprofessur für Behavioral Economics an der Universität Konstanz berufen, wo er bis zu seinem Wechsel nach Bremen arbeitete. Im Sommersemester 2020 vertrat er dort die W3-Professur für Microeconomic Theory.
Prof. Dr. Simone Scherger, Lebenslaufbezogene Sozialpolitik

- Stifter: Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
- Fachbereich 08 / Soziologie
- Zeitraum: 2018-2023
Simone Scherger hat im April die Stiftungsprofessur für lebenslauforientierte Sozialpolitik am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen angetreten. Die Professur wird in den ersten fünf Jahren durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales getragene Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) finanziert. Im Rahmen der Professur wird sich Simone Scherger mit den Zusammenhängen zwischen sozialpolitischen Regelungen und individuellen Lebensläufen beschäftigen. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist Frage, wie sich Rentenreformen auf Übergänge in den Ruhestand und die Erwerbsneigung im Alter auswirken. Umgekehrt geht es zudem um die Herausforderungen, die sich aus veränderten Erwerbsverläufen oder pluralisierten Familienformen für die soziale Sicherung stellen. Seit kurzem ist Simone Scherger auch Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung. Nach ihrem Studium der Soziologie in Bonn und Brüssel promovierte Scherger 2007 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Wandel des Timings wichtiger Lebenslauf-Übergänge. Nach Forschungstätigkeiten an der University of Manchester (Großbritannien) leitete sie von 2010 bis 2017 die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Emmy Noether-Nachwuchsforschungsgruppe „Erwerbsarbeit jenseits der Rentengrenze in Deutschland und Großbritannien“, die am SOCIUM angesiedelt war. 2016/17 vertrat sie zudem die W3-Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Gender Studies an der Universität Konstanz.
Prof. Dr. Sebastian Maneth, Datenbanken

- Heisenberg-Stiftungsprofessur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
- Fachbereich 03 / Informatik
- Zeitraum: 05/2017 - 05/2022
Die grundlegende Idee von Maneths Forschung beruht darauf, Wiederholungen jeglicher Art innerhalb der Daten zu erkennen und auszunutzen. Zu einer Beschleunigung kommt es dann, wenn der Algorithmus so verändert werden kann, dass sich wiederholende Muster nur noch einmal bearbeitet werden müssen. In manchen Fällen laufen die veränderten Algorithmen dadurch tausende Male schneller als auf den Originaldaten. „Eine besondere Herausforderung ist die Heterogenität der innerhalb von Big Data heutzutage eingesetzten Datenformate“, erklärt der Informatiker. So sind beispielsweise Graphen sozialer Netzwerke vollkommen anders zu komprimieren als Text- oder Bilddateien. Insgesamt gilt aber, dass je mehr Wissen man über Struktur und Inhalt von Daten hat, man sie umso stärker komprimieren kann. An der Universität Bremen möchte der 45-jährige Wissenschaftler seine Verfahren insbesondere auf Daten anwenden, die innerhalb der Logistik und in medialen Informationssystemen entstehen.
Sebastian Maneth studierte Informatik und promovierte 2003 an der Universität Leiden (Niederlande) im Bereich theoretische Informatik. Nach Forschungsaufenthalten in der Schweiz war er viele Jahre am Nationalen Forschungsinstitut NICTA und an der University of New South Wales in Sydney (Australien) beschäftigt. Zuletzt lehrte und forschte er an der University of Edinburgh (UK).
Prof. Dr. Johannes Schöning, Mensch-Technik-Interaktion

- Lichtenberg-Professur der VolkswagenStiftung
- Fachbereich 03 / Informatik
- Zeitraum: 06/2016 - 06/2021
Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Schöning befasst sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Technik – der sog. Human-Computer-Interaction – im Fachbereich Mathematik/Informatik. Das Forschungsprojekt des neuen Lichtenberg-Professors trägt den Titel "Improving Spatial Interactions with Novel Ubiquitous Interfaces". Dabei stehen neben den Schnittstellen zwischen Maschine und Mensch auch die Geoinformatik und das Ubiquitäre Computing, bekannt auch als die Allgegenwart der Rechner, im Fokus der Untersuchungen. Konkret geht es in dem Forschungsprojekt um Gestaltung, Qualitätsprüfung und Einsatz neuer Navigationstechniken – zum Beispiel für Smartwatches.
"Die Technologie, die wir bauen, sollte menschliche Fähigkeiten erweitern und verbessern, nicht aber ersetzen", erklärt Schöning sein Idee. Daneben analysiert seine Forschungsgruppe die Eigenschaften von räumlichen Daten, die durch Laien zusammengetragen wurden und untersucht, welche Algorithmen sich dafür finden lassen. Das betrifft etwa Landkarten, die Freiwillige mithilfe von GPS selbst gestaltet haben.
Prof. Dr. Claus Braxmeier, Raumfahrttechnologie

- Christa-und-Manfred-Fuchs-Stiftungsprofessur
- Fachbereich 04 / Produktionstechnik
- Zeitraum: 07/2012 - 07/2022
Claus Braxmaier ist Professor am Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen, Direktor Raumfahrttechnologie am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation ZARM der Universität Bremen und Leiter der Abteilung „System Enabling Technologies“ am DLR Institut für Raumfahrtsysteme. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung weltraumtauglicher Technologien zur Umsetzung derzeitiger und zukünftiger Weltraummissionen aus Erdbeobachtung, Wissenschaft und Navigation.
Prof. Dr. Moritz Renner, Transnationales Wirtschaftsrecht
- Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung
- Zeitraum: August 2012 bis Juli 2017
Dr. Moritz Renner wird sich im Rahmen seiner Lichtenberg-Professur "Transnationales Wirtschaftsrecht zwischen Vertrag und Unternehmen" an der Universität Bremen mit der Frage beschäftigen, welche Veränderungen das Recht durch die Globalisierung der Wirtschaft erfährt. Dies soll am Beispiel des transnationalen Konzernrechts und des Rechts grenzüberschreitender Kreditverträge untersucht werden.
Prof. Dr. Vasily Ploshikhin, Multiskalensimulation und -modellierung von Materialien

- Airbus-Stiftungsprofessur
- Zeitraum: Dezember 2009 bis November 2014
Schwerpunkt der neuen Airbus Stiftungsprofessur für Integrative Simulation und Engineering von Materialien und Prozessen (ISEMP) sind Entwicklung und Anwendung neuer Methoden für die Material- und Prozesssimulation sowie der Einsatz der numerischen Simulation für die experimentelle Entwicklung und Optimierung innovativer Fertigungsverfahren, insbesondere für die Luftfahrtindustrie. Die neue Professur soll die Funktion einer wissenschaftlichen Brücke zwischen dem Bremer Center for Computational Materials Science und anderen industrieorientierten Forschungseinrichtungen der Universität Bremen erfüllen. Enge Zusammenarbeit ist sowohl mit Materialwissenschaftlern der Universität und angegliederter Institute, als auch mit dem Zentrum für Ingenieurmathematik eingeplant. In der Lehre wird sich die Airbus-Stiftungsprofessur sowohl am neu eingerichteten fachbereichsübergreifenden Masterstudiengang Computational Materials Science als auch in der interdisziplinären Graduiertenausbildung intensiv beteiligen.
Der Inhaber der neuen Airbus Stiftungsprofessur, Herr Prof. Dr.-Ing. Vasily Ploshikhin hat umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit namhaften Industrieunternehmen, insbesondere der Luftfahrtindustrie wie Airbus, Premium Airotec, EADS, Rolls-Royce und MTU Aero Engines. Seit dem Jahr 2001 hat er den Bereich für Computergestützte Verfahrensentwicklung bei einem Forschungsunternehmen Neue Materialien Bayreuth GmbH aufgebaut und erfolgreich geleitet. Mehrere mit Hilfe von seiner wissenschaftlichen Methoden entwickelte und optimierte Fertigungsverfahren wurden bereits bei namhaften Unternehmen aus Luftfahrt- und Automobilindustrie in die
Serienproduktion umgesetzt. Diese Schwerpunkte werden in Bremen, insbesondere in die Richtung der Industrialisierung innovativer Softwarelösungen, weiter ausgebaut.
Prof. Dr. Matthias Günther, MR-Spektroskopie und MR-Bildbearbeitung

- Stiftungsprofessur der Stiftung Bremer Wertpapierbörse, Wolfgang-Ritter-Stiftung und des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft
- Zeitraum: November 2009 bis Oktober 2014
Prof. Dr. Udo Frese, Echtzeitbildverarbeitung

- Stiftungsprofessur der DFKI
- Zeitraum: Juni 2008 - Mai 2014
Real-Time Vision Working Group
Prof. Dr. Udo Frese arbeitet seit Juni 2008 als Juniorprofessor für Echtzeitbildverarbeitung im Fachbereich Mathematik / Informatik. Er ist Projektleiter im Sonderforschungsbereich SFB/TR 8 Raumkognition und assoziiert mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Udo Frese hat in Paderborn Informatik studiert und danach im Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gearbeitet. Er hat 2004 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promoviert über einen hocheffizienten Algorithmus zur Berechnung globaler Karten aus lokalen Beobachtungen. Danach war er als Senior Researcher an der Universität Bremen und dem DFKI tätig.
Er beschäftigt sich mit Bildverarbeitung, also wie ein Computer auf Bildern automatisch etwas erkennen kann. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Echtzeit, also wenn das Erkennen so schnell erfolgen muss. Anwendungen dafür sind industrielle Qualitätskontrolle, die Unterstützung des Operators eines ferngesteuerten Roboters durch ein automatisch generiertes 3D Modell der Umgebung oder, etwas spielerischer, die Wahrnehmung einer Spielszene durch einen Fussball spielenden Roboter.
Ein Spezialgebiet von Udo Frese sind Algorithmen für sicherheitsgerichtete Auswertung von Sensordaten, wie sie z.B. zur Absicherung von fahrerlosen Transportsystemen in der Industrie verwendet werden.
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Prof. Dr. Lucio Ciacchi, Grenzflächenforschung: Bio-Nano-Werkstofftechnik

- Conrad-Naber-Stiftungsprofessur
- Zeitraum: 2 Jahre ab 2007
Forschungsschwerpunkt:
Atomistische Untersuchungen an heterogenen Materialgrenzflächen und Oberflächen
Das Hauptthema der Forschung in der Conrad-Naber-Stiftungsprofessur "Grenzflächen in der Bio-Nano-Werkstofftechnik" ist die Untersuchung auf atomarer Skala von Grenzflächen zwischen unterschiedlichen Materialien und zwischen technischen Werkstoffen und biologische Makromolekülen. Wir verwenden verschiedene computergestützte Modellierungsmethoden, sowie experimentelle Techniken der Oberflächenanalytik wie z.B. Kraftspektroskopie und Elektrochemie. Unsere Forschungsthemen sind von aktueller Relevanz für die Entwicklung von medizinischen Implantaten, Biosensoren, bioverträglichen Klebstoffen, antifouling-Oberflächen, um einige wichtige Beispiele zu nennen.
Wichtigstes Projekt:
Koordination des EU-Projektes "Adhesion and Cohesion at Interfaces in High Performance Glassy Systems" im 7. Rahmenprogramm (Small and medium scale focused research project), mit sieben Partnerinstitutionen von fünf Eu-Ländern.
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Prof. Dr. Edeltraud Garbe, Klinische Epidemiologe

- Stiftungsprofessur aus Zuwendungen diverser Unternehmen und Stiftungen, u.a.. Stiftung Arzneimittelsicherheit, Bayer AG
- Zeitraum: 03/2007 - 02/2012
Prof. Dr. André W. Heinemann, Bundesstaatliche und regionale Finanzbeziehungen

Kooperations-Juniorprofessur "Bundesstaatliche und regionale Finanzbeziehungen"
- Förderer: Senator für Finanzen
- Zeitraum: 6 Jahre ab März 2007
Die Kooperations-Juniorprofessur "Bundesstaatliche und regionale Finanzbeziehungen" ist in Kooperation zwischen dem Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen und der Universität Bremen an der Forschungsstelle Finanzpolitik eingerichtet worden. Zum 01. März 2007 wurde ein Ruf an Dr. André W. Heinemann erteilt.
Die Forschungsaktivitäten erstrecken sich grundsätzlich auf die Funktionsweise föderal organisierter Staatssysteme. Im Rahmen einer anwendungsorientierten Forschung werden konstitutionelle und post-konstitutionelle Regelsysteme innerhalb föderaler Strukturen analysiert und ihre ökonomischen Anreizwirkungen untersucht.
Ein Forschungsschwerpunkt sind dabei die Bund-Länder-Finanzbeziehungen im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland. Vor dem Hintergrund von Pfadabhängigkeiten und institutionellen Rahmenbedingungen werden Detailregelungen und Besonderheiten des bundesdeutschen Föderalismus, wie die Existenz von Stadtstaaten, auf ihre ökonomische Effizienz hin überprüft. Gleichzeitig werden wirtschafts- und finanzpolitische Empfehlungen abgeleitet, welche den Reformprozess zur Modernisierung des bundesdeutschen Föderalismus begleiten und die Entscheidungsfindung der politischen Akteure unterstützen sollen.
Prof. Dr. Kirsten Tracht, Prozessgerechte Technologiegestaltung

- Stiftungsprofessur des Daimler-Fonds beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
- Zeitraum: 01/2008 - 12/2013
Prof. Dr. Ulrike Petermann, Klinische Kinderpsychologie

- Stiftungsprofessur des Fördervereins der Universitätskinderambulanz
- Zeitraum: ab Januar 2007
Arbeits- und Forschungsschwerpunkt von Frau Prof. Dr. Ulrike Petermann sind die Klinische Kinderpsychologie und Verhaltenstherapie mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. In diesem Spektrum ist eine Reihe von Forschungsprojekten angesiedelt, die sich von der Frühdiagnostik und Frühförderung über Multi-Centerinterventionsstudien bis zu Projekten mit Kooperationspartnern in Schulen und Jugendstrafvollzug auf das Jugendalter beziehen. Im Zentrum der Tätigkeiten von Frau Prof. Petermann steht weiterhin die Konzipierung, Organisation und Wissenschaftliche Leitung der Universitäts-Forschungsambulanz für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien.
Prof. Dr. Michael Hülsmann, Management nachhaltiger Systementwicklung

- Stiftungsprofessur des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft
- Zeitraum: 2004 bis 2009
Von 2003 bis 2009 leitete Prof. Hülsmann das vom Stifterverband der deutschen Wissenschaft geförderte Fachgebiet "Management nachhaltiger Systementwicklung" im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen. Seit Januar 2004 ist er Leiter des Teilprojekts A3 "Monitoring der Selbststeuerung" und Vorstandsmitglied im SFB 637 "Selbststeuerung logistischer Prozesse – ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen". Er ist Mitglied in verschiedenen Forschungsverbünden (i.e. LogDynamics, MTRC) und wissenschaftlichen Fachvereinigungen (z.B. AOM, SMS, Schmalenbachgesellschaft). Im März 2009 übernahm Prof. Hülsmann das Fachgebiet "Systems Management” an der Jacobs University Bremen. Sein Fokus liegt auf dem Strategischen Management logistischer Systeme. Prof Hülsmann lehrt und forscht u.a. zu kompetenz- und technologiebasierter Positionierung von Logistik-Dienstleistern, Bewältigung technologischen Wandels in Wertschöpfungsnetzwerken sowie Ausgestaltung interorganisationaler Koordinations- und Kooperationsmechanismen.
Prof. Dr. Petra Hampel, Rehabilitationspsychologie
- Stiftungsprofessur der LVA Oldenburg Bremen
- Zeitraum: Mai 2004 bis April 2010
Prof. Dr. Christoph Burmann, Innovatives Markenmanagement
- Stiftungsprofessur desStifterverbands für die deutsche Wissenschaft; Sonderzuwendungen d. Bremer Unternehmen (Kraft Foods, Beck's, Masterfoods, Frosta, Basler Securitas, Kellogg's)
- Zeitraum: 2002-2005
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Prof. Dr. Jorg Thöming, Verfahren zur Wertstoffrückgewinnung

- Stiftungsprofessur des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft; hanseWasser GmbH
- Zeitraum: 10/2001 bis zum 09/ 2006
Prof. Dr. Jörg Freiling, Management mittelständiger Unternehmen im internationalen Geschäft

- Daimler-Stiftungsprofessur des DaimlerChrysler Fonds beim Stifterverband für die deutsche Wissenschaft
- Zeitraum: 2001-2004
Prof. Dr. Jörg Freiling wurde auf die Stiftungsgastprofessur "Management mittelständischer Unternehmen im internationalen Geschäft" im Fachbereich Wirtschschaftswissenschaft der Universität Bremen berufen und ist diesem Ruf zum April 2001 gefolgt. Seit dem 01.01.2002 führt Prof. Freiling den Lehrstuhl "Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship". An der Universität Bremen ist er seit Juli 2009 Studiendekan des Fachbereichs 7. Er vertritt die Universität Bremen im Business Angel-Netzwerk Weser-Ems-Bremen als Mitglied im erweiterten Vorstand und ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Organisationen. Seit 2007 ist Prof. Freiling Leiter des Teilprojekts "Rechtssicherheit und Gerechtigkeit in globalen Austauschprozessen" des Sonderforschungsbereichs 597 (Staatlichkeit im Wandel).
Prof. Dr. rer. nat. Michael Koch, Neuropharmakologie

- Stifter: Stifterverband; Rudolf- und Helene-Glaser-Stiftung und Stemmler-Stiftung
- Zeitraum: 3 Jahre, vom Februar 2000 bis zum Januar 2003
Prof. Dr. Wolfram Elsner, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsstruktur

- Stiftungsprofessur des Wirtschaftsstrukturpolitischen Aktionsprogramms des Landes Bremen und der Europäischen Gemeinschaft
- Zeitraum: 05/1995 05/2000
Prof. Dr. Georg Grathwohl, Keramische Werkstoffe

- Stiftungsprofessur des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft; Stiftungsfonds Daimler-Benz
- Zeitraum: 04/1994 - 03/1999
1994: Ruf auf die Stiftungsprofessur Keramische Werkstoffe und Bauteile im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen. Aufbau des Fachgebiets mit den Schwerpunktthemen:
- Technische Keramik für chemische Technik
- Mikroporöse und zellulare Keramik
- Faserverbundkeramik
- Biogene Keramik und Biocere
Prof. Dr. Herbert Kopfer, Mathematische Grundlagen der Logistik

- Stiftungsprofessur des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft; Sonderzuwendungen d. Bremer Unternehmen
- Zeitraum: 11/1992 - 11/1997
Im Rahmen der Stiftungsprofessur, die Prof. Kopfer im Jahr 1992 übernommen hat, wurde der Lehrstuhl für Logistik (LfL) kontinuierlich auf- und ausgebaut. Der LfL vertritt seit dieser Zeit im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft die Logistik in Lehre und Forschung. Ein zentraler Forschungsgegenstand des LfL ist die Modellierung und Optimierung komplexer Prozesse in intra- und interorganisatorischen Systemen sowie die Kopplung interdependenter Entscheidungsprobleme. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Lösung verteilter logistischer Planungsprobleme, die überwiegend im Bereich des Transportwesens und zum Teil im Bereich der Produktionslogistik angesiedelt sind. Hierbei kommen vorwiegend Methoden des Operations Research zur Anwendung. Zu Themen der Logistik und des Operations Research wurden mehrere internationale wissenschaftliche Tagungen vom LfL am Standort Bremen und in Kooperation mit Partnern an anderen Standorten organisiert und durchgeführt. Seit 1992 führt der LfL fortdauernd umfangreiche Drittmittelprojekte durch, die von der DFG (Schwerpunktprogramm "Verteilte Systeme in der Betriebswirtschaft" und SFB 637 "Selbststeuerung logistischer Prozesse – Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen"), der EU, dem BMBF und dem Land Bremen gefördert wurden. Gegenwärtig ist der LfL mit der Durchführung von zwei Teilprojekten im SFB 637 beteiligt. Die untersuchten Forschungsfragen beziehen sich im ersten Teilprojekt auf die kollaborative Transportplanung im operativen Bereich und im zweiten Teilprojekt auf die adaptive Tourenplanung in extrem volatilen Planungsumgebungen.
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Prof. Dr. Norbert Räbiger(†), Umweltverfahrenstechnik

- Stiftungsprofessur des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft; Sonderzuwendungen d. Bremer Unternehmen
- Zeitraum: 12/1989 -12/1994
Am 15. Dezember 1989 hat Herr. Prof.Dr.-Ing. N. Räbiger(†) die Arbeit der vom Stifterverband für Deutsche Wissenschaft und der Universität Bremen gegründeten Professur für Umwelttechnik an der Universität Bremen aufgenommen. Insgesamt 65 Paten aus Wirtschaft, Wissenschaft und auch aus dem privaten Bereich ist es zu verdanken, dass das Themenfeld "Umwelttechnik" an der Universität Bremen etabliert wurde und bis zum Dezember 1999 innerhalb der sog. Stiftungsprofessur als Institut in Forschung und Lehre aufgebaut wurde. Das "Institut für Umweltverfahrenstechnik" unter der Leitung von Prof.Dr.-Ing. N. Räbiger(†) im Fachbereich Produktionstechnik feiert daher dieses Jahr 20-Jähriges Bestehen und kann auf umfangreiche Erfolge im Bereich des produktionsintegrierten Umweltschutzes und der Entwicklung neuer Verfahren zur nachhaltigen Produktion innerhalb von verfahrenstechnischen Prozessen zurückschauen, die in zahlreichen Projekten in direkter Zusammenarbeit mit der Industrie realisiert wurden. Nach Auslaufen der Unterstützung durch den Stifterverband konnte sich das Institut sowohl als sehr kompetenter Partner in der Grundlagenforschung und Innovation, z.B. durch die Tätigkeiten auf dem Gebiet der produktionsintegrierbaren Abwasserreinigung, erneuerbaren Energien, Mikroverfahrenstechnik, der Mehrphasenströmung und der selektiven Trenntechniken, als auch als Projektpartner für Verbände und die Industrie, z.B. durch Auftragsforschung im Bereich Prozesswasserbehandlung, und –optimierung eigenständig weiterentwickeln. Heute ist Bremen durch das Institut als einer der anerkannten umweltrelevanten Schwerpunkte weltweit tätig. Der damals formulierten Schwerpunkte "Verhinderung und Verringerung von Abwasseremissionen" und "Endkontaminierung von Gasen und Feststoffen durch wässrige Medien" unter dem Leitsatz von "produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen" konnte Prof.Dr.-Ing. N. Räbiger(†) innerhalb der Arbeiten des Institutes vollauf gerecht werden und dazu beitragen, dass heute die unter den Schlagwärtern "PIUS" (Produktionsintegrierter Umweltschutz) oder "Kreislaufschließung" bekannten Maßnahmen zur gängigen Praxis in der Industrie geworden sind, nicht nur unter ökologischen sondern auch unter ökonomischen Gesichtspunkten.
Ihnen liegt ein spezielles Forschungsgebiet am Herzen? Sie möchten weitrechende Impulse in der Forschung setzen und die zielgerichtete Ausbildung von Studierenden fördern? Erschließen Sie mit uns gemeinsam neue Forschungsfelder und fördern Sie die Einrichtung einer neuen Professur an der Universität Bremen.
Die Professur wird nach Ihnen benannt.
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Kontakt
Dr. Christina Jung
0421 218-60336
SFG 3150
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