Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, dieses Bachelor-Studium aufzunehmen, sollten Sie sowohl Interesse an Technik als auch an Gestaltung betrieblicher Lehr-, Lern- und Arbeitsprozessen haben. Sehr hilfreich sind darüber hinaus Erfahrungen beim eigenständigen Erschließen von fachlichen Inhalten sowie bei der Nutzung von digitalen Medien. Schließlich sollte auch Ihre Fähigkeit ausgeprägt sein, mit anderen Menschen konstruktiv kommunizieren und kooperieren zu können.
Es bieten sich für den Bachelor Berufliche Bildung eine Vielzahl von potentiellen Tätigkeitsbereichen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren an, in denen berufliche Bildung i. w. S. „gemanagt“ werden muss. So rekrutieren insbesondere mittlere und große Industrieunternehmen, wie sie beispielsweise in der Automobil- und Flugzeugindustrie, aber auch im Schiffbau und anderen metallverarbeitenden Unternehmen zu finden sind, einen großen Teil ihrer Fachkräfte durch die Ausbildung junger Menschen in unternehmenseigenen Ausbildungsabteilungen. In Abhängigkeit von deren Größe und der Unternehmensphilosophie werden darüber hinaus Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen nicht nur unternehmensintern durchgeführt, sondern auch externen Nachfragern angeboten. Vergleichbare Arbeitsplätze gibt es ebenso bei öffentlichen und privaten Bildungsträgern sowie bei Institutionen, die sich im staatlichen Auftrag mit beruflicher Bildung beschäftigen, wie Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und Volkshochschulen. Zu nennen sind darüber hinaus Institutionen von Verbänden und Gewerkschaften, die ebenfalls vielfältige Aufgaben im Ausbildungsbereich wahrnehmen und als interessante potentielle Arbeitgeber für den Bachelor Berufliche Bildung angesehen werden können. Auch sie benötigen Fachkräfte für das Bildungsmanagement, die die Ausbildung organisieren.
Sollten Sie nach Abschluss dieses Bachelor-Studiums die Absicht haben, sich an der Universität Bremen weiter zu qualifizieren, so steht Ihnen folgende Möglichkeit offen:
· Die erziehungs- und berufswissenschaftlichen Inhalte im Zusammenhang mit den fachlichen der beruflichen Fachrichtung berechtigen zur Aufnahme des Masterstudiums „Lehramt an berufsbildenden Schulen - Technik“.
Das Studium stellt den ersten Abschnitt der Ausbildung zum Berufsschullehrer dar und erlaubt es, im Anschluss an den Master of Education einen eineinhalbjährigen Vorbereitungsdienst aufzunehmen. Dieser endet mit dem 2. Staatsexamen, das bei Erfüllung aller Voraussetzungen zum Eintritt in die Beamtenlaufbahn des Höheren Dienstes berechtigt. Insgesamt werden bundesweit aktuell (vgl. aktuelle Studien der Kultusministerkonferenz und der Bertelsmann-Stiftung [1]) jährlich ca. 3.500 bis 4.000 Berufsschullehrer benötigt, wobei der größte Bedarf im Bereich der traditionell ausbildungsstarken Berufsfelder Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik besteht.
Schließlich eröffnet sich dem Master of Education bei entsprechender Eignung und Neigung der Weg zu einer universitären Karriere mit der Möglichkeit zu promovieren.
[1] www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Statistik/Dokumentationen/Dok_216_Bericht_LEB_LEA_2018.pdf
www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2018/oktober/berufsschulen-brauchen-bis-2030-60000-neue-lehrer/