Zukunftsfeld Mathematik
Wo Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten und forschen
Dienstag, 8. September 2026, 9-12:15 Uhr
Universität, Hörsaalgebäude (Keksdose)

Der technische Fortschritt, der unser tägliches Leben bestimmt, ist ohne Mathematik nicht denkbar. Trotzdem ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Mathematik fast überall eine Rolle spielt. Der Bedarf an Mathematikerinnen und Mathematikern ist groß — nicht nur wegen ihrer mathematischen Kenntnisse, sondern oft auch wegen ihrer herausragenden analytischen Fähigkeiten.
Unser Ziel ist es deshalb, interessierten Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das breite, vielfältige und zukunftsträchtige Berufsfeld der Mathematikerin und des Mathematikers zu geben. Mathematik ist mehr als Zahlen und Rechnen!
Wir setzen die Reihe „Zukunftsfeld Mathematik“ auch in 2026 mit spannenden Vorträgen und Gästen fort. Damit bieten wir vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Mathematik zu bekommen und in den persönlichen Austausch mit den Vortragenden zu gehen.
Programmübersicht 2026
09.00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Michal Kucera, Konrektor
für Forschung und Transfer,
Universität Bremen
Dr. Hanne Ballhausen,
UniTransfer, Universität Bremen
Dr. Matthias Knauer,
#MOIN, Universität Bremen
09.20 Uhr Mathematik und Künstliche
Intelligenz: Die Zukunft
des Bahnverkehrs
Dr. Johann Hartleb, DB InfraGO AG
10.00 Uhr Mathestudium an der Universität
Bremen
10.15 Uhr Pause
10.45 Uhr Interview mit Studierenden
11.15 Uhr Mit Mathematik zum medizinischen
Software-Startup
Tim Schnauder, Rokits GmbH
11.55 Uhr abschließende Umfrage und
Verabschiedung
12.15 Uhr Ende des Vortragsteils der
Veranstaltung
Die Vorträge aus 2026
Wir freuen uns, dass wir wieder engagierte Mathematiker*innen für Beiträge zum Zukunftsfeld gewinnen konnten. Wir bedanken uns bei ihnen, dass sie sich trotz ihrer beruflichen Verpflichtungen die Zeit nehmen und die Bedeutung der Mathematik für eine Vielzahl praktischer Fragestellungen vorstellen.
Mathematik und Künstliche Intelligenz: Die Zukunft des Bahnverkehrs
Wie schafft man es, auf einem Bahnnetz mit täglich tausenden Zügen und Millionen Fahrgästen auch bei Störungen den Überblick zu behalten und den Verkehr optimal zu steuern? Mit mathematischen Modellen und Künstlicher Intelligenz entwickeln wir neuartige Planungs- und Steuerungssysteme, die in der Lage sind, Zugbewegungen und Anpassungen bei Baustellen oder Betriebsstörungen in nahezu Echtzeit zu planen und umzusetzen. Mit den erstellten Ablaufplänen kann sofort entschieden werden, wie ein Zug fahren darf oder wo Umleitungen nötig sind. Dabei kommen Methoden wie Deep Reinforcement Learning und mathematische Optimierungsverfahren aus dem Operations Research zum Einsatz.
Wir arbeiten daran, diese Ansätze im Betrieb zu pilotieren und im Bahnnetz einzusetzen. Mathematik kann so zur Grundlage werden, um den Bahnverkehr flexibler, robuster und fit für die Zukunft zu machen.
Dr. Johann Hartleb studierte Mathematik an der Georg-August Universität Göttingen. Anschließend hat er an der Erasmus Universität Rotterdam und der Universität Stuttgart zu mathematischen Optimierungsmodellen für öffentlichen Verkehr mit Fokus auf Passagiernachfrage promoviert. Seitdem arbeitet Johann bei der DB InfraGO AG an dem Projekt Capacity and Traffic Management (CTMS), um den Echtzeitbetrieb der Bahn mit dem Einsatz mathematischer Optimierung und künstlicher Intelligenz zu verbessern.

Mit Mathematik zum medizinischen Software-Startup
Im Arbeitsalltag eines medizinischen Software-Startups kommt Mathematik nur selten direkt als Formel vor. Jedoch bieten die Denkweise und Werkzeuge, die einem im Mathematikstudium vermittelt werden, die Grundlage für mehr Aufgaben, als auf den ersten Blick ersichtlich. Ob es um die Planung oder Entwicklung von Softwarelösungen, strategische Entscheidungsfindungen, oder das Abwägen unterschiedlicher Interessen zwischen Kooperationspartner, Kunden und dem Team geht: Das Studium vermittelt genau hinzusehen und logisch zu strukturieren, und bietet damit einen wichtigen Werkzeugkasten zum Verstehen und Lösen von komplexen Problemen.
Tim Schnauder hat in Bremen Mathematik und Technomathematik studiert. Während und nach Abschluss seines Studiums arbeitete er in Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Bereichen numerischer Optimierung, autonomen Systemen und medizinischer IT. Seit Januar 2026 ist er Mitgründer der Rokits GmbH. Dort verantwortet er die technische Entwicklung von Softwarelösungen für medizinische Labore.
Veranstaltungsarchiv
Hier finden Sie eine Übersicht zu den Themen und Vorträgen aus den vergangenen Veranstaltungen.
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Weitere Infos...
zum Berufsfeld Mathematik finden Sie hier!
Was macht man eigentlich mit einem Mathematikstudium später mal beruflich? Wenn Sie diesem Link folgen, finden Sie persönliche Porträts von und Interviews mit Mathematiker*innen, die aufschlussreiche Einblicke in ihren Werdegang und ihre aktuellen Jobs geben.
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