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carat - caring all together

Ein Projekt der Universität Bremen

Der Titel des Projektes carat - caring all together beschreibt das Anliegen und den Anspruch zugleich: die Care-Krise lässt sich bewältigen, wenn alle Verantwortung übernehmen. carat verweist auf die hohe Wertigkeit von Fürsorgearbeit.

Worum geht es?

  • Akteur*innen im Land Bremen und überregional aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen
  • Austauschen - regional und bundesweit vernetzen - umsetzen
  • Im Land Bremen Vorbilder schaffen für eine chancengerechte Verteilung und Bezahlung von Arbeit, Ausbildung und Careaufgaben

Der Bremer Bürgermeister, Dr. Andreas Bovenschulte, SPD, hat die Schirmherrschaft von carat übernommen.

Das Projekt carat läuft ab Sommer 2021 bis Ende Dezember 2024 und wird über Mittel aus dem Profesorinnenprogrammes des Bundes finanziert.

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Kommende Veranstaltungen im Wintersemester 2022/23

Die Anmeldungsmodalitäten veröffentlichen wir jeweils einen Monat vor jeder Veranstaltung.

Donnerstag, 03. November 2022 von 12.00 – 13.00 Uhr online

Im Fokus des Vortrages steht die gesamtgesellschaftlich Bedeutung von Care-Arbeit vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um und in der Arbeit. Auseinandersetzungen, die sich vor allem am Arbeitsbegriff, der Trennung von Produktion und Reproduktion und den damit verbundenen Vergeschlechtlichungsprozessen entwickelt. Diese Entwicklungen werden aus arbeitssoziologischer und sozialpolitischer Perspektive nachgezeichnet und feministischer Kritik gegenübergestellt, um so Alternativen aufzuzeigen.

Referentin: Andrea Schäfer, Soziologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 1342 „Global Dynamics of Social Policy“ und wissenschaftliche Angestellte im Projekt carat- caring all together in der Arbeitsstelle Chancengleichheit

Donnerstag, 24. 11. 2022 von 19.00- 20.00 Uhr, online

Der Vortrag setzt sich mit der Frage auseinander, wie aus der Perspektive rassismuskritischer Forschung und Community-Praxis in Deutschland über die Chancen und Grenzen der Verhandlung von Rassismus im Familien*alltag nachgedacht werden kann. Dafür wird das Thema Empowerment als Widerstand dargestellt und und mit den auto-theoretischen wissenschaftlichen Arbeiten von BIPoC Feminist*innen in den USA verbunden, die das Konzept Critical Race Parenting geprägt haben.

Referentinnen:

Chripa Schneller, Erziehungswissenschaftlerin, Beraterin und Gründerin des Netzwerkes Diversity Competence. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Schnittstellen von Internationalisierun, Diversität und Diskriminierung.

Fallon Tiffany Cabral, Dipl. Pol., Research Fellow am Center for Intersectional Justice e. V. Projektreferentin bei korientation e. V.. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Intersectional Family* Studies, Critical Aunty Studies und Critical Race Theory.

Zum Vortragskonzept:

carat möchte den Dialog, den Austauch und die Vernetzung zwischen allen an Carethemen Interessierten fördern. Deshalb werden in beiden Veranstaltungen die Referentinnen einen ca. 30 minütigen Input vorstellen, im Anschluss wird der Austausch für alle Teilnehmenden eröffnet.

Zur Kinderbetreuung:

Wir haben uns auch im Wintersemester 2022/23 für ein online- Format entschieden, damit möglichst viele Interessierte dabei sein können. Wir sind uns bewusst, dass die Veranstaltung am 24.11. in eine Zeit fällt, in der Kinder in der Regel in’s Bett gebracht werden. Der Zeitraum war aus organisatorischen Gründen leider nicht anders organisierbar. Wir planen jedoch, für „ältere“ Kinder, verschiedene Bastelangebote und Ähnliches vorzustellen, damit sich diese in der Veranstaltungszeit beschäftigen können.

Aktuelles

• Die Mitinitiatorin Dr.inSonja Bastin beschreibt in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung, inwieweit das Vertrauen in die Bundesregierung und Demokratie bei Eltern (insbesondere Müttern) mit Kindern unter 15 Jahren das Vertrauen bereits im ersten Corona-Jahr 2020 gelitten hat und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie der Universität Bremen, mit Daten der Bertelsmann-Stiftung.

• Die Mitinitiatorin Andrea Schäfer hat anlässlich des Equal Care Days 2022 am 28.02.2022 mit Lisa Ecke, aus der nd Redaktion, über die ungleiche Aufteilung von Care-Arbeit gesprochen. Hier geht es zum Interview

Dr.inSonja Bastin hat im Deutschlandfunkkultur am 07. Februar 2022 in einer Sendung von Mirjam Stöckel zum Thema „Eltern auf den Barrikaden. Infektionsschutz an Schulen“ beigetragen (7:42 min.). Hier geht es zum Radio-Beitrag.

Andrea Schäfer, hat zusammen mit weiteren Autor*innen die (wohlfahrts-)staatliche Regulierung von Geschlechterverhältnissen in einem Sammelband diskutiert. Die Veröffentlichung ist frei verfügbar: Scherger S., Abramowski R., Dingeldey I., Hokema A. & Schäfer A. (Hg) (2021): Geschlechterungleichheiten in Arbeit, Wohlfahrtsstaat und Familie. Campus Verlag.

Dr.inSonja Bastin hat im Rahmen der Veranstaltung "Care Matters" am 15ten Oktober 2021 im Kulturzentrum Schlachthof geslamed. Die daraus entstandene Radiosendung "Who cares? Bewegte Menschen in Bremen und darüber hinaus" kann hier nachgehört werden.

• Außerdem war Dr.inSonja Bastin nach der Veröffentlichung einer neuen Studie der Uni Bremen und der Bertelsmann-Stiftung, zu einem Gespräch bei buten un binnen eingeladen: Hier erklärt sie, welche Folgen es hat, wenn Eltern das Vertrauen in die Politik verlieren und wie die Politik Care-Arbeitende besser unterstützen kann.

• Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat zudem eine Studie über Barcelona als "sorgende Stadt", sowie einen Artikel über den feministischen Care-Plan in Uruguay veröffentlicht. Der Text über die Care-Politiken in Barcelona ist hier zu finden. Und hierüber gelangen Sie zu dem Artikel über das Care-System in Uruguay. 

• Am 17.05.2022 war Dr.inSonja Bastin zu Gast beim Radiosender Bremen Zwei. Sie sprach über das Thema „Wie gelingt mehr Gleichstellung in der Care-Arbeit?“. Hier können Sie das Interview mit freundlicher Genehmigung von Radio Bremen nachhören.

Bisherige Veranstaltungen

"carat - caring all together" - der Film zum Projekt

Hier geht es zu den Kurzbeiträgen des Films!

mit Beiträgen von Prof. Almut Peukert, Universität Hamburg, Dr. Kirsten Kappert- Gonther, Die Grünen, Doris Achelwilm, Die Linke, Frauke Gützkow, Sasha Verlan, Almut Schering, Intitiative Equal Care Day, Lenke Wischhusen, GEW, Prof. Achim Truger, Uni Duisburg, Clara Friedrich, ZGF, Bremerhaven, Ilka Christin Weiss, Aktivistin für *transMenschen, Carsten Meyer-Heder, CDU, Robert Franken, HeforShe, UN- Women, Elke Heyduck, Arbeitnehmerkammer Bremen, Prof. Linda Scott, Universität Oxford, Mara Brückner, OXFAM, Jasmina Heritani, SPD, Christine Goertz, FAW, Koordinatorin Netzwerk Alleinerziehende, Prof. Angelika Häussler, PH Heidelberg, u.v.a.

Wir über uns

Dr. Sonja Bastin

Soziologin mit dem Schwerpunkt Familienstrukturen und soziale Ungleichheit im Lebenslauf am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (socium)

 

Telefon: 0421 218 66358

E-Mail: sbastinprotect me ?!bigsss-uni-bremenprotect me ?!.de

Andrea Schäfer

Soziologin mit dem Forschungs- schwerpunkt Geschlecht, Erwerbsarbeit, Sozialpolitiken und soziale Ungleichheit am Sfb 1342 "Global Dynamics of Social Policy"

 

Telefon: 0421 21857095

E-Mail: andrea.schaeferprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Bettina Schweizer

Diplompädagogin, Projektleitung "carat - caring all together" und wissen- schaftliche Angestellte im Referat Chancengleichheit/Antidiskriminierung. 

 

Telefon: 0421 218-60182

E-Mail: bettina.schweizerprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de

Studentische Mitarbeiterinnen

Was machen wir bei carat?

Als studentische Mitarbeiterinnen im Projekt ‘carat’ unterstützen wir Bettina Schweizer, Andrea Schäfer und Sonja Bastin als „Helfende Hände“. Wir halten die Website am Laufen, kümmern und um die Social Media-Präsenz des Projektes. Außerdem haben wir Veranstaltungen mit organisiert und durchgeführt.

Was begeistert uns an dem Projekt?

Wir glauben daran, dass Care uns alle etwas angeht: Das fühlt sich zwar im Alltag meist anders an, aber wir wollen dazu beitragen, dass die Gesellschaft die Notwendigkeit von Care erkennt. Das Thema benötigt mehr Präsenz, deswegen wollen wir unseren Teil dazu beitragen die unsichtbare Care-Arbeit und ihre Auswirkungen sichtbarer zu machen. Außerdem arbeiten wir gerne in einem Team, in dem alle Meinungen und Kompetenzen gleichermaßen geschätzt und anerkannt werden. 

Nieki Samar (ehemalige studentische Mitarbeiterin)
Aslihan Yesilyurt
Lea Scholz
Daria Kulchenko
  • Equal Care Day
  • Mehr für Care
  • Economie Feministe
  • Rosa Luxemburg Stiftung
  • Care Macht Mehr
  • Arbeitnehmerkammer Bremen