| 09-74-M8910-1 | Antikolonialismus und Antirassismus – ein Lektüreseminar zu W.E.B. Du Bois und weiteren Autor*innen In diesem Seminar werden wir uns dem Widerstand nicht nur gegen den Kolonialismus und Rassismus, sondern auch gegen die Versklavung widmen. Bei dieser Reflexion, die (…) In diesem Seminar werden wir uns dem Widerstand nicht nur gegen den Kolonialismus und Rassismus, sondern auch gegen die Versklavung widmen. Bei dieser Reflexion, die sich auf eine longue durée (ab dem 16. Jhdt.) bezieht, werden diese drei sozialen Phänomene und vor allem die Reaktion darauf ins Blickfeld gerückt, die miteinander verknüpft sind und auf die „koloniale Erfahrung“ zurückgehen. Diese Erfahrung sei nach Didier Fassin u.a. für prinzipielle kollektive Gewaltformen ursächlich: Sie habe nämlich eine radikale Beziehung zu Anderen hergestellt, die auf verschiedenste Weise in Texten repräsentiert und in Praktiken übersetzt worden sei, die Massaker, Plünderung und Versklavung erlaubt hätten. Diesem großangelegten Dominanzprojekt der europäischen Nationen, dem von Anfang an Gewalt inhärent war und das mittels Kolonialismus und Versklavung gestartet und später in „neue Formen der kolonialen Herrschaft“ umgestaltet wurde, wollen wir uns auf der Grundlage von ausgewählten theoretischen und sonstigen Textsorten annähern: Im ersten Schritt fragen wir nach Prozessen, Repräsentationen, und Legitimierungsweisen dieser Dominanzbeziehung sowie nach den darin auszumachenden Ambivalenzen. Im zweiten Schritt wenden wir uns den Reaktionen auf bzw. dem Widerstand gegen diese sozialen Phänomene zu und fragen nach Räumen, Zeiten, Weisen und insbesondere nach Akteur*innen dieses Widerstandes (bestehend aus einzelnen Personen, Personengruppen, Bewegungen sowie Institutionen wie z.B. christlichen afrikanischen Kirchen in Südafrika und Namibia der kolonialen Zeit) – samt den über sie/von ihnen produzierten Schriften bzw. Ideen, Ansätzen und Konzepten. Hierbei wird durchgehend im Blick behalten, wie sich Kolonialismus, Versklavung und Rassismus einerseits und Antiversklavung, Antikolonialismus und Rassismus zueinander verhalten. Thematisieren werden wir auch die Rolle der Deutschen/Deutschlands im Verlauf des zu berücksichtigenden Zeitraums.
Als Lektüremethoden und –strategien bieten sich die Diskursanalyse und die Dekonstruktion sowie die Konzepte der Dekolonisierung, der Intersektionalität an.
Lektüren sowie Näheres zu den Modalitäten des Seminars sowie den zu erbringen Leistungen werden zu Beginn des Seminars besprochen. Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Aissatou Bouba |
| 09-74-M8910-2 | Conspiring Collectives - Special Topics Colloquium (in englischer Sprache) Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Prof. Dr. Andrea Mühlebach Prof. Dr. Nasima Selim |
| 09-74-M8910-3 | Demokratie als Methode - Theorie (in englischer Sprache) Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Dr. Mihir Sharma |
| 09-74-M8910-3b | Demokratisierung x Dekolonisierung x Queering x Inclusion: Critical Diversity & Intersectional Justice Praxis (in englischer Sprache) Praxisteil des Critical Diversity- bzw. Demokratie-Moduls
Für MATS-Studierende als Fortsetzung und Vertiefung von M3 (als Schwerpunktmodul, Wahlpflicht) Für Studierende (…) Praxisteil des Critical Diversity- bzw. Demokratie-Moduls
Für MATS-Studierende als Fortsetzung und Vertiefung von M3 (als Schwerpunktmodul, Wahlpflicht) Für Studierende des MA Ungleichheiten in Geschichte und Gegenwart als M5b (als Wahlpflicht)
Kurzbeschreibung:
Das Modul wird interdisziplinär mit Studierenden der beiden oben genannten Masterstudiengänge durchgeführt.
Für das Arbeiten im Feld von Dekolonisierung – Demokratisierung – Queering – Inclusion braucht es das Wissen zu Konzepten, das Reflektieren von Erfahrungen und das Kennenlernen und Erproben von Umsetzungen. In diesem Seminar geht es deshalb um die Praxis demokratiestützender Prozesse mit kritischen Diversity Perspektiven auf Ungleichmachung und Diskriminierung.
Nach Einführendem zu zentralen Konzepten rund um Demokratisierung und Intersectional Justice und deren Praxisverbindungen und -relevanz, werden wir mittels Projektarbeit im Sinn von „Communities of Practice“ an Umsetzungen arbeiten. Die inhaltlichen Schwerpunkte der eigenen Praxisprojekte werden wir im Seminar besprechen und festlegen. Es sind Einzel- und Gruppenarbeiten möglich, auch Verbindungen mit eigenen laufenden Projekten. Das Seminar unterstützt konzeptionell und methodisch bei der Umsetzung. Umsetzungsformen sind bspw. Workshops, Veranstaltungen, Podcasts, Einblicke durch Exkursionen, Gasteinladungen und Führungen, Forschungsbegleitungen. Beispiele dafür geben Diversity in Organisationen (Unternehmen und soziale Einrichtungen 24), Intersektionale Bildungs(un)gerechtigkeit (Uni Bremen, 23/22), Transkulturelle Sensibilisierungsarbeit (Tagung Diakonie 19/20), Dekolonisierung von Schule (Tagung LIS 20/21), Bias Crime (Bremer Rat für Integration/Theater Bremen 21/22, Science goes PUBlic! 23).
Ziel des Seminars ist es praxisrelevante Handlungs- und Reflexionskompetenzen zu stärken, mit Praxisfeldern und deren Vertreter*innen in Kontakt zu kommen und darüber Praxiskooperationen aufzubauen.
Bedingung für die Teilnahme am Praxisteil ist die Teilnahme am Theorieteil bei Mihir Sharma. Theorie- und Praxisseminar bilden zusammen ein Diversity-/Demokratie-Modul, das im MATS in das Zertifikat Interkulturelle und Transkulturelle Kommunikation und Diversity Kompetenz im Masterstudiengang Transkulturelle Studien einfließen kann.
Mehr Informationen befinden sich auf dem Flyer:
https://www.uni- bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb9/fb9/redak_kuwi/PDFs/Dokumente _MATS/Flyer_MA_Zertifikat_InterTransKommDiversity.pdf Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Dr. Margrit E. Kaufmann |
| 09-74-M8910-6 | Economies of Degrowth, or, Why Less is More (in englischer Sprache) Degrowth – auf Deutsch, Post-Wachstum – ist schon seit langem in aller Munde. Einige der berühmtesten Verfechter:innen dieser Idee kommen aus unserem Fach, wie z.B. (…) Degrowth – auf Deutsch, Post-Wachstum – ist schon seit langem in aller Munde. Einige der berühmtesten Verfechter:innen dieser Idee kommen aus unserem Fach, wie z.B. Jason Hickel. Aber schon die Anfänge der Ethnologie waren geprägt mit grundsätzlichen Fragen wie was „Reichtum,“ „Wert,“ „Wohlstand“ oder „Fülle“ (abundance) überhaupt sind, und wie es dazu kam, dass sie in kapitalistischen Gesellschaften so einfallslos und reduktionistisch definiert werden. Dieses lese- und diskussionsintensive Seminar widmet sich der Fülle an Ansätzen, die diese Diskussionen schon länger und immer dringlicher führen und soll in sowohl einem Essay (6CP) als auch einer öffentlichen kreativen Arbeit/Diskussion (z.B. Posterdesign und Ausstellung, Vernissage, Vorträge am Ende des SoSe) (3CP) münden.
An bestimmten Tagen treffen wir uns in der zweiten Hälfte des Seminars (also von 16-18:00) mit dem zur gleichen Zeit laufenden Seminar von Prof. Nasima Selim zu den Environmental Humanities. Lesen werden wir (u.a. und eventuell) Marshall Sahlins, Julie Livingston, Jason Hickel, Kohei Saito, Karl Marx, Andreas Malm, David Graeber, Lefebvre, Nicholas Georgescu-Roegen, Keith Hart u.a. Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Prof. Dr. Andrea Mühlebach |
| 09-74-M8910-5 | Feminismus und Antifaschismus: Digital Joint Seminar mit der Universität Rojava und EHESS (SoSe 2026) 4 SWS Blocktermine Ende Juli 2026
Dieses Seminar ist Teil einer Lehrkooperation mit der Universität Rojava in Nordostsyrien, die seit 2021 besteht. Ziel dieser (…) 4 SWS Blocktermine Ende Juli 2026
Dieses Seminar ist Teil einer Lehrkooperation mit der Universität Rojava in Nordostsyrien, die seit 2021 besteht. Ziel dieser Kooperation ist der Dialog zwischen Studierenden der Universitäten Bremen und Rojava zu fördern. Dieses Semester ist zum ersten Mal auch die École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris mit dabei, sowie Teilnehmende aus den Städten Kobane und Heseke.
Wer die Nachrichten verfolgt weiß, dass diese Region über die letzten Jahre schwer unter dem Krieg, insbesondere durch die Angriffe des sogenannten Islamischen Staates (IS) und den Bombardierungen der Türkei gelitten hat. Gerade im Januar/Februar wurde die Region erneut von bewaffneten Gruppen angegriffen und es kam zu Verhandlungen mit der aktuellen Zentralregierung Syriens. Was diese Verhandlungen für den Frieden in der Region und die autonome Selbstverwaltung (AANES), die über die letzten zehn Jahre in Nord- und Ostsyrien (NES, auch als „Rojava“ bekannt) aufgebaut wurde, wird sich noch zeigen.
Die autonome Selbstverwaltung, die sich als Reaktion auf die Politik von Nationalismus, Assimilation und Gewalt unter dem Assad Regime entwickelte, ist zu einem der weltweit prägendsten aktuellen Versuche geworden, eine neue Form des Zusammenlebens jenseits des Nationalstaats zu etablieren. Trotz der schwierigen Lage versuchen die Menschen in NES, eine Gesellschaft aufzubauen, die ihren mehrsprachigen, multireligiösen und multikulturellen Charakter anerkennt und auf Ideen der Basisdemokratie, des Feminismus, der ökologischen Nachhaltigkeit sowie auf einem Autonomiemodell basiert. Gerade die starke Bedeutung der kurdischen Frauenbewegung und ihren Kampf für eine geschlechterbefreite Gesellschaft steht in starkem Kontrast zu den Zielen der aktuellen Machthaber in Damaskus, aber auch zu dem erstarkenden Anti-Feminismus in der Welt. Damit bietet es ein mögliches Modell nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch für die Welt darüber hinaus, die sich einem globalen Aufstieg von Autoritarismus und einer antipluralistischen, rassistischen, frauen*feindlichen und homophoben Politik ausgesetzt sieht.
Ziel des Seminars ist es, angesichts dieser Entwicklungen Feminismus und Antifaschismus gemeinsam zu betrachten. Veronica Gago betont, zum Beispiel, dass aktuelle Prozesse der Faschisierung, eng in Fragen der sozialen Reproduktion, Kontrolle über Sexualität, Unterdrückung nicht-normativer Körper, geschlechtsspezifische Prekarisierung der Arbeit verankert ist. Vor diesem Hintergrund zielt das Seminar auch darauf ab, sich mit Weisen des Zusammenlebens zu beschäftigen, die sich der Logik des Faschismus widersetzen. Das Seminar fragt, wie ein feministischer Antifaschismus, wie es z.B. Ewa Majewska nennt, aussehen könnte.
Das Seminar umfasst zweiwöchentliche Vorbereitungstreffen (nur für Bremer Studierende) im April und Mai und ein Blockseminar vom 2-6 Juni 2026 gemeinsam mit den Studierenden in Rojava und Paris. Eingeladen werden dazu wichtige Gäste, die Impulsvorträge halten werden, auf die gemeinsame Diskussion basieren wird. Weitere Informationen zu den Terminen wird im Seminar besprochen. Die Bremen-only Sitzungen finden auf Deutsch statt, die weiteren mit Englisch-Kurmanji Simultanübersetzung. Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Dr. Ulrike Flader Münevver Azizoglu Bazan |
| 09-74-M8910-8 | KI, Demokratie und Gerechtigkeit: Feministische, dekoloniale und kulturwissenschaftlich-anthropologische Perspektiven Künstliche Intelligenz (KI) ist überall, doch schwer zu fassen. Sie simuliert menschliche Intelligenz und verspricht dabei diese durch mehr Effizienz, mehr Wissen und (…) Künstliche Intelligenz (KI) ist überall, doch schwer zu fassen. Sie simuliert menschliche Intelligenz und verspricht dabei diese durch mehr Effizienz, mehr Wissen und mehr Daten zu erweitern. Aufgeladen ist ihre Nutzung mit Fortschrittsvisionen, Ängsten und Widersprüche. Generative KI und Large Language Modells (LLMs) – wie marktübliche Chatgpt – verändern, wie wir arbeiten, kommunizieren und lernen. Was sie mit Demokratie und auch mit den existierenden Ungerechtigkeiten machen, darüber ist noch vieles unklar. Datenmacht, Tech-Oligarchie, Datenkolonialismus und Technofeudalismus sind einige Schlagwörter und Konzepte, die politische, ökonomische und ethische Veränderungen und Herausforderungen aufzeichnen.
Dieses Seminar versteht KI nicht als technisches Werkzeug, sondern als eine neue Projektionsfläche gegenwärtiger Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns mit Alltagsbeispielen, ethnografischen Fälle und populär-kulturellen Darstellungen mit KI auseinander, etwa auf Social Media, in Filmen und KI-generierten Welten. Wir fragen danach, wie ihr Potenzial und ihre Risiken erkennen, wenn wir kaum hinter die Systeme schauen können? Wer profitiert? Wer bleibt unsichtbar? Wer zählt im Design wie im Umgang mit KI? Wessen ‚Intelligenz‘, welche Infrastrukturen, Daten und Algorithmen prägen sie? All diese Fragen erfordern, genauer nach Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und ungeahnten Gefährdungen zu schauen und über neue Dimensionen für Intervention, Hoffnung und Widerstand nachzudenken.
Das Seminar bietet dafür einen Raum an. Es verortet sich bewusst in feministischen, dekolonialen und kulturwissenschaftlich-anthropologischen Perspektiven. Dabei lehnt es sich auf empirische und theoretische Ansätze aus der kritischen Datenforschung, Algorithmusforschung, queer-feministischen Perspektiven und Science and Technology Studies (STS). Gerade aktivistische Ansätze und Interventionen spielen eine zentrale Rolle dabei, die sich mit digitalen (Un-)Gerechtigkeiten befassen, die durch algorithmische Klassifikationen, datenbasierte Prognosen und automatisierte Entscheidungen entstehen oder stabilisiert werden – etwa entlang von Geschlecht, Hautfarbe, Klasse, Sexualität, Behinderung oder Aufenthaltsstatus und mehr. Dazu gehören historische Kontinuitäten, unausgewogenen Geografien globaler, kolonialer Klassifizierungsordnungen und planetarische Ungleichheit.
Das Seminar ist zudem an eine standortübergreifende, wöchentliche Ringvorlesung sowie einem Begleitseminar angedockt, die vom Fachverband DGEKW (Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft) und der DGEKW-Kommission Digitaler Anthropologie koordiniert wird. Geplant sind einzelne gemeinsame Sitzungen mit Studierenden anderer kultur- und sozialwissenschaftlicher Institute aus den Städten Berlin, Hamburg, Kiel, Göttingen, Regensburg, Tübingen und München. Dadurch werden ethnografische, kulturwissenschaftliche und anthropologische Forschungen und Perspektiven aus verschiedenen Feldern mitangeschlossen.
Das Seminar ist sowohl für MATS als auch für BA KUWI offen. Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Prof. Dr. Nurhak Polat |
| 09-74-M8910-3a | Kritische Demokratiepraxis (in englischer Sprache) Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Dr. Mihir Sharma |
| 09-74-M8910-7 | Public Environmental Humanities (in englischer Sprache) Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Prof. Dr. Nasima Selim |
| 09-74-M7-1 | Somatisierung von Religion: Heil, Selbstsorge oder Optimierung? Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Prof. Dr. Gritt Maria Klinkhammer |
| 09-74-M8910-4 | Watch-Group: Autoritarismus (Studentisches Forschungslab) + Blocktermine / 4 SWS
Dieses Seminar ist Teil einer interdisziplinären studentischen Forschungsgruppe, die zum ersten Mal im Sommersemester 2025 ihre Arbeit angefangen (…) + Blocktermine / 4 SWS
Dieses Seminar ist Teil einer interdisziplinären studentischen Forschungsgruppe, die zum ersten Mal im Sommersemester 2025 ihre Arbeit angefangen hat. Ausgangspunkt dieses Seminars war und ist die Wut, Frustration und vielleicht Hilflosigkeit, die wir angesichts des Anstiegs der (extremen) Rechten in Deutschland und anderswo empfinden. Die Gruppe möchte diese Wut aufgreifen und in Forschung umwandeln, um uns zu helfen, zu verstehen, was wir – (gerade) als Kultur- und Sozialwissenschaftler:innen u.a. – dagegen tun können.
In Zusammenarbeit mit Aktivist:innen, z.B. wie das Medienprojekt Recherche Nord, wirft die Gruppe ein akademisches Auge auf rechtsextreme und autoritäre Entwicklungen, dokumentiert, analysiert und versucht entsprechend praktische Gegenstrategien/Interventionen zu entwickeln. Die Gruppe versteht sich daher als Watch-Group der aktuellen Verhältnisse.
Das Gruppe baut auf der Arbeit aus den letzten Semestern auf, in dem Forschungsethik und -prinzipien und Webseite/Output-Formate übernimmt, aber neue Forschungsthemen und -fragen entwickelt. So ist sie Teil der Entwicklung einer längerfristigen studentische Forschungsgruppe. Selbstverständlich ist eine einmalige Teilnahme völlig in Ordnung. Als Teil der Forschungsgruppe würdet Ihr euch über das Semester hinweg an allen Schritten des Forschungsprojekts praktisch beteiligen und am kollektiven (digitalen) Output mitwirken.
Die Gruppe entscheidet gemeinsam, was sie untersuchen möchte und wie, und kümmert sich um ein sorgsames Miteinander. Regelmäßige Treffen finden Dienstags, 10-14:00 statt plus eine kurze Exkursion im Juni – wenn wir die Finanzierung finden. Genaueres wird im Seminar geklärt. Als Sprache können wir je nach Bedarf ein Gemisch aus Englisch und Deutsch verwenden. Manche Termine mit Aktivist:innen müssen u.U. auf Deutsch stattfinden (um eine Übersetzung müssen wir uns gemeinsam kümmern).
English: This seminar is part of an interdisciplinary student research group, which started its work in the summer semester 2025. It was/is triggered by the anger, frustration and perhaps helplessness we might be feeling in light of the rise of the (far)right in Germany and elsewhere. It wants to take this anger and transform it into research to help us understand what we can do about it. Hence, the seminar aims at developing practical counter-strategies on the basis of our research as anthropologists or social scientists.
Together with activists such as Recherche Nord, the group aims at keeping an “academic” eye on the far-right and authoritarian developments that we are currently witnessing, documenting, understanding, and analysing them in order to suggest counter-strategies. In this sense, the group sees itself as a Watch-Group of the current situation.
The group draws on the work of the previous semesters by continuing the previously outlined research ethics and principles as well as the website and output-formats, but will develop its own research themes and questions. This way it is part of developing a long-term student research group. But, if you are only interested in joining for one semester that is totally fine. As part of the research group, you would participate in all steps of the research process and contribute to the final collective (digital) outcome.
The group will together decide what it wants to investigate and where, and will ensure a caring group atmosphere. Regular meetings will take place on Tuesdays, from 10-14:00, plus – if we find the funding – a short research trip in Germany in June (tbd). More information will be given in the seminar. We can use a mix of German and English depending of the needs of the participants. Some sessions however with activists might have to take place in German (we will figure out translation together). Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | Dr. Ulrike Flader Nora Diekmann |
| 09-74-M7-2 | Yoga als Gegenstand transkultureller Aushandlung Bitte beachten Sie, dass die General Studies-Plätze in dieser Veranstaltung auf 5 begrenzt sind!
Inhalt Yoga gilt als Prototyp einer zunächst lokalen Tradition, die (…) Bitte beachten Sie, dass die General Studies-Plätze in dieser Veranstaltung auf 5 begrenzt sind!
Inhalt Yoga gilt als Prototyp einer zunächst lokalen Tradition, die heute weltweit praktiziert wird, ob als Trendsportart, zur Gesundheitsförderung oder im Rahmen postsäkularer Spiritualität. Das Beispiel Yoga zeigt auch, wie dabei ganz unterschiedliche Ansprüche, Fiktionen und Körperpolitiken ineinandergreifen, nicht zuletzt im Hinblick auf Selbstverbesserung.
Anlass für dieses Seminar ist die (mediale) Debatte, inwieweit es sich bei den hier und in vielen Teilen der Welt beworbenen Yogakursen um eine missbräuchlich angeeignete kulturelle Praxis handelt. Das Fallbeispiel Yoga eignet sich zweifelsohne, um die verschiedenen Aspekte und auch die Problematik dieses Narrativs unter die Lupe zu nehmen.
Gegenstand des Seminars ist es, sich den historischen Verlauf genauer anzusehen, der zur Herausbildung des heutigen körperzentrierten Yogas geführt hat und dabei unterschiedliche Zeiten und Perspektiven, soziale Akteure, assoziierte Praktiken, Kontexte, Ideologien und Sinnbildungsprozesse zu differenzieren. Was kennzeichnet die einzelnen Phasen und Formen der Yogaverbreitung? Welche Interessen gingen damit einher, welche sozialen Bedingungen, welche Vorstellungen von Überlieferung und Anpassung an die Moderne? Was zeigen diese Konstellationen über die jeweiligen Auffassungen von Religion und Spiritualität?
Lernziel Ziel des Seminars ist die Befähigung (a) Vorstellungen und Praktiken im Kontext des heutigen Yoga als Resultat einer globalen Verflechtungsgeschichte einzuordnen; (b) parallele Diskursmuster wahrzunehmen als Teil unterschiedlicher (religions-) politischer Ideologien; sowie © zum systematischen Erarbeiten von einschlägiger Fachliteratur. Methodik Forschendes Lernen an einem Fallbeispiel, Vertiefung der Analysekompetenz bei der gemeinsamen Lektüre von (meist) englischsprachiger Fachliteratur Leistungsnachweis Für die aktive Beteiligung am Seminar werden 3 CP vergeben. Auf dieser Grundlage kann die Modulprüfung für Modul 7 erfolgen (20 Min., mündlich). Alternativ kann das Seminar für Modul 8/9/10 angerechnet werden. Als Modulprüfung für Modul 8/9/10 dient eine Hausarbeit von ca. 15 Seiten (+ 3 CP). Wer sich dafür entscheidet, kann als Ergänzung die Vorlesung „Einführung in den Hinduismus“ belegen (donnerstags, 12-14 Uhr, + 3 CP) und so im Laufe des Semesters ein ganzes Modul 8/9/10 vollständig abschließen. Termine und weitere Informationen finden Sie in Stud.IP. | PD Dr. Beatrix Hauser |