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Den demographischen Wandel bewältigen

Fachtagung Change 2009: Charta für altersgerechte Gestaltung von Arbeitsprozessen unterzeichnet

Die Mitglieder des Workability Innovation LivingLab (WILL) haben auf der Fachtagung Change 2009 zur Bewältigung des demografischen Wandels eine Charta für die weitere Zusammenarbeit unterzeichnet. Bei WILL handelt es sich um ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Unternehmern aus der Metropolregion Bremen-Oldenburg, in dem unter dem Fokus demografischer Wandel gezielt Innovationen für betriebliche Arbeitsprozesse entwickelt werden. Das Besondere an diesem europaweit einmaligen Laboratorium ist, dass es sich finanziell selber trägt. Jeder Partner übernimmt seine Kosten. Die Projektarbeit funktioniert auf Vertrauensbasis und Augenhöhe. Eine zentrale Frage ist, wie Unternehmen Arbeitsprozesse und Arbeitsplätze so gestalten können, dass Mitarbeiter auch mit 60 Jahren noch ihr wertvolles Know-how auf eine altersgerechte Weise einbringen können.

Ein Beispiel: Als erstes WILL-Projekt startete im März 2008 das FitnessMobil zur Gesundheitsprävention. Der Hightech-Laster macht direkt vor Ort in den Unternehmen Station und während der Arbeitszeit wird die körperliche Fitness der Mitarbeiter ermittelt – natürlich anonymisiert. Direkt nach Ende der Untersuchungen liegen dem medizinischen Personal alle Ergebnisse als Ausdruck vor. Im anschließenden Anamnesegespräch kann der Arzt abgestimmt auf das Alter und die persönliche Situation des Mitarbeiters Stärken, Schwächen und Grenzen der Belastung aufzeigen und individuelle Handlungsempfehlungen aussprechen. Das Fitnessmobil trägt so dazu bei, präventiv die Gesundheit zu erhalten und zu stärken.

Initiiert wurde WILL vom Verein Centers of Competence, einem Unternehmensverbund mit 46 Mitgliedsfirmen aus dem Nordwesten, der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und dem OFFIS-TZI, einer Kooperation des Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (OFFIS) mit dem Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen. Weitere WILL-Partner sind die Unternehmensberatung Ecco und aus Holland die Hanze University Groningen.

Der Centers of Competence hatte jüngst zur Fachtagung Change 2009 eingeladen. In Emden trafen sich hochrangige Experten, um Möglichkeiten und Chancen des demografischen Wandels zu erkunden. Denn: Was tun, wenn die Belegschaft älter wird und gleichzeitig zu wenig qualifizierter Nachwuchs nachrückt? Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen bot dazu in Kooperation mit dem BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH - erstmals einen internationalen Workshop zum Thema „Ambient Assisted Working“ an. Hier wurde das vielfältige Forschungsgebiet der Unterstützung altersgerechter Arbeit durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) aus den unterschiedlichen Ansätzen und Disziplinen heraus dargestellt.

 

Die Kooperation OFFIS-TZI

Das TZI im Bremer Technologiepark und OFFIS in Oldenburg haben sich gemeinsam als Kern eines noch jungen IKT-Clusters im Nordwesten positioniert. Im Verein OFFIS-TZI wird das wissenschaftliche Know-how der beiden größten Forschungsinstitute für Informations- und Kommunikationstechnologien in der Region für gemeinsame Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft gebündelt. Wissen und die Erfahrungen aus verschiedenen Technologiefeldern kommen zusammen; Inhalte und Kompetenzen ergänzen sich vorteilhaft. OFFIS-TZI ist mit rund 400 Mitarbeitern die größte IKT-Institution in Deutschland. Diese Clusterbildung schafft die Basis für schnellen Technologietransfer aus der Forschung in die Unternehmen und trägt damit entscheidend zum ökonomischen und sozialen Wachstum in der Metropolregion Bremen-Oldenburg bei.

Wetere Informationen:
Universität Bremen
Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
David Wewetzer
Tel. 0421 218 3579
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http://www.tzi.de/