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Der Mensch in der digitalen Kultur: Forschungsergebnisse als Film, Theater und Kunst neuartig vermittelt

Nr. 330 / 24. Oktober 2012 SC

Die Arbeitsgruppe „Digitale Medien in der Bildung“ (dimeb) vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen stellt am kommenden Montag im Haus der Wissenschaft neue Wege des Wissenstransfers vor - anhand des Projekts SKUDI. In diesem drehte sich alles um die Frage, wie das Internet und die Digitalen Medien uns selbst als Subjekte und unsere Wahrnehmung der Welt verändern.  

Diesmal gibt es keine Abschlusskonferenz mit klugen, aber eher langatmigen Insider-Vorträgen oder PowerPoint-Präsentationen. Stattdessen geht es sehr lebendig zu, wenn am 29. Oktober 2012, um 18 Uhr im Haus der Wissenschaft die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Subjektkonstruktionen und Digitale Kultur“ (SKUDI) öffentlich und bei freiem Eintritt präsentiert werden. Zu erleben, sehen und hören sind eine Theater-Performance, Filme, ein Webprojekt und Diskussionen rund um die sehr aktuelle Fragestellung, wie das Internet und die Digitalen Medien uns selbst als Subjekte und unsere Wahrnehmung der Welt verändern. „Was liegt da näher, als die spannenden Forschungsergebnisse zur ‚Generation Internet‘ über unterschiedliche Medien lebensnah, sinnlich erfahrbar und verständlich zu vermitteln“, sagt Professorin Heidi Schelhowe vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität.

Sie hat mit dem Team ihrer Arbeitsgruppe Digitale Medien in der Bildung (dimeb) diese innovative Form der öffentlichen Vermittlung von Ergebnissen der Forschung unter dem Projekttitel „Crossmediale Präsenz“ auf den Weg gebracht, unterstützt von der VolkswagenStiftung. Neben den Bremer Forscherinnen, die durch den Abend führen, werden der Berliner Filmemacher Manuel Stettner und das Theater der Versammlung der Uni Bremen den Event im Haus der Wissenschaft, Olbers Saal, gestalten. Die Öffentlichkeitsinitiative richtet sich an Laien, die sich für die digitale Kultur interessieren, Multiplikatoren aus Medien und Politik sowie alle, die neugierig sind auf spannende, anschauliche Formen der Wissenschaftsvermittlung.

Über das Projekt SKUDI

Das von vier Universitäten gemeinsam durchgeführte Projekt SKUDI beschäftigte sich mit der Frage, wie das Internet und die Digitalen Medien uns selbst und unser Bild von der Welt verändern. Wie also die ‚Generation Internet’ denkt, fühlt und wahrnimmt. Ziel dieser empirischen Untersuchung war es, ein Panorama digital gestützter Subjektkonstruktionen zu entwickeln, das der Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die Bereiche Arbeit, Kommunikation und Bildung, Hinweise dazu liefert, mit welcher Art von Bedürfnissen und Ansprüchen von Menschen sie in Zukunft rechnen muss und wie sie sich darauf vorbereiten kann. Die TZI-Arbeitsgruppe dimeb erforschte im Teilbereich „Lernen“ einerseits, welche Kompetenzen jungen Menschen heute helfen können, sich in einer sich verändernden Welt zu bewegen und diese mit zu gestalten. Andererseits ging es darum, diese Kompetenzen in Form von speziell konzipierten Workshops auch zu vermitteln. Das Projekt wurde im Schwerpunkt „Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“ von der VolkswagenStiftung sowie vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Wien seit 2009 für drei Jahre mit etwa 1,2 Millionen Euro gefördert. Projektpartnerinnen der Bremer Universität waren die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Universität Klagenfurt und die Universität Münster.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
Prof.Dr. Heidi Schelhowe
Corinne Büching
Tel. 0421 218-64388
E-Mail: buechingprotect me ?!tziprotect me ?!.de