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Simulant oder nicht? Teilnehmer für Studie zur Täuschung in Fragebögen gesucht

Nr. 177 / 3. Juni 2013 RO

In vielen Bereichen der Psychologie werden Verfahren eingesetzt, um unter anderem das Vorliegen von psychischen Erkrankungen zu erfassen. Jedoch wurde bisher kaum untersucht, inwiefern diese Verfahren bewusst gefälscht werden können. In einer Studie soll nun herausgefunden werden, ob psychisch Gesunde dazu in der Lage sind, in Fragebögen eine psychische Erkrankung vorzugeben. Daher sucht das Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen ab sofort psychisch gesunde Freiwillige im Alter von 40 bis 60 Jahren, die sich der Herausforderung stellen möchten, sich in Fragebögen psychisch erkrankt darzustellen.

Insgesamt sind sieben Fragebögen auszufüllen, in denen unter anderem nach dem realen psychischen sowie physischen Wohlbefinden gefragt wird. In anderen Fragebögen soll versucht werden, sich psychisch krank darzustellen. Der Fragebogen soll testen, ob sich psychisch Erkrankte von Simulanten abgrenzen lassen. Dieses könnte beispielsweise bei Gutachten zur Unzurechnungsfähigkeit oder bei der sozialmedizinischen Begutachtung für die Erwerbsunfähigkeitsrente eine entscheidende Rolle spielen.

Die Durchführungsdauer liegt bei etwa 60 Minuten und wird mit 10 Euro entlohnt. Die Fragebögen werden zugesandt.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR)
Dipl. Psych. Franziska Walter
Tel.: 0421 218-68612
E-Mail: fwalterprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de