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Verantwortung Web 2.0: Chancen und Risiken des Internets

Im Web 2.0 kann sich jeder Mensch mit geeigneter technischer Ausstattung umfassend informieren, aber auch selbst aktiv werden, Informationen in das Netz einbringen und sich weltweit mit anderen austauschen. Dass dabei ein immenser Datenvorrat entsteht, weckt jedoch allerlei Begehrlichkeiten – und das nicht nur bei dem Big Brother aus Orwells Roman 1984, sondern ebenso bei vielen „kleinen Brüdern“. Am Freitag, dem 13. November 2009, findet im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4-5) ab 19 Uhr eine öffentliche Abendveranstaltung zu Chancen und Herausforderungen, aber auch zu den Gefahren des Internets statt. Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Jahrestagung des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ (FiFF),

die am 14. November 2009 unter dem Motto „Verantwortung Web 2.0“ in der Universität Bremen (Gebäude GW 2, Raum B 3900) fortgeführt wird. Stefan Pulß (Radio Bremen) moderiert die beiden Vorträge von Hendrik Speck (Vortragsthema: „sozial.total.vernetzt“) und Lars Reppesgaard (Vortragsthema: „google.macht.wissen“) sowie das anschließende Forumsgespräch mit dem Publikum.

Hendrik Speck, Professor für Digitale Medien an der Fachhochschule Kaiserslautern, untersucht die Web 2.0-Szene, insbesondere die Art der Vernetzung und die hier aufgebaute „Freunde“-Struktur in Plattformen wie SchülerVZ oder StudiVZ. Es geht ihm dabei um mehr als rein akademische Forschungsinteressen, nämlich um die Schnittstelle zur Privatsphäre, um gesellschaftliche Verantwortung und kommerzielle Verwertung. Sicherheitstechnische Schwachstellen oder produktspezifische Unzulänglichkeiten gilt es frühzeitig zu erkennen. Das Hauptproblem liegt aber in der zentralen Datenspeicherung. Die unzähligen Profilinformationen der Nutzerinnen und Nutzer sind bevorzugtes Zielobjekt für kriminelle Hackerangriffe, denen fast alle populären Plattformen mehrfach zum Opfer gefallen sind. Hendrik Speck fordert deshalb von den Betreibern: Wer die öffentliche Meinung prägt und mit ihr spielt, muss auch Verantwortung tragen.

Lars Reppesgaard, freier Journalist aus Hamburg und Autor des Buches „Das Google- Imperium“, referiert über Google, den Riese, die Suchmaschine. Aber das Unternehmen macht noch mehr: Es fotografiert alle Straßenzüge der Welt, es hat begonnen, alle je geschriebenen Bücher zu digitalisieren. Das Firmenmotto, „die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren“, ist tatsächlich ernst gemeint. Liegt bald alles Wissen der Welt in den Händen von Google? Ist Google auf dem Weg, allmächtig zu werden? Was bedeuten solche Aussichten für den Einzelnen und für eine Gesellschaft, die sich immer stärker über das weltweite Datennetz austauscht?

 

Wetere Informationen:
Universität Bremen
Fachbereich Mathematik / Informatiok
Theoretische Informatik
Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski


Tel. 0421 – 218 2956
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