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Vom OPEN CAMPUS bis zum Studienpreis: Julia Pundt organisiert an der Universität Bremen alle Veranstaltungen

Porträt in der Serie „Campusgeschichten“ / Porträtierte stehen für Interviewanfragen zur Verfügung

Nr. 024 / 26. Januar 2018 KG

Was die Universität Bremen ausmacht, das sind die Menschen, die hier forschen, lehren, arbeiten und studieren. Wer die Universität besser kennenlernen möchte, hört und liest häufig vom sogenannten „Bremer Spirit“. Doch was verbirgt sich dahinter? Unter dem Titel „Campusgeschichten“ stellen wir ab sofort in loser Folge erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftler, herausragende Forscherinnen und Forscher, Lehrende mit neuen Ideen sowie engagierte Studierende vor. Aber auch die Menschen, die in den Büros und hinter den Kulissen dafür sorgen, dass der Universitätsbetrieb tagtäglich reibungslos vonstattengeht, sollen Platz in dieser Serie finden. Lernen Sie uns kennen – lernen Sie die Universität Bremen kennen!

Die Organisatorin

Alle zwei Jahre lädt die Universität zu ihrem Wissenschaftsfestival, dem OPEN CAMPUS, ein. Dann präsentieren sich zwölf Fachbereiche sowie zahlreiche und Institute und Einrichtungen in Pagodenzelten auf der grünen Wiese. Es locken Spiel, Spaß, Experimente und kulinarische Angebote und spätabends rocken berühmte Stars. Doch wer hält die Fäden in der Hand, wer plant und organisiert das Fest, zu dem zuletzt 19.000 Besucherinnen und Besucher kamen?

„Manchmal bisschen nervös“

Für Veranstaltungskauffrau Julia Pundt ist der OPEN CAMPUS mit Abstand zu all den anderen Events die sie organisiert, das Großereignis. Deshalb sind auch die Büroräume ihrer Abteilung mit den kunterbunten Plakaten: 2013, 2015 und 2017 zugepflastert. Was es da alles zu tun gibt? Termine melden, Werbeflyer drucken, Zelte bestellen, Catering organisieren, Bands einladen, mit dem Management verhandeln, Verträge unterzeichnen, Aussteller finden, Fachbereiche beraten, Führungen organisieren, Rechnungen bezahlen…..Julia Pundt bleibt gelassen. „Na gut, beim Open Campus werde ich manchmal doch ein bisschen nervös“, gesteht die 25-Jährige ein. „Aber es macht auch einen Riesenspaß und unterscheidet sich von den anderen Veranstaltungen, die unser Team organisiert. Schon allein, weil wir dann mit dem Musikbusiness zu tun haben.“

34 Veranstaltungen im Jahr

Es ist eine beeindruckende Aufgabenliste, die das Veranstaltungsmanagement der Universität Bremen mit Julia Pundt, Rebecca Grotheer und jeweils einer wechselnden Auszubildenden abhaken muss. 34 Empfänge, Preisverleihungen, Partys und Feste stehen auf dem Tableau für das Jahr 2018. Aktuell arbeitet Julia Pundt am Vorlauf für den Bremer Studienpreis. Während des Gesprächs fährt ein Auto vor, der Werbegrafiker schaut durch die großen Fensterscheiben im Parterre des Verwaltungsgebäudes und winkt. Er bringt die Einladungskarten.

Hobby: Reiten

Die 25-Jährige ist 2015 mit der Ausbildung zu ihrem Traumberuf fertig geworden. Einen praktischen Teil ihrer Lehre hat sie im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen absolviert und damit das Leben auf dem Campus kennengelernt. „Ich hatte Glück, die Unileitung bot mir nach meinem Abschluss sofort einen Job im Zentralen Veranstaltungsmanagement an.“ Warum Organisation ihre berufliche Wunschvorstellung ist? „Ich hatte Vorerfahrungen“, sagt sie. „Meine Eltern haben einen Reiterhof. BB Horses in Hagen im Bremischen.“ Dort ist sie aufgewachsen und hat Ferienprogramme für Kinder und Reitturniere organisiert. Reiten ist immer noch das Hobby der jungen Frau. Ihr pechschwarzer Trakehner heißt Aragon.

Nichts für ein schüchternes, graues Mäuschen

An ihrer Arbeit liebt sie die Kreativität, das Einbringen neuer Ideen. Ein bisschen stört die Bürokratie: „Man kann sich nicht immer so ausleben, wie man vielleicht gern möchte.“ Gleichzeitig kommt sie an Orte, die viele Bremer noch nicht gesehen haben: Repräsentative Räume im Rathaus und im Haus Schütting zum Beispiel. Ein wenig stolz ist sie auch, mit welchen wichtigen Personen sie spricht: Bürgermeister, Wissenschaftssenatorin, Rektor, Kanzler, Konrektoren. Dankbar ist sie für die Wertschätzung, die sie erfährt. „Ich bekomme häufig Lob von der Unileitung für meine Arbeit“, freut sie sich. Im Gegenzug strengt sich Julia Pundt auch mächtig an. „Ich bin Perfektionistin“, sagt sie. Eine Veranstaltungsmanagerin muss flexibel sein und frühmorgens bis spätabends – auch mal an Wochenenden – einsatzbereit. „Man braucht ein gutes Selbstmanagement, denn Fristen muss man einhalten und kann Termine nicht schieben. Ich habe aber Lust auf diesen aktiven und abwechslungsreichen Job. Als schüchternes graues Mäuschen ist das eher schwierig.“

Entspannung im Garten

Berufsbegleitend studiert Julia Pundt an der FOM Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie. Dreimal in der Woche besucht sie im Technologiepark eine Abendvorlesung. Ihr Freund ist auch auf dem Campus. Er studiert Internationales Logistikmanagement in der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie DAV. Manchmal können sie gemeinsam in die Mensa gehen. Zu Hause ist das junge Paar in Schwanewede. „Ich brauche es ein bisschen ländlich“, sagt sie. Es macht ihr Spaß, einen Garten zu bestellen. Da kann sie auch mal abschalten.

Achtung Redaktionen: Unter diesem Link können Sie ein Porträt von Julia Pundt herunterladen: https://seafile.zfn.uni-bremen.de/f/6e669d57b377474381b8/

Fragen beantwortet:

Julia Pundt
Zentrales Veranstaltungsmanagement
Universität Bremen
Tel.: +49-421-218-60116
E-Mail: julia.pundtprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de