Detailansicht

Wem nützen unsere Datenspuren?

Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Uni Bremen veranstaltet wissenschaftliche Vortragsreihe zu aktuellem Medienphänomen

Nr. 101 / 19. April 2016 RO

Im Zeitalter der Digitalisierung wächst auch die Menge an Daten, die bei der Nutzung von Online-Diensten entstehen. Die Datenspuren, die wir dabei hinterlassen, ermöglichen eine umfangreiche Auswertung des Mediennutzungsverhaltens für unterschiedliche Zwecke. Damit verbunden sind denkbar unterschiedliche Interessen: Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden analysieren Datenspuren zum Beispiel zum Zweck der öffentlichen Sicherheit, Unternehmen nutzen Datenspuren zur Personalisierung von Werbung. Doch auch die Wissenschaft verspricht sich von digitalen Spuren neue Erkenntnisse über den Wandel der Mediennutzung. Zu diesem Thema veranstaltet das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Uni Bremen (ZeMKI) im Sommersemester 2016 eine Vortragsreihe mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus Großbritannien, Italien, Kanada und den USA zum Thema „Digital Traces" („Digitale Spuren").

Die Veranstaltung ist Teil der Forschung der aus der Exzellenzinitiative geförderten Creative Unit "Kommunikative Figurationen". Die Vorträge finden im ZeMKI, Linzer Str. 4, Raum 60070 statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eröffnungsvortrag “The evolution of personal network capture: From recall to trace data and back again” von Dr. Bernie Hogan vom Oxford Internet Institute findet am 21. April um 18 Uhr statt.

Spannungsfeld Effizienz und Ethik

Der Experte beschäftigt sich in seinem Vortrag mit persönlichen Netzwerken im Internet und den Möglichkeiten ihrer Analyse. Hogan wird zwei Verbundprojekte vorstellen, bei denen es um die Erfassung persönlicher Netzwerke mittels neuer Technologien geht: "CollegeConnect" und "NetCanvas". Vorgestellt werden sollen verschiedene Instrumente und methodische Vorgehensweisen im Spannungsfeld zwischen Effizienz und ethischen Herausforderungen. Weitere Informationen zum Vortag in englischer Sprache: www.zemki.uni-bremen.de/fileadmin/redak_zemki/dateien/Dateien-News/Einladung_2016-4-21_Bernie-Hogan.pdf

Die weiteren Termine:

19. Mai 2016, Prof.Dr. Jean-Christophe Plantin (London School of Economics and Political Sciences, GB): “First as an infrastructure, then as a platform: how digital maps illustrate the politics of knowledge in the age of big data”


2. Juni 2016, Prof.Dr. Stefania Milan (University of Amsterdam, Niederlande) Titel folgt

16. Juni 2016, Prof.  Dr. Martin Hand (Queen's University, Kanada): “Digital Traces and Personal Analytics: contexts and practices of engagement with temporal data about the self”


30. Juni 2016, Prof.Dr. Daniel Anthony McFarland (Stanford University, USA): “Sociology in the Era of Big Data: The Ascent of Forensic Social Science”

Das Programm des ZeMKI-Forschungskolloquiums sowie das Programmarchiv sind hier abzurufen. www.zemki.uni-bremen.de/de/forschung/zemki-forschungskolloquium.html

Pressekontakt:
Universität Bremen
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Dr. Leif Kramp
Linzer Str. 4
Tel.: 0421-218-67652
E-Mail: krampprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de