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Wie kommt die Bundesrepublik zu einer nachhaltigen und äußerst belastbaren Energieversorgung?

BMBF bewilligt Forschungsverbundprojekt der Uni Bremen über Transformation des Energiesystems

Nr. 163 / 24. Mai 2013 SC

Das Ziel der Energiewende ist klar: Eine auf regenerativen Energiequellen aufbauende und klimafreundliche Versorgung mit Strom, Treibstoffen und Wärme, die auch unter turbulenten ökonomischen und klimatischen Rahmenbedingungen und stark schwankenden Einspeisungen funktioniert, also eine nachhaltige und äußerst belastbare (resiliente) Energieversorgung. Allerdings erweist sich der Weg zu einer bezahlbaren und sozial verträgliche Transformation des Energiesystems als kompliziert und schwierig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat deshalb ein Förderprogramm in Höhe von 30 Mio. € mit dem Titel „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ aufgelegt. Unter den 33 bewilligten Anträgen befindet sich auch ein Forschungsverbundprojekt der Universität Bremen.

Das vom artec | Forschungszentrum Nachhaltigkeit und dem Fachbereich Produktionstechnik unter der Leitung von Professor Arnim von Gleich beantragte Verbundvorhaben ‚Auf dem Weg zu Resilienten Energiesystemen!‘ wird in den kommenden drei Jahren mit 820.000 € gefördert. Anhand der Fallbeispiele ‚Methan als Speicher für erneuerbaren Strom‘ sowie ‚Regionale Selbstversorgung mit Energie‘ soll untersucht und aufgezeigt werden, wie der schwierige Übergang zu einem nachhaltigen und resilienten Energiesystem geleistet werden kann. Dabei stehen auch, aber nicht vorwiegend technische Innovationen im Zentrum der Bremer Studien. Denn nach Ansicht der Bremer Wissenschaftler kann die Umsetzung der Klimawende mit einem funktionierenden Energiesystems nur gelingen, wenn wirtschaftliche, soziale und innovationtheoretische Bedingungen beachtet werden. Deshalb arbeiten im dem Forschungsprojekt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der Produktionstechnik und der Chemie der Uni Bremen mit Ökonomen vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin, Innovationsforschern der Universität Stuttgart und Experten für die Modellierung sozio-ökonomischer Systeme der TU Delft zusammen. Außerdem sind Praxispartner wie der Firma ETOGAS (ehemals Solarfuel) in Stuttgart, der Stromversorger EnBW, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Landkreis Osterholz sowie die Stadt Wilhelmshaven eingebunden.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Produktionstechnik
Dr. Jakob Wachsmuth
Tel: 0421-218-64889
E-Mail: wachsmuthprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de