An der Universität Bremen gibt es jetzt das bundesweit erste universitäre Labor für die Prüfung großer Zahnräder. Das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) hat ein spezielles Groß-Koordinatenmessgerätes in Betrieb genommen und eröffnete damit das „Labor für Großverzahnungs-Messungen“.
Bei ihrer Arbeit geht es den BIMAQ-Forscherinnen und -Forschern um Mikrometer. Dass sie dafür auch einen Gabelstapler-Führerschein brauchen, vermuten sicher nur die wenigsten. Aber irgendwie müssen die großen, tonnenschweren Zahnräder, wie sie sich zum Beispiel in Großgetrieben von Windenergieanlagen drehen, ja bewegt und auf dem Messtisch des Koordinatenmessgerätes ablegt werden. So haben die Wissenschaftler während des aufwendigen Laboraufbaus in den vergangenen zwei Jahren nebenbei auch noch das Staplerfahren erlernt und verstehen es inzwischen, die empfindlichen und unhandlichen Kolosse zu transportieren sowie sanft und punktgenau zu platzieren.
In einer Klimakammer, die zuverlässig für konstante Temperaturen sorgt, können die Bremer Forscher nun mit einem eigens für die besonderen Ansprüche gefertigten Leitz-Koordinatenmessgerät von Hexagon Metrology (Wetzlar) Zahnräder mit einem Durchmesser von bis zu drei Meter hochgenau prüfen. Anfang August 2009 begann das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit gut einer Million Euro geförderte Projekt, und mit der Inbetriebnahme der 730.000 Euro teuren Sonderanfertigung ist es jetzt fast abgeschlossen. „Nun können wir mit den Forschungsarbeiten beginnen“, freut sich BIMAQ-Leiter Prof. Dr.-Ing. Gert Goch.
Auch bei sehr großen Zahnrädern kommt es auf höchste Präzision an, damit ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden kann. „Qualitätsprüfungen sind für die Produktion von Zahnrädern sowie deren späteren Einsatz von größter Bedeutung“, sagt Goch. „Mit unseren Untersuchungen wollen wir unter anderem die Zuverlässigkeit der Großgetriebe für Windenergieanlagen (WEA) entscheidend verbessern. Sie unterliegen besonderen Belastungen, und für ihre Produktion gelten andere Anforderungen als zum Beispiel für Großgetriebe in Kraftwerken oder Schiffen.“ Schäden an Lagern und Zahnrädern von WEA führen zu überproportional hohen Kosten – besonders im Offshore-Bereich.
Weitere Informationen unter www.bimaq.de
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