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Australiens Kohlebergbau: Einblicke in Methanemissionen

Flugzeug-gestützte Luftmessungen im australischen Bowen Basin, geplant und durchgeführt von der Universität Bremen und Airborne Research Australia liefern präzise Daten zu Methanemissionen aus Kohlebergwerken. Die Erkenntnisse vertiefen das Verständnis der Umweltauswirkungen des Kohleabbaus.

Menschengemachte Methanemissionen tragen erheblich zur globalen Erwärmung bei, wobei der Kohlebergbau etwa ein Drittel der weltweiten Methanemissionen aus fossilen Brennstoffen verursacht. Im Herbst 2023 führten Wissenschaftler:innen des Instituts für Umweltphysik der Universität Bremen und des gemeinnützigen Forschungsinstituts Airborne Research Australia (ARA) flugzeug-gestützte Luftmessungen im australischen Bowen Basin in Queensland durch. Diese fanden im Auftrag des International Methane Emissions Observatory (IMEO) als Teil des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme - UNEP) statt. Ziel war es, ein umfassenderes Verständnis der Methan-Emissionen aus unterirdischen und offenen Kohlebergwerken zu gewinnen. Das Bowen Basin gilt als eines der größten Kohleabbaugebiete weltweit. Analysen basierend auf Satellitendaten deuten darauf hin, dass die Methanemissionen in dieser Region zwei- bis zehnmal höher liegen könnten als offiziell gemeldet.

Feldkampagne mit Forschungsflügen im Bowen Basin

Im Rahmen einer fünfwöchigen Feldkampagne hat das Forschungsteam der Universität Bremen gemeinsam mit Expert:innen von ARA Luftmessungen mit dem Methanabbildungsspektrometer MAMAP2D Light durchgeführt. Der innovative Fernerkundungssensor der Universität Bremen wurde dafür unter der Tragfläche eines ARA-Forschungsflugzeugs angebracht. Über 40 Forschungsflüge wurden unternommen, um Methanemissionen verschiedener Kohleminen aufzuspüren und zu quantifizieren.

Jorg Hacker, leitender Wissenschaftler von ARA, fasst die Eindrücke der Kampagne zusammen: „Der mehrtägige Tiefflug über die zahlreichen riesigen und tiefen Kohletagebauminen in einer Landschaft, die oft an eine Mondlandschaft erinnert, war begeisternd und bedrückend zugleich. Aus nächster Nähe zu sehen, was die Menschheit der Umwelt antut, um ihren ständig steigenden Energie- und Ressourcenbedarf zu decken, hinterlässt sehr starke Eindrücke."

Sven Krautwurst, Kampagnenleiter der Universität Bremen in Australien betont: „Abgesehen von der wunderschönen Landschaft Australiens ist Queensland auch aus messtechnischer Sicht ein großartiger Ort. Die Messungen der Instrumente, die über Jahre im Labor entwickelt wurden, können ihr volles Potential entfalten, wenn es darum geht, die Quellen von CH4-Emissionen in diesem Gebiet zu bestimmen und zu lokalisieren".

Andreea Calcan, UNEPIMEO Koordinatorin für wissenschaftliche Studien zu Methan, unterstreicht die Bedeutung der Kampagne: „Diese bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Methanemissionen aus Kohlebergwerken in Australien besser zu verstehen und unterstützt das Ziel von UNEPIMEO, die weltweiten Methanemissionen aus Kohlebergwerken zu quantifizieren."

Ergebnisse und Ausblick: Neue Erkenntnisse zur Quantifizierung von Methanemissionen

Die gesammelten Daten wurden nach der Rückkehr des Teams an die Universität Bremen gemeinsam mit den australischen Forschenden überprüft. Ein wichtiges Ergebnis dieser ersten Auswertung ist, dass viele Methanemissions-Hotspots von Kohlebergwerken mit hoher Datenqualität erfasst wurden. Dies ermöglicht unabhängige Methanemissionsabschätzungen und wird dazu beitragen, ein vollständigeres Bild der Methanemissionen aus den verschiedenen Kohlebergwerken im Bowen Basin zu erhalten.

Die nun folgende detaillierte Analyse der gesammelten Daten wird Methanemissionsschätzungen für verschiedene Kohlebergwerke, wie Untertagebau und Tagebau im Bowen Basin liefern. Diese Ergebnisse werden mit vorhandenen Schätzungen verglichen, die auf Produktionsdaten und satellitengestützten Emissionen basieren, um einen umfassenden Überblick über die Methanemissionen zu ermöglichen.

 

Weitere Informationen:

UNEP IMEO

https://www.unep.org/resources/other-evaluation-reportsdocuments/coal-mine-methane-science-studies-road-map

Airborne Research Australia
https://www.airborneresearch.org.au/

Video der Forschungsflüge

https://vimeo.com/804498421

Institut für Umweltphysik der Universität Bremen

https://www.iup.uni-bremen.de/

 

Fragen beantworten:

Heinrich Bovensmann

Institut für Umweltphysik (IUP)

Universität Bremen

E-Mail: Heinrich.Bovensmannprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Blick von oben, aus einem Flugzeug aufgenommen, auf den Kohletagebau im Bowen Basin.
Foto eines Kohletagebaus im Bowen Basin, Queensland, Australien, aufgenommen von einem der ARA-Forschungsflugzeuge während eines Messfluges.
Eine Gruppe von zehn Personen vor zwei Forschungsflugzeugen
Wissenschaftler:innen von ARA und der Universität Bremen, Institut für Umweltphysik, vor den beiden Forschungsflugzeugen im Bowen Basin, Queensland, Australien.

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Studium

Studierende gehen am Gebäude MZH entlang. Ein junger Mann und eine junge Frau im Vordergrund lächeln in die Kamera

An der Universität Bremen studieren.

Ob der Campus der kurzen Wege, das vielseitige Studienangebot oder die grüne Fahrradstadt – ein Studium an der Universität Bremen hat viel zu bieten.

An der Universität Bremen kann aus einem vielfältigen Studienangebot gewählt werden:

  • mehr als 100 Bachelor- und Masterstudiengänge
  • das juristische Staatsexamen
  • internationale und weiterbildende Studienangebote

Profil

Die Uni Bremen zählt zu den mittelgroßen Hochschulen Deutschlands. In ihrem Leitbild legt sie insbesondere Wert auf:

Studienberatung

Für Informationen rund ums Studium gibt es folgende Anlaufstellen:

Bewerbung

Umfassende und detaillierte Informationen zur Bewerbung und Einschreibung stellen wir für folgende Bereiche zur Verfügung:

Rund um die Forschung

Reagenzgläser mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten.

Drittmittelstark

Eine besondere Stärke der Universität Bremen ist der große Erfolg bei der Einwerbung von Drittmitteln, sowohl in der Einzel- als auch in der Verbundforschung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist dabei der größte Drittmittelgeber: Neben dem Exzellenzcluster MARUM ist die Universität Bremen aktuell an sieben Sonderforschungsbereichen beteiligt, sowie an mehreren Forschergruppen und Schwerpunktprogrammen.

Zwei Personen bei der gemeinsamen Arbeit im Labor.

Talente strategisch fördern

Gezielte Nachwuchsförderung, das Heben von Potentialen und frühe Selbständigkeit sind Leitziele der Universität Bremen. In sechs DFG-Graduiertenkollegs, zahlreichen Nachwuchsgruppen und durch Doktoranden- programme in Kooperation u.a. mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen fördern wir unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Zwei Lehrende arbeiten vor Zuhörern an einem Flipchart.

Praxis und Weiterbildung

Die Universität Bremen ist ein Ort des lebenslangen Lernens. Mit unseren Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung ermöglichen wir es Ihnen, Wissen auf dem aktuellen Stand der Forschung zu erwerben. Entdecken Sie das breite Spektrum unserer Angebote und profitieren Sie von der Verbindung aus praxisorientiertem Lernen und Innovation.

Facetten der Universität Bremen

Diversität

Die Vielfalt unserer Studierenden und Mitarbeitenden ist zugleich Rahmen als auch Voraussetzung für eine hohe Qualität in Forschung und Lehre. Als Querschnittsthema und zentrales Profilmerkmal berücksichtigen wir Diversität in Lehr- und Lernformen, in der Struktur von Studienprogrammen sowie in den Inhalten von Forschung und Lehre. Auch für die Zusammensetzung von Teams und die Gestaltung von Beratungsangeboten ist uns eine Diversitätsorientierung und die Erhöhung von Chancengleichheit wichtig.

International

Internationalität ist ein strategisches Profilmerkmal der Universität Bremen. Als internationale Universität verstehen wir Internationalisierung als einen sich in alle Bereiche der Universität erstreckenden Prozess – ob in Forschung, Studium oder Verwaltung. Menschen aus mehr als 100 Nationen bereichern das Campusleben. Weltweit sind wir vernetzt und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern an wissenschaftlichen Erfolgen und globalen Herausforderungen.

Nachhaltigkeit

Die Universität Bremen setzt sich seit Jahren für eine nachhaltige Entwicklung ein. In den Bereichen Forschung, Lehre, Betrieb, Governance und Transfer gibt es zahlreiche Strukturen und Projekte, die die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen unterstützten. Hierzu zählen das ausgezeichnete Umweltmanagement (nach EMAS), die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit sowie mehrere Forschungseinrichtungen mit Nachhaltigkeitsbezug.

Kennen Sie schon...?

Auf dem Campus gibt es viel zu entdecken. Was verbirgt sich hinter den vielen Türen? Die Redaktion des Onlinemagazins up2date. der Universität Bremen hat für Neugierige angeklopft. Willkommen zur etwas anderen Campusführung.

Ein Mann vor einem Greenscreen blickt in die Kamera.

Kennen Sie schon... das ZMML?

Lernplattform, Testcenter, Online-Lehrveranstaltungen, Hörsäle mit Opencast-Technologie, Filmstudio und vieles mehr: Wo auch immer auf dem Bremer Campus digitale Lehre sichtbar wird, steckt in der Regel das ZMML dahinter. 

Mit einer Bürste geht eine behandschuhte Hand durch die Falz des Buches.

Kennen Sie schon… die Restaurierungswerkstatt der SuUB?

Zwischen Pinsel, Keilkissen und Kautschuk – die Restaurierungswerkstatt rettet historische Bücher vor dem Verfall. Willkommen zur etwas anderen Campusführung. 

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