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Chronik

Prof. Dr. Dr. Hanjo Hamann

Rechtslinguistik – eine Grundlagendisziplin im Werden?

Werkstattbericht aus dem Labor der Rechts- und Sprachwissenschaften

Mittwoch 25.05.2022, 12:00 c.t., Hörsaal H1010, Gebäude GW1

Text matters: Looking (far) beyond German

Freitag 13.05.2022, Raum GW1 B0100

International Symposium “Creole languages in diasporic contexts: language biographies and plurilingual identities“

Mehr Informationen finden Sie hier.

Fachbereich 10 – Sprach‐ und Literaturwissenschaften – Germanistik
Deutsch als Zweitsprache/Fremdsprache

(Un‐)Doing linguistic and cultural difference –
(Sprachliche) Praktiken in der Migrationsgesellschaft

Ringvorlesung im Rahmen des WoC‐Labs
„Mehrsprachigkeiten im Widerspruch – Widersprüchliche Perspektiven auf und
Kategorisierungen von Mehrsprachigkeit – Mehrsprachigkeit als Widerspruch“
Wintersemester 2021/2022
Dienstag, 18:15 – 19:45 Uhr, SFG 0150
Veranstalterin: Andrea Daase

Ausgehend von einem Verständnis von Sprache als sozialer Praxis, welches die Körperlichkeit
der Praktiken als auch die Wirkmächtigkeit von Diskursen und impliziten Wissensordnungen
einbezieht, soll in der Ringvorlesung der Frage nachgegangen werden, wie sprachliche und
kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben
oder verunmöglicht wird. Dabei sollen sowohl diverse Perspektiven wie auch Differenzen
innerhalb der Praktiken und damit Widersprüchlichkeiten in den Blick genommen werden,
welche sich aus der Kontingenz des menschlichen Lebens ergeben.
Die Ringvorlesung stellt den ersten Teil einer Ringvorlesungsreihe dar, der im Sommersemester
2022 die Veranstaltung „Perspektiven auf Theorien und aktuelle empirische Ansätze: Beiträge
der angewandten Sprachwissenschaft(en) und weiterer Disziplinen zu Fragestellungen
der Mehrsprachigkeit“, geleitet von Dr. Anna Mattfeldt, folgt. Als Abschluss der gesamten
Ringvorlesungsreihe sind eine Podiumsdiskussion zum anwendungsbezogenen Thema „Der
schulische Umgang mit sprachlicher Heterogenität“ (Diskutant*innen aus Wissenschaft,
Schulorganisation und Unterrichtskontexten) sowie ggf. eine literarische Lesung geplant.

 

Zoom‐Zugang für den Livestream:
https://uni‐bremen.zoom.us/j/96137821773?pwd=TzFmeWc5WE1uS3ZFbHMydWROUWpQUT09
Meeting‐ID: 961 3782 1773
Kenncode: 6902456866

 

Datum

Vortragende

Titel

19.10.2021

Andrea Daase

Einführung in die Ringvorlesung

  • Studienorganisatorische Absprachen: Durchführungs‐ modalitäten, Studien‐/Prüfungsleistung
  • Inhaltliche Einführung: Sprache und Sprachaneignung als soziale Praxis
 

26.10.2021

Thomas Stolz

Universität Bremen

Systemlinguistisch‐typologischer Blick auf Diversität

02.11.2021

Inke du Bois

Universität Bremen

Zwischen linguistischer Diskriminierung und Gender‐Dichotomien im urbanen Kontext – die neue Kiezsprache von jun‐ gen postmigrantischen Frauen

09.11.2021

Ingo H. Warnke

Universität Bremen

Adieu Maß des Maßes – eine linguistische Lektüre von Édouard Glissants Poetik der Vielheit

16.11.2021

Udo Ohm

Universität Bielefeld

Sprachaneignung aus pragmatistischer Perspektive. Versuch einer erfahrungstheoretischen Modellierung

23.11.2021

digital

Judith Purkarthofer

Universität Duisburg‐ Essen

Familien und Komplexitäten in ein‐/mehrsprachig imaginierten Kontexten

30.11.2021

Jeff Bale

University of Toronto

The racialized contradictions of multilingual schools in an officially bilingual Canada

07.12.2021

Anna Mattfeldt

Universität Bremen

Diskursausprägungen und Mehrsprachigkeit – kulturelle Perspektivität anhand von Diskursen um Mensch und Natur

14.12.2021

Alisha Heinemann

Universität Bremen

Warum Sprache töten kann – Diskurse mit möglicher Todesfolge

21.12.2021

Andrea Daase

Austausch‐ und Reflexionssitzung für Studierende, Fragen zu

11.01.2022

Stephanie Falkenstern

Universität Bielefeld

Widersprüche in der Beschulungspraxis. Erfahrungen der Zweitsprachaneignung migrierter Berufsschüler*innen

18.01.2022

Magdalena Knappik Bergische Universität Wuppertal/Universität

Kassel

Sprechräume erobern und Schweigen lernen. Praktiken der Sprachaneignung im Unterrichtskontext

25.01.2022

digital

Claire Kramsch

University of Berkeley

Re‐thinking linguistic and cultural diversity at the end of an American century

01.02.2022

Andrea Daase, Yasemin Karakaşoğlu, Natascha Korff Universität Bremen

Herstellung von Differenzen durch Sensibilisierung – Herausforderungen und Schnittmengen aus drei Perspektiven

Foto von Damaris Nübling

Studientag “Onomastik”

Di, 15.2.2022

Prof. Dr. Damaris Nübling (Uni Mainz)

 

Studientag:

Namen können als Seismographen gesellschaftlicher Einstellungen und Veränderungen verstanden werden. Dafür liefern Vornamen das beste Beispiel, etwa  wenn man die Rolle von Geschlecht betrachtet, die sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend verändert hat - gesellschaftlich wie onymisch (namentlich). Neben diesem Thema werden wir der deutsch-deutschen Grenze in der heutigen Vornamenlandschaft nachgehen. Bei den Familiennamen liefere ich neueste Erkenntnisse zur Ehenamenwahl: Wer übernimmt wessen Name und warum? Außerdem sollen auch namengrammatische Phänomene beleuchtet werden. Wenn bestimmte Schwerpunkte gewünscht sind, melden Sie sich bitte bis Ende Januar.

 

Werdegang:

Damaris Nübling ist Germanistin, Romanistin und Skandinavistin und hat seit 2000 die Professur für Historische Sprachwissenschaft an der JGU Mainz inne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind germanistisch-kontrastive Linguistik, Morphologie, Grammatikalisierung, Genderlinguistik und Onomastik.

 

Rezente Publikation:

Nübling, Damaris (2018): Neue Ansätze in der Namenforschung: Plädoyer für eine Gender-Onomastik. In Engelberg, Stefan/Kämper, Heidrun/Storjohann, Petra (eds.), Wortschatz: Theorie, Empirie, Dokumentation. Germanistische Sprachwissenschaft um 2020, Band 2. Berlin & Boston: De Gruyter Mouton, 127-150.)

Nicole Nau

Studientag „Baltische Sprachen”

Di, 08.2.2022

Prof. Dr. Nicole Nau (Adam Mickiewicz Universität, Poznan)

 

Studientag:

Der Studientag bietet einen Einblick in die Sprachen Lettisch, Lettgallisch und Litauisch aus heutiger Sicht, mit kleinen Rückblicken auf ihre Geschichte. In einer Kombination aus Vorlesung, Übungen und Diskussionen werden die folgenden Themen behandelt:  Strukturen baltischer Sprachen: was zeichnet sie aus, was haben sie gemeinsam und was unterscheidet sie untereinander? Herkunft und Entwicklung der baltischen Sprachen; Soziolinguistische Situation und Sprachpolitik in Lettland und Litauen; areallinguistische Perspektiven.

Aufgaben zur Vorbereitung folgen in Kürze!

 

Wissenschaftlicher Werdegang

Nicole Nau studierte in Hamburg und Kiel Allgemeine Sprachwissenschaft und die Nebenfächer Slawistik und Informatik. Promotion 1994 über Sprachkontakt und Grammatik, Habilitation 2001 über Pronomina im Lettischen. Seit 2004 Professorin an der Adam Mickiewicz Universität in Poznan.

Mehr Informationen auf meiner Homepage: http://naunicol-e.home.amu.edu.pl/

Ausgewählte Publikation

Nau, Nicole. 2021. Another ‘look!’: The Latvian particle lūk in parliamentary discourse. In: Daniël Van Olmen and Jolanta Šinkūnienė (eds.), Pragmatic markers and peripheries. Amsterdam: John Benjamins, pp. 111-140. https://doi.org/10.1075/pbns.325.04nau

Foto von Elisabeth Rieken

Studientag “Indogermanistik – was ist das”

Do., 20. Januar 2022

Prof. Dr. Elisabeth Rieken

 

Ablauf des Studientags:

In der ersten Sitzung sollen Methoden und Inhalte der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft (Indogermanistik) vorgestellt werden.

Die zweite Sitzung befasst sich der Art der Forschungsergebnisse und mit den Schnittstellen zur Allgemeinen Sprachwissenschaft.

Schließlich bietet die dritte Sitzung einige Highlights aus gerade laufenden Projekten.

 

Werdegang:

Elisabeth Rieken hat Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft und Hethitologie in Hamburg und Bochum studiert und ist nach Stationen an der FU Berlin, Cornell University (USA) und University of London nun Professorin für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Sie leitet mit Kollegen mehrere Forschungsverbundprojekte zur hethitischen Philologie und anatolischen vergleichenden Sprachwissenschaft.

 

Rezente Veröffentlichungen:

Alexandra Daues und Elisabeth  Rieken(unter Mitwirkung von Jürgen Lorenz). 2018. Das persönliche Gebet bei den Hethitern. Eine textlinguistische Untersuchung (Studien zu den Boğazköy-Texten 63). Wiesbaden: Harrassowitz.

Elisabeth Rieken. 2018. Das hethitische Partizip: Zur Schnittstelle von Syntax und Semantik. In M. Lefeuvre, Daniel Petit & G. J. Pinault (eds.), Verbal Adjectives and Participles in Indo-European Languages. Proceedings of the conference of the Society for Indo-European Studies (Indogermanische Gesellschaft), Paris 24th to 26th September (= "Adjectifs verbaux et participes dans les langues indo-européennes"), 391-403. Bremen: Hempen.

November 2021

Diskurs - multimodal

Am 18. und 19. November 2021 fand die 10. Jahrestagung des Tagungsnetzwerks 'Diskurs - interdisziplinär' als digitale Veranstaltung der Universität Bremen statt.

SoSe 2021

CODES

Im SoSe 2021 fand das Colloquium Deutsche Sprachwissenschaft (CODES) mit dem Thema Linguistik des Dissens statt.

Foto von Wolfgang Dahmen

August 2021

Studientag "Aromunisch"

Abstract: Beim Studientag „Aromunisch“ soll in drei Unterrichtsblöcken von jeweils etwa 60 – 90 Minuten ein Überblick über das auf dem Balkan verbreitete Aromunische gegeben werden.

  1. Block: Herausbildung der Balkanromania; Verbreitungsgebiet der Aromunen, Name, Sprecherzahl, externe Sprachgeschichte, heutige soziolinguistische Situation; Forschungsstand
  2. Block: Sprachliche Charakteristika des Aromunischen anhand von Textbeispielen: Phonetik/Phonologie, Morphosyntax, Lexikon; dialektale Gliederung
  3. Block: Verhältnis Aromunisch – (Dako-)Rumänisch (mit Seitenblicken auf Megleno- und Istrorumänisch); Status des Aromunischen: rumänischer Dialekt oder eigene Sprache? ; Versuche zur Verschriftung des Aromunischen; aromunische Literatur; Perspektiven in der Zukunft

Wolfgang Dahmen: Geboren 1950 in Düsseldorf. Ab 1968 Studium der Romanistik, Geographie und Geschichte an den Universitäten Köln und Nancy (Abschluss: Staatsexamen); freier Mitarbeiter beim WDR Köln, Vertretung des Rumän. Lektorats an der Universität Köln und Wiss. Mitarb. im DFG-Projekt „Aromunischer Sprachatlas“. Ab 1978 an der Universität Bamberg. 1982 Promotion, 1993 Habilitation für Rom. Sprachwiss. 1994‒2016: Prof. für Rumänistik, Jena. Dr. h.c. Cluj (2006) und Iaşi (2015).

Einführende Literatur:
Dahmen, Wolfgang: Das Aromunische – ein Dialekt des Rumänischen?, in: Mensching, Guido, et al. (eds.): Sprache – Mensch – Maschine. Beiträge zu Sprache und Sprachwissenschaft, Computerlinguistik und Informationstechnologie für Jürgen Rolshoven aus Anlass seines sechsundsechzigsten Geburtstages, Köln 2018, 43 – 56.
Dahmen, Wolfgang – Kramer, Johannes: Rumänische „Dialekte“ auf dem Balkan?, in: Ladilova, Anna, et al. (eds.): Bornistik. Sprach- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Romania und die Welt, Hamburg 2021, 293 – 305.
Kahl, Thede: Ethnizität und räumliche Verbreitung der Aromunen in Südosteuropa, Münster 1999.
Kahl, Thede – Prifti, Elton: Geschichte der Kodifizierung des Aromunischen, in: Dahmen, Wolfgang, et al. (eds.): Romanische Kleinsprachen heute, Tübingen 2016 (Romanistisches Kolloquium XXVII), 33 – 64.
Kramer, Johannes: Areallinguistik II. Aromunisch, in: Holtus, Gün­ter / Metzeltin, Michael / Schmitt, Christian (eds.): Lexikon der Ro­ma­ni­sti­schen Linguistik, vol. III, Tübingen 1989, 423 – 435.

Juli 2021

Am 09. Juli 2021 hält Dr. Marijke de Belder von der Universität einen Gastvortrag. Thema der Veranstaltung sind die unterschiedlichen Silbenstrukturen Niederländischer Nomen und Verben.

Foto von Birgit Hellwig

Juni 2021

Studientag "Vielfaltslinguistik"

24. Juni 2021

Abstract: Dieser Studientag beschäftigt sich mit dem Thema Vielfalt aus der Perspektive von Sprachsozialisierung und Spracherwerb. Kinder wachsen in unterschiedlichen soziokulturellen Umgebungen auf, wo sie eine oder mehrere der rund 7000 Sprachen der Welt erwerben. Anhand von Beispielen aus Papua-Neuguinea und anderen Teilen der Welt vermittelt der Studientag einen Einblick in die Bandbreite der Variation und ihre Herausforderungen an den Spracherwerb.

Birgit Hellwig(Institut für Linguistik, Universität zu Köln) forscht zu Spracherwerb und Sprachsozialisierung bei den Qaqet in Papua-Neuguinea. Ihr Interesse an Kindersprache entwickelte sich aus einem allgemeineren Interesse an Sprachdokumentation und Typologie, und sie hat zu verschiedenen typologisch unterschiedlichen Sprachen in Papua-Neuguinea (Qaqet), Sudan (Katla, Tabaq) und Nigeria (Goemai) gearbeitet.

Rezente Publikation:
Hellwig, Birgit & Dagmar Jung. 2020. Child-directed language – and how it informs the documentation and description of the adult language. Language Documentation and Conservation 14. 188–214.

Foto von Iwan Rees

Studientag "The Welsh language"

June 15, 2021

Abstract: This Studientag will offer a broad overview of the Welsh language in the past, present and future. Topics will therefore include the history of this Celtic language, its grammatical and phonological structures, the dialects of Welsh (including Standard Spoken Welsh), language contact in Wales and Argentina, the teaching of Welsh as a second language as well as language policy in Wales. The workshops of the Studientag will be interactive in nature and all participants will be encouraged to discuss and pose questions on the various topics.    

Dr Iwan Wyn Rees is a Lecturer and linguist working at the School of Welsh,Cardiff University in Wales. He is particularly interested in the phenomenon of dialect contact and has explored in detail the phonological transitions found in mid Wales between the two main varieties of Welsh, namely Northern Welsh and Southern Welsh. More recently, his research has focused also on the understudied variety of Welsh that is spoken in Patagonia, Argentina from a historical and synchronic perspective.

Recent publication:
Rees, I. W. 2021. Hispanicization in the Welsh settlement of Chubut Province, Argentina: some current linguistic developments. In: Perez, D. and Sippola, E. eds. Postcolonial Language Varieties in the Americas. Koloniale und Postkoloniale Linguistik / Colonial and Postcolonial Linguistics (KPL/CPL) Vol. 18. Berlin: De Gruyter, pp. 239-269.

Zugänge zu Dissens - eine Methodenwerkstatt

Am 11. und 12. Juni 2021 fand der Online-Workshop Zugänge zu Dissens - eine Methodenwerkstatt statt. Der Workshop richtete sich ausdrücklich auch an Nachwuchswissenschaftler*innen.

Logo Vielfaltslinuistik IV

IV. Vielfaltslinguistik

Vom 3. bis 5. Juni 2021 hielt das IAAS mit Unterstützung der Armerding-Stiftung (Hansa-Flex) am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst zwei (digitale) Veranstaltungen ab:

 

 

3. Juni 2021: Pre-Conference Workshop Number Categories 

4.-5. Juni 2021: 4. Vielfaltslinguistik / 4th Diversity Linguistics 

Mai 2021

LECTURE SERIES ON DIVERSITY LINGUISTICS #1

Am 25. Mai 2021 findet ein Gastvortrag mit Yaron Matras (University of Manchester) statt. Es ist der erste Vortrag der LECTURE SERIES ON DIVERSITY LINGUISTICS der Universität Bremen.