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Zukunftsfeld Mathematik

Nächster Termin

Dienstag, 29. September 2021, voraussichtlich 10:00 – 14:30 Uhr
je nach aktueller Situation im Großen Hörsaal an der Uni oder online via Zoom

Wo Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten und forschen

Universität Bremen/Scanfield

ZUKUNFTSFELD MATHEMATIK

Wo Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten und forschen

Der technische Fortschritt, der unser tägliches Leben bestimmt, ist ohne Mathematik nicht denkbar. Trotzdem ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Mathematik fast überall eine Rolle spielt. Der Bedarf an Mathematikerinnen und Mathematikern ist groß -- nicht nur wegen ihrer mathematischen Kenntnisse, sondern oft auch wegen ihrer herausragenden analytischen Fähigkeiten.

Unser Ziel ist es deshalb, interessierten Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das breite, vielfältige und zukunftsträchtige Berufsfeld der Mathematikerin und des Mathematikers zu geben.

Auch in diesem Jahr stellen wir weitere Anwendungsgebiete der Mathematik aus Industrie und Forschung vor.

Eine Veranstaltung von

Berufsfeld Mathematik

Weitere Infos...

zum Berufsfeld Mathematik finden Sie hier!

Was macht man eigentlich mit einem Mathematikstudium später mal beruflich? Wenn Sie diesem Link folgen, finden Sie persönliche Porträts von und Interviews mit Mathematiker*innen, die aufschlussreiche Einblicke in ihren Werdegang und ihre aktuellen Jobs geben.

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Die Vorträge 2020


Materialwissenschaften in Schwerelosigkeit

Materialwissenschaftler*innen beschäftigen sich mit den Zusammenhängen zwischen Herstellung, Struktur und Eigenschaften von Materialien, oft mit dem Ziel Werkstoffe mit neuen oder verbesserten Eigenschaften zu (er)finden. Am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) gibt es seit 2016 eine Arbeitsgruppe, die untersucht, wie sich die Herstellung in Schwerelosigkeit auf Materialeigenschaften auswirken kann. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Steigerung der Energieeffizienz der Materialien. Mathematische Modelle, welche die Eigenschaften in Abhängigkeit von der Struktur vorhersagen, können hierbei richtungsweisend sein und die Anzahl der nötigen Experimente stark verringern.

Magdalena Thode studierte (angewandte) Mathematik und Physik an der Universität Bremen und in den Niederlanden. Seit 2016 arbeitet und promoviert sie am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM). Sie erforscht dort, inwieweit Eigenschaften der Elektrolumineszenz von Zink-Sulfid-Materialien durch die Herstellung in Schwerelosigkeit verbessert werden können.


Mathematik in den Life Sciences

Die Technologie der bildgebenden Massenspektrometrie ermöglicht die örtliche Lokalisierung und Quantifizierung von Molekülen, wie beispielsweise Proteinen, Peptiden oder Wirkstoffen. Anwendungen findet die bildgebende Massenspektrometrie beispielsweise in der Pharmakologie zur Entwicklung neuer Medikamente und Wirkstoffe, in der medizinischen Forschung zur Erforschung neuer Therapien, in der Pathologie zur Detektion neuer krankheits-charakterisierender Biomarker und in den Materialwissenschaften zur Optimierung neuer Werkstoffe. Die riesigen Datenmengen der bildgebende Massenspektrometrie zu visualisieren, zu analysieren und zu interpretieren ist eine Herausforderung, die man mit Hilfe mathematischer Verfahren bewältigen kann.

Dennis Trede studierte Mathematik in Dresden und Bremen. Nach seinem Diplom 2007 promovierte er 2010 am Zentrum für Technomathematik der Universität Bremen im Bereich der Inversen Probleme. Seit 2010 ist er CEO des Startup SCiLS, das er zusammen mit Peter Maass und Theodore Alexandrov gegründet hat. Im Jahr 2015 wurde SCiLS mit dem Bremischen Gründerpreis ausgezeichnet und 2017 an Bruker verkauft. Seit 2019 ist Dennis Trede Direktor für Software Strategy and Business Development im Bereich Life Sciences Mass Spectrometry bei Bruker.


Was macht eine Mathematikerin in der Arktis?

Wir alle möchten gerne wissen, wie das Wetter wird, ob wir heute Abend grillen können oder nicht, ob nächstes Wochenende Freibad oder Spielenachmittag angesagt ist, usw. Und auch für das Klima würden wir gerne genauer wissen, wie es weitergeht, was macht der Klimawandel genau und was hat er für Auswirkungen? Für all diese Vorhersagen brauchen wir mathematische Modelle, mit deren Hilfe wir berechnen, wie sich das Wetter oder das Klima in der Zukunft entwickeln wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Wolken, die nicht nur oft wunderschön am Himmel aussehen, sondern auch einen großen Einfluss haben und furchtbar kompliziert sind. Sie setzen sich aus winzigen Tröpfchen zusammen, können sich zu riesigen Gebilden aufbauen und werden von großen Strömungen beeinflusst. Viele Prozesse müssen wir auch noch besser verstehen, um sie anschließend in unseren Modellen besser abbilden zu können. Dafür beobachten und simulieren wir Wolken weltweit - zum Beispiel auch in der Arktis, die im Augenblick besonders sensibel auf den Klimawandel reagiert und sich stärker erwärmt als der Rest der Welt.

Vera Schemann hat 2009 ihr Studium der Technomathematik mit dem Nebenfach Geowissenschaften an der Universität Bremen abgeschlossen. Anschließend hat sie am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg promoviert und dort angefangen sich mit der Modellierung von Wolken und ihrer Darstellung in Klimamodellen zu beschäftigen. Seit 2015 arbeitet sie am Institut für Geophysik und Meteorologie an der Universität zu Köln. Die Wolken haben sie nicht mehr losgelassen und so versucht sie noch immer diese besser zu verstehen und die entscheidenden Prozesse in mathematischen Modellen abzubilden.



Meet the Expert

Neben drei Vorträgen mit moderiertem Diskussions- und Fragenteil gibt es die Möglichkeit, in kleinen Gruppen direkt mit den Vortragenden und weiteren Wissenschaftlern und Experten ins Gespräch zu kommen.

Mehr Informationen zu den Menschen hinter dem Zukunfsfeld Mathemathik finden sie hier.