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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2018

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) mit dem Unterrichtsfach Deutsch (alle Varianten)

Voranmeldungen zu den Lehrveranstaltungen verpflichtend!

Studierende des Faches Germanistik/Deutsch/Deutsch als Zweitsprache muessen sich zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen verbindlich und rechtzeitig voranmelden!

Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Es wird also eine Voranmeldung fuer Lehrveranstaltungen in sämtlichen Studiengaengen (Bachelor, Master und Master of Education) erwartet.

Diese Anmeldung geschieht ueber Stud.IP!

Sie tragen sich fuer die gewaehlte Veranstaltung ein. Angemeldet und in die Veranstaltung aufgenommen sind Sie aber erst dann, wenn Sie von der/dem Lehrenden auf demselben Weg eine Bestaetigung erhalten haben. Die Veranstaltungen fuer das jeweils folgende Wintersemester werden am 30. Juli, die fuer das nachfolgende Sommersemester am 15. Januar in Stud.IP freigeschaltet.

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn

Erlaeuterungen

Dieses Voranmeldeverfahren dient der Orientierung der Lehrenden wie der Studierenden gleichermassen – insbesondere durch fruehzeitige Klaerung der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen.
Die Studierenden sollen nach Moeglichkeit an der von Ihnen gewuenschten Veranstaltung teilnehmen koennen. In Ausnahmefaellen kann es allerdings notwendig werden, auf eine andere Veranstaltung auszuweichen, fuer die dann (nach der Anmeldefrist) noch weitere Studierende aufgenommen werden. Achten Sie bitte auf entsprechende „News“ oder Hinweise.
Sonderregelung: Bestimmte Veranstaltungen sind jedoch aus technischen oder organisatorischen Gruenden in der Teilnehmerzahl begrenzt. Dies wird in der Veranstaltungsankuendigung bzw. in Stud.IP auch so erlaeutert – fuer gewoehnlich in Verbindung mit der Nennung eines Auswahlkriteriums.


Anmeldeverfahren fuer Erasmus-Studierende:

Studierende, die im Rahmen des Erasmus-Programms Veranstaltungen aus dem Studiengang Germanistik/Deutsch besuchen moechten, muessen sich zu den jeweiligen Lehrveranstaltungen bei den zustaendigen Dozenten per Mail anmelden. Die Mailadressen finden sich hier:
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/personal/default.aspx
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
xxx

Kurs
N. N.

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

FD3 Planung und Reflexion schulischer Praxis im Fach Deutsch Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 3

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-FD3-1Planung und Analyse von Deutschunterricht - Begleitveranstaltung zum Praxissemester (a)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mo 16:00 - 17:30 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-2Planung und Analyse von Deutschunterricht - Begleitveranstaltung zum Praxissemester (b)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mo 16:00 - 17:30 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-3Planung und Analyse von Deutschunterricht - Begleitveranstaltung zum Praxissemester (c)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mo 16:15 - 17:45 SFG 2020 (2 SWS) Seminar
Dr. Lisa Schüler
10-M79-FD3-4Planung und Analyse von Deutschunterricht - Begleitveranstaltung zum Praxissemester (d)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 06.04.18 14:00 - 17:00
Fr 20.04.18 14:00 - 17:00
Fr 04.05.18 14:00 - 16:00
Fr 18.05.18 14:00 - 16:00
Fr 01.06.18 14:00 - 16:00
Fr 15.06.18 14:00 - 16:00
Ruth Beckmann (LB, LIS)
10-M79-FD3-5Planung und Analyse von Deutschunterricht - Begleitveranstaltung zum Praxissemester (e)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mo 16:15 - 17:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS) Seminar
Berthold Seidel (LB, LIS)

Masterabschlussmodul (Fachdidaktik Deutsch) Pflichtmodul / Abschlussmodul 21 CP

Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-AbschlusskolloquiumMasterkolloquium M.Ed.

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2080 (2 SWS)

Die Veranstaltung setzt die Vorbereitung der empirischen Untersuchungen im Forschungsbezogenen Schulpraktikum fort und bietet vielfältige Gelegenheit, eigene Überlegungen rund um die Erstellung der Masterthesis zu eruieren.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: 'Gegenwartsliteratur' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul "A13 Literaturwissenschaft: Projekt 'Gegenwartsliteratur' " findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A13-1Zeitgeschichte und literarisches Werk bei Alexander Kluge

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 A0160 (2 SWS) Seminar

Am literarischen Werk Alexander Kluges zeigt sich im Umkehrschluss, dass die Formen des klassischen Erzählens offenbar nicht die Formen sind, in denen sich (Zeit-)Geschichte abspielt. Wir wollen uns daher im Seminar fragen, warum Kluge so erzählt, wie er erzählt ‒ einerseits bemüht um Authentizität und soziologische Präzision, andererseits satirisch verzerrt und nicht linear (vielleicht fragmentarisch oder kaleidoskopisch). Könnte das vielleicht, so die Vermutung, mit einer spezifischen Zeiterfahrung der ausgehenden Moderne und beginnenden Postmoderne zu tun haben? Seit den frühen Büchern, seien es die „Lebensläufe“ (1962) oder „Der Untergang der 6. Armee“ (1964) bis hin zu „Neue Geschichten. Hefte 1‒18“ (1977) geht es Kluge in irgendeiner Form immer um die sinnliche Wahrnehmung von Zeiterfahrung, d.h. wie erleben Subjekte in ihrer konkreten Alltagswirklichkeit das, was uns in der geschichtlichen Theorie in Form mehr oder minder gleichförmiger, kontinuierlicher Periodisierungen (2. Weltkrieg, Nachkriegszeit usw.) begegnet. Als zentraler Ansatzpunkt soll uns dabei die These von Günter Anders dienen, dass „der Gefühlswandel ungleich langsamer vor sich geht als die Weltveränderung; weil der Mensch als fühlender hinter sich zurückbleibt“ (Anders 1968).

Ein Seminarplan + Literaturliste wird kurz vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-4-A13-2Erzählungen zeitgenössischer Autorinnen und Autoren

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 A0160 (2 SWS) Seminar

Dieses Seminar im Projekt "Gegenwartsliteratur" (A13) bietet einen Einblick in das Werk zeitgenössischer Autorinnen und Autoren. Ausgewählte Texte von Terézia Mora, Clemens J. Setz, Saša Stanišić, Clemens Meyer und Marica Bodrožić sollen gemeinsam analysiert und interpretiert werden. So können Sie Ihre Fähigkeit zur Erzähltextanalyse vertiefen und sich gleichzeitig mit aktuellen literarischen Entwicklungen vertraut machen. Neben den genannten Autorinnen und Autoren besteht die Möglichkeit, Erzählungen von beispielsweise Ulrike Draesner, Reinhard Jirgl, Hans-Ulrich Treichel oder Judith Hermann zu diskutieren und einander kritisch gegenüber zu stellen. Auf diese Weise können die jeweiligen Eigenheiten und stilistischen Feinheiten zum Ausdruck kommen. Es soll herausgearbeitet werden, inwiefern gegenwärtige gesellschaftliche und soziale Themen in die ausgewählten Erzählungen Eingang finden, gegebenenfalls mit dem Anliegen zurück zu wirken auf die Wahrnehmungsperspektive der Leser. Im Zentrum des Seminars steht der Versuch zu beobachten, wie zeitgenössische Autorinnen und Autoren seismographisch auf aktuelle Lebenswelten reagieren und so Verfasstheiten verdeutlichen, die ansonsten unklar oder vage bleiben.
Die genaue Literaturliste und weitere Informationen zum Seminar finden Sie ab März auf Stud.IP.
Bitte beachten Sie, dass die ausgewählten Erzählungen im Semesterapparat (SuUB, Ebene 3) zu finden sind. Bitte kopieren - und lesen - Sie diese Texte rechtzeitig, so dass wir im Seminar darüber diskutieren können.

Ina Düking (LB)
10-79-4-A13-3Traditionalismus und Konservatismus in der Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 0150 GW1 A0150 (2 SWS) Seminar
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-4-A13-4Zwischen Ultraromantik und Anmaßung – Das Berliner Literaturkollektiv 'Rich Kids of Literature' und seine AutorInnen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS)
Stefanie Jakobi

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A14-1Tristan intermedial

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 2060 (2 SWS) Seminar

Gibt es eine absolute Liebe? Rechtfertigt sie alles? Beruht sie auf Magie und gibt es eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren? Verschiedene literarische Erzähltexte, Lieder und Abbildungen seit dem Mittelalter setzen sich mit der ehebrecherischen Tristanliebe auseinander. Ihr künstlerischher Höhepunkt ist Gottfrieds von Straßburg 'Tristanroman' (um 1205/10), der seine Hörer_innen und Leser_innen schon seit Jahrhunderten im Bann hält. An diesem herausragenden Beispiel hochmittelalterlicher Dichtung, aber auch an anderen Tristanwerken (Romanen, Kurzerzählungen, Liedern, Abbildungen, ggf. Wagners Oper) werden wir Themen wie Rittertum und Künstlertum, Selbstverlust, Tod und vor allem Liebeskonzeptionen jenseits des gesellschaftlich Erlaubten diskutieren.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-II1c-1Achill, Roland, Siegfried. Heldenmythen der Vormoderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Das Seminar behandelt vormoderne Figurationen von Heldentum und kriegerischer Männlichkeit (mit einem Ausblick auf ihre moderne Rezeption). Im Zentrum stehen Achill (bei Homer und in der mittelalterlichen Trojatradition), Roland (in der 'Chanson de Roland' und ihrer mittelhochdeutschen Bearbeitung durch den Pfaffen Konrad), Siegfried (im 'Nibelungenlied' und in Beispielen der Nibelungenrezeption). Alle drei vertreten den Typus des selbstmächtigen, exorbitanten, rücksichtslos gewaltbereiten und ruhmgierigen Helden. Diskutiert werden sollen Merkmale und Probleme dieses Heldentyps sowie Konstanten und Varianten der Heldenkonzeptionen in unterschiedlichen Texten.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich im März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle, die CPs erwerben wollen): regelmäßige, aktive Mitarbeit und Kurzreferat oder Mitwirkung bei einem Gruppenreferat

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls): große Hausarbeit in MA II1c (in einem von drei Modulen der Spezialisierungsphase auch mündliche Prüfung möglich); mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit in BA/MEd A14; Hausarbeit im Profilmodul Literatur des TnL

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

A16 Deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Die Lehrveranstaltungen, typischer Weise Seminare, entstammen dem Spezialisie-
rungsbereich „Neuere deutsche Literatur und Ästhetik“ des Master Germanistik.
Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-II2a-1Jan Wagner: Lyrik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B2890 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

Seminar: Jan Wagner: Lyrik (VAK 10-M79-II2a-1)
Mastermodul II2a: Texte und Kontexte
2 SWS, Do 16:15 – 17:45, Raum: GW2 A4020
Jan Wagner erhielt 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse und 2017 den Georg Büchner-Preis. Solche öffentliche Wertschätzung polarisiert. In kritischer Reaktion hat es geheißen, die Voraussetzung dafür sei eine zu geringe Widerständigkeit seiner Gedichte, die den Verkaufserfolg garantiere. Diese Lyrik sei positionslos und dann auch noch traditionslastig. Sie funktioniere „im großen Germanistenland als Schutz vor der Gegenwart“ – Wertungsgerangel schon mehr des Medien- als des Literaturbetriebs, hype and bashing. Wir, die Bewohner des Germanistenlandes setzen demgegenüber auf textanalytische Konzentration. Jede Sitzung widmet sich einem, bestenfalls zwei Texten aus der jüngst erschienenen Werkauswahl „Selbstporträt mit Bienenschwarm“. Dabei geht es im Einzelnen immer auch um das Ganze. Zu fragen ist: Wie perspektiviert sich Wagners Lyrik? Mit welchen Konsequenzen stellt sie sich der Überlieferung? Wie steht es um die eigene Diktion in der Vielstimmigkeit der Postmoderne und damit um die Möglichkeit eines ‚Werks‘? Und was bedeutet es (um einen weiteren Vorwurf zu bemühen), wenn jemand neuerdings wieder Naturlyrik schreibt, und zwar mit Erfolg?
Am Donnerstag, den 14.6., 19. Uhr wird Jan Wagner in Bremen lesen (swb-Kundencenter Bremen, Sögestr./ Am Wall, 1. Etage). Die Lesung ersetzt die Seminarsitzung an diesem Tag.
Textgrundlage: Jan Wagner: Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte. 2. Auf. Berlin 2017.
Zur Einführung: Jan Wagner. Hg. von Frieder von Ammon. (Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur 210). März 2016.

Prof. Dr. Thomas Althaus
10-M79-II2a-2Uwe Johnson: Jahrestage

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1580 (2 SWS) Seminar

Uwe Johnson gehört zu den herausragenden deutschen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen Werk auch international vielfältig vernetzt ist: sein Schreiben ist an William Faulkner geschult; es gibt Affinitäten zum Nouveau Roman; sein Hauptwerk „Jahrestage“ tritt in Konkurrenz zu Marcel Proust; als New York-Roman steht es neben John Dos Passos’ „Manhattan Transfer“.
Neben diese weltliterarischen Bezüge tritt die Konstruktion seiner „Jahrestage“: Johnson geht den scheinbaren Umweg über die Gegenwart der Jahre 1967/68 in New York, über die interkulturelle Konstellation, um die Vergangenheit des Nationalsozialismus in Deutschland und die frühen Jahre der DDR beschreiben zu können. Was leistet dieser Ausflug in die Interkulturalität für die Auseinandersetzung mit der spezifisch deutschen Vergangenheit?
Die Lektüre der kompletten vierbändigen „Jahrestage“ (in der Ausgabe als suhrkamp taschenbuch 1703 Seiten) vor Seminarbeginn ist nicht vorausgesetzt. Erwartet wird aber die kontinuierliche Lektüre während des Semesters.
Sehr empfehlenswert: Johnsons „Jahrestage“. Der Kommentar. Herausgegeben von Holger Helbig, Klaus Kokol, Irmgard Müller, Dietrich Spaeth und Ulrich Fries. Online unter: http://www.philfak.uni-rostock.de/institut/igerman/johnson/johnkomm/kontakt.html
Zur Anschaffung empfohlen: Uwe Johnson: Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl. Bd. 1-4. Berlin 2013 (suhrkamp taschenbuch

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-II2b-1Die Rezeption der deutschen Romantik in der DDR-Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

In der politisch geprägten offiziellen Literaturgeschichtsschreibung der DDR wurde die Litera-tur der deutschen Romantik recht schematisch als bürgerliche Phantasterei abgelehnt. Dennoch hat sich in der DDR-Literatur besonders in den 1970er Jahren eine relativ breite Auseinandersetzung mit dieser Literatur entwickelt. Viele Texte entstehen im Umfeld der Biermannausbürgerung 1976. Das Seminar soll besonders zwei Aspekten dieser literarischen Aktualisierung der Romantik nachgehen, einerseits sollen die historischen Transformationen, teils auch Neukonstruktionen der romantischen Texte durch die in der DDR entstandenen Literatur diskutiert werden, dazu sollen Ausschnitte der Prätexte mit ihren Aktualisierungen in Beziehung gesetzt werden. In einem zweiten Schritt soll gefragt werden, warum gerade diese Themen und Texte der Romantik gewählt werden und in welche Debatten sich die DDR-Literatur damit stellt.
Zentrale Ansatzpunkte für beide Fragen liefern Franz Fühmanns ETA-Hoffmann-Essays, die Arbeit mit ihnen soll die Seminararbeit eröffnen. Vor diesem Hintergrund sollen weitere Aspekte diskutiert werden, darunter der Feminismus u.a. anhand von Christa Wolfs „Kein Ort nirgends“ unter Rückgriff auf Texte von Karoline von Günderode, Heinrich von Kleist und anderen. Wolfgang Hilbigs Auseinandersetzungen mit Novalis „Hymnen an die Nacht“ – einem von der DDR Literatur-geschichte außerordentlich heftig kritisierten Werk – bildet einen weiteren Schwerpunkt sowie Hei-ner Müllers Auseinandersetzung mit dem Preußen Kleists in „Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei“. Vergleichend sollen auch Gedichte von Hilbig, Bobrowski und Braun analysiert werden, die Friedrich Hölderlins Werke zum Thema machen.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-M79-II2c-1Fake - Literarische Fälschungen von Ossian bis Juli Zeh

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 Externer Ort: GW2 A 3770 (2 SWS) Seminar

Das Seminar findet im GW2, A3770 statt.

In den Zeiten von Fake News und ‚alternativer Fakten‘ sollte sich ein Blick darauf lohnen, dass es auch in der Literatur, in der das Verhältnis von Fiktionalität und Faktualität immer eine Rolle spielt, Fälle von Fälschung gegeben hat: Literarische Texte werden anderen, nicht existenten VerfasserInnen zugeschrieben, deren (ebenfalls fiktive) Biographie besondere Authentizität verspricht.
Die Reihe der im Seminar zu betrachtenden Beispiele reicht von der Erfindung eines altgälischen Epos, das der Schotte James Macpherson angeblich ins Englische übersetzt haben wollte (ohne dass ein Original existierte), worüber Herder, Goethe und viele andere Zeitgenossen in Verzückung gerieten, über die angebliche Holocaust-Autobiographie eines Autors, der die Schweiz nie verlassen hatte, bis zur Publikation eines Ratgebers (http://www.manfred-gortz.de/index.htm), aus dem Juli Zeh in ihrem Bestseller Unterleuten zitiert, der tatsächlich aber von der Autorin selbst verfasst wurde.
Aufschlussreich sind aber auch Fälle von ‚unernster‘ Fälschung, in denen das Verhältnis von Fiktionalität und Faktizität reflektiert wird: Max Aub erfindet den kubistischen Maler Jusep Torres Campalans und stattet ihn nicht nur mit einer Biographie aus, sondern schreibt ihm auch noch Bilder zu, die er selbst gemalt hat. Wolfgang Hildesheimer schreibt die Biographie eines englischen Kunsthistorikers, den es nie gegeben hat, und zitiert dabei Äußerungen über diesen von Goethe, Schopenhauer und vielen anderen.
Lit.: Anne-Kathrin Reulecke (Hg.): Fälschungen. Zu Autorschaft und Beweis in Wissenschaften und Künsten. Frankfurt/M. 2006; dsb.: Anne-Kathrin Reulecke: Täuschend, ähnlich. Fälschung und Plagiat als Figuren des Wissens in Literatur und Wissenschaften. Eine philologisch-kulturwissenschaftliche Studie. München 2016.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-II2c-2Metanarration. Zur Inszenierung und Reflexion von Erzählen in literarischen Erzähltexten
Metanarration. On Narratives Reflecting Narration

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Dieses Seminar im Master-Modul II2c (Ästhetik und Literarizität), das auch im Modul A16 (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, vertieft) des M.Ed. und im Profilmodul Literatur des MA Transnationale Literaturwissenschaft angeboten wird, beschäftigt sich mit metanarrativen Phänomenen und Erzähltexten (die im englischen Sprachraum gelegentlich auch als "metafiction" bezeichnet werden).

Erzähltexte erzählen Geschichten, fiktionale Erzähltexte erzählen fiktive Geschichten. Und einige, wenn nicht viele literarische fiktionale Erzähltexte thematisieren implizit oder explizit ihr eigenes Erzählen, durch Kommentare des (auktorialen) Erzählers etwa, dadurch, dass der Erzähler auch von seiner eigenen Erzählsituation erzählt, oder durch Schachtelungen der Erzählebenen, so dass eine erzählte Figur der ersten Ebene selbst eine Geschichte erzählt, die somit auf einer zweiten Ebene liegt. Diese Unterscheidung der Ebenen wiederum kann (als paradoxe Metalepse) von Erzähltexten systematisch unterlaufen werden, so dass wiederum das Erzählen selbst thematisch wird.

Das Seminar hat also eine theoretische, genauer: erzähl- und fiktionstheoretische Dimension einerseits, eine gegenstandsbezogene andererseits, nämlich die fiktionaler Erzähltexte mit ihren metanarrativen Erzählstrategien. Letztere werden im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen, ggf. in Verbindung mit Fragen zur Funktionalität oder zur Literaturgeschichte der Metanarration.

Einen detaillierten Seminarplan einschließlich einer vollständigen Liste der ausgewählten Textgegenstände werde ich im Laufe der Semesterferien (bis spätestens Mitte März) in Stud.IP bekannt geben.

Im Modul II2c (MA Germanistik) ist eine große Hausarbeit als Prüfungsform vorgesehen, u. U. aber auch eine mündliche Prüfung möglich. Im Modul A16 (M.Ed.) sind eine kleine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung als Prüfungsformen vorgesehen, im Profilmodul Literatur (MA TnL) allein die große Hausarbeit.

Dr. Uwe Spörl

A17 Ältere deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-II1a-2Diskurse über Kindheit und Erziehung in mittelalterlicher Erzählliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 2070 (2 SWS) Seminar

Das Seminar behandelt Jugendgeschichten in ausgewählten mittelalterlichen Erzähltexten vor dem Hintergrund zeitgenössischer anthropologischer und pädagogischer Diskurse über den Stellenwert von ‚Natur‘ und Erziehung für das Werden des (in den Romanen zumeist adligen, männlichen) Menschen. Im Zentrum stehen die Kindheit und/oder Erziehung von Alexander dem Großen (in den Alexanderromanen des Pfaffen Lambrecht und Rudolfs von Ems), Gregorius (bei Hartmann von Aue), Parzival (bei Chrétien de Troyes und Wolfram von Eschenbach), Tristan (bei Gottfried von Straßburg), Achill (bei Konrad von Würzburg) und Lancelot (im Lancelot-Gral-Prosaroman). Dabei geht es um die Besonderheiten dieser Erziehungsnarrative im Vergleich mit der Didaxe der Zeit, aber auch um den Stellenwert ganz unterschiedlich modellierter Kindheitsgeschichten für das Werden der ‚besonderen‘ Helden.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich im März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle, die CPs erwerben wollen): regelmäßige, aktive Mitarbeit und Kurzreferat

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls): große Hausarbeit in MA II1a (in einem von drei Modulen der Spezialisierungsphase auch mündliche Prüfung möglich); kleine Hausarbeit in MEd A17

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-II1c-2Mittelalter und Populärkultur. Zur aktuellen Wahrnehmung einer historischen Epoche

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B1630 (2 SWS) Seminar
Dr. Jana Jürgs

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-B11-1Sprachgeschichte des 19. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1030 (2 SWS) Seminar
Dr. Ute Siewerts
10-79-4-B11-2Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SFG 2010 (2 SWS) Seminar
Dr. Ute Siewerts
10-M79-II1b-2Mehrsprachigkeit im Mittelalter mit Bezügen zur Neuzeit

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SFG 2080 GW1-HS H1000 (2 SWS) Seminar
Dr. Ute Siewerts

B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit ab. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-II3a-1Verbale Gewalt und Ethik des Diskurses
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 AIB 0010 (2 SWS) Seminar

In öffentlichen Debatten werden eine zunehmende Verrohung der kommunikativen Umgangsformen und eine wachsende Bereitschaft zu verbal gewaltvollen Diskurspositionen beklagt, wobei vor allem auf so genannte soziale Medien verwiesen wird. Im Seminar wird daher die Frage gestellt, ob das Internet tatsächlich vertraute Anstandsregeln aufbricht und ob darüber hinaus Formen verbaler Gewalt öffentliche Diskurse wirklich zunehmend prägen. Bezugspunkt dieses Interesses ist die übergeordnete Frage, ob Linguistik sich in ihren angewandten Dimensionen auch mit ethischen Fragen zu befassen hat, und welche metaethischen Grundlagen dabei für die sprachwissenschaftliche Arbeit umsetzbar sind.

In die einschlägige Literatur wird zu Beginn des Seminars eingeführt. Zur Vorbereitung sei empfohlen:
Pauer-Studer, Herlinde. 2010. Einführung in die Ethik. 2. Auflage. Wien: Facultas.

Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-II3a-2Grammatische Textanalyse
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

Inhalt des Seminars ist die vertiefte Beschäftigung mit einer funktionalen Grammatiktheorie zur Syntax des Deutschen, der "Grammatischen Textanalyse" nach Vilmos Ágel (2017). In einem anwendungsorientierten Zugriff auf diesen deskriptiven Ansatz werden die theoretischen Konzepte (insbes. Text-, Satz- und Wortgruppenglieder) diskutiert und in praktischen Text- und Satzanalysen erprobt und eingeübt.

Das dem Seminar zu Grunde liegende Buch steht vollständig als Ebook über das Campus-WLAN der Universität Bremen zur Verfügung unter: http://dx.doi.org/10.1515/9783110409796

Voraussetzung zur Teilnahme sind sehr gute Grundkenntnisse der deutschen Grammatik, insbesondere im Bereich der Syntax.

Dr. Daniel Schmidt-Brücken
10-M79-II3b-1Schweigen - Stille - Tabu
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 A4330 (2 SWS) Seminar

Versteht man Linguistik als Wissenschaft von der Sprache, scheint eine linguistische Beschäftigung mit Schweigen ausgeschlossen zu sein, zumindest dann, wenn man Schweigen als Abwesenheit von Sprache begreift. Interessanterweise ist das Schweigen aber nicht nur unter einem solchen Gesichtspunkt der Abwesenheit zu betrachten, was schon der Ausdruck ‚beredtes Schweigen’ zeigt. Schweigen kann Sprache gliedern, Schweigen kann bedeutungsvoll sein, etwa Zustimmung oder Ablehnung vermitteln, und darüber hinaus semantisch vielfältig aufgeladen sein. Das Seminar soll phänomenorientiert das kommunikative Feld des Schweigens vermessen und theoretisch fassen. Dabei soll auch eine Abgrenzung zum Phänomen der Stille erfolgen und es sollen Formen der Tabuisierung als Gegenstand einer Linguistik des Schweigens diskutiert werden. Nicht zuletzt wird es dabei um postkoloniale Perspektiven auf das sogenannte ‚Silencing’ gehen.

In die einschlägige Literatur wird zu Beginn des Seminars eingeführt.

Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-II3b-2Sprachliche Empathiemanifestation
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS) Seminar
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-M79-II3c-1Sprache in kolonialen Machtordnungen
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 13.04.18 14:00 - 16:00
Fr 20.04.18 14:00 - 20:00 SH D1020
Sa 21.04.18 08:00 - 15:00 SH D1020
Fr 04.05.18 14:00 - 20:00 SuUB 4320 (Studio II Medienraum )
Sa 05.05.18 08:00 - 15:00 SFG 1020
Fr 18.05.18 14:00 - 16:00 SH D1020

Die Strukturierung eines hierarchischen Systems kolonialer Ordnung ist nicht nur gebunden an die faktische Machtexpansion vor allem europäischer Akteure, sondern schließt sprachliche Praktiken, Bewertungen von Sprachen und Diskurse über den Kolonialismus ein. Im Seminar werden im Rahmen der Ansätze der so genannten ‚Postcolonial Language Studies’ unterschiedliche Arbeiten zur Herausbildung von Kolonialität als Ideologie, zu Sprache als Werkzeug der Kolonisierung und über Sprache(n) als Mittel der Umsetzung kolonialer Ideologie vorgestellt. Das Seminar gibt insofern einen Überblick zu gegenwärtig diskutierten Positionen einer am Kolonialismus interessierten Linguistik. Die möglichen Themen reichen dabei von soziolinguistischen Arbeiten der Sprachideologieforschung, über die Grammatikographie und Wissenschaftsgeschichte bis zu Fragen der Korpuslinguistik und der Ortsnamenkunde. Eine Schwerpunktsetzung erfolgt in gemeinsamer Diskussion.

In die einschlägige Literatur wird zu Beginn des Seminars eingeführt. Zur Vorbereitung sei empfohlen:
Stolz, Thomas, Ingo H. Warnke & Daniel Schmidt–Brücken (eds.). 2016. Sprache und Kolonialismus. Eine interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten. Berlin, Boston: de Gruyter.

Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-II3c-2Metapherntheorien und -analysen
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SFG 2040 (2 SWS) Seminar

Metaphern sind diejenigen sprachlichen Mittel, die dafür eingesetzt werden, um Schwieriges leicht verständlich zu machen, um Kompliziertes zu vereinfachen, um Abstraktes konkret auszudrücken. Ebenso dienen Metaphern dazu sich über gesellschaftlich relevante Themen auf eine ganz bestimmte Art auszutauschen, die wiederum viel darüber verrät, wie über diese problematischen, kontroversen, brisanten Dinge und Sachverhalte gedacht wird, wie sie verstanden, also wissensbezogen eingeordnet und gerahmt, wie sie zudem bewertet, affektiv aufgeladen werden und auch wie sie gelöst, verarbeitet werden sollen. Metaphern sind demnach nicht einfach nur rhetorischer Schmuck in der Form bildhafter Vergleiche, sondern sie sind die Versprachlichungen hochkomplexer, teils sehr kreativer Denkprozesse. Entsprechend gelten Metaphern – hier zuvorderst als sprachliche Phänomene aufgefasst und folglich primär dem Arbeitsbereich der Linguistik zuzuordnen – in verschiedenen Wissenschaften als faszinierende und vielfältig aufschlussreiche Gegenstände, nicht zuletzt in der Philosophie, der Literaturwissenschaft, der Psychologie und der Semiotik.
Das Masterseminar wird zwei Ziele verfolgen: Im ersten Teil der Lehrveranstaltung sollen verschiedene wichtige Perspektiven auf das Gesamtphänomen der Metapher theoretisch erörtert und diskutiert werden. Hier können – je nach Interesse der Studierenden – interdisziplinäre Zugänge miteinbezogen werden. Eine spezifische Analysemethodik, die in kritischer Anlehnung an die CMT (Conceptual Metaphor Theory) eher diskursanalytisch und emotionslinguistisch ausgerichtet ist (vgl. Skirl/Schwarz-Friesel 2007, Schwarz-Friesel/Kromminga 2014), wird ausführlich vorgestellt werden.
Der zweite Abschnitt der Lehrveranstaltung soll dann forschungspraktischer orientiert sein. Die Studierende sollen unter Anleitung und nach vorheriger Instruktion selbständige empirische Analysen durchführen, deren thematische Ausrichtungen gemeinsam im Seminarplenum abgestimmt werden können. Es ist zudem vorgesehen, die entstehenden Metaphernanalysen anschließend in einem geeigneten Rahmen zu veröffentlichen, so dass motivierten und engagierten Studierenden eine Möglichkeit zur wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt werden kann. Alle weiteren Informationen hierzu und wichtige organisatorische Absprachen folgen in den ersten Seminarsitzungen.

Jan-Henning Kromminga

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul Niederdeutsche Sprache, Kultur und Literatur wird jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten. Aus dem Angebot (Seminare, Vorlesungen und Lektuerekurse) sind die Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass sie mindestens vier SWS umfassen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-C-1Die Regional- und Minderheitensprachen in Deutschland und Europa

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 15.06.18 - Sa 16.06.18 (Fr, Sa) 12:00 - 17:00 GW1-HS H1010
Fr 22.06.18 - Sa 23.06.18 (Fr, Sa) 12:00 - 17:00 GW1-HS H1010
Reinhard Goltz (Mentorat)

D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/ DaF) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de.

Das Modul "D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten), einer muendlichen Pruefung oder mittleren Hausarbeit ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-D2-1Lehrwerkanalyse und Materialentwicklung für den sprachsensiblen Fachunterricht in der Grundschule und Sek. I

Seminar

Einzeltermine:
Mo 24.09.18 - Fr 28.09.18 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 08:30 - 14:30 GW2 B3770

Worauf muss ich achten, wenn ich ein passendes Lehrwerk für eine sprachlich heterogene Lerngruppe suche? Was steckt hinter häufig zitierten Prinzipen wie „Handlungsorientierung“, „Lernerorientierung“ oder „Interaktivierung“? Und wie kann ich das Interesse meiner Schülerinnen und Schüler für neue Medien auch für DaZ-relevante Aktivitäten nutzen? In dieser Veranstaltung setzen wir uns stark praxisorientiert mit Materialien und Vorgehensweisen für den sprachsensiblen Unterricht auseinander und drehen hierzu eigene Podcasts. Vorkenntnisse über die Produktionen von Filmen oder eine besondere technische Affinität sind nicht erforderlich.

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-2Sprachdiagnostik und Fördermethoden in der mehrsprachigen Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B3770 (2 SWS) Seminar

Eine gelungene Sprachförderung in der Schule setzt häufig eine aussagekräftige Diagnostik voraus. In dieser Veranstaltung setzen wir daher zwei Schwerpunkte: Zunächst diskutieren wir kritisch die in Bremen gängigen sprachdiagnostischen Verfahren wie z.B. Cito, C-Test, LiSe-DaZ und probieren diese im Seminarraum aus. Anschließend lernen wir Sprachförderaktivitäten kennen, die auf sprachwissenschaftlichen Grundlagen beruhen und an mögliche Ergebnisse aus der Diagnostik anschließen könnten. Diese Veranstaltung weist einen deutlichen Praxisbezug auf und hat stets die spätere Lehrtätigkeit im Blick.

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-3Bewertung von Sprachprodukten in der Grundschule aus Lehrer- und Forscherperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1080 (2 SWS) Seminar

Was macht einen guten Aufsatz aus? Wann bin ich als Lehrperson mit einer mündlichen Äußerung zufrieden? In dieser Veranstaltung wollen wir sprachliche Produkte von Schülerinnen und Schülern näher untersuchen und dabei Kriterien kennenlernen, die ein transparentes Bewerten erlauben. Die Potenziale und Probleme ausgewählter sprachdiagnostischer und -bewertender Verfahren werden dabei aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Das Seminar schließt mit einer kleinen Forschungsstudie, in denen selbstgewählte Inhalte aus der Veranstaltung vertieft werden können.

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-4Sprachdiagnostik: (Leistungs-) Bewertung von Sprachprodukten aus Forscher- und Lehrerperspektive (Sek. I und II)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SH D1020 (2 SWS) Seminar

Im Rahmen dieses Seminars ist eine Auseinandersetzung mit der Beschreibung und Bewertung von sprachlichen Produkten von SchülerInnen in der Sekundarstufe I und II (Fokus DaZ) vorgesehen, wobei unter sprachlichen Produkten sowohl Schreibprodukte als auch mündliche Äußerungen verstanden werden können. Ziel des Seminars ist die Erarbeitung von Potentialen und Problemen sprachdiagnostischer und -bewertender Verfahren aus Forscher- und Lehrerperspektive. Hierbei werden einzelne exemplarische Diagnoseinstrumente aufbereitet und analysiert.
Im Rahmen einer Prüfungsleistung (mittleren Hausarbeit) können die besprochenen Instrumente anschließend selbstständig eingesetzt und ihr Einsatz und ihre Interpretation kritisch reflektiert werden.

Dieser Kurs ist nicht für Grundschullehramt geeignet.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-2-D2-5Bilingualität und Bildung (Sek. I und II)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS) Seminar

Ein Großteil der Bremer SchülerInnen wächst mit Deutsch als Zweitsprache, also bilingual, auf. Deutsche Schulen handeln jedoch weitgehend in einem „monolingualen Habitus“ (Gogolin 1994), der der Mehrsprachigkeit ihrer SchülerInnen entgegensteht. Das Seminar betrachtet sowohl die individuelle Perspektive mehrsprachiger SchülerInnen, deren Voraussetzungen und Bedürfnisse, als auch die übergeordnete Perspektive einer vielsprachigen Gesellschaft und deren Konsequenzen für Bildungsinstitutionen. Schließlich werden didaktische Konzepte in den Blick genommen, die einerseits auf die mehrsprachigen Voraussetzungen von SchülerInnen eingehen und andererseits die Mehrsprachigkeit aller SchülerInnen fördern sollen.

Marie-Christin Reichert
10-79-2-D2-6Der Übergang vom Vorkurs in den Regelunterricht. Praxisorientierte Anregungen für die Beschulung von Seiteneinsteigern

Seminar

Einzeltermine:
Fr 25.05.18 12:00 - 17:30 GW2 B1170
Sa 26.05.18 11:00 - 18:00 GW2 B1216
Fr 08.06.18 12:00 - 17:30 GW1-HS H1010
Sa 09.06.18 11:00 - 18:00 GW2 B1216
Bettina Rick (LB)
Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx

GR2 Sprachreflexionen

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe / Dr. Andreas Rothenhoefer , Kontakt: clhappe@uni-bremen.de rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul "GR2 Sprachreflexionen" macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-GR2-1Einführung in die Phonologie/Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2880 GW2 B1820 (2 SWS) Seminar

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur:
Hall, Alan T. (2000): Phonologie. Eine Einführung. Berlin: de Gruyter.
Elsen, Hilke (2011): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. Berlin: de Gruyter.
Donalies, Elke (2007): Basiswissen deutsche Wortbildung. Tübingen: Francke.

Jan-Henning Kromminga
10-79-2-GR2-2Einführung in die Phonologie/Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Einzeltermine:
Sa 30.06.18 10:00 - 12:00 HS 2010 (Großer Hörsaal)

Im Modul GR2 werden zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit Aufbau und Funktionsweise der deutschen Gegenwartssprache auf verschiedenen Ebenen des Sprachsystems beschäftigen. Das Seminar Phonologie/Morphologie gibt einen Überblick über das Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen, im Bereich der Morphologie beschäftigen wir uns mit dem System der deutschen Wortbildungsarten sowie Verfahren der Konstituentenanalyse und Morphemsegmentierung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Möglichkeiten der Systematisierung des Wortschatzes in Form von Wortartensystemen, die Wortartenkategorien und die Flexionslehre.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-2-GR2-3Einführung in die Phonologie/Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1010 SFG 0140 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)
Elisa Erbe
10-79-2-GR2-4Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Seminar
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-5Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B1216 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.

Literatur:
Dürscheid, Christa. 2012. Syntax. Grundlagen und Theorien. 6. Auflage Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pittner, Karin & Judith Berman. 2013. Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 5. Auflage. Tübingen: Narr.

Jascha Döschner
10-79-2-GR2-6Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2890 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS) Seminar
Linda Kleber (LB)

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul "GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR5-01Bilderbuchanalyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 MZH 1380/1400 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-02Die Bilderbücher Anthony Brownes

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B2890 (2 SWS) Seminar

Einzeltermine:
Di 26.06.18 18:00 - 19:45 GW2 B2090
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-03Cornelia Funke

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 0150 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-04Von Lehmklumpen, Automaten, sprechenden Puppen und Algorithmen - Künstliche Wesen in der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Menschen aus Lehm, Homunkuli, sprechende Puppen, Klone, Retortenbabies und selbstdenkende Algorithmen: Schöpfungsgeschichten sind ein prägender Bestandteil der Kulturgeschichte, sie finden sich im Buch Genesis des Alten Testaments ebenso wie in antiken Mythen von Hephaistos, Prometheus und Pygmalion oder in der jüdischen Golem-Legende. Eine besondere Variante von Schöpfungsgeschichten findet sich in der literarischen Moderne in der Figur des künstlichen Menschen, beispielsweise in E.T.A. Hoffmanns Nachtstücken „Die Automate“ und „Der Sandmann“, in Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“, Gustav Meyrinks „Der Golem“, Ludwig Tiecks „Die Vogelscheuche“, Mary Shelleys „Frankenstein; or, The Modern Prometheus“, Karel Capeks „R.U.R“ oder jüngst Kazuo Ishiguros „Alles, was wir geben mussten“.

In diesem Seminar werden wir uns auf Grundlage dieser literatur- und kulturhistorischen Folie mit der Figur des künstlichen Wesens in ausgewählten Werken der Kinder- und Jugendliteratur beschäftigen. Bestandteil der gemeinsamen Seminarlektüre sind – neben den bereits genannten Werken – u.a. Carlo Collodis „Pinocchio“ , Boy Lornsens „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, Gerd Schneiders „Kafkas Puppe“, Kevin Brooks’ „iBoy“ und Philip K. Dicks „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, wir werden uns aber auch mit jüngsten jugendliterarischen Versuchen beschäftigen, Künstliche Intelligenz als Spielart künstlicher Wesen einzuführen (Ursula Poznanski: „Erebos“; Karl Olsberg: „Rafael 2.0“, und „Boy in a White Room“). Abgerundet wird das Seminar mit einem Exkurs zu Androiden, Maschinenmenschen und Robotern im Film.

Literatur zur Vorbereitung:
Machen Sie sich zur Einstimmung ins Seminarthema mit ausgewählten Primärtexten vertraut
Elisabeth Frenzel: Mensch, Der künstliche. In: Motive der Weltliteratur. 6., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, 2008. https://www.kroener-verlag.de/isotope/i/id-978-3-520-30106-2_leseprobe.pdf
Einen schönen Überblick zur Einstimmung bietet auch Rudolf Drux in einem populärwissenschaftlichen Artikel über „Künstliche Menschen“: http://www.spektrum.de/magazin/kuenstliche-menschen/827686

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-5-GR5-06Kinder- und jugendmediale Inszenierungen des Krankheitsmotivs

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS) Seminar

Nicht erst seit John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" taucht das Krankheitsmotiv in kinder- und jugendmedialen Inszenierungen auf. Schon in Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz" leidet der Protagonist an einer tödlichen Krankheit und selbst in J.K. Rowlings "Harry Potter" versteckt sich – laut der Autorin – das Motiv in der Figur des Werwolfs Remus Lupin.

Das Seminar sucht der zentralen Bedeutung des Krankheitsmotivs für den Bereich der Kinder- und Jugendmedien nachzuspüren und dabei auch aktuelle Tendenzen nachzuzeichnen.

Im Fokus steht somit eine transmediale Analyse der verschiedenen Inszenierungen des Krankheitsmotivs auf narrativer und narratoästhetischer Ebene.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-07Von digitalen Welten, Chaträumen und dem Surfen im Netz – Inszenierungen digitaler Medien in Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 FVG M0160 (2 SWS) Seminar
Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-08"Denn wer Angst hat vor Abenteuern, der kann gleich zu Hause bleiben." Motive und Erzählstrategien im Werk Zoran Drvenkars

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2010 (2 SWS) Seminar

Abenteuerlich geht es zu in so manch einer Geschichte Zoran Drvenkars: So erzählen beispielsweise Rudolph, Snickers, Island und Zement alias "Die Kurzhosengang" oder Zarah und ihre Freundinnen in "Zarah – du hast doch keine Angst, oder?" von ihren Erlebnissen und Heldentaten. Eine abenteuerliche Verstrickung ergibt sich auch im Kinderbuch „Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet“, in dem sich rund um einen ungewöhnlich lang andauernden Winter und einen geheimnisvollen Vogel Bilderbuch, Märchen und Abenteuergeschichte miteinander verschränken.
Im besten Sinne abenteuerlich stellen sich die Werke Drvenkars aber nicht nur in Bezug auf ihre Inhalte dar: Auch tempo- und variantenreiche Erzählstrategien sowie die Verknüpfung verschiedener Genres und Motivlagen zeichnen sein vielfältiges Oeuvre aus. Dabei bespielt der Schriftsteller neben dem Kinder- und Jugendroman auch das lyrische Format und ist ebenso als Autor für Theater und Film tätig.
Im Seminar werden ausgewählte Titel Drvenkars u.a. aus autobiographischen, genretheoretischen, narratologischen und motivanalytischen Perspektiven diskutiert.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-5-GR5-09Family Entertainment Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Seminar

„Alles steht Kopf“, „The Avengers“, „Die Eiskönigin“, „Harry Potter“, „Star Wars“, „Zoomania“ – viele aktuell erfolgreiche Kinofilme sind mehrfachadressiertes Family Entertainment: Sie richten sich nicht nur an Kinder, Jugendliche und Erwachsene zugleich, sondern adressieren auch ein globales Publikum mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Zu diesem Zweck greifen sie auf spezifische ästhetische und narrative Muster zurück. Diese Muster werden wir – ausgehend von einer Einführung in die Filmanalyse und einem Überblick über die Geschichte des Familienfilms – anhand exemplarischer Filmanalysen herausarbeiten und dabei auch die zunehmende Einbettung solcher Filme in transmediale Medienverbünde aufzeigen.
Während der Fokus auf den Filmen der großen US-Studios Disney, Blue Sky, Dreamworks, Lucasfilm, Marvel und Pixar liegt, werden wir auch einen Blick auf ausgewählte Familienfilme deutscher Filmstudios werfen.

Literatur zur Vorbereitung:
• Tobias Kurwinkel und Philipp Schmerheim: Kinder- und Jugendfilmanalyse. Konstanz und München: UVK, 2013. ⇐ UTB; 3385)
• Tobias Kurwinkel, Family Entertainment Film. In: KinderundJugendmedien.de (2012). URL: http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/begriffe-und-termini/199-family-entertainment-film

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-5-GR5-10Einführung in die Raumtheorie am Beispiel von kinder- und jugendliterarischen Texten

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW1-HS H1010

Einzeltermine:
So 22.04.18 11:00 - 18:00
So 06.05.18 11:00 - 18:00
So 13.05.18 11:00 - 18:00
So 27.05.18 11:00 - 18:00

Ob Mittelerde, Bullerbü oder die Dieffenbachstraße 93 in Berlin – Literatur für Kinder und Jugendliche wird immer auch durch die Wahl des Settings bestimmt. Und doch wurde dieser Aspekt in der Forschung lange Zeit vernachlässigt. Nach dem Spatial turn in den Geisteswissenschaften ist die Beschäftigung mit Raummodellen in der Literatur nun auch in der Kinder- und Jugendliteraturforschung angekommen.
Raum in der Literatur meint mehr als nur die Schilderung eines Handlungsortes, nämlich auch die Erschaffung eines bestimmten Bedeutungsfeldes, das wesentlich zur Aussage eines Textes beiträgt. Die Auseinandersetzung mit dem Aufbau und der Struktur von Räumen, seien es nun mimetische Nachbildungen real existierender Orte oder topologische Konstrukte, die sich (so) nur in den jeweiligen Texten wiederfinden, ermöglicht es, sich mit einer weiteren Bedeutungsebene von Literatur auseinanderzusetzen.
Das Seminar bietet einen Überblick über verschiedene Ansätze der Raumtheorie. Es werden Auszüge aus einigen wesentlichen Grundtexten gelesen, die daran entwickelten Modelle diskutiert und diese dann auf ausgewählte Texte der Kinder- und Jugendliteratur angewandt.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich mit literaturtheoretischen Texten und Modellen auseinanderzusetzen.

Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-5-GR5-11Heimat im Bilderbuch. Literatursoziologische Interpretationen ausgewählter Bilderbücher

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Seminar

Einzeltermine:
Di 17.04.18 18:00 - 22:00 B1400
Di 24.04.18 18:00 - 22:00 B1400
Di 08.05.18 18:00 - 22:00 B1400
Di 12.06.18 18:00 - 22:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Auf dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen (z.B. Flucht, Heimatverlust, sich neu beheimaten) untersucht das Seminar am Beispiel ausgewählter Bilderbücher den Zusammenhang bzw. das dialektische Wechselspiel von Literatur und gesellschaftlichem Leben.
Dazu werden wir uns zunächst – als Basis unserer Literaturbetrachtung - dem Begriff „Heimat“ kritisch zuwenden. Was verstehen wir unter Heimat? Was kann „man“ unter Heimat verstehen? Das ist u.a. ein anthropologisch-philosophischer Zugang, den wir uns anhand literarischer Beispiele eröffnen und theoretisch vertiefen.
Im Anschluss daran werden wir uns –am Beispiel ausgewählter Bilderbücher – einer elementaren literatursoziologischen Fragestellungen zuwenden:
Wie stellen sich die Narrative zum Thema „Heimat“ in der aktuellen Bilderbuchliteratur dar?
Welche Alltagswirklichkeit konstruieren diese Narrative?
Diese gemeinsame Klärung der für die Arbeit grundlegenden Begriffe findet an einem ersten Kompakttag statt.
Anschließend werden in 5 Sitzungen jeweils Teilfragen vertieft bearbeitet.
Die literatursoziologische Interpretation der einzelnen Bilderbücher schließt an einem Kompakttag mit einer Ausstellung der jeweiligen Arbeiten ab.
Diese Präsentation stellt - verbunden mit einem handout – die zu erbringende Seminarleitung dar.
Der erste Kompakttag wird von der Seminarleitung organisiert und vorbereitet.
Der zweite Kompakttag wird von Seiten der Studierenden organisiert und vorbereitet.
Beide Kompakttage sind verpflichtend.
Die Organisation der Zwischensitzungen erfolgt nach Absprache.


Theoretische Literatur u.a.:
Auszüge aus:
Berger / Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Alltagswirklichkeit, Frankfurt 1989
Koschorke, Wahrheit und Erfindung. Grundzüge einer Allgemeinen Erzähltheorie, Frankfurt 2012.

Prof. Dr. Joachim Hering (LB)
10-79-5-GR5-12Kinder- und Jugendliteratur der Romantik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

In diesem Seminar werden wir uns eingangs mit der literarischen Programmatik der Romantik sowie mit dem Kindheitsbild dieser Epoche vertraut machen, bevor wir anhand der Auseinandersetzung mit einzelnen Werken dominante Motive und Werke der Kinder- und Jugendliteratur dieser Zeit untersuchen. Dabei werden wir uns mit den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und vergleichbaren Märchensammlungen von Arnim/Brentano und Bechstein ebenso beschäftigen wie mit Werken Ludwig Tiecks (Phantasus), Wilhelm Hauffs (Märchen-Almanach) und E.T.A. Hoffmann (Nussknacker und Mausekönig; Das fremde Kind).

Darauf aufbauend werden wir den Spuren der Kinderliteratur der Romantik im 20. Jahrhundert folgen, die sich im Werk von Autorinnen und Autoren wie Gerdt von Bassewitz, Michael Ende, Cornelia Funke, Astrid Lindgren, Christine Nöstlinger, Otfried Preußler oder J.K. Rowling aufspüren lassen hat.

Literatur zur Vorbereitung:
Hans-Heino Ewers: Kinder- und Jugendliteratur im Zeichen der Romantik. In: KinderundJugendmedien.de: Mediageschichte (2012). URL: http://kinderundjugendmedien.de/index.php/literatur/104-mediageschichte/literaturgeschichte/357
Gabriele von Glasenapp und Gina Weinkauff: Kinder- und Jugendliteratur. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Paderborn: Schöningh, 2017 ⇐ UTB; 3345)

Dr. Philipp Schmerheim

Ergänzende Angebote

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-EA-1Forschungskolloquium Kinder- und Jugendliteratur und -medien

Colloquium

Einzeltermine:
Mi 02.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B3770
Mi 16.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B2090 (BIBF)
Mi 13.06.18 18:00 - 22:00 GW2 B2090 (BIBF)
Mi 04.07.18 18:00 - 22:00 GW2 B2090 (BIBF)
Dr. Tobias Kurwinkel

Master of Education ("alte Struktur", auslaufend)

Hinweis für Studierende des M.Ed. (alt):
Die im folgenden genannten auslaufenden Module werden nicht mehr einzeln im Programm aufgeführt. Bitte vereinbaren Sie ein individuelles Studienprogramm mit den jeweils zuständigen Modulverantwortlichen:
VA: Dr. Andreas Rothehöfer
IIIB: Dr. Andreas Rothenhöfer
VC: Dr. Andreas Rothenhöfer
VD: Dr. Latif Durlanik
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
xxx

Kurs
N. N.

PRV Abschlussmodul

Schulbezogenes Forschungspraktikum im Fach Deutsch
Nur fuer Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben.
Modulbeauftragte: Prof. Dr. Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-AbschlusskolloquiumMasterkolloquium M.Ed.

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2080 (2 SWS)

Die Veranstaltung setzt die Vorbereitung der empirischen Untersuchungen im Forschungsbezogenen Schulpraktikum fort und bietet vielfältige Gelegenheit, eigene Überlegungen rund um die Erstellung der Masterthesis zu eruieren.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger
Aktualisiert von: TYPO3-Support