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Universität Bremen lädt ein zum Fachgespräch „Sprachliche Fähigkeiten mehrsprachiger Kinder erkennen“

Nr. 81 / 17. März 2014 KG

Seit 2006 veranstaltet das Arbeitsgebiet Elementar- und Grundschulpädagogik des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen das erfolgreiche Fachgespräch „Bildung von Anfang an“. Im Kern geht es darin um den Reformbedarf an Kindertagesstätten und Grundschulen und die Gestaltung von Übergängen. Am Donnerstag,  20. März 2014, steht die Diagnostik sprachlicher Fähigkeiten mehrsprachiger Kinder im Mittelpunkt. Dr. Barbara Geist, Sprachwissenschaftlerin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, präsentiert aktuelle Forschungserkenntnisse und Anregungen für die Praxis, anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Eingeladen wird um 19 Uhr ins Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5.

Hintergrund:

Wie kann ich die sprachlichen Fähigkeiten eines mehrsprachigen Kindes feststellen? Diese Frage beschäftigt pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule, Kinderärzte und Eltern besonders in der Übergangsphase vom Kindergarten in die Grundschule. Schon für Kinder, die mit nur einer Sprache aufwachsen, stellt die Beurteilung der Sprachkompetenz eine Herausforderungen dar. Umso größer ist sie bei Kindern, die mit mehreren Sprachen aufwachsen. In pädagogischen und medizinischen Institutionen steht meist wenig Zeit zur Verfügung, um die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern zu erfassen. Sowohl Alltagsbeobachtungen als auch Sprachtests bergen die Gefahr der Fehleinschätzung, wenn die Besonderheiten des Spracherwerbs mehrsprachiger Kinder unberücksichtigt bleiben. Die genaue Kenntnis der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes ist wiederum die Voraussetzung für die Unterstützung seiner weiteren Sprachentwicklung. In dem Vortrag werden Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Sprachdiagnostik mehrsprachiger Kinder vorgestellt und daraus Empfehlungen für die Praxis abgeleitet.

Zur Person:

Die Referentin, Dr. Barbara Geist ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Deutsch als Zweitsprache von Professorin Petra Schulz an der Universität Frankfurt am Main. Sie ist Klinische Linguistin und Sprachdidaktikerin mit den Forschungsschwerpunkten Sprachdiagnostik ein- und mehrsprachiger Kinder, sprachdiagnostische Kompetenz pädagogischer Fachkräfte, frühkindliche Sprachdidaktik (Sprachförderung) und früher Zweitspracherwerb von Lexikon und Syntax.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich 12, Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Arbeitsgebiet Elementar- und Grundschulpädagogik
Prof. Dr. Ursula Carle
Dr. Heike Hegemann-Fonger
Tel: 0421 218 69222
E-Mail: hegeprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
www.fruehpaedagogik.uni-bremen.de/fachgespraeche