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Bremens Zukunft gemeinsam gestalten: Fünfter Stadtforscher-Kongress an der Universität

Nr. 186 / 6. Juli 2015 KG

Wie kann man unbegleitete minderjährige Flüchtlinge langfristig in die deutsche Gesellschaft integrieren? Leben und Arbeiten im Bremer Speckgürtel – ist Achim attraktiv für Familien? Wie kann man mehr Bio-Lebensmittel in die Gastronomie einführen? Das sind drei der Themen, mit denen sich 250 Schülerinnen und Schüler aus acht Partnerschulen in den vergangenen Monaten beschäftigt haben. Am Dienstag, 7. Juli 2015, stellen die „Bremer Stadtforscher“ bei einem Kongress ihre Ergebnisse an der Universität Bremen vor. Sie zeigen ihre Exponate von 9.30 bis 12.30 Uhr im Treppenhaus des Gebäudes GW2 am Boulevard und erläutern Projektergebnisse und Forschungserfahrungen in 14 Gesprächskreisen. Die erfolgreiche Initiative „Bremer Stadtforscher“ ist ein Projekt der Didaktiken der Politik, Geschichte und Geographie. Die Fähigkeit und Bereitschaft Jugendlicher zu eigenem gesellschaftlichen Engagement bei Fragen der Zukunftsgestaltung soll so gestärkt und fachlich wie methodisch begleitet werden.

Forschendes Lernen: Studierende als Tutoren dabei

Fünf Monate lang haben die Schülerinnen und Schüler an selbst gewählten Fragestellungen zum diesjährigen Leitthema „Bremens Zukunft gemeinsam gestalten“ gearbeitet. Sie haben in Bibliotheken, Archiven und im Internet recherchiert, Umfragen durchgeführt, Zeitzeugen befragt und die Informationen in Text, Statistik, Bild und Film aufbereitet. Das methodische Rüstzeug des fachbezogenen forschenden Lernens in Projekten stammt nicht nur aus dem Politik-, Geschichts- und Geographie-Unterricht, sondern auch aus begleitenden universitären Workshops für Schülerinnen und Schüler. Außerdem wurden sie durch eigens ausgebildete studentische Tutorinnen und Tutoren beraten und unterstützt.

Themen von Nachhaltigkeit bis Städtebau

Die insgesamt 50 einzelnen Forschergruppen haben sich mit aktuellen und historischen Problemen und Prozessen der Zukunftsgestaltung in Bremen beschäftigt. Besonders großes Interesse hatten die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren an Fragen der Aufnahme von Flüchtlingen in Bremen, aber auch an der unterschiedlichen Entwicklung von Stadtteilen, an städtebaulichen Projekten in Vergangenheit und Gegenwart und an Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Das erstmals beteiligte Cato-van-Beeck-Gymnasium in Achim konzentrierte sich auf die Problematik der Bremer „Speckgürtels“. Insgesamt sind es lauter Themen, zu denen eine eigene Meinung und die Einmischung in gesellschaftliche Diskurse gefragt und nötig sind.

Näheres zu den Bremer Stadtforschern unter: http://www.uni-bremen.de/zedis/transfer/bremer-stadtforscher.html

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Institut für Geschichtswissenschaft/Fachdidaktik
Burkhard Sachse
Tel.: 0421 218 67250
E-Mail: bsachseprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de