Zum Inhalt springen

Media Evolution and Cultural Change: Discussing Medium Theory and Mediatization

Internationaler Workshop
Media Evolution and Cultural Change

Am 3. September 2011 veranstaltete das DFG-Schwerpunktprogramm "Mediatisierte Welten" unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Krotz zusammen mit dem ZeMKI sowie mit der wissenschaftlichen Zeitschrift Communications - the European Journal of Communication Research und der Temporary Working Group "Mediatization"“ der European Communication Research and Education Association (ECREA) einen internationalen Workshop, bei dem die Veränderung unserer Welt durch den Wandel von Medien im Mittelpunkt stand. Mit dabei war der international hoch renommierte und durch sein Buch „Die Fernsehgesellschaft“ bekannte amerikanische Kommunikationswissenschaftler Joshua Meyrowitz, auf den der Begriff der „Mediumstheorie“ zurück geht.
 
Die Mediumstheorie fragt nach der Bedeutung der Medien als technische und kulturelle EinKulturichtungen für das Zusammenleben der Menschen, für Kultur und Gesellschaft. Einer der Väter der Mediumstheorie, Marshall McLuhan hat dies mit dem Satz „Das Medium ist die Botschaft“ auf den Punkt gebracht – damit ist er auch in Deutschland über die Fachwelt hinaus bekannt geworden. Gemeint ist damit, dass es beim Einfluss von Medien nicht einfach um Fragen von Medieninhalten geht, die die traditionelle Kommunikationswissenschaft mit Hilfe des Konzepts der „Medienwirkung“ untersucht, sondern darum, wie Medien als solche unsere Kommunikation, unsere Weltsicht und unser Denken verändern. In diesem Sinne stehen die Etablierung von Fernsehen, Internet und Mobiltelefon auch in einem Wechselverhältnis zum Wandel von Kultur und Gesellschaft.
 
Empirisch werden solche Zusammenhänge in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten und an der Universität Bremen koordinierten Schwerpunktprogramm „Mediatisierte Welten“ untersucht. Bezugspunkt hier ist aber nicht die Mediumstheorie, sondern das Konzept Mediatisierung, mit dessen Hilfe die Entwicklung der Medien als Wandel von Kommunikation und damit als Wandel einer kommunikativen Konstruktion von Welt beschrieben wird. Dabei steht hier nicht nur die Technik im Vordergrund, vielmehr wird auf komplexe Theorien wie die Cultural Studies oder Wissenssoziologie und die Semiotik Bezug genommen.
 
Auf dem internationalen Workshop „Media Evolution and Cultural Change“ sollten diese beiden Theorien einander gegenübergestellt und in Bezug zueinander gesetzt werden. Dazu trafen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dänemark, Deutschland und den USA, neben Joshua Meyrowitz (University of New Hampshire), unter anderem auch Lynn Schofield Clark (University of Denver) und Stig Hjarvard (Københavns Universitet), um mit Vortragsbeiträgen und einem Diskussionspanel die Beziehung zwischen Medienwandel und kulturellem Wandel zu erörtern. Als Sprecher traten zudem Andreas Hepp sowie mit einer thematischen Einleitung Friedrich Krotz von der Universität Bremen bzw. dem ZeMKI auf.

Weitere Informationen

Kontakt:
University of Bremen
ZeMKI, Centre for Media, Communication and Information Research
Iren Schulz
Linzer Str. 4
28359 Bremen, Germany
Phone: +49-421-218-67629
E-Mail: iren.schulz[at]uni-bremen.de

Aktualisiert von: Maier