Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2023

Philosophie, B.A.

Modul G3 Praktikum

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-GSc-1BPraktikum und Berufsorientierung: Einführungsveranstaltung für Studierende im 2. Semester der Philosophie
Practical training and career planning - An introduction
2 SWS

Seminar

Einzeltermine:
Mi 10.05.23 14:00 - 18:00 SFG 3070

Philosophie: Eine brotlose Kunst!
Dieses (Vor-)Urteil gilt es zu widerlegen, indem wir Sie einladen, sich frühzeitig im Studium mit Ihrer beruflichen Zukunft zu beschäftigen.
Die Einführungsveranstaltung zum Thema "Praktikum und Berufsorientierung" soll Ihnen Impulse und Ideen für den Weg dahin geben.
Wir vermitteln Ihnen Basiswissen zum Thema "Praktikum", zeigen Ihnen Anlauf- und Beratungsstellen und weitere Qualifikationsmöglichkeiten auf. Wir laden Sie ein zu Reflektionen über Ihren "Traumberuf" und den Weg dahin. Sie lernen eine/n "Philosoph/in" aus dem realen Berufsleben kennen und Studierende, die bereits ihr Praktikum absolviert haben, berichten von ihren Erfahrungen.
Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung im Rahmen der General Studies, als Vorbereitung zur Praktikumsphase. Bitte bringen Sie Ihren Praktikums-Modulschein mit.

'Ältere' Semester, die die Veranstaltung noch nicht besucht haben, sind herzlich willkommen.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Wiltrud D. Hoffmann

Modul B2 Logik

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B2-1BEinführung in die formale Logik
Introduction to formal logic

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SFG 0150 (2 SWS)

Die Vorlesung führt in die Klassische Logik (Aussagenlogik und Prädikatenlogik erster Stufe) und ihre hauptsächlichen Darstellungsformen (semantischer und axiomatischer Aufbau, System des natürlichen Schließens), die Metatheorie der Logik sowie Grundideen nichtklassischer Logiken ein. Neben der Vermittlung formaler Fähigkeiten werden auch philosophische Aspekte der Logik und ihrer Anwendungen eine Rolle spielen. Der Besuch der begleitenden Tutorien wird dringend empfohlen. Außerdem sind mindestens 8 von 10 Übungsblätter sinnvoll zu bearbeiten.

Dr. Frank Kannetzky
09-30-B2-1B-T (a)Formale Logik, Tutorium (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:00 - 20:00 SFG 2070 (2 SWS)
Dr. Frank Kannetzky
09-30-B2-1B-T (b)Formale Logik, Tutorium (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW1 B1070 GW1 B2130 GW1 A0160 GW1-HS H1000 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 11.07.23 10:00 - 12:00 GW1-HS H1000
Dr. Frank Kannetzky
09-30-B2-1B-T (c)Formale Logik, Tutorium (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW1 B1070 (2 SWS)
Dr. Frank Kannetzky

Modul B3 Einführung in die Theoretische Philosophie

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B3-18B / 09-30-T1-34ALeibniz' Monadologie
Leibniz Monadology

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 2010 (2 SWS)

Woraus besteht die Welt? Lässt sie sich in immer kleinere Bestandteile auflösen? Sind sämtliche Ereignisse vorherbestimmt (determiniert)? Diese und viele weitere Fragen aus der Metaphysik und diversen angrenzenden Gebieten wie etwa Erkenntnistheorie, Physik, Moralphilosophie und Theologie werden in Leibniz‘ kurzer Schrift über die Monadologie behandelt.

Wir werden diesen Text, der zu den prägenden und kanonischen Texten der Philosophie der Neuzeit zählt, gemeinsam intensiv diskutieren. Dabei werden wir, wo immer nötig und hilfreich, auch auf Auszüge aus anderen Schriften von Leibniz zurückgreifen.


Lernziele:
Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden einen Überblick über Leibniz‘ Metaphysik zu vermitteln. Die Studierenden sind nach Abschluss des Kurses in der Lage, grundlegende metaphysische Überzeugungen von Leibniz sowohl historisch (bspw. im Bezug zum Cartesianismus) als auch systematisch (bspw. im Verhältnis zu Leibniz‘ Verständnis von Freiheit, Physik und Logik) zu verorten.

Literatur:
Es gibt diverse Ausgaben der Leibnizschen Monadologie. Ein empfehlenswerter Sammelband, der auch weitere kurze Texte von Leibniz enthält, die für den Kurs wichtig sind, ist beispielsweise folgender:
Gottfried Wilhelm Leibniz: Monadologie und andere metaphysische Schriften. Meiner Verlag, Hamburg 2014.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-B3-19BKant: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SpT C4180 (2 SWS)

Kants „Prolegomena“ von 1783 erschien zwei Jahre nach der „Kritik der reinen Vernunft“ als eine Art nachträglicher Plan zur Kritik der reinen Vernunft, um dem Leser eine Übersicht über das Ganze zu verschaffen und wohl auch, um die „Kritik der reinen Vernunft“ zu popularisieren. Für Kant bedeutet das, dass die „Prolegomena“ nach analytischer Methode vorgeht, also so, dass die Realität wissenschaftlicher Erkenntnis als gegeben vorausgesetzt wird und untersucht wird, unter welchen Bedingungen diese möglich ist. (Im Unterschied dazu folgt die „Kritik der reinen Vernunft“ der synthetischen Methode, also nichts vorauszusetzen als die Vernunft selbst, um die Möglichkeit von Erkenntnis zu begründen). Die allgemeine Frage der „Prolegomena“ ist, wie Metaphysik als Wissenschaft möglich ist, m.a.W.: Wie synthetische Urteile a priori möglich sind. Für Kant steht fest, dass sowohl Mathematik als auch die Naturwissenschaften (insbesondere die Physik) synthetische Erkenntnisse a priori enthalten. Entsprechend wird gefragt: Wie ist reine Mathematik möglich? und: Wie ist reine Naturwissenschaft möglich? Das sind Vorklärungen für die Antwort auf die „transzendentale Hauptfrage“, wie Metaphysik überhaupt möglich ist und wie sie als Wissenschaft möglich ist. Man kann Kants Frage auch so formulieren: Ist Erkenntnis aus reiner Vernunft möglich? – und brisant wird seine Antwort, weil sie das empiristische Bild der Wissenschaft in Frage stellt, sofern Kants Behauptung ist, dass Wissenschaft überhaupt nur da stattfindet, wo sie mit synthetischen Sätzen a priori, also metaphysischen und daher per se nicht-empirischen Sätzen zu tun habe. Die Aufgabe ist nun, diese metaphysischen Sätze auf ihre Möglichkeitsbedingungen, ihre Reichweite und ihren Status zu untersuchen und sie von überschwänglichen Erkenntnisansprüchen abzugrenzen. Denn hält man die metaphysischen Sätze für Sätze über die Welt, wie sie an sich ist, dann führt das in Antinomien. Selbst wenn Kants Musterbeispiel für die reine Naturwissenschaft, die Axiome Newtons, heute veraltet erscheinen mag und seine Analyse mathematischer Urteile als synthetische Urteile a priori umstritten ist, so bietet Kants Buch doch nach wie vor eine Strukturanalyse der Wissenschaften und führt damit in allgemeine Probleme der theoretischen Philosophie ein. Im Seminar werden wir Kants „Prolego¬me¬na“ und ggf. auch Auszüge aus der „Kritik der reinen Vernunft“ unter diesem Aspekt lesen. Unverhandelbare Teilnahmevoraussetzung ist regelmäßige, gründliche Lektüre der Seminarliteratur und die Beteiligung an der Seminardiskussion sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Referaten oder zur Übernahme der Gestaltung einer Sitzung.

Dr. Frank Kannetzky
09-30-B3-20B / 09-30-T1-35ADas Prinzip der Kompositionalität (Einführung in die Sprachphilosophie)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 2080 (2 SWS)

Das Kompositionalitätsprinzip – B3 – Version

In seinem Aufsatz Gedankengefüge, dem dritten und letzten Teil seiner Logischen Untersuchungen, stellt Gottlob Frege fest:

Erstaunlich ist es, was die Frage leistet, indem sie mit wenigen Silben unübersehbar viele Gedanken ausdrückt, daß sie sogar für einen Gedanken, den nun zum ersten Male ein Erdbürger gefaßt hat, eine Einkleidung findet, in der ihn ein anderer erkennen kann, dem er ganz neu ist. Dies wäre nicht möglich, wenn wir in dem Gedanken nicht Teile unterscheiden könnten, denen Satzteile entsprächen, so daß der Aufbau des Satzes als Bild könnte des Aufbaues des Gedankens.

Gedanken à la Frege sind die Inhalte sog. propositionaler Einstellungen, welche durch die Äußerung eines Satzes ausgedrückt werden können. Für Frege stellen diese zugleich die primären Träger von Wahrheit und Falschheit dar. Hierbei geht Frege interessanterweise nun davon aus, dass Gedanken und die sie abbildenden Sätze eine mereologische Struktur aufweisen, in der man zwischen Ganzen und ihren Teilen unterscheiden kann.

i. Zum einen weisen einzelne Sätze und die durch diese ausgedrückten Gedanken (wie [Ätna ist größer als Vesuv]) verschiedene Teile auf, die auch in anderen Sätzen bzw. Gedanken auftreten ([Ätna], [ist größer als], [Vesuv]), und die durch andere Teile ersetzt werden könnten (etwa durch [Hamburg] und [Bremen]), wodurch ein anderer Satz/Gedanke gefügt würde.
ii. Zum anderen können verschiedene atomare Sätze bzw. Gedanken miteinander kombiniert werden, wodurch sich komplexe Satz- bzw. Gedankengefüge ergeben (etwa [Hamburg ist größer als Bremen, und der Ätna ist größer als der Vesuv]).

In der modernen Sprachphilosophie, der linguistischen Semantik und anderen Disziplinen ist dieses Bild zum sog. Kompositionalitätsprinzip spezifiziert worden, nach der sich die Bedeutung eines komplexen sprachlichen Ausdrucks kompositional aus der Bedeutung seiner unmittelbaren Teile, sowie der Art und Weise ihrer Zusammensetzung ergibt (vgl. Werning & Haase 2015). Verfechter*innen des Prinzips argumentieren, dass nur eine solches Prinzip erklären kann, warum Sprache (wie von Frege angedeutet) produktiv ist. Vor diesem Hintergrund ergeben sich allerdings diverse Fragen. So gibt das Frege-Prinzip allein keine Antwort darauf, wie grundlegende Bedeutungsträger – also bspw. einzelne Worte – zu ihrer Bedeutung gelangen. Weiterhin fragt sich, wie plausibel das Prinzip in Bezug auf natürliche Sprachen ist, die reichhaltig an Metaphern (wie [Julia ist die Sonne]) und Idiomen ([jemandem einen Korb geben]) sind, welche nicht kompositional aufgebaut scheinen. Auch beißt sich das Prinzip mit einem anderen Prinzip von Frege, welches fordert, dass Worte nur im Satzzusammenhang eine Bedeutung zukommt.
Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Sprachphilosophie anhand des Kompositionalitätsprinzips. Wir wollen die einschlägigen Texte Frege’s studieren, um anschließend zu überlegen, wie plausibel das Prinzip der Komposition ist, insbesondere in Bezug auf natürliche Sprachen. Dabei sollen grundlegende Begriffe wie der Begriff der Bedeutung oder der Kontrast zwischen Wahrheit und Falschheit vermittelt werden.

Literatur:
Frege, Gottlob. 1923. Logische Untersuchungen. Dritter Teil. Gedankengefüge.
Werning, Markus & Haase, Viviana. 2015. Kompositionalität. In Kompa: Sprachphilosophie.

Thorben Petersen, M.A.

Modul B4 Einführung in die Praktische Philosophie

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B4-15BEinführung in die Ethik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 1030 (2 SWS)
Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-B4-16B / 09-30-P1-16A / 09-30-P2-21AÖkologische Ethik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B2900 (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-B4-17B / 09-30-P1-17AWas ist ein gutes Leben?

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 3070 SFG 0340 SFG 0140 (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers

Modul B5 Einführung in die Geschichte der Philosophie

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-01-B-II-TutoriumB5-Tutorium zur Einführung in die Geschichte der Philosophie - Ringvorlesung (a)

Tutorium

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)
Joseph Kretzschmar, M.A.
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-01-B-II-TutoriumB5-Tutorium zur Einführung in die Geschichte der Philosophie - Ringvorlesung (b)

Tutorium

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 2020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 01.06.23 12:00 - 14:00 SFG 2070
Do 15.06.23 12:00 - 14:00 SFG 2070
Joseph Kretzschmar, M.A.
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-B5-B-IIRingvorlesung: Einführung in die Geschichte der Philosophie II
Lecture series: Introduction to the History of Philosophy, Part II

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 0140 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 08.07.23 10:00 - 16:00 GW2 B2880
So 09.07.23 10:00 - 16:00 GW2 B2890

Diese Vorlesung ist ein besonderes Angebot, das in dieser Art nur an ganz wenigen Universitäten zu finden ist: Sie gibt einen Überblick über Themen, Theoriekonzeptionen und Lebenswerke einer Auswahl wichtiger Autoren und Autorinnen aus der langen Geschichte der westlichen Philosophie. Als Ergänzung werden in einzelnen Sitzungen auch andere Weisen des Philosophierens vorgestellt.
Die Vorlesung hat zwei Teile: Im Wintersemester werden Epochen von der griechischen Antike bis zu Kant vorgestellt, das anschließende Sommersemester führt vom Deutschen Idealismus bis zur Gegenwart. Exemplarisch werden historische Kontexte und institutionelle Rahmenbedingungen der jeweiligen Philosophie, aber auch der innere Zusammenhang und die Entwicklung philosophischer Problemstellungen und Lösungsvorschläge thematisiert. Der historische Überblick soll es erleichtern, systematische Themen und Seminarveranstaltungen philosophiegeschichtlich zu verorten. Die Veranstaltung findet als Ringvorlesung statt. So besteht die Möglichkeit, einige Lehrpersonen des Instituts für Philosophie kennenzulernen und sich mit unterschiedlichen Zugangsweisen und Denkstilen in der Philosophie vertraut zu machen.
Begleitend zur Vorlesung werden sogenannte Schreibtutorien angeboten. Durch inhaltliche Wiederholung der Vorlesungen findet hier zum einen eine Vorbereitung auf die Prüfung am Ende des Sommersemesters statt, zum anderen wird die fachliche Auseinandersetzung mit regelmäßigen Schreibübungen kombiniert. Auf diese Weise werden die für das Philosophiestudium relevanten Schlüsselkompetenzen im Umgang mit philosophischen Texten vermittelt. Die Vorlesung und die zugehörigen Tutorien bilden gemeinsam das Modul B5 (Einführung in die Geschichte der Philosophie), das durch eine mündliche Modulprüfung abgeschlossen wird.
Die Ringvorlesung kann von TeilnehmerInnen anderer Fächer im Rahmen der General Studies belegt werden. Selbstverständlich sind auch alle willkommen, die sich unabhängig von Creditpoints und Studienordnungen für die Geschichte des Denkens interessieren.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Dr. Frank Kannetzky
Joseph Kretzschmar, M.A.
Eike Kroner
Dr. Regina Müller
Lindokuhle Shabane
Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Modul P1 Moral: Begründung und Argumentation

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B4-16B / 09-30-P1-16A / 09-30-P2-21AÖkologische Ethik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B2900 (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-B4-17B / 09-30-P1-17AWas ist ein gutes Leben?

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 3070 SFG 0340 SFG 0140 (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-P1-14A / 09-30-P2-19A / 09-30-PS-10SFrau-Werden / Tier-Werden / Unwahrnehmbar-Werden. Der Aufstand gegen das Gesicht (des Mannes) bei Gilles Deleuze.
Becoming-Women / Becoming-Animal / Becoming-Inperceptible. Gilles Deleuze on the uprising against the face (of man).

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B1410 (2 SWS)

In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept des Werdens bei Gilles Deleuze nähern. Seine Theorie des Werdens tritt als Gegenentwurf zu einer Vorstellung des Seins auf. Die vor allem auf (meist statischen) Bildern beruhende Vorstellung des Seins soll mithilfe einer Metaphysik der Bewegung durchbrochen werden. Dieser Durchbruch ist jedoch keiner, der sich auf die Philosophie bzw. Erkenntnistheorie und Ontologie beschränkt. So wie nach Vorstellung Deleuzes die bisherige Philosophie (des Seins/des Bildes - und: des Gesichts) eine bestimmte Weltordnung widerspiegelt - dahingehend, wie der Mensch die Welt wahrnimmt und wie er gesellschaftlich darin lebt - so verharrt auch seine neue Philosophie nicht in den (vermeintlichen) Grenzen der Disziplin, sondern will selbst Werkzeug für einen (gesellschaftlich-politischen) Kampf sein.
Ziel des Seminars soll es sein, eine Idee der deleuzianischen Umwerfung innerhalb der Philosophie zu gewinnen, um anhand eben dieser Umwerfung die gesellschaftliche Relevanz nachvollziehen und diskutieren zu können.

Eike Kroner
09-30-P1-15A / 09-30-P2-20A / 09-30-PS-11SKI in Pflege und Medizin: Ethische Herausforderungen
AI in care and medicine: Ethical challenges

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 23.06.23 16:00 - 18:00 SFG 3070
Mo 17.07.23 - Do 20.07.23 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 16:00 SFG 1030
Fr 21.07.23 09:30 - 13:00 SFG 1030

KI-Technologien kommen auch im Krankenhaus immer öfter zum Einsatz. Sie verändern das (Arbeits-) Leben von Ärzt:innen, Pflegekräften, Patient:innen und deren Angehörigen. Hier ist ethische Reflexion gefragt. Können KI-Systeme unser moralisches Wertegefühl beeinflussen? Wie geht man ethisch verantwortlich mit KI-basierten Empfehlungsvorschlägen um, die der eigenen klinischen Erfahrung widersprechen? Können Pflege-Roboter Tugenden haben? Welche moralischen Prinzipien sind bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien zu beachten?
Das Seminar dient der intensiven Lektüre grundlegender Texte und der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und ein kurzes Referat zu übernehmen.
Das Seminar findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit statt (17.-21. Juli), jeweils von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Eine Online-Vorbesprechung gibt es am Freitag, 23. Juni, 16 Uhr.


Literatur:
Ein Reader mit allen relevanten Texten wird rechtzeitig bereitgestellt.

Dr. Kathi Beier
Martin Hähnel

Modul P2 Politik, Recht, Staat

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B4-16B / 09-30-P1-16A / 09-30-P2-21AÖkologische Ethik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B2900 (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-P1-14A / 09-30-P2-19A / 09-30-PS-10SFrau-Werden / Tier-Werden / Unwahrnehmbar-Werden. Der Aufstand gegen das Gesicht (des Mannes) bei Gilles Deleuze.
Becoming-Women / Becoming-Animal / Becoming-Inperceptible. Gilles Deleuze on the uprising against the face (of man).

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B1410 (2 SWS)

In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept des Werdens bei Gilles Deleuze nähern. Seine Theorie des Werdens tritt als Gegenentwurf zu einer Vorstellung des Seins auf. Die vor allem auf (meist statischen) Bildern beruhende Vorstellung des Seins soll mithilfe einer Metaphysik der Bewegung durchbrochen werden. Dieser Durchbruch ist jedoch keiner, der sich auf die Philosophie bzw. Erkenntnistheorie und Ontologie beschränkt. So wie nach Vorstellung Deleuzes die bisherige Philosophie (des Seins/des Bildes - und: des Gesichts) eine bestimmte Weltordnung widerspiegelt - dahingehend, wie der Mensch die Welt wahrnimmt und wie er gesellschaftlich darin lebt - so verharrt auch seine neue Philosophie nicht in den (vermeintlichen) Grenzen der Disziplin, sondern will selbst Werkzeug für einen (gesellschaftlich-politischen) Kampf sein.
Ziel des Seminars soll es sein, eine Idee der deleuzianischen Umwerfung innerhalb der Philosophie zu gewinnen, um anhand eben dieser Umwerfung die gesellschaftliche Relevanz nachvollziehen und diskutieren zu können.

Eike Kroner
09-30-P1-15A / 09-30-P2-20A / 09-30-PS-11SKI in Pflege und Medizin: Ethische Herausforderungen
AI in care and medicine: Ethical challenges

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 23.06.23 16:00 - 18:00 SFG 3070
Mo 17.07.23 - Do 20.07.23 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 16:00 SFG 1030
Fr 21.07.23 09:30 - 13:00 SFG 1030

KI-Technologien kommen auch im Krankenhaus immer öfter zum Einsatz. Sie verändern das (Arbeits-) Leben von Ärzt:innen, Pflegekräften, Patient:innen und deren Angehörigen. Hier ist ethische Reflexion gefragt. Können KI-Systeme unser moralisches Wertegefühl beeinflussen? Wie geht man ethisch verantwortlich mit KI-basierten Empfehlungsvorschlägen um, die der eigenen klinischen Erfahrung widersprechen? Können Pflege-Roboter Tugenden haben? Welche moralischen Prinzipien sind bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien zu beachten?
Das Seminar dient der intensiven Lektüre grundlegender Texte und der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und ein kurzes Referat zu übernehmen.
Das Seminar findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit statt (17.-21. Juli), jeweils von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Eine Online-Vorbesprechung gibt es am Freitag, 23. Juni, 16 Uhr.


Literatur:
Ein Reader mit allen relevanten Texten wird rechtzeitig bereitgestellt.

Dr. Kathi Beier
Martin Hähnel
09-30-P2-18AAuf der Suche nach epistemischer Gerechtigkeit
Searching for Epistemic Justice

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 1040 (2 SWS)

In diesem Seminar werden wir uns der jüngeren Diskussion um epistemische Ungerechtigkeit widmen. Die Rede von "Epistemic Injustice" geht auf die Philosophin Miranda Fricker zurück, die damit auf Ungleichheiten in der Ordnung von Wissen verweist. Fricker unterscheidet zwei Formen epistemischer Ungerechtigkeit. "Testimonial Injustice" liegt vor, wenn bestimmten Personen(gruppen) aufgrund ihrer sozialen Identität (z. Bsp. aufgrund ihres Geschlechts oder Alters) nicht in demselben Maß epistemische Autorität zugeschrieben und Glauben geschenkt wird. "Hermeneutical Injustice" bezieht sich auf die Ungleichverteilung von hermeneutischen Ressourcen, die dazu führt, dass verschiedene Personen(gruppen) in unterschiedlichem Maße fähig sind, sich und ihre Situation zu verstehen und anderen gegenüber zur Geltung zu bringen. Die Philosophin Kristine Dotson unterscheidet eine weitere Form epistemischer Ungerechtigkeit: „Contributory Injustice“. Diese liegt vor, wenn die epistemischen Ressourcen einer marginalisierten Gruppen zwar vorhanden sind, diese aber von der Mehrheitsgesellschaft willentlich ignoriert oder abgewertet werden. Alle drei Phänomene verdeutlichen, dass sich in der Ungleichverteilung epistemischer Ressourcen und epistemischen Status Machtverhältnisse manifestieren.

Das Seminar ist als klassisches Lektüreseminar gestaltet. Die Basis hierfür bildet Frickers Buch Epistemic Injustice. Power and the Ethics of Knowing. Darauf aufbauend werden wir uns auch der breiteren zeitgenössischen Diskussion widmen, die über die Rekonstruktion von epistemischer Ungerechtigkeit hinaus eine Vielzahl von verwandten Problematisierungen (epistemic oppression, epistemic violence, epistemic appropriation) entwickelt hat.

Teilnahmevoraussetzungen: Lesen der Texte, Aktive Teilnahme, Lesetagebuch & Fazit-Papier oder Hausarbeit


Literatur:
Fricker, Miranda. 2007. Epistemic Injustice. Power and the Ethics of Knowing. Oxford: Oxford University Press.

Dr. Regina Müller
09-30-P2-21AWalter Benjamin: Ausnahmezustand und Geschichtsthesen
Walter Benjamin: State of Exception and Theses on History

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 2020 (2 SWS)

Las man Benjamins Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ von 1940 vor zehn Jahren, so konnte man seine Auseinandersetzung mit dem Faschismus als historisch verstehen. Inzwischen haben sich in Europa und im Rest der Welt die politischen Verhältnisse so gewandelt, dass dieser Text eine ungeahnte Gegenwärtigkeit erfahren hat. In Schweden, in Ungarn oder in Italien sind Regierung an der Macht, die sich affirmativ auf den Faschismus beziehen. Im Seminar im Wintersemester 2022/23 befassten wir uns mit Benjamins frühem Text Zur Kritik der Gewalt, der 1921, ein Jahr vor Mussolinis Marsch auf Rom im Jahre 1922, geschrieben ist und ein Gegenbild zur Idee einer nationalen Revolution abgibt. Benjamins entsprechende Kritik wird von ihm im Jahre 1940, in dem die Thesen geschrieben werden, nochmals pointiert zugespitzt. Das gilt insbesondere auch für seine Korrespondenz und Auseinandersetzung mit Carl Schmitt, die in jüngster Zeit von Giorgio Agamben in seinem Buch über den Ausnahmezustand rekonstruiert wurde. Benjamins Text ist kanonisch, vor allem wegen seiner Schreibweise in sogenannten dialektischen Bildern, auf die im Seminar besonders eingegangen werden soll. Das Seminar eignet sich für Interessierte an aktuellen philosophischen und politischen Fragen zur Demokratie.
Prof. Dr. phil. habil. Wolfgang Bock hat an der Universität Bremen promoviert und sich habili-tiert und ist ordentlicher Professor an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro in Brasilien. Er arbeitet seit vielen Jahren zum Verhältnis von Ästhetik und Politik. Jüngste Veröffentlichung KUNST UND ANGST. SÖREN KIERKEGAARD UND DER FILM THE SQUARE (Würzburg, K&N 2021). In Vorbereitung: REZEPTIONSATMOSPHÄREN. NIETZSCHES WILLE ZUR MACHT ZWISCHEN REAKTION, REHABILITATION UND REKTIFIZIERUNG

Literatur:
Textausgabe: Walter Benjamin, „Über den Begriff der Geschichte“, in: ders., GESAMMELTE SCHRIFTEN, hrsg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1972ff, Band I, S. 691-705 und entsprechende Anmerkungen sowie die Neuausgabe in WERKE UND NACHLAß
Sekundärliteratur u.a.:
Agamben, Giorgio (2004), DER AUSNAHMEZUSTAND. HOMO SACER II.1, Frankfurt am Main: Suhrkamp
Bock, Wolfgang (2000), WALTER BENJAMIN - DIE RETTUNG DER NACHT, Bielefeld: Aisthesis
Kraushaar, Wolfgang, AD WALTER BENJAMIN. EINE VERTEIDIGUNG GEGEN SEINE BEWUNDERER, Hamburg: EVA 2022.
Schmitt, Carl (1922), POLITISCHE THEOLOGIE, Berlin: Duncker & Humblot 1979

Wolfgang Bock
09-M52-02-15-04-16Sozialphilosophie der Masse

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Do 01.06.23 16:00 - 18:00 via Zoom
Mo 18.09.23 - Fr 22.09.23 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 10:00 - 16:00 SFG 1040
Prof. Dr. Georg Mohr
Dr. Frank Kannetzky
09-M52-06-04Performance, Philosophie, Theater

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 2010 (2 SWS)

Wo stehen wir, wenn wir heute über die darstellenden Künste sprechen? Was ist state of the art in der Theaterwissenschaft, in der Kunstphilosophie (insbesondere auch der Schriften, die in der Tradition analytischer Philosophie stehen) und den Performance Studies?
Unter dieser Leitfrage werden wir im Seminar eine Umschau der gegenwärtigen Forschungsliteratur in den drei genannten Bereichen unternehmen. Dabei dürften sowohl für die Gegenwart spezifische als auch allgemeinere, aus der Vergangenheit bereits bekannte, Themen (oder besser: Problemlagen) zu finden sein.
Zu letzteren gehört die Frage nach dem oder den Zwecken der darstellenden Künste, die ‚Wozu-Frage‘. Und mit ihr wird zugleich die Frage nach ihrer Autonomie aufgerufen. Dem Spannungsverhältnis von Autonomie und äußerlicher Zweckgebundenheit wird einerseits in der kontinentalen Ästhetik-Geschichte anhand von Kant (18 Jh.), Hegel (19. Jh.) und Adorno (20. Jh.) und andererseits in der analytisch-pragmatischen Tradition anhand von Dewey (19. Jh.), Beardsley und Langer (20. Jh.) nachgegangen.
Ziel des Seminars ist es, ein philosophiegeschichtlich vertieftes Verständnis der gegenwärtigen darstellenden Kunst bzw. Künste auszubilden.
Vorgesehen sind Besuche von für das Seminar-Thema einschlägigen Aufführungen.

Felix Engel

Modul T1 Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B3-18B / 09-30-T1-34ALeibniz' Monadologie
Leibniz Monadology

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 2010 (2 SWS)

Woraus besteht die Welt? Lässt sie sich in immer kleinere Bestandteile auflösen? Sind sämtliche Ereignisse vorherbestimmt (determiniert)? Diese und viele weitere Fragen aus der Metaphysik und diversen angrenzenden Gebieten wie etwa Erkenntnistheorie, Physik, Moralphilosophie und Theologie werden in Leibniz‘ kurzer Schrift über die Monadologie behandelt.

Wir werden diesen Text, der zu den prägenden und kanonischen Texten der Philosophie der Neuzeit zählt, gemeinsam intensiv diskutieren. Dabei werden wir, wo immer nötig und hilfreich, auch auf Auszüge aus anderen Schriften von Leibniz zurückgreifen.


Lernziele:
Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden einen Überblick über Leibniz‘ Metaphysik zu vermitteln. Die Studierenden sind nach Abschluss des Kurses in der Lage, grundlegende metaphysische Überzeugungen von Leibniz sowohl historisch (bspw. im Bezug zum Cartesianismus) als auch systematisch (bspw. im Verhältnis zu Leibniz‘ Verständnis von Freiheit, Physik und Logik) zu verorten.

Literatur:
Es gibt diverse Ausgaben der Leibnizschen Monadologie. Ein empfehlenswerter Sammelband, der auch weitere kurze Texte von Leibniz enthält, die für den Kurs wichtig sind, ist beispielsweise folgender:
Gottfried Wilhelm Leibniz: Monadologie und andere metaphysische Schriften. Meiner Verlag, Hamburg 2014.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-B3-20B / 09-30-T1-35ADas Prinzip der Kompositionalität (Einführung in die Sprachphilosophie)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 2080 (2 SWS)

Das Kompositionalitätsprinzip – B3 – Version

In seinem Aufsatz Gedankengefüge, dem dritten und letzten Teil seiner Logischen Untersuchungen, stellt Gottlob Frege fest:

Erstaunlich ist es, was die Frage leistet, indem sie mit wenigen Silben unübersehbar viele Gedanken ausdrückt, daß sie sogar für einen Gedanken, den nun zum ersten Male ein Erdbürger gefaßt hat, eine Einkleidung findet, in der ihn ein anderer erkennen kann, dem er ganz neu ist. Dies wäre nicht möglich, wenn wir in dem Gedanken nicht Teile unterscheiden könnten, denen Satzteile entsprächen, so daß der Aufbau des Satzes als Bild könnte des Aufbaues des Gedankens.

Gedanken à la Frege sind die Inhalte sog. propositionaler Einstellungen, welche durch die Äußerung eines Satzes ausgedrückt werden können. Für Frege stellen diese zugleich die primären Träger von Wahrheit und Falschheit dar. Hierbei geht Frege interessanterweise nun davon aus, dass Gedanken und die sie abbildenden Sätze eine mereologische Struktur aufweisen, in der man zwischen Ganzen und ihren Teilen unterscheiden kann.

i. Zum einen weisen einzelne Sätze und die durch diese ausgedrückten Gedanken (wie [Ätna ist größer als Vesuv]) verschiedene Teile auf, die auch in anderen Sätzen bzw. Gedanken auftreten ([Ätna], [ist größer als], [Vesuv]), und die durch andere Teile ersetzt werden könnten (etwa durch [Hamburg] und [Bremen]), wodurch ein anderer Satz/Gedanke gefügt würde.
ii. Zum anderen können verschiedene atomare Sätze bzw. Gedanken miteinander kombiniert werden, wodurch sich komplexe Satz- bzw. Gedankengefüge ergeben (etwa [Hamburg ist größer als Bremen, und der Ätna ist größer als der Vesuv]).

In der modernen Sprachphilosophie, der linguistischen Semantik und anderen Disziplinen ist dieses Bild zum sog. Kompositionalitätsprinzip spezifiziert worden, nach der sich die Bedeutung eines komplexen sprachlichen Ausdrucks kompositional aus der Bedeutung seiner unmittelbaren Teile, sowie der Art und Weise ihrer Zusammensetzung ergibt (vgl. Werning & Haase 2015). Verfechter*innen des Prinzips argumentieren, dass nur eine solches Prinzip erklären kann, warum Sprache (wie von Frege angedeutet) produktiv ist. Vor diesem Hintergrund ergeben sich allerdings diverse Fragen. So gibt das Frege-Prinzip allein keine Antwort darauf, wie grundlegende Bedeutungsträger – also bspw. einzelne Worte – zu ihrer Bedeutung gelangen. Weiterhin fragt sich, wie plausibel das Prinzip in Bezug auf natürliche Sprachen ist, die reichhaltig an Metaphern (wie [Julia ist die Sonne]) und Idiomen ([jemandem einen Korb geben]) sind, welche nicht kompositional aufgebaut scheinen. Auch beißt sich das Prinzip mit einem anderen Prinzip von Frege, welches fordert, dass Worte nur im Satzzusammenhang eine Bedeutung zukommt.
Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Sprachphilosophie anhand des Kompositionalitätsprinzips. Wir wollen die einschlägigen Texte Frege’s studieren, um anschließend zu überlegen, wie plausibel das Prinzip der Komposition ist, insbesondere in Bezug auf natürliche Sprachen. Dabei sollen grundlegende Begriffe wie der Begriff der Bedeutung oder der Kontrast zwischen Wahrheit und Falschheit vermittelt werden.

Literatur:
Frege, Gottlob. 1923. Logische Untersuchungen. Dritter Teil. Gedankengefüge.
Werning, Markus & Haase, Viviana. 2015. Kompositionalität. In Kompa: Sprachphilosophie.

Thorben Petersen, M.A.
09-30-T1-36AThomas S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen
Thomas S. Kuhn: The Structure of Scientific Revolutions

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 1030 (2 SWS)

Man kann die Wissenschaftstheorie einteilen in die vor Kuhn und die nach Kuhn – Kuhn verändert das Bild der Wissenschaft radikal. Traditionell wird unterstellt, dass Wissenschaft realistisch sei (also die Welt wahrheitsgemäß abbilden soll), dass sie rational sei i.d.S., dass sie Residuen bloßen Glaubens sukzessive eliminiere, Glauben durch Wissen ersetze, dass sie dabei auf Beobachtung und Experiment als Quellen der empirischen Erkenntnis setze. Dabei wird strikt zwischen den sozialen, psychologischen und sonstigen Umständen wissenschaftlicher Entdeckungen, ihrer Genese einerseits, und ihrer Geltung andererseits unterschieden. Letztere folge aufgrund der deduktiven Struktur wissenschaftlicher Theorien der Logik der Verifikation und Falsifikation, wobei immer größere Wissensbestände angehäuft werden.
Im Seminar werden wir Kuhns Hauptwerk „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ von 1962 besprechen, in dem gezeigt wird, dass das traditionelle Bild von Wissenschaft die faktische Entwicklung der Wissenschaften, wie sie sich in der Wissenschaftsgeschichte darstellt, nicht erfassen kann – ja, dass es gegenüber der Geschichte der Wissenschaften sogar blind sein muss. Kuhn beschreibt die Wissenschaft als dynamisches Geschehen, in dem die „normale Wissenschaft“, die einem Rätsellösen gleicht, von wissenschaftlichen Revolutionen (Paradigmenwechseln) unterbrochen wird und verwirft dabei das Bild der Wissenschaft als stetige Anhäufung von immer mehr Wissen über die Gegenstände der Wissenschaften. Kuhn beschreibt das Verhältnis von Beobachtung, Beobachtungsaussage und Theorie neu, wobei insbesondere das Verhältnis von Beobachtung und Beobachtungsaussage problematisiert wird. Setzt man konkurrierende Theorien voraus, dann gibt es dabei eine Lücke, die nur durch Interpretation der Beobachtung im Lichte einer der Theorien geschlossen werden kann. Erst dann kann die Logik von Verifikation und Falsifikation überhaupt greifen, sofern deren Gegenstand eben Aussagen, nicht Beobachtungen sind. Nach Kuhn stellen sich solche Interpretationsprobleme im Falle der „Normalwissenschaft“ unter einem Paradigma gewöhnlich nicht, sie zeigen vielmehr Anomalien an, die dann zu wissenschaftlichen Revolutionen führen können. Damit stellen sich auch Fragen neu, wie die nach dem Verhältnis von Geltung und Genese wissenschaftlicher Aussagen. Kuhn erläutert diese Interpretationsleistungen unter Bezug auf soziologische und (sozial)-psychologische Kategorien, was ihm u.a. von I. Lakatos den Vorwurf eingebracht hat, dass wenn verschiedene Paradigmen unvergleichbar seien (Inkommensurabilität), der Paradigmenwechsel dann per se irrational sein müsse (d.h. nicht rational nachvollziehbar wäre), womit die Rationalität des Unternehmens Wissenschaft generell in Frage gestellt würde. Wir werden im Seminar auch über diese Kritik an Kuhns Konzeption sprechen.
Für die Teilnahme werden keine speziellen naturwissenschaftlichen oder mathematischen Kenntnisse vorausgesetzt, die über das hinausgehen, was man in der Schule lernt. Unverhandelbare Teilnahmevoraussetzung ist aber regelmäßige, gründliche Lektüre der Seminarliteratur und die Beteiligung an der Seminardiskussion sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Referaten oder zur Übernahme der Gestaltung einer Sitzung.

Dr. Frank Kannetzky
09-M52-06-04Performance, Philosophie, Theater

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 2010 (2 SWS)

Wo stehen wir, wenn wir heute über die darstellenden Künste sprechen? Was ist state of the art in der Theaterwissenschaft, in der Kunstphilosophie (insbesondere auch der Schriften, die in der Tradition analytischer Philosophie stehen) und den Performance Studies?
Unter dieser Leitfrage werden wir im Seminar eine Umschau der gegenwärtigen Forschungsliteratur in den drei genannten Bereichen unternehmen. Dabei dürften sowohl für die Gegenwart spezifische als auch allgemeinere, aus der Vergangenheit bereits bekannte, Themen (oder besser: Problemlagen) zu finden sein.
Zu letzteren gehört die Frage nach dem oder den Zwecken der darstellenden Künste, die ‚Wozu-Frage‘. Und mit ihr wird zugleich die Frage nach ihrer Autonomie aufgerufen. Dem Spannungsverhältnis von Autonomie und äußerlicher Zweckgebundenheit wird einerseits in der kontinentalen Ästhetik-Geschichte anhand von Kant (18 Jh.), Hegel (19. Jh.) und Adorno (20. Jh.) und andererseits in der analytisch-pragmatischen Tradition anhand von Dewey (19. Jh.), Beardsley und Langer (20. Jh.) nachgegangen.
Ziel des Seminars ist es, ein philosophiegeschichtlich vertieftes Verständnis der gegenwärtigen darstellenden Kunst bzw. Künste auszubilden.
Vorgesehen sind Besuche von für das Seminar-Thema einschlägigen Aufführungen.

Felix Engel

Modul T2 Wissenschaft, Methode, Natur

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-T2-17A / 09-30-TS-10SFeld - Zeit - Ich

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1030 (2 SWS)

Der Titel des Seminars verweist auf ein Buch des Philosophen Peter Rohs, der damit 1996 seinen Entwurf einer „feldtheoretischen Transzendentalphilosophie“ vorgelegt hat. Wir werden dieses Werk gemeinsam kritisch diskutieren und dabei auch Einblicke gewinnen in das Werk berühmter Denker der Frühen Neuzeit und des Deutschen Idealismus. Rohs Anspruch ist es, ein umfassendes philosophisches System zu skizzieren, dass gleichermaßen der Natur wie auch der Subjektivität gerecht wird. Seine Theorie der Natur ist durch die Philosophie Spinozas geprägt, die Rohs im Sinne einer Feldmetaphysik interpretiert. Und auf Seiten der Theorie der Subjektivität bezieht sich Rohs auf die Transzendentalphilosophie Fichtes. Doch wie führt man diese beiden Theorien nun zusammen zu einem gesamthaften „System des Wissens“, wie es etwa bei Schelling heißt? Hier greift Rohs in innovativer Weise auf den Zeitbegriff zurück. Zeit sei, wie er es nennt, der „ontologische Knoten“, der sich gleichsam in zwei Richtungen „entwickeln“ lässt: in die Ordnung vergangen-gegenwärtig-zukünftig, die grundlegend für alle Subjektivität ist, und in die Ordnung früher-später, die die feldtheoretische Natur charakterisiert. Zeit steht für Rohs also im Zentrum der geistigen wie auch der physikalischen Wirklichkeit.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-30-T2-18AVon Augustinus bis Nikolaus von Kues - Einführung in die westliche Philosophie des Mittelalters
From Augustine to Nicholas of Cusa - Introduction to Western Philosophy of the Middle Ages

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SFG 1030 (2 SWS)

Von Augustinus bis Nikolaus von Kues – anhand ausgewählter Primär- und Sekundärliteratur werden die Einflüsse, Themen und Positionen der westlichen Philosophie des Mittelalters beleuchtet. Im Fokus stehen dabei zum einen die Scholastik, als wichtigste wissenschaftliche Methode mittelalterlich-philosophischen Erkenntnisgewinns, zum anderen die relevantesten Fragen und Erkenntnisse im Bereich der Metaphysik, so zur Natur der Zeit oder der Universalien.

Ziel des Seminars ist es, quellennah in die überaus reiche und komplexe Denkwelt der westlichen mittelalterlichen Philosophie einzuführen, ihre grundlegenden Rahmenbedingungen zu skizzieren und einige der wichtigsten Positionen, Schriften und Motivationen vorzustellen, stets im Kontext ihrer historischen Zusammenhänge.

Joseph Kretzschmar, M.A.
09-M52-03-08Erkenntnisse in der physikalischen, digitalen und formalen Welt
Knowledge in the physical, digital and formal world

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2010 (2 SWS)

Kurzbeschreibung:
Die Veranstaltung gibt eine Einführung in erkenntnistheoretische Probleme der exakten Wissenschaften (Mathematik, Physik, Informatik) und deren historische Wurzeln. Typische Fragen, die behandelt werden, lauten: Was gilt als gute Erklärung in der Physik – und warum? Wie verändern künstliche Intelligenz und „big data“ unsere Erkenntnismöglichkeiten – und können sie „kreativ“ sein? Wovon handelt eigentlich die Mathematik – und warum gibt es in ihr keine Umbrüche wie in anderen Disziplinen?
Lernziele:
Die Teilnehmer des Seminars erlangen Kenntnis über wissenschaftsphilosophische Grundprobleme der exakten Wissenschaften. Sie können diese kritisch bewerten und auch Personen außerhalb ihres Fachgebiets souverän kommunizieren. Sie lernen, sich mit Originaltexten aus der theoretischen Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen.
Literatur:
Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka

Modul K Klassikerlektüre

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
90-30-K-006BGilbert Ryle: Der Begriff des Geistes
Ryle: The concept of mind

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 20:00 SFG 1030 (4 SWS)

Neben Wittgenstein und Austin gilt Ryle als ein Hauptvertreter der Ordinary Language Philosophy. Wie Wittgenstein befasste er sich mit Problemen, die sich nach seiner Diagnose aus der Verwechslung grammatischer und logischer Unterscheidungen, sog. Kategorienfehlern, und entsprechenden ungültigen Folgerungen ergeben, die in scheinbar unauflösliche philosophische Verwirrungen führen. Auflösen lassen sich diese Begriffskonflikte nur per Analyse des Gebrauchs dieser Ausdrücke. Die Anwendung dieser sprachphilosophischen Methode auf zentrale Probleme der Philosophie des Geistes und der Handlung findet sich in Der Begriff des Geistes. Insbesondere argumentiert Ryle, dass gängigen Theorien des Geistes eine Verwechslung von Dispositionsausdrücken (für Geistiges und den Bereich des Handelns) mit Ausdrücken für (verborgene mentale) Ereignisse bzw. Ursachen zugrunde liegt und der Geist deshalb „paramechanisch“ als „Gespenst in der Maschine“ konzeptualisiert werden muss, was insbesondere das Leib-Seele-Problem unlösbar erscheinen lässt und zu zahlreichen Zirkeln und Regressen in der Philosophie des Geistes führt.

Dr. Frank Kannetzky

Modul PS Philosophie der Moral, der Politik und des Rechts (Spezialisierungsmodul Praktische Philosophie)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-P1-14A / 09-30-P2-19A / 09-30-PS-10SFrau-Werden / Tier-Werden / Unwahrnehmbar-Werden. Der Aufstand gegen das Gesicht (des Mannes) bei Gilles Deleuze.
Becoming-Women / Becoming-Animal / Becoming-Inperceptible. Gilles Deleuze on the uprising against the face (of man).

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B1410 (2 SWS)

In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept des Werdens bei Gilles Deleuze nähern. Seine Theorie des Werdens tritt als Gegenentwurf zu einer Vorstellung des Seins auf. Die vor allem auf (meist statischen) Bildern beruhende Vorstellung des Seins soll mithilfe einer Metaphysik der Bewegung durchbrochen werden. Dieser Durchbruch ist jedoch keiner, der sich auf die Philosophie bzw. Erkenntnistheorie und Ontologie beschränkt. So wie nach Vorstellung Deleuzes die bisherige Philosophie (des Seins/des Bildes - und: des Gesichts) eine bestimmte Weltordnung widerspiegelt - dahingehend, wie der Mensch die Welt wahrnimmt und wie er gesellschaftlich darin lebt - so verharrt auch seine neue Philosophie nicht in den (vermeintlichen) Grenzen der Disziplin, sondern will selbst Werkzeug für einen (gesellschaftlich-politischen) Kampf sein.
Ziel des Seminars soll es sein, eine Idee der deleuzianischen Umwerfung innerhalb der Philosophie zu gewinnen, um anhand eben dieser Umwerfung die gesellschaftliche Relevanz nachvollziehen und diskutieren zu können.

Eike Kroner
09-30-P1-15A / 09-30-P2-20A / 09-30-PS-11SKI in Pflege und Medizin: Ethische Herausforderungen
AI in care and medicine: Ethical challenges

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 23.06.23 16:00 - 18:00 SFG 3070
Mo 17.07.23 - Do 20.07.23 (Mo, Di, Mi, Do) 09:30 - 16:00 SFG 1030
Fr 21.07.23 09:30 - 13:00 SFG 1030

KI-Technologien kommen auch im Krankenhaus immer öfter zum Einsatz. Sie verändern das (Arbeits-) Leben von Ärzt:innen, Pflegekräften, Patient:innen und deren Angehörigen. Hier ist ethische Reflexion gefragt. Können KI-Systeme unser moralisches Wertegefühl beeinflussen? Wie geht man ethisch verantwortlich mit KI-basierten Empfehlungsvorschlägen um, die der eigenen klinischen Erfahrung widersprechen? Können Pflege-Roboter Tugenden haben? Welche moralischen Prinzipien sind bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien zu beachten?
Das Seminar dient der intensiven Lektüre grundlegender Texte und der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und ein kurzes Referat zu übernehmen.
Das Seminar findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit statt (17.-21. Juli), jeweils von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Eine Online-Vorbesprechung gibt es am Freitag, 23. Juni, 16 Uhr.


Literatur:
Ein Reader mit allen relevanten Texten wird rechtzeitig bereitgestellt.

Dr. Kathi Beier
Martin Hähnel
09-M52-01-14-02-13Lebensbejahung bei Leibniz und Nietzsche
Life Affirmation in Leibniz and Nietzsche

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1030 (2 SWS)

Auf den ersten Blick könnte man meinen, ein Vergleich zweier so grundverschiedener Denker wie Leibniz und Nietzsche sei doch eine seltsame Unternehmung. Schließlich ist Gott bei Leibniz der Urgrund allen Seins, bei Nietzsche hingegen ist er und bleibt er tot. Leibniz hat sich vor Kant metaphysischen Spekulationen hingegeben, Nietzsche führt die Vernunft nach Kants Kritik noch jenseits von Gut und Böse. Leibniz betont die Unabkömmlichkeit einer grundlegenden geistigen Metaphysik, während Nietzsche die „Hinterweltler“ beschuldigt, für den erbärmlichen Zustand der menschlichen Moral verantwortlich zu sein. Und doch drängen sich dem längeren Blick durch die Weltbetrachtungen der beiden Denker interessante Ähnlichkeiten auf: Insbesondere die Betonung der Kraft, die Innerlichkeit, der Perspektivismus und innerorganismische Herrschaftsverhältnisse fallen hier theoretisch ins Auge. Aber auch das Ziel der Lebensbejahung: Beide Denker zeichnet eine Art intellektuelle Feier und Huldigung des Lebens aus, auch wenn Nietzsche das Leiden auf eine ganz und gar andere Weise verarbeiten muss als Leibniz. Wir wollen im Seminar die Gedankengebäude von Leibniz und Nietzsche anhand von Textpassagen aus ihren Werken kennenlernen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede (u.a. mithilfe von Sekundärliteratur) mit Blick auf die Art der Lebensbejahung herausarbeiten. In der gemeinsamen Diskussion soll aber auch Raum dafür sein, die Weltsichten der beiden Denker mit den eigenen Gedanken in Verbindung zu setzen.


Literatur:
Die Literatur wird über Stud.IP bereitgestellt.

Anne Christina Thaeder
09-M52-02-15-04-16Sozialphilosophie der Masse

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Do 01.06.23 16:00 - 18:00 via Zoom
Mo 18.09.23 - Fr 22.09.23 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 10:00 - 16:00 SFG 1040
Prof. Dr. Georg Mohr
Dr. Frank Kannetzky
09-M52-04-15Lieber eine Cyborg als eine Göttin: Donna Haraway über Wissenschaft, Technik und Feminismus
I would rather be a cyborg than a goddness. Donna Haraway on Science, Technology and Feminism

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1040 (2 SWS)

Das Seminar wird sich um Donna J. Haraways "Cyborg Manifesto" aufbauen. Der Essay aus dem Jahr 1985 hat mittlerweile Kultstatus erreicht und bietet bis heute Anlass zu interessanten Debatten rund um Technik, Maschinen, Identitäten, Körper, Wissenschaft und Feminismus. Als Biologin, Naturwissenschaftshistorikerin und Professorin für feministische Theorien und Technoscience verbindet Haraway Ansätze der feministischen Wissenschaftstheorie und der politischen Praxis. Am Beispiel der fortschreitenden Technologisierung beschreibt Haraway in ihrem Manifesto die Utopie einer postmodernen Gesellschaft und fordert das Aufbrechen gängiger Denkkategorien. Haraway beruft sich dabei auf ehemals selbstverständliche Ordnungskategorien, die mittlerweile nur noch schwer aufrecht zu erhalten sind: die Grenze zwischen Mensch und Tier, zwischen Körper (Organismus) und Maschine, und zwischen Physikalischem und Nicht-Physikalischem. Kategorien wie „Natur“, „Technik“ oder „Geschlecht“ sind bereits im Aufbrechen und ermöglichen uns weitere Grenzüberschreitungen. In Ihrem Manifesto beschreibt Haraway den Menschen als Cyborg, ein von Kategorien losgelöstes Wesen und stellt uns eine Welt in Aussicht, die frei von Dualismen ist.

Das Seminar ist als klassisches Lektüreseminar gestaltet. Die Basis hierfür bildet Haraways "Cyborg Manifesto". Um ein vertieftes Verständnis der Argumentationen von Haraway zu erarbeiten, werden weitere Aufsätze von ihr sowie Aufsätze anderer Autor*innen ergänzend herangezogen.

Teilnahmevoraussetzungen: Lesen der Texte, Aktive Teilnahme, Lesetagebuch & Fazit-Papier oder Hausarbeit

Literatur:
Haraway, Donna (1991): Simians, Cyborgs, and Women: The Reinvention of Nature. New York: Routledge.
Haraway, Donna (1995): A Manifesto for Cyborgs: Science, Technology and Socialist Feminism in the 1980s. In: Nicholson, Linda (Ed.). Feminism, Postmodernism. New York: Routledge, 1990, 190-233.

Dr. Regina Müller
09-M52-06-04Performance, Philosophie, Theater

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 2010 (2 SWS)

Wo stehen wir, wenn wir heute über die darstellenden Künste sprechen? Was ist state of the art in der Theaterwissenschaft, in der Kunstphilosophie (insbesondere auch der Schriften, die in der Tradition analytischer Philosophie stehen) und den Performance Studies?
Unter dieser Leitfrage werden wir im Seminar eine Umschau der gegenwärtigen Forschungsliteratur in den drei genannten Bereichen unternehmen. Dabei dürften sowohl für die Gegenwart spezifische als auch allgemeinere, aus der Vergangenheit bereits bekannte, Themen (oder besser: Problemlagen) zu finden sein.
Zu letzteren gehört die Frage nach dem oder den Zwecken der darstellenden Künste, die ‚Wozu-Frage‘. Und mit ihr wird zugleich die Frage nach ihrer Autonomie aufgerufen. Dem Spannungsverhältnis von Autonomie und äußerlicher Zweckgebundenheit wird einerseits in der kontinentalen Ästhetik-Geschichte anhand von Kant (18 Jh.), Hegel (19. Jh.) und Adorno (20. Jh.) und andererseits in der analytisch-pragmatischen Tradition anhand von Dewey (19. Jh.), Beardsley und Langer (20. Jh.) nachgegangen.
Ziel des Seminars ist es, ein philosophiegeschichtlich vertieftes Verständnis der gegenwärtigen darstellenden Kunst bzw. Künste auszubilden.
Vorgesehen sind Besuche von für das Seminar-Thema einschlägigen Aufführungen.

Felix Engel

Modul TS Philosophie der Naturwissenschaften (Spezialisierungsmodul Theoretische Philosophie)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-T2-17A / 09-30-TS-10SFeld - Zeit - Ich

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1030 (2 SWS)

Der Titel des Seminars verweist auf ein Buch des Philosophen Peter Rohs, der damit 1996 seinen Entwurf einer „feldtheoretischen Transzendentalphilosophie“ vorgelegt hat. Wir werden dieses Werk gemeinsam kritisch diskutieren und dabei auch Einblicke gewinnen in das Werk berühmter Denker der Frühen Neuzeit und des Deutschen Idealismus. Rohs Anspruch ist es, ein umfassendes philosophisches System zu skizzieren, dass gleichermaßen der Natur wie auch der Subjektivität gerecht wird. Seine Theorie der Natur ist durch die Philosophie Spinozas geprägt, die Rohs im Sinne einer Feldmetaphysik interpretiert. Und auf Seiten der Theorie der Subjektivität bezieht sich Rohs auf die Transzendentalphilosophie Fichtes. Doch wie führt man diese beiden Theorien nun zusammen zu einem gesamthaften „System des Wissens“, wie es etwa bei Schelling heißt? Hier greift Rohs in innovativer Weise auf den Zeitbegriff zurück. Zeit sei, wie er es nennt, der „ontologische Knoten“, der sich gleichsam in zwei Richtungen „entwickeln“ lässt: in die Ordnung vergangen-gegenwärtig-zukünftig, die grundlegend für alle Subjektivität ist, und in die Ordnung früher-später, die die feldtheoretische Natur charakterisiert. Zeit steht für Rohs also im Zentrum der geistigen wie auch der physikalischen Wirklichkeit.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-M52-01-05Aktuelle Themen der Theoretischen Philosophie
Current topics in theoretical philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 2010 (2 SWS)

Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der theoretischen Philosophie und insbesondere im Umfeld der Forschungsschwerpunkte hier in Bremen. Im Seminar werden zum einen gemeinsam einschlägige Texte gelesen und kritisch diskutiert; zum anderen wird den Studierenden die Gelegenheit geboten, eigene Forschungsinteressen aufzubauen und erste eigene Ansätze peer-to-peer zu präsentieren. Auch werden immer mal wieder externe Gäste eingeladen, um mit ihnen aktuelle Forschungsfragen zu diskutieren.
Lernziele:
Die Teilnehmer des Seminars lernen, sich mit Originaltexten aus der theoretischen Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei inhaltlich in aktuelle Forschungsthemen einzuarbeiten. Außerdem erwerben sie Fähigkeiten in der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsvorhaben und -ansätze.
Literatur:
Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-M52-01-14-02-13Lebensbejahung bei Leibniz und Nietzsche
Life Affirmation in Leibniz and Nietzsche

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1030 (2 SWS)

Auf den ersten Blick könnte man meinen, ein Vergleich zweier so grundverschiedener Denker wie Leibniz und Nietzsche sei doch eine seltsame Unternehmung. Schließlich ist Gott bei Leibniz der Urgrund allen Seins, bei Nietzsche hingegen ist er und bleibt er tot. Leibniz hat sich vor Kant metaphysischen Spekulationen hingegeben, Nietzsche führt die Vernunft nach Kants Kritik noch jenseits von Gut und Böse. Leibniz betont die Unabkömmlichkeit einer grundlegenden geistigen Metaphysik, während Nietzsche die „Hinterweltler“ beschuldigt, für den erbärmlichen Zustand der menschlichen Moral verantwortlich zu sein. Und doch drängen sich dem längeren Blick durch die Weltbetrachtungen der beiden Denker interessante Ähnlichkeiten auf: Insbesondere die Betonung der Kraft, die Innerlichkeit, der Perspektivismus und innerorganismische Herrschaftsverhältnisse fallen hier theoretisch ins Auge. Aber auch das Ziel der Lebensbejahung: Beide Denker zeichnet eine Art intellektuelle Feier und Huldigung des Lebens aus, auch wenn Nietzsche das Leiden auf eine ganz und gar andere Weise verarbeiten muss als Leibniz. Wir wollen im Seminar die Gedankengebäude von Leibniz und Nietzsche anhand von Textpassagen aus ihren Werken kennenlernen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede (u.a. mithilfe von Sekundärliteratur) mit Blick auf die Art der Lebensbejahung herausarbeiten. In der gemeinsamen Diskussion soll aber auch Raum dafür sein, die Weltsichten der beiden Denker mit den eigenen Gedanken in Verbindung zu setzen.


Literatur:
Die Literatur wird über Stud.IP bereitgestellt.

Anne Christina Thaeder
09-M52-01-15Naturerkenntnis und Poetische Form

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 SFG 2010 (2 SWS)

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Gedichtform als einer spezifischen und klanglich konnotierten Form der Wissensvermittlung in der Naturphilosophie. Wir diskutieren den erkenntnistheoretischen und kulturellen Hintergrund, der frühe griechische Denker wie Parmenides und Empedokles dazu veranlasste, ihre jeweiligen Ansätze und Überlegungen in Versform zu bringen. Wir werden uns mit der antiken Entwicklung der Lehrdichtung beschäftigen und der Frage, warum sie als bevorzugtes Mittel zur Übermittlung unmittelbarer, sicherer und oft nicht-diskursiver Erkenntnisse über die Natur angesehen wurde – und inwiefern es bei dieser Übermittlung darum geht, „ein philosophisches Thema hörbar“ zu machen. Viel später finden diese Gedanken und Vermutungen eine (letzte) Blütezeit in Goethes Versuch, ein Naturgedicht im Sinne Lukrez‘ zu schreiben. Auch wenn neuere Erkenntnisse und Überzeugungen - vor allem von Spinoza und der klassischen deutschen Philosophie - einen starken Einfluss auf Goethe ausübten, zeigen seine Beweggründe, Naturphilosophie dichterisch zu betreiben, große Ähnlichkeiten und Kontinuitäten mit denen aus der Antike. Auch dies werden wir im Seminar genauer diskutieren und abschließend mit späteren Ansätzen vergleichen, die ebenfalls auf besondere literarische Formen zurückgreifen, um philosophischen Wissen zu vermitteln.

Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
09-M52-06-04Performance, Philosophie, Theater

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 2010 (2 SWS)

Wo stehen wir, wenn wir heute über die darstellenden Künste sprechen? Was ist state of the art in der Theaterwissenschaft, in der Kunstphilosophie (insbesondere auch der Schriften, die in der Tradition analytischer Philosophie stehen) und den Performance Studies?
Unter dieser Leitfrage werden wir im Seminar eine Umschau der gegenwärtigen Forschungsliteratur in den drei genannten Bereichen unternehmen. Dabei dürften sowohl für die Gegenwart spezifische als auch allgemeinere, aus der Vergangenheit bereits bekannte, Themen (oder besser: Problemlagen) zu finden sein.
Zu letzteren gehört die Frage nach dem oder den Zwecken der darstellenden Künste, die ‚Wozu-Frage‘. Und mit ihr wird zugleich die Frage nach ihrer Autonomie aufgerufen. Dem Spannungsverhältnis von Autonomie und äußerlicher Zweckgebundenheit wird einerseits in der kontinentalen Ästhetik-Geschichte anhand von Kant (18 Jh.), Hegel (19. Jh.) und Adorno (20. Jh.) und andererseits in der analytisch-pragmatischen Tradition anhand von Dewey (19. Jh.), Beardsley und Langer (20. Jh.) nachgegangen.
Ziel des Seminars ist es, ein philosophiegeschichtlich vertieftes Verständnis der gegenwärtigen darstellenden Kunst bzw. Künste auszubilden.
Vorgesehen sind Besuche von für das Seminar-Thema einschlägigen Aufführungen.

Felix Engel

Modul AM Abschlussmodul

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-AM-1CBachelorabschluss-Seminar
Bachelor Thesis Tutorial

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 2010 (2 SWS)

Das Seminar dient der Besprechung von Abschlussarbeiten und der Studienausgangsphase. Die Teilnehmer stellen ihre Arbeit vor (Thema, Aufbau, verwendete Literatur etc.), später werden auch Kapitelentwürfe, Gliederungen, Einleitungen etc. diskutiert. Das Seminar dient dem Austausch mit anderen in der gleichen Situation und soll, neben den regulären Betreuern der BA- bzw. MA-Arbeit, eine Anlaufstelle bei Schwierigkeiten mit der Arbeit sein. Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft, die eigene Arbeit vorzustellen und eigene und fremde Arbeiten zu diskutieren, sind zwingende Teilnahmevoraussetzungen.

Dr. Frank Kannetzky

General Studies: Angebote für Studierende aller Fächer des FB 09

Im General Studies Wahlpflichtbereich bietet das Angebot des FB 09 seinen Studierenden eine große Auswahl an Studienmöglichkeiten. Diese finden Sie im Lehrveranstaltungsverzeichnis unter Fachbereich 09: Kulturwissenschaften, General Studies und Schlüsselqualifikationen (Wahlpflichtbereich) - FB 09.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
General Studies am Fachbereich 9
"Studien- und Berufsorientierung", "Profilbildung Diversität", "Ausgewählte Fachveranstaltungen" u. v. m.

Lernfeld


N. N.

Schreibberatung am Fachbereich 9

Schreiben ist zentraler Baustein der Forschung. Im Prozess des wissenschaftlichen Scheibens werden Ergebnisse in Forschungsstände eingebunden, Fragestellungen präzisiert und in theoretische Kontexte verwickelt. Texte in Form von Essays, Vorträgen, Hausarbeiten, BA- oder Masterarbeit zu produzieren, ist ein Akt in dem Erkenntnisse entworfen und strukturiert werden. Wissenschaftliches Schreiben ist kein unbewegliches Instrument, sondern sehr lebendig. Es muss gelernt und geübt; in jedem Themenfeld neu entwickelt werden. Der Weg ist oft mühevoll, braucht Zeit und Geduld. Sich selber Zeit zur Konzentration einzuräumen ist ein "Knackpunkt" im studentischen Alltag.
Der Umgang mit strukturellen Problemen und/oder mit „Ängsten vor dem leeren Blatt“ findet im Schreibcoaching begleitende Förderung. Der oft im „stillen Kämmerlein“ vollzogene Akt wird als Schlüsselkompetenz sichtbar und verhandelbar. Zur Motivation, Orientierung, Konkretisierung und Strukturierung gibt es diese spezifischen Angebote in Form studentischer Workshops und die Möglichkeit der Einzelberatung.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:
Britta Petersen/ ForstA-Beauftragte FB 9
e-mail: forstafb9@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
Schreibportal der Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Lernfeld

https://blogs.uni-bremen.de/schreibportalfb910/

Auf dem Schreibportal finden Sie die Schreibberatungsangebote der Universität Bremen. Verschiedene Materialien und Einführungen zum Erarbeiten eines Textes stehen Ihnen hier zur freien Verfügung.

Außerdem bieten wir Ihnen kurze Informationen und Hilfestellungen zu verschiedenen Phasen eines Schreibprojekts und haben aktuelle Workshops, bewährte Literatur und Online-Materialien zusammengestellt.

Das Portal führt Sie auch an Orte und Institutionen der Universität Bremen, an denen im Kollektiv geschrieben wird und an denen Sie Unterstützung finden. Auf geht’s:

SCHREIBEND WISSENSCHAFT LERNEN!

Britta Petersen
Kontakt Schreibberatung: Britta Petersen
Zur Unterstützung Ihrer Schreibprojekte

Lernfeld

Kontaktieren Sie mich gerne per Mail zur Terminabsprache:
E-Mail: studienzentrumfb9-petersen@uni-bremen.de
Telefon: 0421/218-67512
Gebäude: GW 2, Raum: B 2540

Wissenschaftliche Schreibprojekte sind stets eine neue Herausforderung. Vom allerersten Essay bis zur Promotion entstehen im Schreibprozess Unsicherheiten und Fragen. Ob Recherche, Themensuche/ Themeneingrenzung, Fragestellung, Erstellung der Verzeichnisse, Zitation etc.

Die Sprechstunde ist als "Kurzgespräch" konturiert; erste "Lösungen" zu Ihrem Schreibprojekt können gemeinsam angedacht werden. Sprechen Sie mich gerne an!

Eine "vertiefende" Beratung dauert ca. 45 Minuten und bedarf eines individuellen Termins.

Britta Petersen
Workshops zu Studienmethoden, Kommunikation und zum wissenschaftlichen Schreiben finden Sie im Programm der zentralen Studierwerkstatt:

Lernfeld

https://www.uni-bremen.de/studierwerkstatt/programm

Die Studierwerkstatt der Universität bietet Ihnen verschiedene Workshops in den Bereichen Studienmethoden, Wissenschaftliches Arbeiten/ Schreiben, Kommunikation und Peer Learning an.
Die Anmeldung erfolgt über die Studierwerkstatt;

Bei Fragen zu Ihrem Schreibprojekt wenden Sie sich im Fachbereich 9 gerne auch an Britta Petersen: studienzentrumfb9-petersen@uni-bremen.de

Britta Petersen
09-schreiben-01Von Studierenden für Studierende: Wissenschaftliches Schreiben begleitet durch Schreibcoaches
Mit Anna Brandewiede und Jan Niklas Bohlen

Seminar

Einzeltermine:
Di 25.07.23 10:00 - 14:00 GW2 B2900
Mi 09.08.23 10:00 - 12:00 Zoom-Meeting
Di 29.08.23 10:00 - 14:00 GW2 B2900

Im wissenschaftlichen Schreiben kehren oft altbekannte Fragen wieder: „Wie entwickle ich eine passende Fragestellung?“, „Wie sammele ich meine ersten Gedanken und Ideen?“ und „Wie gliedere ich meine Hausarbeit?“. Um damit nicht alleine zu stehen, wollen wir gemeinsam die Grundlagen zum Schreiben wissenschaftlicher Texte angehen. Dabei widmen wir uns euren individuellen Anliegen.
In dem Peer-to-Peer Format steht neben formalen und inhaltlichen Aspekten des wissenschaftlichen Schreibens der Austausch untereinander im Fokus. Zusammen beleuchten wir individuelle Schreibprozesse und werden Ideen austauschen. Die Inhalte positionieren wir gemeinsam an Euren Bedarfen.
Der Workshop richtet sich an alle Studierenden der Fachbereiche 09 und 10.

Die Veranstaltung besteht aus zwei Präsenzterminen und einem Termin über Zoom:
Termin 1: Blockeinführung in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Fragestellung finden, Gliederung erstellen etc.)
Termin 2: Treffen per Zoom
Termin 3: Gemeinsame Bearbeitung konkreter Fragen, die während der individuellen Schreibprozesse auftreten.

Britta Petersen
09-schreiben-02Von Studierenden für Studierende: Strukturieren mit Citavi. Die vielfältigen Möglichkeiten des Literaturverwaltungsprogrammes. Einführungsworkshop
Mit Anna Brandewiede

Tutorium

Einzeltermine:
Fr 01.09.23 14:00 - 16:00 GW2 B1580

Es ist eine bekannte Situation: Mit jedem Schritt, der im Entstehungsprozess einer Hausarbeit vollzogen wird, wächst der Stapel an Literatur. Da kann sich schnell ein unüberwindbarer Berg an Büchern und Artikeln ansammeln, der den Blick auf den Horizont, der doch eigentlich hätte erweitert werden sollen, zur Gänze verdeckt.
Digitale Programme zur Literaturverwaltung, wie Citavi, können da Abhilfe schaffen. Gemeinsam werden wir uns in diesem kleinen Workshop mit diesem Tool auseinandersetzen.
Benötigt werden:
• Ein internetfähiges Tablett oder einen internetfähigen Laptop
• Zugang zum Campusnetz
• Windows Betriebssystem

Britta Petersen
09-schreiben-03Von Studierenden für Studierende: Strukturieren mit Citavi. Die vielfältigen Möglichkeiten des Literaturverwaltungsprogrammes. Aufbauworkshop
Mit Anna Brandewiede

Tutorium

Einzeltermine:
Mo 04.09.23 14:00 - 16:00 GW2 B1580

Es ist eine bekannte Situation: Mit jedem Schritt, der im Entstehungsprozess einer Hausarbeit vollzogen wird, wächst der Stapel an Literatur. Da kann sich schnell ein unüberwindbarer Berg an Büchern und Artikeln ansammeln, der den Blick auf den Horizont, der doch eigentlich hätte erweitert werden sollen, zur Gänze verdeckt.
Digitale Programme zur Literaturverwaltung, wie Citavi, können da Abhilfe schaffen. Gemeinsam werden wir uns in diesem kleinen Workshop mit diesem Tool auseinandersetzen.
Benötigt werden:
• Ein internetfähiges Tablett oder einen internetfähigen Laptop
• Zugang zum Campusnetz
• Windows Betriebssystem

Britta Petersen
schreibatelierSchreiben im Studium
... wir wollen uns vernetzen

Lernfeld

Über diese Gruppe verschicken wir aktuelle Workshop-Angebote; Sprechzeiten usw.
Gleichsam Sind Sie als Schreibende vernetzt und können zu uns Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns, wenn Sie Teil dieses kleinen Netzwerkes werden.

Britta Petersen
Dr. Sibylle Seyferth