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Picknicks lindern den Kulturschock

Sommerpicknick, Ausflüge, Filmabende: Das klingt nach einer Menge Spaß. Die internationalen Communities an der Uni Bremen bieten aber nicht nur ein buntes Freizeitprogramm – sie sind Unterstützung für ausländische Studierende, die tausende Kilometer von der Heimat entfernt in eine fremden Kultur…

Insgesamt 16 Communities und Projektgruppen werden an der Universität Bremen durch das Programm „kompass“ des International Office gefördert. Die Communities verbinden die Mitglieder aufgrund gemeinsamer Herkunft, Religion oder Interessen, organisieren Veranstaltungen und unterstützten beim Einleben in die deutsche Kultur. Zu diesen Communities zählt auch „Osteuropa und Freunde“: Sie wurde im Wintersemester 2011/12 als Anlaufstelle für Studierende aus Osteuropa von von der deutschen Studentin Marthe Heidemann gegründet. Seit einigen Monaten wird die Gruppe von Anna Kamyshanchenko, 24, und einer weiteren Studentin geleitet.

Von Polen bis Kasachstan

„Wir sind Ansprechpartnerinnen für alle Studierende aus Osteuropa oder für diejenigen, die sich für Osteuropa interessieren. Konkret können bei uns internationale und auch deutsche Studierende Unterstützung im Studium und im Alltag finden“, so  Anna Kamyshanchenko, die derzeit ihr Masterstudium „Stadt- und Regionalentwicklung“ abschließt. Sie kam vor drei Jahren für ein Jahr über die Kooperation mit ihrer Hochschule, der Staatsuniversität Belgorod, an die Universität Bremen. Sie entschied sich, auch ihren Master in Bremen zu absolvieren, und promoviert gleichzeitig per Fernstudium in Russland. Die Mitglieder der Community kommen inzwischen nicht nur aus Russland, sondern auch aus der Ukraine, Kasachstan, Polen oder Bulgarien. Gesprochen wird meist Russisch, Deutsch oder Englisch.

Gemeinsam in der Fremde

Um ausländischen Studierenden das Einleben im fremden Land zu erleichtern und deutschen Interessierten Osteuropa näher zu bringen, organisiert die Community unter anderem Theater- und Museumsbesuche, Stadtführungen, Filmvorführungen und Sommer-Picknicks. Besonders gut gefallen haben der jungen Russin  die Infoabende, die immer zu Semesteranfang stattfinden: „Es kommen regelmäßig neue Leute zu unseren Treffen.  Dabei wird  in  verschiedenen Sprachen gesprochen und es macht einfach Spaß, Kulturinteressierte und ausländische Studierende zusammen zu bringen“. Die Community hat mittlerweile rund 50 Mitglieder.

International Day am 21. Mai

„Uns liegt auch am Herzen, dass auch Deutsche und Studierende aus anderen Teilen der Welt etwas mehr über Mittel- und Osteuropa erfahren“, erzählt Anna Kamyshanchenko. Deshalb organisieren wir zusammen mit anderen Communitys dieses Jahr wieder einen International Day: Am 21. Mai 2014 informieren wir über die Vielfältigkeit unserer Kultur, präsentieren uralte Traditionen und bieten ‘Spezialitäten unserer Küche an“.

Mehr über das kompass-Projekt und die internationalen Communities erfahren Sie hier.

Vier junge Frauen und ein junger Mann vor einer Plakatstellwand
Natalya Kim (Usbekistan), Natallia Hladkaya (Weißrussland), Igor Sluzhivcev (Russland), Anna Kamyshanchenko (Russland) und Alena Usava (Weißrussland) (v.l.n.r.)