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Uni-Professor Kai-Uwe Hinrichs erhält Leibniz-Preis

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in Bonn vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftlern den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis zuerkannt. Einer der Preisträger ist der Bremer Geowissenschaftler Professor Kai-Uwe Hinrichs. Er arbeitet seit 2002 am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) an der Universität Bremen. Als bedeutendste Auszeichnung dieser Art ist der Leibniz-Preis mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert.

In einer ersten Reaktion zeigte sich der 47-jährige Wissenschaftler überwältigt: „Für mich bedeutet der Preis eine wunderbare Würdigung der wissenschaftlichen Anstrengungen meiner Arbeitsgruppe. Das Fördergeld wird uns in die Lage versetzen, unsere Fragestellungen noch umfassender und nachhaltiger anzugehen.“

Professor Rolf Drechsler, Konrektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bremen, ist begeistert: „Mit der Leibniz-Auszeichnung wird einmal mehr die außergewöhnliche Forschungsqualität der Bremer Universität und das große Engagement eines ihrer Wissenschaftler gewürdigt. Ich freue mich für den Kollegen Kai-Uwe Hinrichs und ich freue mich für den Wissenschaftsstandort Bremen. Der Preis stärkt die Meeresforschung im Bundesland Bremen nachhaltig, national und international.“

Ein wissenschaftlicher Grenzgänger


Professor Kai-Uwe Hinrichs ist ein Grenzgänger – jedenfalls wissenschaftlich gesehen. Er untersucht, welche Rolle Mikroorganismen im Meer für den klimarelevanten Kohlenstoffkreislauf spielen. Dabei verbinden er und seine Arbeitsgruppe geowissenschaftliche Ansätze mit analytisch-chemischen und mikrobiellen Verfahren. Im Blickfeld von Hinrichs` Forschungen stehen Lebensprozesse tief im Meeresboden. Diese „tiefe Biosphäre“ ist wohl der am wenigsten untersuchte Lebensraum auf der Erde – obwohl er eine Schlüsselrolle für den globalen Kohlenstoff- und Sauerstoffhaushalt spielt.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird am 16. März 2011 in Berlin überreicht. Ziel des Leibniz-Programms, das die DFG 1985 einrichtete, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern.

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