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Auf einen Espresso mit... Viktoria Sirkku Marewski, Studentin und Deutschlandstipendiatin

Im Newsletter interviewen wir unsere Mitglieder zu ihrer Zeit an der Universität Bremen. In dieser Ausgabe hat Viktoria Marewski, studentisches Mitglied im Alumniverein und Deutschlandstipendiatin, die Fragen beantwortet. Möchten auch Sie in dieser Rubrik erscheinen? Dann melden Sie sich gerne bei Ute Mai in der Geschäftsstelle unter alumni@uni-bremen.de.

Sie studieren seit dem Wintersemester 2016/17 Public Health/Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen. Warum haben Sie sich für dieses Studium entschieden, Frau Marewski?

Bevor ich mit meinem Studium in Bremen begann, habe ich eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin und im Anschluss zur Rettungsassistentin gemacht. Danach wollte ich mich neu orientieren. Mein Ziel war zunächst das Medizinstudium gewesen. Durch die Erfahrungen mit unserem Gesundheitssystem während den Ausbildungen und meinen verschiedenen Krankenhauspraktika, begann ich diesen Wunsch zu hinterfragen. Ich suchte nach einer Möglichkeit, die sowohl mein medizinisches als auch mein gesellschaftliches und politisches Interesse in Bezug auf Gesundheit und das Gesundheitssystem berücksichtigt. So bin ich dann auf Public Health aufmerksam geworden.

 

Und warum haben Sie sich für Bremen entschieden?

Anders als bei vielen Angeboten dieser Fachrichtung wird in Bremen zu Anfang noch kein Schwerpunkt vorgegeben. Man bekommt in allen wichtigen Bereichen (z.B. Management, Ökonomie, Politik, Epidemiologie …) eine gute Grundausbildung und setzt eigene Akzente und Schwerpunkte durch die Wahl der begleitenden Seminare. Außerdem hat mich das Konzept des „forschenden Lernens“ sehr für Bremen eingenommen. Hierbei bekommt man die Möglichkeit, das Gelernte auch schon während des Studiums direkt in der Praxis anzuwenden.

 

Woher stammen Sie ursprünglich?

Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof in Hattingen. Das liegt im Süden des Ruhrgebietes.

 

Wer oder was hat Ihre Laufbahn bisher am meisten beeinflusst?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Meine berufliche Laufbahn wurde bisher am meisten durch meine Erfahrungen im Krankenhaus und im Rettungsdienst bei der Feuerwehr beeinflusst. Hier habe ich - neben den bereits erwähnten Aspekten - auch viel über mich selbst gelernt, z.B. wie ich in extremen Stresssituationen gut und überlegt reagiere. Daneben hat mich persönlich der Leistungssport und die Imkerei am meisten geprägt. Bis vor kurzem habe ich Kanupolo in der Bundesliga und Championsleague für den Verein Rothe Mühle Essen e.V. und später für den Göttinger PC gespielt. Daneben setzte ich mich ehrenamtlich für die Vereinsarbeit ein. Den Leistungssport habe ich nun zunächst zurückgestellt, in meiner Freizeit bleibt mir das Paddeln aber erhalten – schließlich habe ich es fast noch vor dem Laufen gelernt.

Mit der Imkerei bin ich im Alter von 11 das erste Mal in Berührung gekommen und die Begeisterung ist bis heute geblieben. Bienen halte ich seit nunmehr 12 Jahren.

Durch den Sport und die Imkerei habe ich gelernt, auf Ziele hinzuarbeiten, sie über einen langen Zeitraum zu verfolgen und mit Rückschlägen umzugehen. Diese Erfahrungen lassen sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen und helfen mir heute in vielen Situationen weiter.

 

Was würden Sie den Studierenden an der Universität Bremen gerne mit auf den Weg geben?

Ich würde empfehlen, nicht nur die Vorlesungen und Seminare des eigenen Studienganges zu besuchen, sondern auch die zahlreichen Veranstaltungen außerhalb des Hörsaals zu nutzen. Augen auf für die vielen Möglichkeiten, die angeboten werden, seien es nun Konzerte, Theater, politische Aktionen und nicht zuletzt die vielen Partys, die alle Nase lang stattfinden – wobei, die Partys werden bestimmt nicht übersehen.

Also, aktiver nach links und rechts schauen. Das ist mein Tipp.

Was verbinden Sie persönlich mit der Universität Bremen?

Neben meinem Studium verbinde ich vor allem meinen Nebenjob bei den Neuroinformatikern mit der Universität.

Was macht denn eine Gesundheitswissenschaftlerin in der Neuroinformatik, fragen sich jetzt bestimmt viele.

Imkern, ist die Antwort. Seit meinem zweiten Semester bin ich als studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt „Hiverize“ tätig. Hierbei geht es darum, mit Hilfe verschiedener Sensoren, Aktivitäten und Reaktionen im Bienenvolk zu erkennen oder sogar vorherzusagen. Für den Imker sollen die Messergebnisse später in einer App abrufbar sein. Das Imkern soll vereinfacht werden und die Bienen werden durch gezieltere Eingriffe geschont. Seit dem Sommersemester 2018 bieten wir zudem im Hochschulsport den Kurs „Gemeinschaftliches Imkern“ an.

.Zudem verbinde ich mit der Universität Bremen seit dem aktuellen Wintersemester die Unterstützung durch das Deutschlandstipendium. Dieses motiviert mich weiterhin, sehr gute Leistungen zu erbringen und mich auch in der Zukunft neben dem Studium zu engagieren.

 

Was bedeutet der Alumni der Universität Bremen e.V. für Sie? Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: „Alumni der Universität Bremen e.V. ist…

…für mich eine tolle und einzigartige Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und bei den vielfältigen Veranstaltungen hinter die Kulissen verschiedener Institutionen und Organisationen schauen zu können. Auf diese Weise ergeben sich immer wieder Gespräche und Bekanntschaften mit bemerkenswerten Menschen und ein interessanter Perspektivenwechsel.“

 

Und zum Abschluss, Ihre Ziele und Pläne sind jetzt?

Ganz konkret und kurzfristig beziehen sich meine Pläne auf mein aktuelles Praxissemester, welches ich in Bonn im Bundesministerium für Gesundheit verbringe. Ich möchte aus dieser Zeit so  viele Erfahrungen wie möglich mitnehmen und genieße es, eine neue Stadt zu entdecken. Im Anschluss werde ich im Februar und März in der Gesundheitsberichterstattung in Berlin noch ein freiwilliges Praktikum absolvieren, bevor das Sommersemester in Bremen wieder startet.

 

Hinweis der Redaktion: Die Antworten sind persönliche und freie Meinungsäußerungen der interviewten Person. Sie sind unabhängig und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider.

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Alumni - was ist das?

Das Wort Alumni (Alumna, Alumnus, pl. Alumni) leitet sich von dem lateinischen Verb „alere“, also „ernähren“, ab und bedeutet „Zögling, Schüler“ seiner Alma Mater (ehemalige Universität).

Mit dem Begriff sind die ehemaligen Studierenden einer Hochschule und Universitätsangehörigen gemeint.