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Geschichte

Makrofotografie von Wassertropfen auf grau-schwarzem Hintergrund

Die ADE an der Universität Bremen besteht seit fast 25 Jahren.
Unser Angebot zum Umgang mit Konflikten, Diskriminierung und Gewalt am Ausbildungs- und Arbeitsplatz hat sich im Laufe der Jahre ständig erweitert und optimiert.

Der Anfang

Anfang der 90er Jahre traten Studentinnen* und Frauen* aus unterschiedlichen Wissenschafts-, Technik- und Verwaltungsbereichen der Universität an die Öffentlichkeit. Sie forderten die Universitätsleitung auf gegen wiederholt auftretende geschlechtsspezifische, sexualisierte Diskriminierung an der Universität tätig zu werden.

Daraufhin verabschiedete der Akademische Senat der Universität 1992 die "Richtlinie zum Verbot der sexuellen Diskriminierung". 1993 wurde dann die Arbeitsstelle gegen sexuelle Diskriminierung und Gewalt am Ausbildungs- und Erwerbsarbeitsplatz, kurz ADE, eingerichtet und vorab mit einer un- und einer auf drei Jahre befristeten Vollzeitstelle ausgestattet. Von Beginn an war es das Ziel, einen Rahmen zu schaffen, der den Anforderungen des Arbeitsfeldes gerecht wird und der zudem einen kollegialen und fachlichen Austausch im Sinne einer Qualitätssicherung gewährleistet.

Aufbau und Konzept

Der Aufbau, die Etablierung und die konzeptionelle Weiterentwicklung der ADE wurden von Sabine Klein-Schonnefeld als Juristin und Sozialwissenschaftlerin und Ursel Gerdes geleitet.
Ende der 90er Jahre wurde das konzeptionelle Angebot der ADE auf alle Diskriminierungsgründe und das Arbeitsfeld Konfliktmanagement ausgeweitet. Mit diesem horizontalen Ansatz wurde und wird noch heute der Gefahr einer hierarchisierenden Bewertung unterschiedlicher Diskriminierungsformen entgegen getreten. Außerdem wird damit den unterschiedlichen Aspekten heterogener Vielfalt und dem Vorkommen von Mehrfachdiskriminierung Rechnung getragen.

Die konzeptionelle Erweiterung auch auf die Unterstützungsbedarfe eines betrieblichen Konfliktmanagements hatte zum einen das Ziel, die Angebote der ADE niedrigschwelliger zu gestalten. Zum anderen wurden damit der Zusammenhang und die Berührungspunkte eines Umgangs mit Konflikten und Diskriminierungen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz hervorgehoben und die Bedeutung einer Antidiskriminierungsarbeit gestärkt.

Makrofotografie von Wassertropfen auf grau-schwarzem Hintergrund

Sicherung der ADE 2013 -2014

Im Mai 2013 wurde Sabine Klein-Schonnefeld in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bis dahin war nicht klar, ob es im Rahmen von Sparnotwendigkeiten an der Universität gelingen würde, die ADE unter der Voraussetzung von mindestens zwei Vollzeitstellen zu erhalten.
Initiativen aus der Universität, Antidiskriminierungsnetzwerken, der Bremer Politik, Behörden des Öffentlichen Dienstes Bremens und Bremerhavens, der betrieblichen Interessenvertretung sowie der Frauengleichstellungsarbeit haben die Bedeutung der ADE-Arbeit in dieser Zeit maßgeblich hervorgehoben und die Universität im Erhalt dieses Dienstleistungsangebotes bestärkt.

Darauf wurden im Juni 2013 konkrete Verhandlungen zwischen der Universität und der Senatorin für Finanzen des Landes Bremens aufgenommen. Das Ergebnis war ein Kooperationsvertrag, mit dem sich der Öffentliche Dienst des Landes Bremens zukünftig mit der Finanzierung einer Personalstelle am Erhalt der ADE beteiligt.
Die zweite Stelle wurde im Mai 2014 mit Almut Dietrich als Beraterin und Trainerin im Konfliktmanagement und Antidiskriminierungsbereich der ADE besetzt.

Im August 2016 fand eine Erweiterung des Teams um Kathrin Schack statt. Seitdem verteilen sich die zwei Vollzeitstellen der ADE auf Ursel Gerdes, Almut Dietrich und Kathrin Schack.

Dank

Leider können wir an dieser Stelle nicht alle Menschen nennen, die in den letzten Jahren die Arbeit der ADE im Rahmen von unterschiedlichen Stellenformaten und befristeten Verträgen unterstützt und mitgeprägt haben.

Denn zum Aufbau eines solchen inzwischen etablierten und anerkannten Dienstleistungsangebotes und der darin entwickelten Expertise bedarf es vieler Interessierter, Unterstützer*innen, Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen. Bei all diesen möchten wir uns zumindest in dieser Form bedanken!

Aktualisiert von: Ursel Gerdes