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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2018

Politikwissenschaft, B.A./LA

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

POL-M2 - Politische Theorie und Philosophie

Pflichtmodul 9 CP (VF, PF, KF, LA, Sek)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M2-1Einführung in die Politische Theorie
Introduction to Political Theory

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

Die Vorlesung soll als Einführung einen systematischen Überblick über die zeitgenössische politische Theorie und einige ihrer ideengeschichtlichen Wurzeln geben. Sie verfolgt dabei insbesondere zwei Linien des Denkens der Politik: jene, die Politik als gemeinschaftliche Tä-tigkeit im Rahmen einer Ordnung versteht; sowie jene, die Politik vor allem als Konflikt denkt. Demokratie wird schließlich rekonstruiert als jene Ordnung, die beiden Politikbegriffen gerecht wird - eine Ordnung des Konflikts. Im Lauf der Vorlesung werden zentrale Begriffe und The-men des politischen Denkens behandelt, u.a. Politik, Macht, Staat, Demokratie, Konflikt, Ge-rechtigkeit und Freiheit. Zugleich erhalten Studierende einen Überblick über jene Denkströ-mungen, die gegenwärtig diskutiert und produktiv fortgeführt werden, z.B. Liberalismus, Re-publikanismus, Kritische Theorie und Poststrukturalismus.

Form der Modulprüfung (als Pflichtveranstaltung): MPL - entweder als Klausur (90 Minuten, am 25.6.2018) oder als kurze Hausarbeit (8-10 Seiten; Abgabe 27.8.2018).
General Studies/WP 2: ebenfalls Klausur oder Hausarbeit (6 CP)
Literatur zur Vorbereitung:

Brocker, Manfred (Hg.) (2018): Geschichte des Politischen Denkens: Das 20. Jahrhundert. Berlin: Suhrkamp.
Brodocz, André/Schaal, Gary S. (Hg.) (2016): Politische Theorien der Gegenwart I bis III. Op-laden: Barbara Budrich/utb.
Göhler, Gerhard/Iser, Mattias/Kerner, Ina (Hg.) (2011): Politische Theorie. 25 umkämpfte Be-griffe zur Einführung. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Kymlicka, Will (1995): Politische Philosophie heute. Eine Einführung. Frankfurt am Main/New York: Campus.
Schwaabe, Christian (2007): Politische Theorie 1 und 2. München: Fink/utb.

Prof. Dr. Martin Johannes Nonhoff
08-26-M2-2Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 FVG M0160 (2 SWS)
Dr. Frieder Vogelmann
08-26-M2-3Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di.

Einzeltermine:
Mo 07.05.18 18:00 - 20:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di.
Mo 28.05.18 18:00 - 20:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di.
Mo 11.06.18 18:00 - 20:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di.
Christoph Haker (LB)
08-26-M2-4Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 2040 (2 SWS)
Hanna Lierse
08-26-M2-5Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 08:00 - 10:00 SFG 2060 (2 SWS)
Hanna Lierse
08-26-M2-6Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 FVG M0160 (2 SWS)
Dr. Valentin Schröder
08-26-M2-7Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 SFG 2020 (2 SWS)
Prof. Dr. Martin Johannes Nonhoff
08-26-M2-8Übung zur Einführung in die Politische Theorie
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 2020 (2 SWS)
Christian Leonhardt (LB)

POL-M4 - Europäische Integration

Pflichtmodul 6 CP (VF, PF, KF, LA, Sek)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M4-1Einführung in die Europäische Integration
Introduction to European Integration

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 NW2 C0290 (Hörsaal 1) (2 SWS)

Die Vorlesung umfasst vier Teile. Einleitend geht es zunächst darum, einen Überblick über die Geschichte der Europäischen Einigung sowie über Polity, Politics und Policies des politischen Systems der EU zu geben. Ein zweiter Schritt befasst sich dann mit dem Zustandekommen und der Entwicklung der EU, also mit den normativen und analytischen Theorien Europäischer Integration. Anschließend versucht der dritte Schritt, die normativen und analytischen Ansätze aufzugreifen, die sich mit dem politischen Mehrebenensystem der EU (Multi-Level Governance) befassen. Abschließend geht es dann in einem vierten Schritt darum, aktuelle Fragen wie Brexit, Migration, Eurokrise und ähnliches mithilfe des zuvor entwickelten Instrumentariums aufzugreifen.

Ziel der Veranstaltung ist weniger ein Überblick über Aufbau, Institutionen und Entscheidungsprozesse der EU als vielmehr ein Überblick über die politikwissenschaftlichen Fragen und Ansätze zur Europäischen Einigung sowie dem politischen Mehrebenensystem der EU.


Literatur zur Vorbereitung:

Cini, Michelle/Pérez-Solórzano Borragán, Nieves (eds.) 2016: European Union Politics, Oxford: Oxford University Press, 5th ed.
Heinelt, Hubert/Knodt, Michèle (Hrsg.) 2008: Politikfelder im EU-Mehrebenensystem: Instrumente und Strategien europäischen Regierens, Baden-Baden: Nomos.
Holzinger, Katharina/Knill, Christoph/Peters, Dirk/Rittberger, Berthold/Schimmelfennig, Frank/Wagner, Wolfgang 2005: Die Europäische Union. Theorien und Analysenkonzepte, Paderborn: Ferdinand Schönigh.
Tömmel, Ingeborg 2014: Das politische System der EU, München: Oldenbourg, 4. Aufl.
Wallace, Helen/Pollack, Mark A./Young, Alasdair R. (Hrsg.) 2015: Policy-Making in the European Union, Oxford: Oxford University Press, 7th ed.


Art der Prüfungsleistung (CP):

6 CPs
Take-Home Exam in der letzten Sitzung der Vorlesung

Dieter Wolf

POL-M7 - Politik, Recht und Wirtschaft

Pflichtmodul 9 CP (VF, Sek) - Pflichtmodul 6 CP (2KPL) (PF, KF, LA)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M7-1Politik und Wirtschaft
Political Economy

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

In dieser Vorlesung geht es um die Wechselwirkungen von Wirtschaft und Politik. Wir betrachten Arbeitslosigkeit, Inflation, Wachstum, Schulden, vergleichen Sozialstaaten und unterschiedliche Spielarten des Kapitalismus, untersuchen langfristige Trends wie die Tertiarisierung der Wirtschaft und die Globalisierung, und diskutieren deren Auswirkungen auf die individuelle Lebensführung, etwa im Bereich des Bildungserwerbs oder der Geschlechter-Arbeitsteilung.
Ziel der Vorlesung ist es, einen Überblick über zeitgenössische ökonomische Theorien zu geben sowie das Wissen der grundlegenden Kausalmechanismen im Zusammenwirken von demokratischen Staat und kapitalistischer Wirtschaft zu vermitteln.
Literatur zur Vorbereitung
Blanchard, Olivier und Gerhard Illing 2016: Makroökonomie. 6. Aufl. Hallbergmoos: Pearson.
Carlin, Wendy und David Soskice 2015: Macroeconomics: Institutions, Instability, and the Fi-nancial System. Oxford: Oxford University Press.
Krugman, Paul R., Maurice Obstfeld und Marc J. Melitz 2015: Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 10. Aufl. Hallbergmoos: Pearson.
Prüfungsleistungen (CP)
GPL (alt, 6 CP): Klausur (90 Minuten)
MPL (neu; 4,5 CP): Klausur (60 Minuten)
KPL (alt, 3 CP): Klausur (45 Minuten)

Dr. Valentin Schröder
08-26-M7-2Politik und Recht
Law and Politics

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 NW1 H 1 - H0020 (2 SWS)

Recht und Politik sind vielfältig verknüpft. Will die Politik in einen Gesellschaftsbereich steuernd eingreifen, erfolgt dies normalerweise über Recht. Recht stiftet Erwartungssicherheit durch eine Steuerung des Verhaltens. In dieser Vorlesung wird ein breiter Bogen gespannt von den allgemeinen Funktionen von Recht und der Struktur des deutschen (Verfassungs-)Rechts, über die zunehmende Bedeutung des Europarechts und des Europäischen Gerichtshofes hin zum Völkerrecht, internationalen Gerichtshöfen und der WTO. Dabei wird uns vor allem beschäftigen, was passiert, wenn wachsende internationale supranationale Rechtsbestände nationales Recht überlappen und manche Akteure hier alternative Rechtspositionen erhalten. Dadurch wird die Funktion von Recht, Erwartungssicherheit zu geben, geschwächt und mobile Akteure erhalten mehr Rechtspositionen als immobile.
Ziel der Veranstaltung ist es, Politikstudierenden Einblick in eine Nachbardisziplin zu geben und die Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Gerichten als wichtigen politischen Akteuren zu wecken.

Literatur zur Vorbereitung:
Einzelne Aufsätze zu den Sitzungen werden rechtzeitig auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Art der Prüfungsleistung (CP):
MPL (6 CP) = 90 min Klausur oder KPL (3 CP) = 45m Klausur

Susanne Schmidt

Soz-STM1 - Statistik/Methoden I

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-2-M1-1Methoden I
[Methods of Social Research]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

Die Vorlesung vermittelt einen einführenden Überblick über Methoden der empirischen Sozialforschung. Im Zentrum stehen eine > Einführung in die Sozialforschung (Schulen, Formen, Beispiele), > Auswahlverfahren, > Systematische Ausfälle in allgemeinen und schwer erreichbaren Populationen, > das standardisierte Interview, > Antwortstile im Interview, > Befragungseffekte im Interview: Modus-, Response- und Interviewereffekte, > Gesamtfehler einer Umfrage, > Experimente im Survey Kontext, > Survey Designs: Telefonsurveys, Web Surveys, Online Panel, Mixed-Mode Surveys, egozentrierte Netzwerksurveys, > Verhaltensbeobachtungen und > Inhaltsanalyse

[The lecture introduces the audience to foundations and techniques of social research. It covers the following topics: > Introduction to social research (schools, forms, examples), > sampling, > unit nonresponse in surveys of the general public and hard-to-survey populations, > the standardized research interview, > response styles in standardized interviews, > mode, response, and interviewer effects in interviews, > total survey error, > survey experiments, > survey designs: telephone surveys, web surveys, online panel, mixed-mode surveys, egocentric network surveys, > behavioral studies, and > content analysis]

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-2-ST1-1Statistik I
[Social Statistics, Part 1: Descriptive Statistics and Statistical Inference]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

Vorlesung und begleitende Übungen führen in Grundlagen der deskriptiven und schließenden Statistik ein. Es werden folgende thematische Bereiche behandelt: > Datenmatrix: Variablen, Skalen, Skalenniveaus; > Einfache Häufigkeitsverteilung: Anteilswerte, empirische Verteilungsfunktion und Quantile einer Häufigkeitsverteilung, graphische Darstellungen, > Maße der zentralen Tendenz, Streuungsmaße; > Grundgesamtheit und Stichprobe: Sampling als Zufallsexperiment, > Standardfehler und Faktoren, die sich darauf auswirken; > Normalverteilung und andere Stichprobenkennwerteverteilungen; > Test statistischer Hypothesen und Berechnung von Konfidenzintervallen; >Kontingenztabellenanalyse (inklusive Chi2 und Chi2-basierten Korrelationsmaßen); > t-Test, > Varianzanalyse und F-Test; > Kovarianz, Korrelation, einfache und multiple lineare Regression (inklusive Interaktionseffekten, R2 und adj. R2)

[Lecture and tutorials introduce the audience to foundations of descriptive statistics and statistical inference. The sessions cover the following subjects: > Data matrix: variables, scales and scale levels; frequency distributions: percentages, empirical distribution function and quantiles, diagrams; > mean values and dispersion measures; > Population and sample: Sampling as a random experiment; > standard error and its determining factors; > Normal curve and other samplings distributions; > statistical hypotheses and confidence intervals; > contingency table analysis (incl. Chi2 and related measures of correlation); > t test; > analysis of variance and F test; > covariance, correlation, simple and multiple linear regression (including interaction effects, R2 and adj. R2)]

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-2-ST1-2Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner
08-29-2-ST1-3Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-4Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner
08-29-2-ST1-5Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-6Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner
08-29-2-ST1-7Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-8Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner
08-29-2-ST1-9Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-10Übung "Statistik 1"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner
08-29-2-ST1-11Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-12Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-13Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Dr. Miriam Reußner

POL-M10 - Politische Theorien moderner Gesellschaften

Wahlpflichtmodul 9 CP (VF, KF) - Wahlpflichtmodul 9 oder 6 CP (GPL) (PF) - Wahlpflichtmodul 6 CP (GPL) (LA, Sek)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M10-1Klimaethik
Climate Ethics

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Der Klimawandel und die Klimapolitik werfen viele normative Fragen auf, auf die Klimaethiker Antworten zu geben suchen. Das Lektüreseminar führt in diesen naturgemäß vergleichsweise jungen Zweig der angewandten Ethik anhand einer Reihe von wichtigen Diskussionsbeiträgen aus den letzten beiden Jahrzehnten ein.

Literatur zur Vorbereitung
Gardiner, Stephen M. (2010): Ethics and Global Climate Change. In: Gardiner, Stephen M./Caney, Simon/Jamieson, Dale/Shue, Henry (Hrsg.): Climate Ethics: Essential Readings. Oxford: Oxford University Press, 3-35.
Prüfungsleistungen

GPL/6 CP: Hausarbeit (15-20 S.) (10-13 S., wenn zusätzlich ein Referat gehalten wird)

MPL/3 CP: Referat (15 Minuten) mit schriftlicher Ausarbeitung (5 S.) oder kurze Hausarbeit (8-10 S.)

Peter Mayer
08-26-M10-2Flüchtlinge, Fremde und Migranten als Figuren der Politischen Theorie

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)

Die Figuren des Fremden, des Flüchtlings und des Migranten sind für die Politische Theorie in vieler Hinsicht hoch relevant: Ganz offenkundig stellen sich für ein politisches Gemeinwesen Fragen des moralisch angemessenen Umgangs sowohl mit jenen, die sich innerhalb seiner Grenzen aufhalten, aber keinen Aufenthaltsstatus oder kein Bürgerrecht besitzen, als auch mit jenen, die erst die Grenzen des Gemeinwesens überschreiten wollen. Dies sind zum einen ganz offensichtlich Fragen der Nothilfe, des politischen Asyls oder der verteilenden Gerechtigkeit. Doch zum anderen stellen sich auch Fragen, die an das Selbstverständnis moderner, demokratischer Staatlichkeit überhaupt rühren: Wer ist das Volk? Wie konstituiert es sich? Wie lässt sich von staatlicher oder von Volkssouveränität sprechen? Lassen sich staatliche Grenzen überhaupt rechtfertigen? Darüber hinaus ist auch das Verständnis der/des Fremden selbst immer ein politisches: Wird sie/er als hilfloses Opfer angesprochen oder als autonomes, wagemutiges Subjekt? Gilt sie/er als Gefahr, als Bereicherung oder als Quelle der Erneuerung vergessener Tugenden?
Diesen und ähnlichen Fragen wird sich dieses Seminar widmen. Es befindet sich damit an einer Schnittstelle zwischen Demokratie-, Staats-, Subjektivierungs- und Gerechtigkeitstheorie. Ziel ist es, die komplexe Herausforderung, die sich modernen Demokratien durch die vielen Figuren des Fremden stellt, in seinen verschiedenen Dimensionen zu durchdringen und zu diskutieren. Was hingegen nicht im Zentrum dieses Seminars steht (wenngleich grundlegendes Wissen darüber hilfreich wäre), sind verschiedene Formen empirisch stattfindender staatlicher Grenzsicherungs- und Flüchtlingspolitik.
Prüfungsleistungen (BA Politikwissenschaft)

Mündliche Leistung:
" Texteinführung und Sitzungsmoderation in einer Sitzung
Schriftliche Leistung:
" MPL: Argumentationspapier oder kurze Hausarbeit von 5-8 Seiten
" GPL: Hausarbeit von 15-20 Seiten

Einführende Literatur:
Arendt, Hannah (1999[1943]): "Wir Flüchtlinge", in: dies: Zur Zeit. Politische Essays. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 7-21.
Honig, Bonnie (2001): Democracy and the Foreigner. Princeton and Oxford: Princeton University Press.
Moebius, Stephan; Schroer, Markus (2010): Diven, Hacker, Spekulanten. Frankfurt/Main: Suhrkamp. (hieraus die Einträge "Der Flüchtling", "Der Fremde", "Der Migrant", "Der Nomade")

Prof. Dr. Martin Johannes Nonhoff
08-26-M10-3Niccolò Machiavelli
findet Mo 16-18 Uhr statt

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Der Name Niccolò Machiavelli (1469-1527) verbindet sich noch heute vor allem mit einem Denken, das Politik vor allem als skrupellose Machtgewinnung und –erhaltung von Politikern versteht. Obschon seine bekannteste Schrift – Der Fürst – diese Interpretation zulässt, kann man Machiavelli, liest man sein umfangreiches Hauptwerk der Discorsi, auch dem Denken des Republikanismus zuordnen. In jedem Fall kann Machiavelli, auch wenn seine Schriften oft an antik-römisches Gedankengut anschließen, aufgrund seiner oft schonungslos realistischen Betrachtung des politischen Geschehens als Wegbereiter der modernen Politischen Theorie gelten.
Das Seminar will drei Dinge erreichen: eine intensive Auseinandersetzung mit den beiden politischen Hauptschriften Machiavellis (Fürst und Discorsi), die Kenntnis der historischen und geistesgeschichtlichen Kontexte von Machiavellis Denken und die Diskussion der heutigen Relevanz des machiavellischen Denkens anhand von jüngeren Rezeptionen.


Literatur zur Vorbereitung:
Münkler, Herfried (2001): Niccolò Machiavelli, in: Hans Maier, Horst Denzer (Hg.): Klassiker des politischen Denkens 1: Von Plato bis Hobbes. München: C.H. Beck Verlag, S. 119-134.
Münkler, Herfried (2004): Machiavelli: Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz. 2. Auflage. Frankfurt: Fischer.
Skinner, Quentin (2008): Niccolò Machiavelli zur Einführung. Hamburg: Junius.
Strauss, Leo (1987): Niccolò Machiavelli, in: ders., Joseph Cropsey: History of Political Philosophy. 3rd edition. Chicago: Chicago UP, S. 296-317.
Form der Modulprüfung: MPL – Referat und Ausarbeitung (3 CP); GPL – Hausarbeit oder mündliche Prüfung (6 CP)

Prof. Dr. Martin Johannes Nonhoff
08-26-M10-4Psychoanalytic Theory and the Critique of Capitalism

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)

In this seminar we will explore how psychoanalytic theory can help to understand capitalist society today. Capitalism is often characterised as a system based on cost-benefit analysis, strategic planning, and the calculation of interest; in short, as a rational system. However, in this seminar we will draw out some of the ‘irrational’ psychosocial dynamics that also seem central to the proper functioning of capitalism society. For instance, how can we explain the fact that people accept (and sometimes even seem to enjoy) practices of exploitation, inequality, sexism, and consumerism? We will see how psychoanalytic concepts such as the unconscious, sublimation, affective identification, and symbolic authority shed light on these questions, and help explain the tension between the rational and irrational aspects of capitalist society. The aim of this seminar is twofold. First, it will provide an introduction to classical texts of Freudian (and Lacanian) psychoanalytic theory to outline the psychoanalytic perspective on the human mind and its relation to society. Second, we will draw on more recent applications of psychoanalytic theory by Marxian and feminist scholars to see how psychoanalysis contributes to a better understanding of contemporary discussions about capitalist ideology, patriarchy, and identity politics.
Assessment
Grading will be based on:
  • Brief presentation (10 minutes) including hand-out about the main arguments of one of the readings
  • Essay of 8-10 pages (for MPL/3 ECTS) or 15-20 pages (for GPL/6 ECTS)

Background Readings
Fink, B. (1997). A Clinical Introduction to Lacanian Psychoanalysis. Theory and Technique. Cambridge, MA/London: Harvard University Press.
Frosh, S. (2012). Introduction to Psychoanalytic Theory. New York: Palgrave Macmillan.
Mannoni, O. (2015). Freud. The Theory of the Unconscious. London: Verso.

Simon Tundermann ((LB))

POL-M11 - Internationale Politik

Wahlpflichtmodul 9 CP (VF, KF) - Wahlpflichtmodul 9 oder 6 CP (GPL) (PF) - Wahlpflichtmodul 6 CP (GPL) (LA)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M11-1Internationale Umwelt Governance
International Environmental Governance

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) SFG 1010 (2 SWS)

Die Zunahme globaler (Umwelt)Probleme bei gleichzeitiger Abnahme staatlicher Problemlösungsfähigkeit und fortgesetztem Marktversagen machen internationale Kooperation sowie die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure im Rahmen globaler Regelungsarrangements zu einer notwendigen Alternative der Problembearbeitung. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Bereich der internationalen Umweltpolitik das am stärksten institutionalisierte Politikfeld in den internationalen Beziehungen ist und als solches Vorbildcharakter für andere Politikfelder besitzt. Nach einer Auseinandersetzung mit den Ursachen und Motiven der Herausbildung internationaler, transnationaler und privater Regelungsarrangements im Bereich der Umweltpolitik werden im Seminar einzelne systematisch ausgewählte Beispiele einer näheren und auch vergleichenden Betrachtung unterzogen und die Frage nach ihrer Effektivität und Legitimität sowie dafür geeigneter Bewertungsmaßstäbe behandelt. Ziel des Seminars ist ein Verständnis der Entstehungsbedingungen, der Schwierigkeiten und der potenziellen Wirkungen internationaler Zusammenarbeit in der internationalen Umweltpolitik sowie die Befähigung zu deren systematischer Evaluation.

Ingo Take
08-26-M11-2Die Möglichkeiten und Grenzen Internationaler Gerichtsbarkeit (in englischer Sprache)
Die Veranstaltung muss leider im Sommersemester 2018 entfallen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 (2 SWS)
Susanne Schmidt
08-26-M11-3Völkerrecht und Internationale Beziehungen
The Politics of International Law

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 14.06.18 08:00 - 10:00 GW2 B1632

Nach einer Periode der wechselseitigen Entfremdung zwischen der Krise des Völkerbundes und dem Ende des Kalten Krieges hat das Interesse der Internationalen Beziehungen am Völkerrecht (und umgekehrt) in den letzten Jahrzehnten wieder deutlich zugenommen. Dabei spielten wissenschaftsinterne Entwicklungen (wie das Aufkommen der Regimetheorie und des Sozialkonstruktivismus), aber auch „realweltliche“ Trends wie die Zunahme rechtlich verfasster und mit Recht befasster Institutionen (wie Gerichte) in den internationalen Beziehungen eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Seminar unter theoretischen und empirischen Vorzeichen mit politikwissenschaftlichen Zugängen zum Völkerrecht und zur Verrechtlichung der internationalen Beziehungen.

Literatur zur Vorbereitung

Byers, Michael (2008): International Law. In: Reus-Smit, Christian/Snidal, Duncan (Hrsg.): The Oxford Handbook of International Relations. Oxford: Oxford University Press, 612-631.

Prüfungsleistungen

GPL/6 CP: Hausarbeit (15-20 S.) (10-13 S., wenn zusätzlich ein Referat gehalten wird)

MPL/3 CP: Referat (15 Minuten) mit schriftlicher Ausarbeitung (5 S.) oder kurze Hausarbeit (8-10 S.)

Peter Mayer
08-26-M11-4Theoretische Perspektiven auf Krieg und Frieden
Theoretical Perspectives on War and Peace

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 IW3 0330 (2 SWS)

Die Ursachen von Kriegen und die Bedingungen für Frieden waren seit jeher ein zentrales Thema der Internationalen Beziehungen (IB). Das Seminar führt in die sozialwissenschaftliche Forschung über Krieg und Frieden ein und betrachtet dazu unterschiedliche theoretische Perspektiven, die in diesem Feld im Laufe der Jahre entwickelt wurden. Konkret sollen klassische und neuere Diskussionsbeiträge diskutiert werden, die in unterschiedlichen Dimensionen variieren: im Hinblick auf die IB-theoretische Verortung (Realismus, Liberalismus etc.), im Hinblick auf die Analyseebene (Individuum, Staat, internationales System) und im Hinblick auf den empirischen Bezug (zwischen- und innerstaatliche Konflikte). Ein besonderes Interesse wird den „Mikrofundierungen“ der konkurrierenden Perspektiven gelten, unter denen sich sowohl rationalistische Ansätze finden, die bei den Akteuren in hohem Maße strategisches Handeln unterstellen, als auch psychologische Herangehensweisen, die die Bedeutung von „nichtrationalen“ Faktoren wie kognitiven Verzerrungen, Kleingruppendynamiken oder Emotionen für Entscheidungen über Krieg und Frieden betonen. Der größte Teil des Seminars wird „positiven“ Analysen von Krieg und Frieden gewidmet sein, die die in Frage stehenden Phänomene erklären wollen (warum gibt Krieg? was bestimmt seine Verteilung in Raum und Zeit?). Am Ende des Semesters sollen aber auch noch normative Perspektiven auf Krieg und andere Formen politisch motivierter kollektiver Gewalt zur Sprache kommen (insbesondere die Lehre vom gerechten Krieg).

Literatur zur Vorbereitung

Levy, Jack S. (2013): Interstate War and Peace. In: Carlsnaes, Walter/Risse, Thomas/Simmons, Beth A. (Hrsg.): Handbook of International Relations. 2. Aufl. Los Angeles, CA: Sage, 581-606.

Walter, Barbara F. (2013): Civil Wars, Conflict Resolution and Bargaining Theory. In: Carlsnaes, Walter/Risse, Thomas/Simmons, Beth A. (Hrsg.): Handbook of International Relations. 2. Aufl. Los Angeles, CA: Sage, 656-672.

Prüfungsleistungen

GPL/6 CP: Hausarbeit (15-20 S.) (10-13 S., wenn zusätzlich ein Referat gehalten wird)

MPL/3 CP: Referat (15 Minuten) mit schriftlicher Ausarbeitung (5 S.) oder kurze Hausarbeit (8-10 S.)

Peter Mayer
08-26-M11-5Debates and Problems in Contemporary International Relations Theory (in englischer Sprache)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 25.05.18 - So 27.05.18 (So, Fr, Sa) 10:00 - 17:00

What do we have to do if we want to gather information about debates and problems in contemporary International Relations (IR) theory? Our seminar will be based on the following answer: We have to look at academic journals. Consequently, the participants will - in advance - form small groups whose task it is to reconstruct the debates and problems that have been covered in journals such as International Organization, International Security, the European Journal of International Relations, or else. The groups will present their findings at our three-day-seminar at the end of May. To be able to do so, the groups will have to form - via Stud.IP/Wiki - until April 15 and will have to start their work immediately after that date).

Ulrich Franke
08-26-M11-6Politics in Africa (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 GW2 B3850 (2 SWS)

The idea of this course is to explore the premises, issues, and trends that shape politics in sub-Sahara Africa. For decades, Africa has been and in many circles continues to be, perceived and presented as a continent in perpetual crisis dominated by images of collapsed states, poverty and violent conflicts. In recent years, however, sub-Saharan Africa has undergone far reaching political, social and economic changes many of which challenge the conventional image of Africa. It can be argued that the region has gradually acquired strategic importance to big global players. These competing perspectives make Africa an interesting region to study at the moment. Africa, of course, is a distinct and captivating region that is invariably connected to the global world.
This course will examine a range of sociopolitical developments in contemporary Africa, and consider how these are interconnected at all levels, including the global world. In this course we hope to have an opportunity to think critically about how politics in Africa work. The course will ground the broader study of politics in Africa more specifically within the discipline of Political Science. This means that we are not simply interested in learning historical facts about African politics and society, but to discuss a range of political theories that could be applied to explain patterns of politics in African.
The course will explore the historical evolution of politics in Africa between pre-colonial and the contemporary era. Key themes will include pre-colonial Africa, the scramble for Africa and the colonial dispensations, independence struggles, Africa in the cold war politics, military coups/guerrilla movements/civil wars, 3rd wave democratization, the growing influence of China, and the African “Renaissance,”. This course is not designed as a study of individual countries, but theme-based. Nevertheless, in exploring the themes and trends that dominate politics in Africa, we will learn quite a bit about a variety of countries on the 2 continent. At the end of the course students should have acquired a critical and broad understanding of African politics, understood the dominant debates and contextualized the factors that have shaped the continent’s realities.

Jude Kagoro
08-26-M11-7Policing in the world (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4 (2 SWS)

This course shall be concerned with the historical trajectories and contemporary theories of policing and police culture. The general object of the course is to conceptually and empirically elucidate the idea of police vis-à-vis practical realities of everyday police work; the connections and variations that exist among police forces and policing practices across the globe. We shall also try to understand the triangular relationships of state, police forces and society and how these relationships shape the idea and character of policing. Notions of “good policing”, community policing, rural policing, police legitimacy, crime statistics and contentious aspects of the war on drugs, terrorism and militarization of the police shall also be interrogated.
No theory or culture develops in a vacuum, and policing/police culture are by no means an exception. Thus, the course shall commence with the general understanding of the epoch “policing before the police” and then proceed with a discussion on the emergence of the idea and practice of police forces, which sets the foundation for the subsequent deliberations. Subsequently, the police and the social and the legitimation of the former shall be of interest to the course. It is perceived that police organisations are an integral part of society, neutral arbitrators, and are generally affected by socio-political variations they exist in. These and other facets of policing such as urban violence and the youth; military-police interface, rural dynamics of policing, political policing and the philosophy of community policing shall be discussed.
Language
This seminar shall be conducted in English language. Literature and coursework shall be in English and thus, students’ ability to comprehend with the language is a prerequisite.

Jude Kagoro
08-31-4-M7-1EU politics of enlargement in the Western Balkans (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1030

This seminar aims to give an overview of the politics of enlargement of the European Union in the region of the Western Balkans. It first briefly contextualizes the Western Balkans’ accession process in the broader history of EU enlargement, to then cover the different WB countries’ accession rocess by focusing on single case studies. Thereby, it analyzes the various political, economic and social factors affecting these countries’ progress toward EU integration. Hence, the seminar will also
familiarize students with the region’s outstanding issues in its transition toward democracy, e.g. its political evolution, the comeback of nationalism, and its emerging social movements. Finally, it will ponder on the geopolitical significance of the region in view of recent international developments (economic crisis, refugee crisis- particularly the impact of
the Balkan route, growing Russian interest in the region, etc.). Hence the
relation of the region with other relevant regional and international
powers like the USA, Russia, Turkey and the Gulf States – as well as the
Western Balkans’s strategic role in these powers’ relations with the EU –
will also be discussed.
The seminar will encourage the discussion with students based on proposed
texts. It allows students to participate with an oral presentation on a chosen topic within the seminar’s program. Previous knowledge of the history of the region is not required, as a short introduction will be given in the first sessions. Previous knowledge of EU institutions is helpful but not required.

Caterina Bonora
08-31-4-M7-3The Politics of Game of Thrones: Understanding International Politics through Popular Culture (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SpT C4180

About the course

The course offers the understanding of basic concepts of international politics and political thought through the use of pop culture. The course is divided into two parts. The first part will be devoted to the popular TV show Game of Thrones (2011-2017). It will analyze the concepts of International Relations and International Political Economy, such as power, ideas, alliances, cooperation, war, economy, and various models of social orders based on the main characters and important events that take place in the TV show. The second part will explore the key ideas of political thought such as revolution, statehood, capitalism, Marxism, social contract and nature of human development on the basis of a number of movies and TV Shows including Star Trek (1966-2017), House of Cards (2013-2017), The Experiment (2001), Snowpiercer (2013), Ex Machina (2014) and the Matrix (1999).

WARNING
The majority of the media content which is included in the course has an “R” rating and depicts the scenes of extreme violence, sexual harassment, abusive and racist language and other disturbing content. If you are easily offended, please do not take this course.

Readings:
Dunne, Timothy, Milja Kurki, and Steve Smith, eds. 2013. International relations theories: Discipline and diversity / edited by Tim Dunne, Milja Kurki and Steve Smith. Third edition. Oxford: Oxford University Press.
Sachleben, Mark. 2014. World politics on screen: Understanding international relations through popular culture. Lexington Kentucky: The University Press of Kentucky.

Bidzina Lebanidze
08-31-6-M11-1The European Neighborhood Policy: evolution and future perspectives (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1030

The seminar offers an introduction to the history and development of the European Neighborhood Policy (ENP), from former examples of neighborhood cooperation, like the Euro-Mediterranean Partnership, to the current ENP format. It also analyses the various reviews (2011, 2015) of the ENP and the possible political factors that drove the EU to partially reform the ENP. It further looks at the future evolving of the relationship with the eastern and southern neighbors in view of the recent geopolitical developments in these regions. A particular focus of the seminar will be the role of the ENP in the region’s democratic and socioeconomic development.
The seminar welcomes students’ participation in the form of oral presentations on specific case studies.

Caterina Bonora

POL-M12 - Vergleichende Systemanalyse und europäische Politik

Wahlpflichtmodul 9 CP (VF, KF) - Wahlpflichtmodul 9 oder 6 CP (GPL) (PF) - Wahlpflichtmodul 6 CP (GPL) (LA, Sek)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M12-2Vergleichende Autokratieforschung,
Comparative Authoritarianism Research

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Nach dem Ende des Kalten Krieges hat sich die Anzahl autoritärer Regime drastisch reduziert, so dass Demokratien erstmals zur bedeutendsten Regimeform avancierten. Dennoch lebt heute immer noch mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in nicht demokratischen Staaten. Auch die jüngsten Entwicklungen in Polen und Ungarn zeigen, dass Demokratien nicht vor autoritären Entwicklungstendenzen geschützt sind. In diesem Seminar wollen wir uns mit der Kategorisierung und Funktionsweise verschiedener Autokratietypen beschäftigen und Phänomenen wie dem Arabischen Frühling oder der Persistenz von Regimen wie Nord Korea auf den Grund gehen. Des Weiteren führt dieses Seminar in die empirische Messung von Autokratien ein, indem Sie mit den wichtigsten Datenprojekten der Vergleichenden Autokratieforschung vertraut gemacht werden (3 Sitzungen im Methodenlabor).
Prüfungsleistungen: 3 CP (Wahlmöglichkeit: Essay oder schriftliche Prüfung), 6 CP (Wahlmöglichkeit: Hausarbeit oder schriftliche Prüfung)
Anforderungen: Grundkenntnisse der Statistik. Umgang mit Stata von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Methodensitzungen werden an die statistischen Vorkenntnisse und Interessen der Teilnehmenden angepasst.

Aline Grünewald
08-26-M12-3Die Krisen der EU: Brexit, Euro, Migration, Rechtsstaatlichkeit

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 2040 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 11.06.18 10:00 - 12:00 SFG 2040

Die Europäische Union ist vielfach unter Druck. Schien die Schwäche der EU lange in ihrer mangelnden Legitimation begründet, dem Demokratiedefizit, sind seit einiger Zeit auch die Politiken der Union heftig umstritten. Die Eurokrise hat zu großen Verwerfungen zwischen Nord und Süd geführt. Mit Großbritannien tritt einer der großen Mitgliedstaaten aus der Union aus. Die Migrations- und die Rechtsstaatlichkeitskrise zeigen die Spaltung zwischen den alten und den neuen Mitgliedstaaten. In diesem Seminar wollen wir diskutieren, wie die Integrationsforschung diese Krisen analysiert und welche Lösungsvorschläge sich finden.

Susanne Schmidt
08-26-M12-4Comparative Welfare Capitalism (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SpT C4180 (2 SWS)

Since the end of the cold war, capitalism seemed to many like the only possible game in town. But what is the socio-economic role of the state in capitalism as we know it today? The aim of this course is to provide a profound understanding of the varieties of welfare capitalism in advanced western democracies from a historical and comparative perspective. First, we will discuss alternative forms of government intervention in the socio-economic sphere such as anarchic communism, central planning, and a stakeholder society to gain a better understanding of the contemporary role of the state in social market economies. Second, we will analyze sectoral trajectories and cross-country variations. How has the role of the state changed in regulating markets, banking sectors, firms, and the social sphere? And what are the main institutional characteristics of the German model? We will end the class, by discussing if the financial recession has brought about a crisis of capitalism. Essential reading for this course includes the book "Transformation of Capitalism" by Jens Beckert et al. (2006) and "Is capitalism obselete" by Giacomo Corneo (2017). To pass this course with 3 or 6 CPS, you will have to conduct a group work including a presentation and write a research paper (length depends on CPS).

Hanna Lierse
08-26-M12-5Quantitative Demokratieforschung
Das Seminar findet im Sommersemester leider nicht statt.

Seminar
Dr. Valentin Schröder
08-26-M12-6Politiknetzwerke
Political Networks

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)

Politische Entscheidungen werden in der Regel nicht von einzelnen, isolierten Akteuren getroffen. An ihnen sind mehrere Akteure beteiligt, die miteinander durch verschiedene Beziehungen verbunden sind, die Koalitionen, Interessengruppen, Vereinigungen oder Verbände bilden, die direkt oder indirekt miteinander kooperieren und die Einstellungen oder Positionen teilen. Politische Entscheidungen werden also von und in Netzwerken getroffen. Um politische Entscheidungen zu analysieren braucht es daher eine relationale Perspektive, mit der sich Politik als komplexes Netzwerk konzeptionalisieren lässt und die die methodischen Werkzeuge liefert um Netzwerkbeziehungen zu operationalisieren und zu analysieren. Die Netzwerkanalyse bietet eine solche Perspektive.
Im Seminar wird es darum gehen, grundlegende Konzepte der Netzwerkanalyse kennenzulernen sowie sich mit theoretischen Ansätzen und empirischen Studien zu Politiknetzwerken zu beschäftigen.

PD Dr. Sebastian Haunss
08-26-M12-7Politische Mobilisierung von Parteien und Interessengruppen in Entscheidungsprozessen
Political mobilization by political parties and interest groups in political decision-making processes (research seminar)
Forschungsseminar

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)

Im Rahmen des Forschungsseminars sollen Sie Erfahrung bei der Realisierung eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojektes sammeln. Im Seminar und in den Arbeitsgruppen beginnen wir mit der Arbeit an einer sinnvollen Fragestellung, übersetzen diese dann in einen theoretischen Untersuchungsrahmen und in ein empirisches Forschungsdesign, das dann in einem letzten Schritt realisiert werden soll. Empirisch setzt sich das Seminar mit der politischen Mobilisierung von politischen Parteien und Interessengruppen in Entscheidungsprozessen in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Politische Mobilisierung wird in diesem Seminar breit konzipiert. Mobilisierung erfasst sowohl das Ausmaß zu dem unterschiedliche Gruppen in Entscheidungsprozessen tatsächlich politisch aktiv werden, die Handlungsstrategien unterschiedlicher Gruppen, als auch die (Nicht-) Konflikte und Auseinandersetzungen, die aus den politischen Aktivitäten von Parteien und Interessengruppen entstehen und die Effekte der politischen Mobilisierung auf Entscheidungsinhalte und -ergebnisse. Ziel des Seminars ist es, gemeinsam die verschiedenen Arbeitsschritte eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojektes zu diskutieren und umzusetzen. Gemeinsam werden wir die im Laufe des Forschungsprozesses vorzunehmenden Abwägungen und Entscheidungen diskutieren (und treffen) und interessante und originelle Ergebnisse zur politischen Mobilisierung von Parteien und Interessengruppen in der Bundesrepublik erarbeiten. Die im Forschungsseminar gemachten Erfahrungen und das erworbene Wissen sollen Ihnen auch helfen, Ihre Bachelorarbeit sinnvoll zu planen und erfolgreich zu verwirklichen.
Organisatorisches
Sollte es notwendig sein, erfolgt die Kommunikation außerhalb des Seminars ebenfalls über StudIP. Registrieren Sie sich deshalb dort bitte für das Seminar. Die Texte für die einzelnen Sitzungen stehen in der Universitätsbibliothek (auch online) zur Verfügung.
Grundlagenliteratur
Caramani, Daniele, ed. (2014). Comparative Politics, Third Edition, Oxford: Oxford University Press.
Beyers, Jan, Rainer Eising and William Maloney (2008). 'Researching Interest Group Politics in Europe and Elsewhere: Much We Study, Little we Know?', West European Politics, 31:6, 1103-1128.
Leistungsnachweis
Zu erbringende Leistungen:
• Während des Semesters: Erarbeitung und Realisierung eines empirischen Forschungsprojektes im Rahmen des Seminars (Arbeit in Gruppen von ca. 4 – 5 Personen). Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeit Rahmen einer Abschlusskonferenz des Forschungsseminars.
• Für die Modulprüfung: Eine Hausarbeit (15 Seiten). Abgabetermin für die Hausarbeit: Freitag, 10. August 2018.
Weitere und spezifische Angaben zu den Leistungsnachweisen erfolgen in der ersten Seminarsitzung.

Dr. Arndt Wonka
08-26-M14-4Tarifpolitik und Lohnentwicklung in der Deutschland und Europa
Collective Bargaining and Wage Development in Germany and Europe

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:00 - 10:00 FVG M2010 (2 SWS)

In diesem Bachelor Seminar wird der Einfluss verschiedener Systeme industrieller Beziehungen auf Lohnpolitik vergleichend untersucht. Dabei wird die Rolle des Staates hinsichtlich sozialer Pakte, der Regulierung kollektiver Rechte und der Interessenrepräsentation wie auch die „Intervention“ beim Lohnsetzungsprozess durch Mindestlöhne hervorgehoben. Das Seminar ist deutschsprachig.
Die Leistungen für 3 CP wie auch 6 CP sind in Form von Klausuren zu erbringen.

Hancke, Bob (2014): Employment regimes, wage setting and monetary union in Continental Europe. In: The Oxford Handbook of Employment Relations: Comparative Employment Systems. Edited by Adrian Wilkinson,Geoffrey Wood,Richard Deeg

Dr. Irene Dingeldey
08-31-4-M7-1EU politics of enlargement in the Western Balkans (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1030

This seminar aims to give an overview of the politics of enlargement of the European Union in the region of the Western Balkans. It first briefly contextualizes the Western Balkans’ accession process in the broader history of EU enlargement, to then cover the different WB countries’ accession rocess by focusing on single case studies. Thereby, it analyzes the various political, economic and social factors affecting these countries’ progress toward EU integration. Hence, the seminar will also
familiarize students with the region’s outstanding issues in its transition toward democracy, e.g. its political evolution, the comeback of nationalism, and its emerging social movements. Finally, it will ponder on the geopolitical significance of the region in view of recent international developments (economic crisis, refugee crisis- particularly the impact of
the Balkan route, growing Russian interest in the region, etc.). Hence the
relation of the region with other relevant regional and international
powers like the USA, Russia, Turkey and the Gulf States – as well as the
Western Balkans’s strategic role in these powers’ relations with the EU –
will also be discussed.
The seminar will encourage the discussion with students based on proposed
texts. It allows students to participate with an oral presentation on a chosen topic within the seminar’s program. Previous knowledge of the history of the region is not required, as a short introduction will be given in the first sessions. Previous knowledge of EU institutions is helpful but not required.

Caterina Bonora
08-31-4-M7-3The Politics of Game of Thrones: Understanding International Politics through Popular Culture (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SpT C4180

About the course

The course offers the understanding of basic concepts of international politics and political thought through the use of pop culture. The course is divided into two parts. The first part will be devoted to the popular TV show Game of Thrones (2011-2017). It will analyze the concepts of International Relations and International Political Economy, such as power, ideas, alliances, cooperation, war, economy, and various models of social orders based on the main characters and important events that take place in the TV show. The second part will explore the key ideas of political thought such as revolution, statehood, capitalism, Marxism, social contract and nature of human development on the basis of a number of movies and TV Shows including Star Trek (1966-2017), House of Cards (2013-2017), The Experiment (2001), Snowpiercer (2013), Ex Machina (2014) and the Matrix (1999).

WARNING
The majority of the media content which is included in the course has an “R” rating and depicts the scenes of extreme violence, sexual harassment, abusive and racist language and other disturbing content. If you are easily offended, please do not take this course.

Readings:
Dunne, Timothy, Milja Kurki, and Steve Smith, eds. 2013. International relations theories: Discipline and diversity / edited by Tim Dunne, Milja Kurki and Steve Smith. Third edition. Oxford: Oxford University Press.
Sachleben, Mark. 2014. World politics on screen: Understanding international relations through popular culture. Lexington Kentucky: The University Press of Kentucky.

Bidzina Lebanidze
08-31-6-M7-4Interessenvertretung auf der EU-Ebene
Representation of interests at EU level
Exkursion nach Brüssel 4. bis 8. Juni 2018

Seminar

Einzeltermine:
Fr 06.04.18 10:00 - 12:00
Fr 04.05.18 10:00 - 17:00
Fr 25.05.18 10:00 - 12:00

Die Interessenvertretung gilt in Brüssel als wichtiger Bestandteil des politischen Meinungsbildungsprozesses. Die EU-Institutionen sind der Überzeugung, dass qualitativ hochwertige Gesetzgebung einen offenen und transparenten Dialog mit allen betroffenen Stakeholdern, also Vertretern der Wirtschaft oder auch der Zivilgesellschaft, erfordert. Interessenvertreter können ihre Anliegen über Konsultationen, Anhörungen und Gespräche mit EU-Vertretern in den Gesetzgebungsprozess einbringen. Doch wie funktioniert die Interessenvertretung auf der EU-Ebene? Wer kann seine Interesse umsetzen? Welche Rolle spielen Lobbygruppen? Und haben EU-Bürger auch die Möglichkeit, direkt Einfluss zu nehmen?

In der Lehrveranstaltung untersuchen wir die Funktionsweise der EU-Institutionen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Interessenvertretung auf der EU-Ebene. Am Seminartag behandeln wir das Thema Interessenvertretung aus verschiedenen Perspektiven. Wir schauen und den politischen Meinungsbildungsprozess auf der EU-Ebene an und untersuchen die Möglichkeiten, die externe Akteure haben, um Einfluss auf der EU-Ebene auszuüben. Während der Studienreise nach Brüssel besuchen wir Institutionen und Organisationen, um einen Einblick in die politische Realität in Brüssel zu erhalten. Die Besuche werden von den Studierenden vorbereitet.

In den schriftlichen Arbeiten können die Studierenden selbstgewählte Fragestellungen zur Interessenvertretung auf EU-Ebene vertiefen und eigenständig untersuchen. Teilnehmer können 3 CP für ein Inputreferat oder 6 CP für ein Inputreferat und ein Essay erwerben. Neben den Besuchen bei politischen Institutionen und Organisationen werden die Studierenden in Brüssel an einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Berufsfelder in Europa“ teilnehmen, auf der sie sich über Karrieremöglichkeiten bei EU-Institutionen und Organisationen informieren können.

Caterina Bonora
08-31-6-M11-1The European Neighborhood Policy: evolution and future perspectives (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1030

The seminar offers an introduction to the history and development of the European Neighborhood Policy (ENP), from former examples of neighborhood cooperation, like the Euro-Mediterranean Partnership, to the current ENP format. It also analyses the various reviews (2011, 2015) of the ENP and the possible political factors that drove the EU to partially reform the ENP. It further looks at the future evolving of the relationship with the eastern and southern neighbors in view of the recent geopolitical developments in these regions. A particular focus of the seminar will be the role of the ENP in the region’s democratic and socioeconomic development.
The seminar welcomes students’ participation in the form of oral presentations on specific case studies.

Caterina Bonora

POL-M13 - Staatsaufgaben

Wahlpflichtmodul 9 CP (VF, KF) - Wahlpflichtmodul 9 oder 6 CP (GPL) (PF) - Wahlpflichtmodul 6 CP (GPL) (LA)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M13-2Städte und Integration

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 1040 (2 SWS)

Ob Integration gelingt, entscheidet sich weltweit in den Städten. Die Hoffnung auf ein besseres Leben treibt jedes Jahr Millionen von Menschen in die urbanen Zentren. Bei aller Armut und dem Elend, das dort anzutreffen ist, gehen diese Wanderungsbewegungen nicht zurück. Im Gegenteil: Die Attraktivität der Städte und Ballungszentren steigt weiter. Die Entwicklung der Städte in Europa und Deutschland ist durch Globalisierung, Privatisierung und Ökonomisierung gekennzeichnet. Zunehmende soziale Polarisierung in und zwischen den Städten gehört zu den Folgen. Die Integrationsfähigkeit der Städte geht deshalb zurück. Perspektiven einer zeitgemäßen Stadtpolitik müssen diese Entwicklungen berücksichtigen.

Art der Prüfungsleistung (CP):
Es können MPL (3 CP) und GPL (6 CP) erbracht werden, möglich sind Hausarbeit und Klausur.

Die Sitzungsthemen werden jeweils von Arbeitsgruppen vorbereitet (Referat und Papier oder ppt-Präsentation). Die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe ist obligatorisch.

PD Dr. Stefan Luft
08-26-M13-3Europäische Flüchtlingspolitik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B1410 SFG 1030 SFG 2040 (2 SWS)

Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten gehört zu den politisch am stärksten umstrittenen Politikfeldern. Das Jahr 2015 ließ deutlich werden, dass das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ einem Massenzustrom nicht gewachsen ist. Aus einer Vielzahl von Gründen ist das Ziel, zu gleichen Maßstäben und unter gleichen Bedingungen Flüchtlingsschutz in den Mitgliedsstaaten zu gewähren, nicht erreicht worden. Alleingänge – wie die der deutschen Bundesregierung im Jahr 2015 – haben zudem die Chance, zu einem Konsens zu kommen, erheblich erschwert. Versuche, zu einer stärkeren Lastenteilung zu gelangen sind bisher gescheitert. Die Verteilung von Fluchtmigranten ist daher weiterhin durch starke Ungleichgewichte gekennzeichnet.
An der europäischen Flüchtlingspolitik sind zahlreiche Akteure mit divergierenden Interessen beteiligt: Die europäischen Institutionen (Parlament, Rat, Europäischer Gerichtshof etc.), die einzelnen Mitgliedsstaaten sowie Gruppen von Mitgliedsstaaten (wie die Visegrad-Gruppe) und zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Verhandlungen mit dem Ziel der Erneuerung und der Reform der Flüchtlingspolitik gestalten sich schwierig. Bisher ist es nicht gelungen, die Interessen zusammenzuführen und zu einer konsistenten Politik zu gelangen.

Literaturhinweis zur Vorbereitung: Stefan Luft: Die Flüchtlingskrise. Ursachen, Konflikte, Folgen. München, 2. Auflage 2017

Art der Prüfungsleistung (CP):
Es können MPL (3 CP) und GPL (6 CP) erbracht werden, möglich sind Hausarbeit und Klausur.

Die Sitzungsthemen werden jeweils von Arbeitsgruppen vorbereitet (Referat und Papier oder ppt-Präsentation). Die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe ist obligatorisch.

PD Dr. Stefan Luft
08-26-M13-4Politik der Umverteilung in reichen Demokratien
Politics of Redistribution in Rich Democracies

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW1 B0080 (2 SWS)

Seit Anfang der 1980er Jahre haben die reichsten der Bevölkerung spektakuläre Gewinne gemacht. Diese Entwicklung erscheint erklärungsbedürftig: Warum intervenieren demokratische Regierungen nicht verstärkt? Und wieso akzeptieren Wähler und Wählerinnen eine steigende Ungleichheit? Diese Fragen erfordern letztendlich eine besseres Verständnis über das Verhältnis von Demokratie und der Verteilung von Ressourcen. In diesem Kurs werden wir dieses Verhältnis in zweierlei Hinsicht untersuchen: zum einen diskutieren wir, wie sich demokratische Institutionen und Politik auf die Verteilung von Ressourcen auswirken. Und zum anderen untersuchen wir den gegenläufigen Effekt, also wie Verteilung wichtige Pfeiler der Demokratie beeinflusst. Wir bearbeiten eine Vielzahl von Konzepten, Theorien und empirische Evidenzen, um die Interaktion von Demokratie und Verteilung zu beleuchten. Die Bereitschaft und Fähigkeit englische Texte zu lesen wird in diesem Kurs erwartet. Wichtige Lektüre umfasst unter anderem die Herausgeberschaft "Democracy, Inequality, and Representation" von Andersen und Bermandi (2008). Um diesen Kurs mit 3 oder 6 CPS zu bestehen, werden Sie erstens, an einem Gruppenprojekt arbeiten und dies präsentieren und zweitens, ein wissenschaftliches Forschungsprojekt zu einem Thema Ihrer Wahl schriftlich ausarbeiten.

The rising concentration of income and wealth in rich democracies is one of today’s most widely discussed and controversial issues. Over the last few decades the wealthy have made spectacular gains leading to an ever growing accumulation of capital at the top. Why do democratic governments not redistribute more? And why does a large part of the population tolerate rising levels of inequality? Ultimately, these questions require an examination of the relationships between democracy and the distribution of resources in a society. In this course, we will shed light on this relationship in a twofold way. First, we investigate how democratic politics shape distribution and second, we look at the reverse relationship: how distribution shapes democratic politics. We cover a variety of concepts and theories as well as empirical evidence to better understand the interaction between democracy and distribution. Essential reading for this course includes the edited book "Democracy, Inequality, and Representation" by Andersen and Bermandi (2008). To pass this course with 3 or 6 CPS, you will have to conduct a group work including a presentation and write a research paper (length depends on CPS).

Hanna Lierse
08-26-M13-6Sozialpolitik im internationalen Vergleich
International and Comparative Social Policy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Sozialpolitik ist in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während manche Staaten umfangreiche Sozialleistungen im Falle von Alter, Arbeitslosigkeit oder Krankheit garantieren, bieten andere Länder nur einen staatlichen Mindestschutz. Außerdem hat sich Sozialpolitik in den letzten Jahrzehnten verändert. So wird häufig angenommen, dass sich Wohlfahrtsstaaten durch den Globalisierungsdruck immer stärker angleichen. Die vergleichende Sozialpolitikforschung zielt ua darauf diese Unterschiede zwischen den Ländern und über die Zeit zu erklären. In diesem Seminar werden zentrale Fragestellungen und Befunde der vergleichenden Sozialpolitikforschung besprochen. Anschließend werden Methoden und Verfahren vermittelt, die notwendig sind, empirische Analysen in diesem Forschungsfeld eigenständig und computergestützt umsetzen zu können. Ziel des Seminars ist, dass die Studierenden am Ende sowohl über einen Überblick über die Literatur der vergleichenden Sozialpolitikforschung verfügen als auch konkrete Einblicke in die anwendungsorientierte Forschungspraxis gewinnen sowie eigene Forschungsfragen zum Thema selbst empirisch umsetzen können. Statistische Grundkenntnisse sind dabei von Vorteil. Für jede Sitzung ist die maßgebliche, zumeist englischsprachige Pflichtliteratur zu lesen, die online bereitgestellt wird. Eine aktive Teilnahme wird erwartet.

Literatur zur Vorbereitung oder Hintergrundlektüre:

Naumann, Ingela, Pierson, Christopher, Castles, Francis G. 2014. The Welfare State Reader. Cambridge: Polity Press.
Castles, Francis G., Leibfried, Stephan, Lewis, Jane, Obinger, Herbert, Pierson, Christopher. 2010. The Oxford Handbook oft he Welfare State. Oxford: Oxford University Press.

Prüfungsformen:
Seminararbeit (MPL 8-10 Seiten 3 CP oder GPL 10-15 Seiten 6 CP)

Carina Schmitt
08-26-M13-7Social Assistance in Low- and Middle-Income Countries (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Even though the majority of the world’s population still lack access to comprehensive social protection systems, a rapid rise in social protection initiatives has been documented across low- and middle-income countries (LMICs). Since the beginning of the 21st century, this expansion has mainly been due to growing numbers of non-contributory social protection programmes, i.e. social assistance. Current statistics provided by the World Bank (2016) show that considerably greater segments of the population in LMICs are covered by social assistance than by its contributory counterpart, social insurance. As ‘social assistance’ covers a broad range of non-contributory, typically tax-financed, measures aimed at ensuring minimum living standards, it is crucial to differentiate between the diverse types of programmes, and to appreciate the contexts in which they operate.
This seminar seeks to enable students:
  • To grasp the role played by social assistance in the provision of social protection in LMICs
  • To develop an understanding of the different types of social assistance and the contexts in which they operate
  • To find and interpret relevant (online) data in an LMIC context
  • To understand key debates as well as challenges regarding social assistance in LMICs
The language of instruction and of all readings is English (min. requirement: CEFR level B2).
Background Literature:
Barrientos, A. (2013). Social Assistance in Developing Countries. Cambridge: Cambridge University Press.
Barrientos, A. and Hulme, D. (2009). Social Protection for the Poor and Poorest in Developing Countries: Reflections on a Quiet Revolution. Oxford Development Studies, 37(4), pp. 439-456.
Assessment:
For 3 CP: Take-Home Exam
For 6 CP: Take-Home Exam + Presentation

Judith Magdalena Ebeling

POL-M14 - Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland

Pflichtmodul 9 CP (GrS) - Wahlpflichtmodul 9 CP (VF, KF) - Wahlpflichtmodul 9 oder 6 CP (GPL) (PF) - Wahlpflichtmodul 6 CP (GPL) (LA, Sek)
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-M12-7Politische Mobilisierung von Parteien und Interessengruppen in Entscheidungsprozessen
Political mobilization by political parties and interest groups in political decision-making processes (research seminar)
Forschungsseminar

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)

Im Rahmen des Forschungsseminars sollen Sie Erfahrung bei der Realisierung eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojektes sammeln. Im Seminar und in den Arbeitsgruppen beginnen wir mit der Arbeit an einer sinnvollen Fragestellung, übersetzen diese dann in einen theoretischen Untersuchungsrahmen und in ein empirisches Forschungsdesign, das dann in einem letzten Schritt realisiert werden soll. Empirisch setzt sich das Seminar mit der politischen Mobilisierung von politischen Parteien und Interessengruppen in Entscheidungsprozessen in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Politische Mobilisierung wird in diesem Seminar breit konzipiert. Mobilisierung erfasst sowohl das Ausmaß zu dem unterschiedliche Gruppen in Entscheidungsprozessen tatsächlich politisch aktiv werden, die Handlungsstrategien unterschiedlicher Gruppen, als auch die (Nicht-) Konflikte und Auseinandersetzungen, die aus den politischen Aktivitäten von Parteien und Interessengruppen entstehen und die Effekte der politischen Mobilisierung auf Entscheidungsinhalte und -ergebnisse. Ziel des Seminars ist es, gemeinsam die verschiedenen Arbeitsschritte eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojektes zu diskutieren und umzusetzen. Gemeinsam werden wir die im Laufe des Forschungsprozesses vorzunehmenden Abwägungen und Entscheidungen diskutieren (und treffen) und interessante und originelle Ergebnisse zur politischen Mobilisierung von Parteien und Interessengruppen in der Bundesrepublik erarbeiten. Die im Forschungsseminar gemachten Erfahrungen und das erworbene Wissen sollen Ihnen auch helfen, Ihre Bachelorarbeit sinnvoll zu planen und erfolgreich zu verwirklichen.
Organisatorisches
Sollte es notwendig sein, erfolgt die Kommunikation außerhalb des Seminars ebenfalls über StudIP. Registrieren Sie sich deshalb dort bitte für das Seminar. Die Texte für die einzelnen Sitzungen stehen in der Universitätsbibliothek (auch online) zur Verfügung.
Grundlagenliteratur
Caramani, Daniele, ed. (2014). Comparative Politics, Third Edition, Oxford: Oxford University Press.
Beyers, Jan, Rainer Eising and William Maloney (2008). 'Researching Interest Group Politics in Europe and Elsewhere: Much We Study, Little we Know?', West European Politics, 31:6, 1103-1128.
Leistungsnachweis
Zu erbringende Leistungen:
• Während des Semesters: Erarbeitung und Realisierung eines empirischen Forschungsprojektes im Rahmen des Seminars (Arbeit in Gruppen von ca. 4 – 5 Personen). Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeit Rahmen einer Abschlusskonferenz des Forschungsseminars.
• Für die Modulprüfung: Eine Hausarbeit (15 Seiten). Abgabetermin für die Hausarbeit: Freitag, 10. August 2018.
Weitere und spezifische Angaben zu den Leistungsnachweisen erfolgen in der ersten Seminarsitzung.

Dr. Arndt Wonka
08-26-M14-1Politische Parteien und das Parteiensystem in Deutschland
Political Parties and the Party System in Germany

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 FVG M2010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 07.05.18 08:00 - 10:00 FVG M2010

Das Seminar führt in grundlegende Theorien und Konzepte des Parteienwettbewerbes am Beispiel der Bundesrepublik ein. Dazu werden wir die Entwicklung des Parteiensystems der Bundesrepublik international vergleichend analysieren und die Parteiensysteme der Bundesländer gegenüberstellen. In dem Seminar werden zudem Grundlagen der historischen Entwicklung deutscher Parteien, Parteifamilien und der Regierungsformen in den Ländern untersucht.

Im ersten Teil werden Konzepte von Parteiensystemen und des politischen Wettbewerbes vorgestellt und diskutiert. Ein zweiter Teil führt anhand praktischer Beispiele in Ansätze zur Bestimmung von Parteipositionen und Indizes der Parteienforschung ein. In einem dritten Teil befassen wir uns mit speziellen Themen der Parteienforschung wie der Änderungen der Wählerbindung, der Parteienfinanzierung und der Patronage.

Der Kurs stellt Theorien, Forschungsansätze und Techniken der Politikwissenschaft vor. Es werden grundlegende Kenntnisse zum politischen System der Bundesrepublik und der Vergleichenden Politikwissenschaft sowie ein Interesse an empirischer Sozialforschung und die Fähigkeit zur Lektüre englischsprachiger Fachtexte erwartet.

Dr. Holger Döring
08-26-M14-2Einführung in die Intelligence Studies: Die Geschichte der deutschen Nachrichtendienste im 19. und 20. Jahrhundert
Introduction to Intelligence Studies: The History of German Intelligence Services in the 19th and 20th Centuries

Seminar

Einzeltermine:
Mi 18.04.18 12:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fr 08.06.18 10:00 - 17:00 UNICOM 3.3990
Sa 09.06.18 - So 10.06.18 (So, Sa) 08:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Spionage und Geheimdienstarbeit sind keine Phänomene der Neuzeit, doch setzte ihre Professionalisierung und Institutionalisierung erst im 19. Jahrhundert ein. Vor dem Hintergrund zweier Diktaturen im 20. Jahrhundert besitzt die Geschichte der Nachrichtendienste gerade für Deutschland eine besondere Bedeutung. 1889 rief der preußische Generalstab mit der „Sektion IIIb“ den ersten institutionell verankerten Militärgeheimdienst ins Leben, der im Ersten Weltkrieg immer weiter ausgebaut wurde. Geheime Staatspolizei, Reichssicherheitshauptamt und die „Abwehr“ erwiesen sich in der NS-Zeit als Pfeiler der Diktatur. Die beiden deutschen Nachkriegsstaaten schufen sich ihre eigenen Nachrichtendienste: Während das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR die kommunistische Diktatur bis 1989 maßgeblich sicherte, band die Bundesrepublik, trotz anfänglicher personeller Kontinuitäten zum Nationalsozialismus, ihre Nachrichtendienste in demokratische Strukturen ein.
Das Seminar nimmt nicht nur die einzelnen In- und Auslandsgeheimdienste der verschiedenen deutschen Staaten in den Blick, sondern untersucht auch die Praxis nachrichtendienstlicher Arbeit. Auch die gesellschaftliche Stellung der Nachrichtendienste, ihre Relevanz und die Frage ihrer Kontrolle sollen thematisiert werden. Aufbauend auf diesem inhaltlichen Spektrum gibt das Seminar eine Einführung in das Forschungsfeld der Intelligence Studies.

Literatur:
DÖRR, Nikolas; ZIMMERMANN, Till (Hg.), Die Nachrichtendienste der Bundesrepublik Deutschland, Berlin 2007; GIESEKE, Jens, Die Stasi 1945-1990, München 2011; GRAF, Christoph, Politische Polizei zwischen Demokratie und Diktatur. Die Entwicklung der preußischen Politischen Polizei vom Staatsschutzorgan zum Geheimen Staatspolizeiamt des Dritten Reiches, Berlin (West) 1983; GRAWE, Lukas, Deutsche Feindaufklärung vor dem Ersten Weltkrieg. Informationen und Einschätzungen des deutschen Generalstabs zu den Armeen Frankreichs und Russlands 1904 bis 1914, Paderborn 2017; HERMAN, Michael, Intelligence Power in Peace and War, Cambridge/New York 1996; JOHNSON, Loch K., Handbook of Intelligence Studies, Abingdon 2007; MUELLER, Michael, Canaris. Hitlers Abwehrchef, Berlin 2006; RASS, Christoph, Das Sozialprofil des Bundesnachrichtendienstes. Von den Anfängen bis 1968, Berlin 2016; WILDT, Michael, Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes, Hamburg 2002.

Dr. Nikolas Dörr, Dipl.-Pol., M.A. (LB)
Dr. Lukas Grawe (LB)
08-26-M14-3Wahlforschung mit Stata

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)

Wahlen sind das zentrale Element der repräsentativen Demokratie und damit auch des politischen Systems der Bundesrepublik. Die Erklärung der Zusammenhänge zwischen den politischen Einstellungen der Bürger und deren Wahlverhalten ist daher seit Bestehen des Fachs einer der wichtigsten Gegenstände politikwissenschaftlicher Forschung. Das Seminar soll in die Fragestellungen, theoretischen Ansätze und empirischen Befunde dieses Forschungszweigs einführen.
Dafür beschäftigen wir uns zunächst mit den klassischen Theorien des Wahlverhaltens, insbesondere mit den mikro- und makrosoziologischen Erklärungen der Michigan-Schule und des Cleavage-Ansatzes sowie mit grundlegenden Arbeiten unter dem Rational-Choice-Paradigma. Anschließend wenden wir uns exemplarisch einzelnen wichtigen empirischen Fragen zu, zum Beispiel der Wahl extremistischer Parteien oder dem Wahlverhalten von Migranten. Dieser empirische Teil verläuft entlang der neueren Arbeiten zum Wahlverhalten in Deutschland.
In Verbindung mit diesen inhaltlichen Aspekten sollen die Fähigkeiten der Studierenden auch im methodischen Bereich vertieft werden. Dafür erarbeiten wir einige zentrale Befunde der Literatur direkt an den jeweiligen Datensätzen mithilfe der Software Stata. Besondere Vorkenntnisse in Stata sind nicht notwendig, da in den ersten Seminarsitzungen eine Stata-Einführung stattfindet. In seinem weiteren Verlauf ist das Seminar in wechselnd vorwiegend theoretische und vorwiegend empirisch-praktische Sitzungen gegliedert.

Dr. Valentin Schröder
08-26-M14-4Tarifpolitik und Lohnentwicklung in der Deutschland und Europa
Collective Bargaining and Wage Development in Germany and Europe

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:00 - 10:00 FVG M2010 (2 SWS)

In diesem Bachelor Seminar wird der Einfluss verschiedener Systeme industrieller Beziehungen auf Lohnpolitik vergleichend untersucht. Dabei wird die Rolle des Staates hinsichtlich sozialer Pakte, der Regulierung kollektiver Rechte und der Interessenrepräsentation wie auch die „Intervention“ beim Lohnsetzungsprozess durch Mindestlöhne hervorgehoben. Das Seminar ist deutschsprachig.
Die Leistungen für 3 CP wie auch 6 CP sind in Form von Klausuren zu erbringen.

Hancke, Bob (2014): Employment regimes, wage setting and monetary union in Continental Europe. In: The Oxford Handbook of Employment Relations: Comparative Employment Systems. Edited by Adrian Wilkinson,Geoffrey Wood,Richard Deeg

Dr. Irene Dingeldey
08-26-M14-5Das Bundesverfassungsgericht und die Demokratie
The Federal Constitutional Court and Democracy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Einerseits soll das Bundesverfassungsgericht vor allem die Grundrechte auch gegen den Willen demokratisch legitimierter legislativer Mehrheiten durchsetzen. Andererseits ist das Demokratieprinzip selbst eines der vom Grundgesetz ausgezeichneten Strukturprinzipien und ist demnach gerade auch ein solches vom Verfassungsgericht zu schützendes ‚Gut’. Das ist eine schwierige Aufgabe, der in dem Lektüreseminar in drei Schritten nachgegangen wird:
Im ersten Teil des Seminars wird es darum gehen, die Stellung des Bundesverfassungsgerichts im Gefüge des politisch-rechtlichen Systems Deutschlands nachzuvollziehen. Wie ist das Bundesverfassungsgericht entstanden? Wie ist es organisiert und welche Zuständigkeiten hat es?
Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Fragestellungen behandelt, die das Gericht ‚von außen’ betrachten: Normativ gibt es eine breite Debatte um die Frage, ob in demokratischen Ordnungen überhaupt Platz für Verfassungsgerichte sein sollte und welche Kompetenzen diese haben sollten, in diagnostischer Perspektive versuchen Autoren eine Demokratiebilanz des Bundesverfassungsgerichts zu präsentieren, also zu klären, ob es in der Summe seiner Aktivitäten und Aufgaben der Demokratie in Deutschland mehr genützt oder geschadet hat. Und schließlich gibt es eine zunehmende empirische Literatur über die Aktivitäten des Gerichts und ihre Funktionen im politischen System. Kommt es etwa zu einer stärkeren Verrechtlichung der Politik durch die Existenz des Bundesverfassungsgerichts? Machen die Richter Parteipolitik? Auch in Anschluss an diese empirische Literatur lässt sich jeweils fragen, welche Konsequenzen dies für die demokratische Qualität hat.
Im dritten Teil der Veranstaltung werden die demokratiebezogenen Urteile des Bundesverfassungsgerichts in den Mittelpunkt gerückt (siehe etwa BVerfGE 123, 267; BVerfGE 120, 82; BVerfGE 129, 300; BVerfGE 121, 266).

On the one hand the Federal Constitutional Court (FCC) should enforce basic rights even against democratic majorities, on the other hand the democratic principle itself is part of the German Basic Law and to be protected by the FCC.
The difficult relationship between the FCC and democracy is addressed in three steps:
In part I the court’s position within the German political system will be retraced, its origin, competences etc. In part II we take up different views from outside on (the German) constitutional court: normative literature on the desirability of such courts, diagnostic literature about the democracy related effects of the FCC rulings and growing empirical literature.

Thorsten Hüller

POL-FD1 - Grundlagen der Politikdidaktik

Pflichtmodul 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-FD1-2Einführung in politische Lehr- und Lernprozesse
Teaching Politics

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 FVG M2010 (2 SWS)
Dr. Marc Partetzke

POL-FD2 - Politisches Lernen in Theorie und Praxis

Pflichtmodul 6 CP
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-26-FD2.2-1Politische Lehr- und Lernprozesse planen, erproben und analysieren
Planing Social Science Lessons

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 FVG M0160 (2 SWS)
Dr. Marc Partetzke
08-26-FD2.2-2Politische Lehr- und Lernprozesse planen, erproben und analysieren
Planing Social Science Lessons

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 FVG M0160 (2 SWS)
Dr. Marc Partetzke

General Studies: Politikwissenschaft

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-zsp-GS-1003Welche beruflichen Perspektiven bieten sich für Sozialwissenschaftler/innen außerhalb der Wissenschaft und Forschung?
Which career prospects for social scientists open up beyond science and research?

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B2900 (2 SWS)

Die Frage, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen könnte, lässt sich für Studierende der Sozialwissenschaften nicht so einfach beantworten. Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und orientiert sich sehr stark an den individuellen Interessen und Fähigkeiten. Daher ist es ein persönlicher Lernprozess, eigene berufliche Vorstellungen zu entwickeln.

Das Seminar richtet sich im Wintersemester 2017/2018 an Masterstudierenden sowie an Bachelorstudierende ab dem 5. Fachsemester. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer*innen zu ermutigen, die eigenen Stärken zu ermitteln und herauszufinden, welche Tätigkeitsfelder das persönliche Interesse wecken. Häufig bieten Neigungen, Überzeugungen und Werte eine hilfreiche Orientierung. Zudem soll der Kurs aufzeigen, wie die beruflichen Ziele erreicht werden können.

Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Denn Sozialwissenschaftler*innen werden von Unternehmen, Organisationen und Institutionen selten gezielt gesucht. Da sie häufig mit Psycholog(en)innen, Sozialpädagog(en)innen, Gesundheitswissenschaftler*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Jurist(en)innen konkurrieren, ist es wichtig berufliche Netzwerke aufzubauen und den versteckten Arbeitsmarkt in den Blick zu nehmen.

Es werden Berufspraktiker*innen aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern eingeladen. Sie werden Einblicke in ihren beruflichen Alltag geben und über Ihren beruflichen Werdegang berichten.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1004Praxisnacht des Fachbereichs Sozialwissenschaften (FB 8)
Einblicke und Berichte

Blockeinheit

Einzeltermine:
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B2860 VIP (VIP-Raum)
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B2890
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B2880-2900 Foyer (2. Ebene Foyer)
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Do 31.05.18 18:00 - 22:00 GW2 B2900

Die "Praxisnacht des FB 8 - Berichte und Einblicke" findet am Donnertag, den 31. Mai 2018 zum dritten Mal statt. Die Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge sind herzlich dazu eingeladen.

Etwa 40 Berufspraktiker*innen aus unterschiedlichen Berufs- und Tätigkeitsfeldern werden über ihre beruflichen Werdegänge berichten und Einblicke in ihre konkretenTätigkeiten geben.

Die Referent(en)*innen sind "Ehemalige" des FB 8. Somit werden Tätigkeitsfelder vorgestellt, in denen Sozialwissenschaftler*innen beschäftigt sind. Zudem werden einige Studierende über ihr absolviertes Pflichtpraktikum berichten.

Die Praxisnacht startet um 18 Uhr im GW 2 Raum B2900. Ab 18:25 finden Foren zu vier verschieden Themenblöcken statt. Die geladenen Referent(en)*innen sind diesen Themenblöcken zugeordnet. Geplant sind folgende inhaltlichen Schwerpunkte: 1. Medien; 2. Politik, Europa; 3. Stadt, Verkehr, Umwelt und Energie; 4. Kultur und Forschung.

Wir freuen uns auf Sie.

Betina da Rocha
Dr. Sabine Ritter
Dr. Stefanie Walther
Michael Thiele
Alla Keuten
Dr. Ute Volkmann
Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
Yvonne Pannemann
08-zsp-GS-1008Freiwilliges zivilgesellschaftliches Engagement
Voluntary commitment in the realm of civil society (Tutorial to students´volunteering)

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 13.04.18 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Der Fachbereich Sozialwissenschaften (FB 8) fördert das studentische Ehrenamt, da das zivilgesellschaftlichen Engagement zunehmend an Bedeutung für das Gemeinwohl gewinnt. Die Motivation von Studierenden, sich beispielsweise sinnstiftend für andere Menschen einzusetzen, politisch Einfluß zu nehmen, gesellschaftliche Partzipationsprozesse mitzugestalten oder einen humanitären Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, soll somit gewürdigt werden.

Außerdem bietet das freiwilligen Engagement die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlangen, die auch nützlich für die berufliche Orientierung oder sogar für den Berufseinstieg sein können.

Studierende, die gerne eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben möchten, werden im Begleitseminar bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit unterstützt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Freiwilligen Agentur Bremen und Serve the City statt.

Dieses Begleitseminar richtet sich ausschließlich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Am 13.04.2018 werden die Regeln für die Teilnahme und die Leistungsanforderungen erläutern.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1009Freiwilliges Engagement im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" der Freiwilligen-Agentur Bremen

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GW2 B2335a (2 SWS)

Wer möchte sich gerne verantwortungsvoll für ein Kind im Grundschulalter engagieren? Im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" erhalten Studierende die Möglichkeit, als Paten, einmal in der Woche, ehrenamtlich, Zeit mit einem Schulkind zu verbringen. Diese Paten bzw. Balus bringen Bewegung und Abwechslung in den konkreten Alltag der Patenkinder bzw. Moglis. Balu und Mogli treffen sich zuverlässig über einen Zeitraum von einen Jahr.

Für Moglis ist es eine ganz besondere Gelegenheit eine etwas andere Welt kennenzulernen. Durch die Freundschaft mit ihrem Balu entsteht häufig ein Entwicklungsschub. Sie wirken in der Schule konzentrierte, offener und konflikfähiger.

Das bundesweite Mentorenprogramm "Balu und Du" besteht seit 2002. Menschen an 70 Standorten in Deutschland engagieren sich dafür, dass es Kindern in besonderen Lebenslagen besser geht. Seit 2008 wird das Konzept des Mentorenprogramms von der Freiwilligen-Agentur Bremen umgesetzt.

Der Fachbereich Sozialwissenschaften fördert das ehrenamtliche Engagement von Studierenden, insbesondere im Rahmen des Mentorenprogramm. Daher besteht eine Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur Bremen.

Das Begleitseminar dient der Supervision sowie der Vor- und Nachbereitung der Patinnen und Paten für die anspruchvolle Rolle des Balus.

Claudia Fantz
08-zsp-GS-1014Public Relations für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft
Public relations for politics, cultural and social awareness, environment and economy

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2900 (2 SWS)

Welche Fähigkeiten muss ein PR-Redakteur/in haben? Wie sieht der Arbeitsalltag eine(s)r Pressesprecher(s)in in der Politik aus? Unterscheidet sich die Öffentlichkeitsarbeit eines Theaters von der eines Unternehmens? Diese und viele weitere Fragen rund um die Berufsfelder der Public Relations werden wir im Verlauf des Seminars gemeinsam stellen und beantworten.

Dieses Seminar richtet sich ausschliesslich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Teamarbeit und zur Einhaltung von Vereinbarungen. Am 04.04.2018 werden die Regeln fuer die Teilnahme und die Leistungsanforderungen vereinbart.

Am 11.04.2018 werden die Teams gebildet, die die Aufgabe erhalten jeweils ein inhaltliches Thema zu bearbeiten. Ergänzend dazu werden Interviews mit Experten aus der Praxis geführt. Die Arbeitsergebnisse der Teams werden dem Plenum anschaulich vermittelt. Fuer ihren Vortrag erhalten die Teams ein ausführliches Feedback. Für die zweite Haelfte der Veranstaltungszeit ist eine Exkursion in einem Betrieb oder einer Organisation vorgesehen.

Das weiterführende "Praxisprojekt Public Realations" (08-zsp-GS-1015) im Sommersemester 2019 wird empfohlen. Das Praxisprojekt zeichnet sich durch seine Praxisnaehe aus. Es werden Modellagenturen gebildet, die reale Aufgaben von Betrieben und Einrichtungen aus der Region erhalten.

Axel Hausmann

General Studies: Andere Disziplinen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-GS-42Bachelorarbeit - Themenfindung
Bachelor Thesis - Finding a Subject

Seminar
ECTS: 3/6

Einzeltermine:
Fr 15.06.18 14:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 16.06.18 10:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fr 29.06.18 14:00 - 18:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7)
Sa 30.06.18 10:00 - 14:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7)
Fr 06.07.18 14:00 - 18:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2
Sa 07.07.18 10:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Wie verfasse ich eine Bachelorarbeit? Wie beginne ich mit dem Schreiben und welche Vorbereitungen sollte ich getroffen haben? Das Seminar dient der Themenfindung und Vorbereitung einer Bachelorarbeit. Durch schrittweise aufeinander aufbauende Aufgaben werden die TeilnehmerInnen durch den Vorbereitungs- und Strukturierungsprozess einer Bachelorarbeit geleitet. Anhand von existierenden Studien ziehen wir die logische und argumentative Struktur von wissenschaftlichen Texten nach und sehen, wie der vorhandene Forschungsstand in eine neue Forschungsfrage übergeleitet wird. Auf dieser Grundlage formulieren die TeilnehmerInnen erste Fragestellungen, die sie im weiteren Verlauf des Seminars konkretisieren bzw. revidieren. Parallel suchen sie nach geeigneter wissenschaftlicher Literatur, bewerten diese und erarbeiten sich damit den Forschungsstand zu dem sie interessierenden Themengebiet. Während des Seminars werden außerdem regelmäßig Schreibübungen durchgeführt und Beispiele von guten Bachelorarbeiten an den Bremer Instituten für Politikwissenschaft und Soziologie präsentiert. Am Ende des Seminars verfassen die TeilnehmerInnen ein Exposé mit einer spezifischen und durchführbaren Fragestellung anhand dessen sie gezielt mit ihren BetreuerInnen über ihre Bachelorarbeit diskutieren können.

Carolin Baur
08-31-GS-1Political Protests in Russia and Ukraine – a multidisciplinary approach (in englischer Sprache)

Blockveranstaltung
ECTS: 3 / 6

Einzeltermine:
Fr 06.04.18 12:00 - 14:00
Fr 27.04.18 08:15 - 12:45 OEG 3790
Fr 18.05.18 08:15 - 12:45 OEG 3790
Fr 15.06.18 08:15 - 12:45 OEG 3790
Fr 29.06.18 08:15 - 12:45 OEG 3790

In this seminar, we will study two major protest episodes, both of which have profoundly affected politics and societal relations in their respective countries – and will continue to do so for years to come. The first is the protest cycle that erupted in Russia after the parliamentary elections of December 2011, the second is the so called „Euromaidan“ that took place in Ukraine in the winter of 2013/14. In order to understand those episodes, it is essential to know their political and societal contexts. Therefore, in a first step, we will make ourselves familiar with the political systems of post-Soviet Russia and Ukraine, by looking at elites, institutions, and media. In this part, theoretical help will come from the literature on the functioning of competitive authoritarianism. The second step will take us into the social contexts of protest in both countries, focusing on identities and non-state actors. Theoretical guidance in this part will come from social movement theory. Third, equipped with this multidisciplinary toolbox of theory and empirical knowledge, we will study the protest episodes themselves. In an informed comparison of the two cases we will eventually dare asking some big questions: Why did these protests erupt? Why did they play out the way they did? And why did they have so fundamentally different results?

Jan Matti Dollbaum
09-30-84-AVom "Hass der Demokratie"
On the “Hatred of Democracy”

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:00 - 16:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 03.05.18 12:00 - 16:00 SFG 3070

Europa im Jahr 2018: Anti-liberale Strömungen und die Erfolge von offen neofaschistischen oder verdeckt konservativ-autoritären Parteien bei Parlamentswahlen auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene versetzen die bürgerliche Gesellschaft zunehmend in Unruhe. Das Erstarken von reaktionären politischen Kräften zeigt sich auch in einem beständig ungehemmter ausgelebtem Hass, der sich in der diskursiven und physischen Gewalt gegen Minderheiten und das Fremde manifestiert. Kennzeichnend für diesen Hass ist die Verachtung von demokratischen Tugendenden (Gleichheit und Freiheit) und modernen Wertesystemen (Individualismus, Egalitarismus), kurz: einem Hass auf die Demokratie – einem Hass der, dies sei beiläufig angemerkt, einer Kritik des Parlamentarismus diametral gegenübersteht. Gleichzeitig wird dieser „Hass auf die Demokratie“ begleitet von einem anderen Hass, der von der Demokratie selbst ausgeht: Der „Hass der Demokratie“, der in dem militärischen Unternehmen, Demokratie mittels Waffengewalt in andere Länder zu exportieren, wohl seinen prägnantesten Ausdruck findet.
Der französische Philosoph Jacques Rancière, der Autor der den Begriff „Hass der Demokratie“ geprägt hat, erkennt in beiden Formen dieses Hasses aktuelle Formen der Entpolitisierung, die die subversive Kraft der demokratischen Idee abschwächen und ihren emanzipatorischen Horizont versperren. Dieses Seminar geht der Frage nach inwieweit sich im Anschluss an die Politische Philosophie Rancières die Kritik am „Hass der Demokratie“ als politisches Werkzeug und philosophische Waffe zu ihrer Verteidigung denken lässt. Anders ausgedrückt: Es soll darum gehen noch einmal die Symphonie vom Verein freier Menschen anzustimmen, dort wo das Gekreische der Sirenen am lautesten halt.

N.B.: Dieses Seminar versteht sich als indirekte Fortführung des Seminars Die Demokratie und ihre Kritik von Herrn Vogelmann aus dem Wintersemester 2017/2018, d.h. es soll unter anderem die Möglichkeit bieten die dort angeschnittenen Frage- und Problemstellungen weiter zu entwickeln. Es handelt sich dabei aber keineswegs um eine direkte Fortsetzung, d.h. es werden keinerlei theoretische Kenntnisse vorausgesetzt; das Seminar richtet sich an sowohl an Neueinsteiger als auch an Fortgeschrittene auf dem Sachgebiet der Demokratietheorie.


Bibliographie
J. Rancière, La Mésentente – Politique et philosophie, Éditions Galilée, Paris, 1995
dt.: Das Unvernehmen – Politik und Philosophie, Suhrkamp, Frankfurt/Main, 2002
J. Rancière, La Haine de la démocratie, La Fabrique éditions, Paris, 2005
dt.: Der Hass der Demokratie, 3. Auflage, August Verlag, Berlin, 2016 [2011]

Sebastian Kock
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