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Äthiopische Botschafterin Solomon besucht IGS-Promovierende

Die neue äthiopische Botschafterin in Berlin, Mulu Solomon, hat Bremen besucht. Dabei nahm sie sich auch Zeit, sich an der Universität über die International Graduate School for Dynamics in Logistics (IGS) zu informieren – das strukturierte Doktorandenprogramm des Forschungsverbunds LogDynamics.

Das internationale, interdisziplinäre Projekt hatte die Aufmerksamkeit der Botschafterin geweckt, weil die IGS in den vergangenen Jahren mehr als 20 Doktorandinnen und Doktoranden aus Äthiopien auf vielfältige Weise betreut und unterstützt hat. Der erste, Fasika Bete, hat 2015 im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen promoviert. Sie lehrt seither an der Universität Addis Abeba. Momentan halten sich zwei Doktoranden mit einem sogenannten Sandwich-Stipendium für ein halbes Jahr an der Uni Bremen auf. Sie verbringen ihre Promotionsphase zur Hälfte der Zeit in Bremen, werden aber in ihrer Heimatuniversität promoviert.

Die bisher größte Gruppe von 18 Personen absolvierte einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt am BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH, einem Partner in LogDynamics. Ihnen wurde in einem Projekt der Texas Tech University, USA, zusammen mit dem in Bremen ansässigen Unternehmen INROS LACKNER SE der Zugang zu wissenschaftlichen Ressourcen sowie zu aktuellen Baustellen ermöglicht. Auch sie wurden in der IGS betreut.

Äthiopische Universitäten auf internationales Niveau bringen

All diese Doktorandinnen und Doktoranden sind bereits Dozierende in ihren Heimatuniversitäten. Ziel ihrer Auslandsaufenthalte war und ist, die Ausbildung und Forschung der äthiopischen Universitäten auf ein internationales Niveau zu bringen und von Best Practices zu lernen. Die äthiopische Regierung hat dafür unterschiedliche Maßnahmen und Förderinstrumente aufgelegt, die mit deutscher Unterstützung z.B. durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und den Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) umgesetzt werden.

Botschafterin Solomon machte sich bei ihrem Besuch ein eigenes Bild von der vorhandenen Infrastruktur, dem LogDynamics Lab. Sie nutzte die Gelegenheit, mit Professorinnen und Professoren, mit der Koordinatorin der IGS sowie mit den äthiopischen Doktorandinnen und Doktoranden über die Erfahrungen und die daraus resultierenden Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen. Begleitet wurde der Besuch durch die äthiopische Gemeinde in Bremen.

Die International Graduate School for Dynamics in Logistics

Die IGS der Universität Bremen bietet seit Mitte 2005 exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt die Möglichkeit einer zügigen, strukturierten Promotionsausbildung im Rahmen des interdisziplinären Forschungsverbunds LogDynamics. LogDynamics vereint Arbeitsgruppen aus fünf Fachbereichen: Physik/Elektrotechnik, Produktionstechnik, Mathematik/Informatik, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Die IGS hat seit ihrer Gründung 76 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 24 Ländern aufgenommen, 46 davon wurden mittlerweile von der Universität Bremen promoviert. Über diese Vollzeitdoktorandinnen und –doktoranden hinaus wurden von der IGS im Rahmen von internationalen Austauschprojekten zahlreiche weitere Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf allen Qualifikationsebenen aufgenommen und für die Zeit ihres Aufenthalts in die Community der IGS integriert.


Weitere Informationen:

www.logistics-gs.uni-bremen.de
www.uni-bremen.de

 

Fragen beantwortet:

Dr.-Ing. Ingrid Rügge
International Graduate School for Dynamics in Logistics
Geschäftsführerin
Telefon: +49 (0)421 218-50139
E-Mail: rueprotect me ?!biba.uni-bremenprotect me ?!.de
 

IGS
Hoher Besuch: BIBA-Institutsleiter Professor Klaus-Dieter Thoben begrüßt die äthiopische Botschafterin Mulu Solomon.
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