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Forscher analysieren erneuerbare Energien im Stromnetz

Das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) startet ein neues Projekt zur Energiewende. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie untersuchen die Forscher die Einspeisung erneuerbarer Energien in das deutsche Stromnetz.

Welchen Anteil haben erneuerbare Energien an der Stromproduktion? Wo und zu welchen Zeiten werden Wind- und Sonnenenergie in die Übertragungs- und Verteilnetze eingespeist? An welchen Stellen müssen die Speicherkapazitäten erhöht werden? Das sind Fragen mit denen sich ein Forschungsteam des Bremer Instituts für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) in einem neuen Projekt beschäftigt.

Laufzeit drei Jahre

Finanziert wird das Vorhaben mit dem genauen Titel „Analyse der geographischen Verteilung von Wind- und solarer Einspeisung und deren Einflüsse auf das Stromnetz“, GEOWISOL 2, aus dem Energieforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird mit knapp 800.000 Euro gefördert.

Von der Nordsee bis nach Bayern

Untersucht werden soll die geographische Verteilung von Wind- und Sonnenenergie im bestehenden Stromnetz – von Offshore-Windparks in Ost- und Nordsee bis hin nach Bayern. „Wir haben 95 Gebiete in Deutschland ausgewählt“, sagt Volker Renken, wissenschaftlicher Mitarbeiter am BIMAQ und Projektleiter des ersten GEOWISOL-Projektes. Neu sei die auf realen Messwerten basierende Auswertung, sagt Renken. Die drei Partner Deutsche WindGuard GmbH, energy & meteo systems GmbH und die Stiftung Offshore-Windenergie werden Leistungen einzelner Anlagen messen und die Daten an das BIMAQ weiterleiten.

Datenerfassung alle 15 Minuten

Wichtig bei der Untersuchung ist auch die zeitliche Taktung. Alle 15 Minuten werden die Daten erfasst. „Wir können herausfinden, an welchen Stellen die Leitungen ausreichen und wo in Zukunft noch ausgebaut werden muss“, so Renken. Neben Wind- und Solarenergie sollen auch andere Energieträger wie Biogas, Wasserkraft und konventionelle Kraftwerke berücksichtigt werden. Wo machen weitere Speicherkapazitäten Sinn? Wo müssen Netze verstärkt werden? Das will das Team des BIMAQ nach Ablauf der Projektzeit in belastbaren Studien darstellen. Damit die eingespeiste Energie sinnvoll verwendet werden kann, sind intelligente Verteilnetze und Schnittstellen insbesondere auch für eine optimale Integration von Speicherlösungen erforderlich. Und das ist ein wichtiger Punkt, wenn die Energiewende in Deutschland gelingen soll.
 
Weitere Informationen:

http://geowisol.bimaq.de/index.html

Fragen beantworten:

Volker Renken
Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft BIMAQ
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-64626
E-Mail: ren@bimaq.de

Michael Sorg
Tel.: +49-421-218-64620
E-Mail: sor@bimaq.de

 

Windräder in der See
Daten von 2000 Windenergieanlagen aus 260 Windparks werden im Projekt ausgewertet.
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