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Ambulanz (PULS)

Psychische Erkrankungen sind häufig: Jede vierte Person in Deutschland erfüllt im Laufe ihres Lebens die Kriterien für eine psychische Erkrankung. Trotz positiver Entwicklungen im Sinne einer Akzeptanz werden Menschen mit psychischen Erkrankungen auch heute noch stigmatisiert. Gleichzeitig zählen psychische Erkrankungen zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfähigkeitstagen und führen zu den längsten Ausfallzeiten. Dies belegen alle Zahlen, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen zuletzt veröffentlicht wurden (z.B: BKK-Gesundheitsreport (2019); Barmer Gesundheitsreport DAK-Gesundheitsreport (2019), Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (2019); AOK-Fehlzeitenreport, 2019, Krankenstand-Analyse der IKK classic (2019)). Dies ist mit viel menschlichem Leid für Betroffene und Angehörige verbunden; führt zu hohen Ausgaben von Krankenkassen und hohen volkswirtschaftlichen Kosten. Die Verbesserung des Verständnisses von der Entstehung, Aufrechterhaltung und der Behandlung psychischer Erkrankung ist inhärenter Gegenstand der klinisch-psychologischen Forschung an universitären Hochschulambulanzen. 

Die psychotherapeutische Universitätsambulanz über die Lebensspanne (PULS) für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und ihre Familien ist eine Ambulanz für Forschung und Lehre (§117 Abs. 2 SGB V). Wir bieten Ihnen Behandlungen an, die dem neuesten Stand der Psychotherapieforschung entsprechen. Die Hochschulambulanz ist an den Lehrstuhl Klinische Psychologie und Psychotherapie angebunden und gekennzeichnet durch eine enge Verzahnung zwischen praktischer diagnostischer und therapeutischer Arbeit und wissenschaftlicher Forschung.

Das Angebot von PULS richtet sich an Menschen aller Altersstufen, die unter psychischen Beschwerden, Verhaltens- oder Entwicklungsauffälligkeiten leiden und eine Abklärung im Rahmen einer Diagnostik oder Therapie suchen. Dazu gehören psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel depressive oder Angststörungen, und verschiedene Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen.

Zu solchen Beschwerden gehören beispielsweise

  • AD(H)S, Aggression, Schlafstörungen, Essstörungen, Ausscheidungsstörungen, Schmerzstörungen
  • Ängste, Depressive oder bipolare Störungen, Körperdysmorphe Störungen, Körper-Integritäts-Dysphorie
  • Und vieles mehr

Prinzipiell ist die Behandlung eines breiten Spektrums von psychischen Erkrankungen möglich, wobei sich die Behandlungskapazitäten jeweils nach den aktuellen Forschungsprojekten richten. Wenn beispielsweise ein Forschungsprojekt zur Behandlung depressiver Erkrankungen läuft, können in dieser Zeit mehr Patient*innen mit dieser Symptomatik aufgenommen und behandelt werden. Weitere Schwerpunkte finden Sie hier.

Die Behandlungskosten werden in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.