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Sommerakademie 2022

Gewinne einen Einblick in die Forschung der Universität Bremen

Eine spannende Herausforderung für Schülerinnen und Schüler bieten die Universität Bremen und ihre Partnerinstitute mit der Sommerakademie. Die Schülerinnen und Schüler haben im Sommer 2022 wieder die Möglichkeit, eine Woche lang gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spannenden Fragen nachzugehen.

In den Workshops der Sommerakademie sollen Schülerinnen und Schüler die Chance bekommen, forschend zu lernen - das heißt, innerhalb von vier Tagen (eigene) Forschungsfragen eigenständig zu bearbeiten und ihre Ergebnisse zu präsentieren. So können sie intensive Einblicke in ein Forschungsfeld sammeln und die Uni Bremen als möglichen Studienort kennenlernen. Die Schülerinnen und Schüler wählen einen Wunschworkshop aus, den sie dann von Montag bis einschließlich Donnerstag besuchen. Die Dauer des jeweiligen Programms hängt vom Workshop ab. Am Freitag wird dann eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse stattfinden. 

Das Programm richtet sich an forschungsinteressierte Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2021/2022 eine gymnasiale Oberstufe besuchen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Termin 2022

Die Sommerakademie wird in diesem Jahr vom 04.07. - 08.07.2022 stattfinden.

Es können leider keine Anmeldungen mehr entgegengenommen werden.

FAQ

Sie haben noch Fragen? Hier finden Sie Antworten!

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Kontakt

UniTransfer, Transferstelle Universität-Schule

Dr. Kerstin Ksionzek

Telefon: 0421 218 60393

Email: kerstin.ksionzekprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de


Workshopübersicht

DIESER WORKSHOP IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Was erwartet euch hier?

Die Lichtgeschwindigkeit ist eine universelle Konstante, Sterne und Planeten krümmen die Raumzeit. Diese beiden, heute durch Experimente sehr gut bestätigten, Annahmen sind die Grundlagen von Einsteins spezieller und allgemeiner Relativitätstheorie. Aber was heißt das eigentlich?

Das wollen wir an Beispielen und Überlegungen mit euch besprechen, denn viel von der Technik, die wir jeden Tag benutzen, wie Satellitenkommunikation und Navigations-Apps, würde ohne Relativitätstheorie nicht funktionieren.

Die Erforschung des Weltalls, des ganzen Universums, über Galaxien bis zu unserem eigenen Sonnensystem wäre ohne die relativistischen Grundlagen ebenfalls nicht denkbar. Wir geben euch einen kleinen Überblick über die Erforschung des Sonnensystems und fremder Welten, sogenannter Exoplaneten, durch moderne Satelliten und Weltraumteleskope.

Wenn ihr also Spaß an Physik und Raumfahrt habt, seid ihr in diesem Kurs genau richtig.

 

Institut / Workshopleitung

Dr. Dennis Philipp (ZARM), Dr. Christian Pfeifer (ZARM), Dr. Marco Scharringhausen (DLR)

Zentrum für Angewandt Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Mini-Auto

Was erwartet euch?

Wenn du wissen willst, wie es mit der Mathematik nach der Schule weitergehen kann, oder wenn du einfach Spaß daran hast, neue mathematische Konzepte kennenzulernen, ist unser Workshop genau das Richtige für dich.

Im Workshop wollen wir das Konzept eines Riccati-Reglers erarbeiten, um linearisierte Systeme zu regeln. Dazu starten wir mit einem kleinen Crashkurs in Mathematik, damit wir fit in Matrizen- und Differentialrechnung sind, und erhalten eine kurze Einführung in die Regelungstechnik.

An ausgewählten Beispielen (wie einem Miniaturfahrzeug oder einem inversen Pendel) erproben wir unser theoretisches Wissen, und überprüfen dies mit Computer-Simulationen (die wir natürlich selbst programmieren wollen).

Am Ende des Workshops haben wir zumindest eine Antwort auf die Frage: Wozu braucht man denn Mathematik?

 

Workshopleitung / Institut

Dr. Matthias Knauer, Tjorge Meyer

AG Optimierung und Optimale Steuerung, Zentrum für Technomathematik (ZeTeM), Universität Bremen

Der Laser als universelles High-Tech-Werkzeug
Arbeit mit einem Laser

Was erwartet euch?

Der Laser kann als universelles High-Tech-Werkzeug eine Vielzahl herkömmlicher Werk­zeuge ersetzten. Bauteile sollen verbunden oder getrennt werden? Bauteiloberflächen sollen bearbeitet oder ganze Bauteile additiv gefertigt werden? Kein Problem! Dem Anwendungs­gebiet von Laserprozessen sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Im Rahmen dieses Workshops möchten wir Dir die Möglichkeit geben, den Laser als Werkzeug zur Metallbearbeitung kennenzulernen und Dir spannende Anwendungen aufzeigen - zum Beispiel für den Automobilbereich oder den Luft- und Raumfahrtsektor. Verstehe wie ein Laser funktioniert und wie sich verschiedene Laserarten unterscheiden. Untersuche selbst: Welche Einflussfaktoren sind bei Laserprozessen wie dem Laserschweißen und -schneiden in der Praxis von Bedeu­tung? Wie werden 3D-Bauteile mittels laserbasierter additiver Fertigung erzeugt? Wie wirken sich verschiedene Prozesse auf die Bauteilqualität aus?
Übrigens, praktisches Arbeiten und Forschen in unseren Laserlaboren lässt sich super mit dem Studiengang Produktionstechnik vereinen, welcher hier an der Uni Bremen angeboten wird.

 

Workshopleitung / Institut

Thorsten Mattulat

Abteilungsleiter Füge- und Pulverbettverfahren, Bremer Institut für angewandte Strahlentechnik GmbH (BIAS)

 

English

Was erwartet euch?

Die englische Sprache hat sich im Laufe des 20. und als Folge der Globalisierung im 21. Jahrhundert als Weltsprache und sogenannte globale „lingua franca“ etabliert. Im Laufe der letzten Jahrhunderte entstand insbesondere durch das britische Kolonialreich eine enorme weltweite Verbreitung und Diversifizierung des Englischen, die weit über die aus dem schulischen Englischunterricht bekannten Standardvarietäten des britischen und amerikanischen Englisch hinausgeht. Varietäten des Englischen werden heutzutage in mehrsprachigen und kulturell sehr unterschiedlichen Gesellschaften in großen Teilen Afrikas, Südostasiens und im pazifischen Raum gesprochen. Diese Varietäten unterscheiden sich auf verschiedenen Ebenen der Sprachverwendung, von der Aussprache über den Wortschatz bis hin zu grammatischen Strukturen und Formen der Interaktion von Sprecher:innen.

Die Varietätenlinguistik ist innerhalb der englischen Sprachwissenschaft ein boomendes Forschungsfeld, und die spezifischen sprachlichen Merkmale der sog. „World Englishes“ sind inzwischen recht gut dokumentiert. Zu diesem Zweck sind auch eine Reihe von digitalen Ressourcen entwickelt worden, die sich auch für Anfänger:innen sehr gut eignen, eigenständige Forschungsfragen zu bearbeiten und spannende Ergebnisse zu erzielen. In diesem Workshop sollen mit Hilfe digitaler Atlanten, Wörterbücher, Sprachkorpora und anderen Ressourcen (z.B. social media wie Twitter und Instagram) unter anderem folgenden Fragen nachgegangen werden: Was sind charakteristische Merkmale einzelner Varietäten des Englischen (z.B. im Wortschatz) und worin unterscheiden sie sich von dem aus dem schulischen Englischunterricht bekannten britischen und amerikanischen Englisch? Was passiert beim Kontakt des Englischen mit anderen Sprachen, die in einem bestimmten Land gesprochen werden? Welchen Einfluss haben soziale und kulturelle Besonderheiten bestimmter englischsprachiger Länder auf die Art und Weise, wie Englisch dort verwendet wird?

 

Workshopleitung / Institut

Prof. Dr. Marcus Callies, Stefanie Hehner

FB 10 "Sprach- und Literaturwissenschaften", Arbeitsbereich Englische Sprachwissenschaft, Universität Bremen

Roboter als Hilfe für Alltagsaufgaben: Daran arbeitet der Sonderforschungsbereich EASE der Universität Bremen.
Roboter als Hilfe für Alltagsaufgaben.

Was erwartet euch?

Wie sieht unsere Zukunft mit Robotern aus? Was ist eigentlich so ein Roboter? Und wie können wir Robotern beibringen, uns in unserem Alltag zu unterstützen? Wenn Du Dich für diese Fragen interessierst, bist du bei uns genau richtig! Im Sommerakademie-Angebot des Sonderforschungsbereichs Everyday Activity Science and Engineering (EASE) und der Arbeitsgruppe für Künstliche Intelligenz kannst Du gemeinsam mit Forscher*innen Roboter kennenlernen und Fragen des  Alltags mit Robotern nachgehen. Lerne unsere Roboter kennen und erfahre:
• wie Roboter lernen,
• wie Roboter von Dir lernen können,
• wie Roboter Menschen im Alltag unterstützen können,
• was Roboter und Du in einer virtuellen Welt erleben können.
Entwickle eigene Ideen, wie Roboter uns in der Zukunft unterstützen können.

 

Workshopleitung / Institut

Dr. Jörn Syrbe

Sonderforschungsbereich "Everyday Activity Science and Engineering" (SFB EASE), Arbetsgruppe für Künstliche Intellignez (AG KI)

Schwerelosigkeitsexperimente
Experimente unter Schwerelosigkeit

DIESER WORKSHOP IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Was erwartet euch?

Wer Schwerelosigkeitsexperimente durchführen möchte, muss nicht unbedingt ins Weltall fliegen. Im Bremer Fallturm werden Experimente in Schwerelosigkeit versetzt, indem sie in einer Kapsel fallen gelassen werden. Denn während des freien Falls herrscht Schwerelosigkeit. Was sich erst mal komisch anhört, ist auch der Grund, warum die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS schwerelos sind: Die ISS befindet sich im freien Fall. Allerdings fliegt sie so schnell, dass sie nicht auf die Erde, sondern immer genau an ihr vorbei „fällt“. Doch auch im Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen, dem DLR_School_Lab, lassen sich Experimente unter Schwerelosigkeit durchführen.

Wir bauen mit euch eure eigenen Schwerelosigkeitsexperimente und lassen sie in unserem Space-Tower – einer 10-Meter-Fallanlage – fallen. Dabei wird gefilmt, was im freien Fall passiert und wie sich die Experimente unter Schwerelosigkeitsbedingungen verhalten. Ihr lernt dabei alle nötigen Schritte kennen, von der Entwicklung einer Idee über den Bau und die Durchführung des Experiments bis hin zur Präsentation der Ergebnisse. Und keine Sorge: Ihr braucht vorab noch keine Experimentidee. Was sich Spannendes erforschen lässt und was ihr dafür braucht, erarbeiten wir gemeinsam. Lasst euch von der Welt der Schwerelosigkeit überraschen.

 

Workshopleitung / Institut

DLR_School_Lab am Deutschen Zentrum für Lut- und Raumfahrt (DLR)

Mars-Rover
ExoMars-Rover und Orbiter

DIESER WORKSHOP IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Was erwartet euch?

Wie kann man ohne Astronauten fremde Planeten erforschen? Wo es für den Menschen zu gefährlich wird, übernehmen oft Roboter die Arbeit. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen wurden Räder für den europäischen Mars-Rover „ExoMars“ entwickelt, der dieses Jahr auf den Mars geschickt werden soll. Doch Mars-Rover können nicht direkt von der Erde gesteuert werden, da die Signale zu lange zum Mars unterwegs sind, daher müssen die Mars-Rover so programmiert werden, dass sie selbst erkennen, wo es lang geht und ob zum Beispiel ein Berghang zu steil für sie ist oder nicht.

Wir bauen und programmieren mit euch euren eigenen „Mars-Rover“. Dabei werden auch 3D-Drucker und selbst programmierte Apps zum Einsatz kommen. Euren Rover könnt ihr anschließend in unserer Mars-Test-Landschaft im DLR_School_Lab auf die Probe stellen. Begebt euch mit uns auf eure eigene Marsmission.

 

Workshopleitung / Institut

DLR_School_Lab am Deutschen Zentrum für Lut- und Raumfahrt (DLR)

Aufnahme eines Mikroskops
Mikroskopische Aufnahme einer zweidimensionalen MoS2 Probe
Modell einer atomaren Anordnung
Prinzipskizze der atomaren Anordnung der Elemente in einer Schichtstruktur auf Basis von MoS2

DIESER WORKSHOP IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Was erwartet euch?

Zweidimensionale Materialien, die teilweise nur eine Atomlage dick sind, haben in den letzten Jahren das Interesse von Forscher/innen in der ganzen Welt geweckt. Es wurde nachgewiesen, dass je dünner diese Materialien sind, desto stärker werden ihre Eigenschaften von der Quantenmechanik beeinflusst. Daraus kann ein breit gefächertes Anwendungspotenzial z. B. in Elektronik, Optoelektronik, Photovoltaik und Katalyse resultieren.

So kann gezeigt werden, dass das Material Molybdändisulfid (MoS2), welches in der Natur als silbrig-schwarzes Mineral vorkommt, mit Klebestreifen in einzelne Lagen präpariert werden kann. Nur wenn es in dieser Form vorliegt, kann es Licht aussenden, wenn ihm zuvor Energie zugeführt wurde.

Während der Sommerakademie haben Sie die Möglichkeit, derartige zweidimensionale Strukturen herzustellen, deren Oberfläche mit atomarer Auflösung zu betrachten und die optischen Eigenschaften mit modernen spektroskopischen Methoden zu erforschen.

 

Workshopleitung / Institut

Das ist ein Angebot der Arbeitsgruppen des Instituts für Festkörperphysik und der Physikalischen Praktika der Universität Bremen

BAALL
Ein Blick ins Ambient Assistant Livin Lab (BAALL)

Was erwartet euch?

Das „Bremen Ambient Assisted Living Lab“ (BAALL) des DFKI ist kein gewöhnliches Labor, sondern eine komplett eingerichtete Wohnung, die sich den Bedürfnissen der Bewohner*innen anpasst. Im Fokus der Forschung stehen hier technische Systeme, die zur alltäglichen Unterstützung von Menschen entwickelt werden, wie die automatische Höheneinstellung der Küchenschränke, der Toilette und des Waschbeckens an die Größe der Bewohner*innen, einen intelligenten Kleiderschrank, der Vorschläge zur Wahl der Kleidung gibt, sowie einen Rollstuhl, der technisch so ausgerüstet ist, dass er Menschen mit rückläufiger körperlicher sowie kognitiver Leistungsfähigkeit im Alltag unterstützt.

Beim Workshop des DFKI setzen wir uns mit unseren persönlichen Wünschen für eine intelligente, vernetzte Wohnumgebung der Zukunft auseinander und überführen diese in konkrete Szenarien für unser Smart Home. Dabei erforschen wir in Kleingruppen verschiedene intelligente technische Systeme und setzen unsere eigenen Ideen mittels Programmierung in die Praxis um: Wie kann der Roboter Greifarm „Jaco“ Personen helfen Alltagsaktivitäten souverän zu meistern? Wie nimmt der mobile Roboter „Turtlebot“ einen unbekannten Raum wahr und errechnet den besten Weg zum Ziel? Wie können durch Sensorik und Aktorik einfache Automatisierungen realisiert werden?  Zur Umsetzung deiner Ideen werden wir die nötigen Programmiergrundlagen Schritt für Schritt vermitteln. Vorwissen ist für diesen Workshop nicht erforderlich.

 

Workshopleitung / Institut

Felix Goldau, Anke Königschulte

Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), Forschungsbereich Cyber Physical Systems (CPS)

Starke Partner

Wir danken der Sparkasse in Bremen für die freundliche Unterstützung der Sommerakademie.