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bremer institut für kulturforschung (bik)

Kulturwissenschaftliches Arbeiten an/zu aktuellen Gesellschaftsthemen

Kulturwissenschaft ist eine interdisziplinär ausgerichtete, praxisnahe Wissenschaft, die sich am Alltag der Menschen orientiert. Sie untersucht historische und aktuelle Formen des Zusammenlebens und setzt sich mit gesellschaftlichen Problemstellungen und Konflikten auseinander, bspw. mit Formen der Differenzbildung zwecks Bemächtigung und Ausgrenzung in der Beziehung mit Menschen, Dingen, Tieren und der Umwelt.

Kulturwissenschaftler*innen stehen in fortwährendem Austausch mit ihren Umgebungen und arbeiten mit Personen und Organisationen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen und Kulturen zusammen. Mit ihren Kenntnissen, Vorgehensweisen und Reflexionen möchten sie zu einem besseren Verständnis der komplexen, sich in stetigem Wandel befindlichen spätmodernen Lebensverhältnisse beitragen.

 

Transfer und Kooperationen

Das Bremer Institut für Kulturforschung wurde von Prof. Dr. Maya Nadig, ihren Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen im Jahr 2001 mit dem Ziel initiiert, die bestehenden Kooperationen zwischen der Bremer Kulturwissenschaft und verwandten Praxisfeldern zu stärken.

Um dieses Ziel im Sinne einer Engaged/ Public Anthropology nachhaltig weiterverfolgen zu können, haben wir 2018 aus dem Institut heraus den gemeinnützigen Verein bik e. V.Verein des Bremer Instituts für Kulturforschung– gegründet. Dabei geht es um Vernetzungen und gemeinsame Projekte, die der breiten Öffentlichkeit zugutekommen.

 

bik e. V. – Verein des Bremer Instituts für Kulturforschung

Ziele und Tätigkeiten

Die vielen langjährigen Kooperationen mit Personen und Organisationen außerhalb der Universität sollen durch den Verein gestärkt und erweitert werden. Menschen aus verschiedenen Praxisfeldern und Wissenschaftsbereichen können Vereinsmitglieder werden und sich darüber vernetzen, um sich gemeinnützigen Tätigkeiten in kulturellen Feldern zu widmen. Dabei handelt es sich um Prozesse zur inter-/transkulturellen Verständigung und um Kulturprojekte, wie öffentliche Ausstellungen, Veranstaltungen, Schulungen. Derzeit beschäftigen wir uns bspw. mit Bremens kolonialer Vergangenheit, in Schulungen und Projekten zum Umgang mit Vielfalt und Rassismus in verschiedenen Stadtteilen, mit der Planung eines Bremer Ausstellungsprojekts zu AfrikaBildern. Wir richten empowernde, reflektierende Veranstaltungen zum Deutschen Diversity-Tag in Bremen aus und forschen und Arbeiten zu Flucht & Asyl.

Tätigkeitskonzept

Mitgliedschaft

Über die Mitgliedschaft und die Tätigkeiten im Verein verbinden sich die Kooperationspartner*innen und/oder deren Organisationen, Alumni und Studierende der Kulturwissenschaft und Mitarbeitende aus dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK) am Fachbereich 9.

Mitgliedschaftsantrag

Spenden

Dem als gemeinnützig anerkannten Verein kann auch gespendet werden, um seine Tätigkeiten und Projekte rundum zu unterstützen.

Spendenkonto: bik e.V., Sparkasse Bremen, IBAN: DE31 2905 0101 0082 4351 24

Vorstand

Dr. Margrit E. Kaufmann, mkaufmprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Prof. Dr. Dorle Dracklé, drackleprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Dr. Frank Müller (Kassenwart) framuelprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Dr. Cordula Weißköppel cweisskoeppelprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Kooperationsprojekt mit der Polizei Bremen

Frank Müller, Thomas Müller, Robert Linke

Das Projekt besteht seit mehreren Jahren und hat zu Veränderungen in den Fortbildungen der Polizei beigetragen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Auswirkungen der Diversifizierung der Gesellschaft auf die praktische Arbeit der Polizei zu untersuchen und gemeinsam mit Polizisten der Führungsebene Elemente zur Schulung und Unterstützung von Schutzpolizist*innen innerhalb der Organisation zu entwickeln. Mittels nicht-teilnehmender Beobachtungen und fokussierten Leitfadeninterviews werden ethnografische Beschreibungen des Arbeitsalltags der Schutzpolizist*innen erstellt, in denen Einblicke in aktuelle Problemlagen aus Sicht der unteren Ränge vermittelt werden, die sich über das Berichtswesen der Polizei normalerweise nicht ergeben. In gemeinsamen Besprechungen werden dann aktuelle Themen identifiziert und wird nach Lösungsstrategien gesucht.

 

Kooperationsprojekt zur Dekolonisierung mit verschiedenen Akteur*innen

Margrit E. Kaufmann, Manfred Weule, Aissatou Bouba, Bianca Wambach u.a.

Basierend auf der langjährigen Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Bremen e.V. – über Forschungsprojekte, Organisation und Durchführung der Tagung „AfrikaBilder“ mit Veröffentlichung, der Veranstaltungsreihe „Nein danke, wir haben schon ein Buch über Afrika“ und Unterrichtsmodule „Afrika gibt es nicht“ – arbeiten wir (eine Gruppe von Kooperationspartner*innen, Lehrenden und Studierenden) derzeit zum Schwerpunkt Kolonialität von Wissen. Dabei geht es uns darum, v.a. im Bildungsbereich (an Schulen, Volkshochschulen und Hochschulen), zu den bestehenden Stereotypen zu sensibilisieren und im Sinne einer Dekolonisierung insbesondere durch die Unterstützung von Selbstrepräsentationen andere Bilder bspw. vom afrikanischen Kontinent, seiner Geschichte(n) und den aktuellen Lebensverhältnissen zu vermitteln. Geplant sind Workshops, Fortbildungen und eine Ausstellung.

 

Kooperationsprojekte im Rahmen des Diversity Praxisseminars

Margrit E. Kaufmann, Ayla Satilmis und Studierende in Kooperation mit der Diakonie Bremen, der Partnerschaft für Demokratie, der Werkstatt Antidiskriminierung e.V. u.a.

In Anbetracht gesellschaftlicher Pluralisierung erweisen sich Diversity-Konzepte in der Arbeitswelt, für Organisationen und auch für Hochschuleinrichtungen als unabdingbar. Es besteht ein entsprechend hoher Bedarf an wissenschaftlicher Diversity-Expertise, der mit zahlreichen Kooperationsanfragen aus verschiedenen gesellschaftlichen Praxisfeldern einhergeht. In diesem Projekt setzen wir uns mit Diversität als gesellschaftlichem Phänomen auseinander und greifen Diversität als Inhalt und Methode auf mit dem Ziel Studierende im Rahmen eines Diversity-Moduls in diesem Themenfeld zu qualifizieren. Hierbei geht es im Sinne einer Third Mission um Wissenstransfer, Öffentlichkeitsarbeit, gesellschaftliches Engagement, Sensibilisierung und Weiterbildung.

Das Modul verbindet drei Konzepte: Forschendes Lernen, Diversity und Public Anthropology. Forschendes Lernen, als didaktisches, methodisches und soziales Lehr-Lern-Konzept, ermöglicht den Studierenden aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen praxisnah zu erkunden. Darüber bilden sie ihre wissenschaftliche Expertise heraus und vermitteln diese wiederum in die Gesellschaft zurück (Huber 2009, Kaufmann 2015, Satilmis 2018). Diversität ist beim Wissenschaft-Praxis-Transfer zugleich Gegenstand, methodologischer Ansatz und Brücke zu den Praxisbereichen. Darüber erwerben sowohl Studierende als auch Praktiker*innen Diversity-Kompetenzen, die sie für ihre (späteren) beruflichen Tätigkeiten brauchen (Satilmis 2019, Kaufmann 2019). Public Anthropology bietet das Framing für das Lehr-Lern-Praxis-Geschehen. Mit den langjährigen Erfahrungen im kollaborativen, engagierten Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis ist der Transfer fachkulturell in eine kritische Anthropologie eingebettet (Besteman 2013, Beck 2011).

Diversity in Progress – Einblicke in diversity-bezogene Aktivitäten des Fachbereichs Kulturwissenschaften und in das Lehrgeschehen

 

Abgeschlossene Projekte:

siehe auch unter

Public Anthropology

Transkulturalisierung und Diversität

Weitere Aktivitäten

OPEN SPACE des bik e.V. Impulse - Austausch - Vernetzung

Im Format OPEN SPACE treffen sich die bik-Mitglieder und Interessierte v.a. zur Information, Kommunikation und Vernetzung. Die Veranstaltungen beginnen mit einem thematischen Impuls mit Diskussion und Öffnen den Raum zum inhaltlichen und persönlichen Austausch zwischen den Kooperationspartner*innen und den verschiedenen Arbeitsfeldern.

Der OPEN SPACE II findet am 23. Januar 2020 statt. Das Programm finden Sie hier.

Programm OPEN SPACE I hier.

Ethnografische Filmtage

Themensemester des IfEK

Kuwi als Beruf

Begrüßungsfeier MATS

Not about us without us!

Anschrift:
Universität Bremen
Fachbereich 9 / SFG
Enrique-Schmidt-Str. 7
D-28359 Bremen

Sprecherin:
Dr. Margrit E. Kaufmann
SFG Raum 4320
Tel.: ++49 (0)421 218 67631
Fax: ++49 (0)421 218 9867609
Email: mkaufm[at]uni-bremenprotect me ?!.de


Sekretariat:
Gabriele Knoop
SFG Raum 4290
Tel.: ++49 (0)421 218 67600
Fax: ++49 (0)421 218 9867609
Email: gabriele.knoop(at)uni-bremen.de

Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Cordula Weißköppel
SFG Raum 4310
Tel.: ++49 (0)421 218 67632
Fax: ++49 (0)421 218 9867609
Email: cordula.weisskoeppel(at)s-hb.de